Für diese 7 Dinge schämen wir uns – Wie du damit aufhörst und dein Selbstbewusstsein stärkst

7 Dinge für die sich fast alle Menschen schämen

Es gibt Dinge im Leben, die behalten wir gerne für uns. Wir reden nur selten darüber, dass wir in der 6. Klasse durchgefallen sind, unseren Expartner betrogen haben, wir Größe 44 tragen, die Eltern als Hilfsarbeiter ihr Geld verdienten, uns immer, wenn wir die Nachbarin sehen, Neid überkommt, das Sexleben in der Partnerschaft eingeschlafen ist, wir kaum einen grammatikalisch richtigen Satz auf Englisch hinkriegen oder wir derart undiszipliniert sind, sodass von elf gestarteten Diäten elf mit einer Heißhungerattacke endeten. schämen uns.

Scham ein Gegner von Selbstbewusstsein?

Eine Frau, die selbstbewusst ist und aufhört hat sich zu schämenDerartige Wahrheiten versuchen wir mit allen Mitteln zu verbergen. Und zwar nicht nur vor unseren Mitmenschen, sondern manchmal auch vor uns selbst, indem wir den Verdrängungsmodus einschalten. Wer jedoch die Freiheit von wahrem Selbstbewusstsein erfahren möchte, muss sich seiner SELBST BEWUSST werden. Das bedeutet auch zu seinen Schattenseiten zu stehen. Das nämlich, macht glücklich und befreit! Denn die Energie, die man bisher fürs Verbergen und Verdrängen verschwendet hat, kann man dann anderweitig einsetzen.

Wer es dann auch noch wagt zur ein oder anderen Unzulänglichkeit öffentlich zu stehen, wird schnell bemerken, dass man seine Anwesenheit schätzt. Warum? Weil jeder von uns jede Menge Dinge verbirgt, für die er sich schämt. Oft glauben wir, wir wären damit alleine. Wenn dann jemand offen über die eigenen Probleme, Fehler, Schwächen und Schamgebiete spricht, erleichtert uns das.

7 Dinge, für die wir uns nicht schämen sollten

Deshalb habe ich heute 7 Dinge mitgebracht, für die wir uns nicht schämen, sondern zu denen wir stehen sollten, um ein authentisches und nachhaltiges Selbstbewusstsein aufzubauen.

1. Misserfolge und Ablehnung

Nein, natürlich habe ich in meinem Leben noch nie eine Abfuhr bekommen. In Sachen Liebe habe immer ich Schluss gemacht und jede Bewerbung, die ich abgeschickt habe, war ein Treffer. Diese oder ähnliche Aussagen habe ich schon oft vernommen. Den Mut zu seinen Misserfolgen oder gar zu den Ablehnungen, die man ertragen musste, öffentlich zu stehen, haben die wenigsten. Aber auch ein leises – hey, es ist okay und du bist trotzdem gut wie du bist – zu sich selbst, kann heilsam sein.

2. Nichtwissen und Schwächen

Ich gebe es zu – meine Allgemeinbildung lässt zu wünschen übrig. Weder Geographie noch Politik zählen zu meinen Steckenpferden. Und dann hapert es auch noch bei den Englischkenntnissen. Mein Business-Englisch würden viele als peinlich bezeichnen.

Aber peinlich ist mir das schon lange nicht mehr. Wenn mir jemand eine Frage stellt, die ich ich nicht beantworten kann, richte ich mich auf und sage laut und selbstbewusst: ich weiß es nicht. Dahinter steckt ein gesundes Selbstbewusstsein, das mir sagt, wenn ich etwas erlernen will, kann ich das. Außerdem gibt es viele andere Bereiche wie beispielsweise die Mentallehre oder das Online-Marketing, in denen ich sehr viel Know-how besitze. Man kann nicht in jeder Wissensdisziplin in der Oberliga spielen.

3. Gefühle

Es gibt Emotionen, die sich einfach nicht schicken. Eifersucht oder Neid zum Beispiel. Wenn man Menschen offen danach fragt, ob sie eines dieser Gefühle kürzlich hatten, lautet die Antwort in 90% der Fälle – nein. Und zu 90% ist die Antwort eine Lüge.

Dabei könnte auch hier, darüber reden, Erleichterung bringen. Aber auch, wenn man derartige Gefühle lieber für sich behält, weil man denkt sich dafür schämen zu müssen, macht es Sinn diese anzuerkennen und zu leben. Verdrängen wir sie, so verfestigen sie sich. Nur indem wir sie ausleben und ihre Energie dadurch freilassen, können sie sich wandeln.

4. Probleme in der Partnerschaft/Liebe

Sich für Probleme in der Partnerschaft schämenIm Freundes- oder Familienkreis erscheint es oft so als wäre man der einzige, der mit der Liebe zu kämpfen hat. Dem Single sieht man nicht an, dass er jedes Wochenende mit der Einsamkeit und der Angst allein zu bleiben, kämpft und dem Pärchen nicht, dass es mindestens einmal die Woche kracht, Bedürfnisse auf beiden Seiten offen bleiben oder das Sexleben alles andere als erfüllend ist.

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Trotzdem vertraue ich da einer Handvoll ehrlicher, offener Freundinnen und mir selbst. Und das führt dazu, dass ich fernab von der Rosa-roten-Brillen-Welt eine realistische aber dennoch positive Erwartungshaltung an meine Partnerschaft habe und dankbar für die nicht immer perfekte Zweisamkeit bin.

5. Cellulite, Fettpolster und Co

Ob Hakennase, schlaksige Beine oder ein Rettungsring. Körperlichkeiten, für die wir uns schämen könnten, gibt es zur Genüge. Aber mal ehrlich. Mit den meisten sind wir auf die Welt gekommen. Andere sind ein Zeichen der Zeit und/oder ein Zeichen dafür, was unser Körper schon alles bewältigt hat. Kaum jemand hat einen perfekten Körper. (Außer natürlich nach der Photoshop-Bearbeitung).

Cellulite, Orangenhaut und Reiterhosen betreffen auch mich. Und obwohl ich keine Bikini-Fotos poste, stehe ich dazu, in der Hoffnung, dass auch andere davon inspiriert werden ihren nicht perfekten Körper anzunehmen wie er ist.

6. Unsere Geschichte

Unsere Geschichte ist Teil von uns. Aber wir sind nicht unsere Vergangenheit. Und dennoch können wir uns nur von unserer Vergangenheit lösen, wenn wir sie akzeptiert und angenommen haben. Unlängst hatte ich eine Trainingsteilnehmerin, die deutlich signalisierte, dass sie nicht über ihre Vergangenheit sprechen wolle. Ich mutmaßte, dass ihr Schlimmes widerfahren sein muss. Schlussendlich aber erzählte sie doch noch von ihren Eltern, die als Gastarbeiter vor vielen Jahren nach Österreich kamen.

In ihrer Körperhaltung spiegelte sich Scham. Die junge Frau war mittlerweile Rechtsanwaltsanwärterin und obwohl sie ihre Eltern liebte, verleugnete sie diese. Darüber zu sprechen, brachte ihr nicht nur Erleichterung, sondern zeigte ihr auch eine Option – nämlich Stolz statt Scham. Sie erkannte, was ihre Eltern alles geschafft hatten und was sie ihr dadurch ermöglichten.

7. Begangene Fehler

Es ist natürlich, dass wir uns dafür schämen als Teenager einen Ladendiebstahl begangen oder den Expartner betrogen zu haben. Natürlich ist man auf derartige Taten nicht stolz. Jedoch muss uns auch bewusst sein, dass wir damals, so schlimm unsere Tat auch war, aus einem bestimmten Grund den Fehler begangen haben. Im Strafrecht gibt es dafür häufig mildernde Umstände. Noch wesentlicher als der verständnisvolle Umgang damit ist aber, dass der Mensch und so auch du und ich, sich ständig verändert. Du bist nicht mehr die Person von damals. Du bist hier und du bist jetzt.

Ich wünsche dir die Stärke, dir ganz ohne Scham deiner Selbst bewusst zu werden und dich in deinem kompletten Sein liebevoll anzunehmen. Von Herzen, Melanie

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2 Kommentare

  1. Du bist einfach ein wunderbarer Mensch und deine Worte tun einfach nur gut! DANKE

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