5 innere Konflikte, die wir lösen müssen, um frei zu sein

Innere Konflikte!

Sie können uns zermürben, tief traurig machen und an unsere Grenzen bringen. Jeder Mensch strebt nach Harmonie. Das ist unser Naturell. Und dennoch stellt uns das Leben oft vor Situationen, die innere Konflikte zur Folge haben. Das Verdrängen derer funktioniert nur marginal, denn alles in uns sträubt sich gegen das Ungleichgewicht und verlangt nach Balance.

Heute geht es daher um die sechs häufigsten inneren Konflikte, die wir lösen müssen, um wieder mental frei zu werden. Anschließend stelle ich noch Möglichkeiten zur Auflösung von derartigen Dysbalancen vor.

1. Rollenkonflikt

Eine Frau spielt eine Rolle und hat deshalb innere KonflikteJeder von uns übernimmt in seinem Leben unterschiedliche Rollen. Wir sind Töchter, Freunde, Mütter, Unternehmer, Angestellte, Projektleiter, Vereinsmitglieder und vieles mehr. An jede dieser Rollen sind Erwartungen geknüpft – von uns selbst und/oder von anderen.

a) innere Konflikte durch zu viele Rollen

Konflikte entstehen oft, wenn wir das Gefühl haben, nicht alle Rollen erfüllen zu können. Zum Beispiel eine Mutter, die seit jeher eine begehrte Projektleiterin war. Nun aber hat sie zwei Rollen, die sehr viel Zeit beanspruchen. Manchmal weiß sie dann gar nicht mehr, wer sie jetzt gerade ist und vermischt die Rollen, was sich dadurch äußert, dass sie ihrem Mann oder dem Kind in ähnlichem Befehlston wie ihren Mitarbeitern Anweisungen gibt.

b) innere Konflikte durch übergestülpte Rollen

Oder aber man stülpt uns eine Rolle über. Zum Beispiel die der fröhlichen Tochter, die nie Probleme macht. Oder die des starken Mannes, der keine Schwäche zeigt. Oder aber die der perfekten Ehefrau und Mutter, die sich nie beklagt und immer für andere da ist. Um welche Rolle es sich auch handelt, ist diese nicht konform mit unserem Selbstbild, so entsteht ein innerer Konflikt.

2. Der Sehnsuchtskonflikt

Dieser innere Konflikt bringt uns an unsere Grenzen. Er geht damit einher, dass wir uns nach zwei Dingen oder Menschen sehnen, die sich nicht miteinander vereinbaren lassen. So etwas kann beispielsweise im Freundes- oder Familienkreis auftreten, wenn der Partner die beste Freundin nicht leiden kann oder die Ehefrau sich nicht mit dem eigenen heißgeliebten Bruder oder der Mutter verträgt.

3. Der Entscheidungskonflikt

Der wohl bekannteste Konflikt. Er tritt zum Beispiel auf, wenn es zwei positive Dinge gibt, wir uns aber nur für eines der beiden entscheiden können. Beispielsweise wird uns ein Urlaub mit der besten Freundin angeboten aber gleichzeitig findet eine Mitarbeiterehrung statt, bei der man selbst endlich lobend erwähnt wird.

Ebenso tritt dieser Konflikt auf, wenn wir eine Entscheidung mit Folgen treffen, bei der es jedoch keine Option gibt, die wirklich Positives für uns bereit hält. Zum Beispiel, wenn wir uns zwischen einer Operation oder der dauerhaften Einnahme von Medikamenten entscheiden müssen.

4. Äußerliche Missstände, die zu inneren Konflikten werden

Jeder äußere Konflikt, der uns nicht kalt lässt, wird gleichzeitig auch zu einem inneren Konflikt. Dabei gibt es unterschiedliche Arten:

a) Der Beziehungskonflikt:

Er tritt auf, wenn wir eine Person und ihr Verhalten einfach nicht ausstehen können, aber dennoch ständig mit ihr in Berührung kommen. Es kann sich dabei um Kollegen, die Schwiegermutter, den Vorgesetzten oder den Nachbarn handeln.

b) Der Verteilungskonflikt:

Er tritt auf, wenn Ungerechtigkeit stattfindet. Beispielsweise dann, wenn ein Kind dem anderen vorgezogen wird – auch im Erwachsenenalter. Wenn ein Kollege das ganze Lob, das eigentlich auch anderen gilt, abkassiert. Wenn jemand wesentlich mehr Gehalt für die gleiche oder weniger Leistung erhält. Wenn der eine Partner viel mehr im Haushalt oder für die Beziehung tut als der andere.

c) Der Zielkonflikt:

Er tritt auf, wenn Menschen in einem Team oder in einer Partnerschaft an unterschiedlichen Strängen ziehen, weil sie unterschiedliche Vorstellungen von einer gemeinsamen Zukunft haben. Das passiert auch dann, wenn über das gemeinsame Ziel gesprochen wurde, denn Worte werden von jedem Menschen ganz individuell aufgenommen und interpretiert.

5. Der Wertekonflikt

Dieser innere Konflikt entsteht immer dann, wenn wir etwas tun, das gegen unsere Werte spricht. Beispielsweise, wenn wir in einem Unternehmen arbeiten, dass Mengen an Plastik produziert oder Menschen in der dritten Welt zu schlechten Bedingungen Produkte anfertigen lässt – wir aber auf der anderen Seite jemand sind, der sich für das Gemeinwohl und den Umweltschutz einsetzt.

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So kannst du innere Konflikte lösen – 4 Schritte

1. Bewusstwerdung:

Der erste Schritt ist fast schon getan, indem du diesen Artikel liest. Es geht nämlich darum dir die Umstände deines inneren Konfliktes bewusst zu machen und ein klares Bild davon zu erhalten.

2. Äußere Konflikte durch Klärung lösen

Wenn es sich um einen äußeren Konflikt handelt, hilft Empathie und der Glaube an das Gute im Menschen. Der Versuch den anderen zu verstehen statt ihn zu verurteilen oder zu beschuldigen kann Missstände schnell aus der Welt schaffen. Das persönliche Gespräch eignet sich dazu natürlich am besten.

3. Die Lösungsfrage für innere Konflikte

Folgende Fragen können helfen Lösungsansätze sowie konkrete Schritte, die man unternehmen kann, zu generieren.

  • Eine Frau überlegt, weil sie innere Konflikte hatStell dir vor, du verschläfst eine Woche. Nun wachst du auf und dein Konflikt ist gelöst. Woran merkst du das? Was ist anders? Beschreibe die Situation.
  • Wie geht es dir damit? Welche Gedanken hast du? Was denkst du über dich selbst?
  • Wie handelst du nun? Was machst du anders als zuvor?
  • Was könnte in der Zwischenzeit passiert sein. Welche Schritte waren notwendig damit sich der Konflikt lösen konnte?

4. Die innere Diskussion

  • Nachdem dir dein innerer Konflikt bewusst ist, kannst du zum Mediator werden. Benenne deine inneren Konflikte mit spielerischen Namen. Zum Beispiel: der Ängstliche, der nicht will, dass ich mich verändere, der Harmoniebedürftige, der nicht nein sagen kann, usw.
  • Versuche nun ein Gespräch zwischen den Konfliktpartnern entstehen zu lassen. Deine Rolle ist die des neutralen Mediators. Du achtest darauf, dass jede Partei zu Wort kommt und ihre Gefühle und Anliegen preis gibt und stellst daher auch Zwischenfragen.
  • Am besten machst du diese Übung schriftlich. Nach ein bis zwei Tagen wirfst du einen Blick darauf. Meist ergeben sich dadurch wesentliche Erkenntnisse und Lösungsansätze.

Mögest du deine innere Konflikte liebevoll lösen und dein seelisches Gleichgewicht in vollen Zügen genießen können. Von Herzen, Melanie


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3 Kommentare

  1. Das ist ein interessanter Ansatz . Das werd ich versuchen . Ich hätte gerne eine Lösung für Menschen die mich verletzt haben ! Wie löse ich mich von der Vergangenheit und wie finde ich Freunde die mich nicht nur benutzen , so das nicht mehr am Ende allein dastehe?

  2. Als Frau hat man sehr viele Rollen, die man gleichzeitig mit einander mischt. Es kann sein, dass man von diesen Rollen oft Konflikte von innen spürt. Schlechtes Gewissen oder Zweifeln sprechen dafür. Danke für die Information zum Thema Bewusstwerdung und Konflikte!

    • Liebe Helena!
      Ja, da gebe ich dir recht – deshalb habe ich das Thema hier bewusst mitreingepackt.
      Herzliche Grüße

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