Wir alle haben genau dieses eine Leben. Aus diesem einen Leben können wir das Beste machen. Und jeder von uns weiß tief in sich drinnen, was für ihn das Beste ist und was ihn wahrlich glücklich macht. Aber leider wird genau das, ohne dass wir es merken, oft von Stimmen überlagert, die nicht unsere sind.
Und genau diese fremden Stimmen führen dann zu Verwirrung.
- Dazu, dass wir scheinbar nicht mehr wissen, wie wir ein glückliches Leben aufbauen.
- Dazu, dass wir uns mitten im eigenen Leben befinden, das scheinbar erfüllt aussieht, sich aber trotzdem leer anfühlt.
- Dazu, dass wir ständig Dinge tun oder uns auf eine bestimmte Art verhalten, aber nicht verstehen, warum.
Und dafür verantwortlich sind die Stimmen, die nicht deine sind. Die Fähigkeit, diese zu erkennen und sie von dir zu lösen, verhilft dir zu mehr Klarheit und führt dich zurück zu dir und deiner Wahrheit, die dich am Ende glücklich macht.
Aus diesem Grund nehmen wir diese fremden Stimmen heute genauer unter die Lupe.
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Mehr Informationen1. Die Stimme deiner Eltern
Wir sind erwachsen, treffen eigene Entscheidungen, übernehmen Verantwortung und sind nicht mehr abhängig von der Meinung oder den Werten unserer Eltern. Genau das glauben die meisten von uns, unabhängig davon, ob sie ein gutes oder eher angespanntes Verhältnis zu ihren Eltern haben.
Aber genau hier lohnt es sich, genauer hinzusehen. Denn viele unserer heutigen Entscheidungen sind noch immer durch unsere Eltern geprägt. Unbewusst oder bewusst schwingt bei vielen Lebensentscheidungen die Frage mit: Was würden meine Eltern dazu sagen? Würden sie es befürworten oder komplett ablehnen? Wie würden sie es machen?
Das zeigt sich nicht immer direkt, sondern oft erst, wenn man die Entscheidung bewusst unter die Lupe nimmt. Wie z. B. bei Cornelia. Lange Zeit überlegte sie, ob ein Pflegekind für sie genau die richtige Familienkonstellation sein könnte. Vieles sprach dafür. Aber am Ende entschied sie sich dagegen. Ein subtiles Gefühl der Ablehnung – irgendwie passt es doch nicht – setzte dem Traum ein Ende.
Erst Jahre später, als sie sich erneut damit befasste, wurde ihr klar, dass dieses subtile Gefühl die Stimme ihres Vaters war. Ein sehr traditioneller Mann, der Menschen anderer Herkunft immer skeptisch gegenüberstand und für den das Blut der Familie über allem stand.
Wie kannst du überprüfen, ob die Stimme deiner Eltern dich noch immer beeinflusst?
Frag dich bei großen Entscheidungen ganz bewusst: Wenn ich wüsste, dass meine Eltern diese Entscheidung weder gut noch schlecht finden würden, sondern völlig neutral – würde das etwas an meiner Entscheidung ändern?
2. Die Stimme der Vergangenheit (Rückspiegelsyndrom)
Eine weitere Stimme, die uns oft leise und unbemerkt verfolgt, ist die der Vergangenheit. Konkret spreche ich vom sogenannten Rückspiegelsyndrom. Darunter versteht man folgendes psychologisches Phänomen:
Der Mensch neigt dazu, seine Zukunft durch den Rückspiegel zu sehen. Stell dir vor, du fährst mit dem Auto auf der Landstraße, aber statt nach vorne durch die Frontscheibe zu schauen, blickst du ständig in den Rückspiegel und siehst nur, was hinter dir liegt.
Auf unsere Psyche übersetzt bedeutet das: Unser Gehirn erwartet, dass das, was in der Vergangenheit passiert ist, in der Zukunft wieder passiert. Also:
- Wenn ich wieder mit einem Mann eine Beziehung eingehe, dann werde wieder ich es sein, die alles trägt und am Ende enttäuscht wird.
- Oder: Wenn ich mich wieder für den Job als Redakteurin bewerbe, werde ich wieder eine Absage bekommen.
- Oder: Er oder sie hat mir einmal verziehen, also wird er oder sie mir auch dieses Mal verzeihen.
Wir ziehen etwas, das vorbei ist, heran und legen es auf die Zukunft um. Genau das dient uns dann als Entscheidungsgrundlage. Obwohl rein rational in den meisten Fällen keine erhöhte Wahrscheinlichkeit besteht, dass es wieder so kommt.
Kurzum: Wir treffen oft Entscheidungen aus Angst, dass sich die Vergangenheit wiederholt. Und nicht aus unserem wahren Inneren heraus – aus dem, was wir uns wünschen oder was wir als unsere Werte ansehen.
Wie kannst du überprüfen, ob das Rückspiegelsyndrom dein Leben lenkt?
Immer dann, wenn du an die Zukunft denkst und vielleicht mit Ängsten oder Sorgen kämpfst, frage dich:
- Weiß ich es wirklich zu 100 % oder erwarte ich es nur?
- Wenn du es „nur erwartest“: Hast du es in der Vergangenheit ähnlich erlebt und erwartest du es deshalb?
- Ein Ja zeigt dir klar: Nicht deine innere Wahrheit und nicht deine Werte steuern dich, sondern das Rückspiegelsyndrom.
3. Die Stimme der Angst
Die Stimme der Angst ist die irrationalste überhaupt. Obwohl Angst ursprünglich dazu gedacht war, uns zu schützen, weiß man heute: Angst hat mehrheitlich Unrecht.
Nicht umsonst heißt es: Angst ist ein schlechter Berater. Ich erkläre dir kurz praxisbezogen, was damit gemeint ist. Angelina hat mit zehn Jahren ihre beste Freundin an Krebs verloren. Dieses Ereignis hat sie traumatisiert und ihre Urangst getriggert.
Seither hat Angelina bei jedem Arztbesuch – egal, ob sie mit ihrem Sohn zum Kinderarzt oder selbst zum Frauenarzt geht – Angst vor dieser Diagnose. Sie sitzt im Wartezimmer und in ihrem Kopf liegt die Wahrscheinlichkeit nicht bei 1:100 oder 1:1000 – nein, sie liegt bei 99 %. Angelina ist sich jedes Mal, wenn sie das Arztzimmer betritt, fast sicher: Heute erfahre ich es.
Kurzum – die Angst ist nicht rational. Sie hält sich nicht an Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung. Sie erzählt dir eine Lüge, und die lautet: Der unwahrscheinliche Fall XY wird bei dir heute mit 90 % Wahrscheinlichkeit eintreten.
Und das gilt natürlich für viele Bereiche:
- Angst vor Krankheit
- Angst vor Enttäuschung
- Existenzängste
- Versagensängste
- Verlustängste etc.
Angst fragt immer: Was, wenn alles schlecht läuft?
Vertrauen fragt: Was, wenn es gut wird?
Und genau diese einfache Frage kann uns als erste Intervention bei Ängsten helfen. Achtung: Wir unterscheiden hier zwischen gedanklichen Ängsten, die sehr belastend sein können, und einer Panikattacke. Letztere braucht im ersten Schritt eher eine körperliche Intervention – etwa Atmen oder Klopfen.
Aber für die meisten Menschen, die von Angst betroffen sind, funktioniert es sehr gut, wenn sie immer dann, wenn sie bemerken, dass Angst und Sorge hochkommen, die Gegenfrage stellen: Was, wenn alles gut geht?
4. Die Stimme der Gesellschaft
Wer nach der Stimme der Gesellschaft lebt, hat oft das Gefühl: Sein Leben muss gefallen und er muss gefallen.
Typische Merkmale:
- Ich hasse es, aufzufallen oder aus der Reihe zu tanzen.
- Das Gefühl von Zugehörigkeit hat für mich oberste Priorität.
- „Das macht man eben so“ oder „Das haben wir immer schon so gemacht“ erscheint mir großteils richtig und sicher.
- Ich mag halt mit niemandem anecken.
- Es ist mir leider nicht egal, was die Nachbarn denken.
Wenn du dich selbst jetzt hier oder da beim Nicken ertappt hast, mach dir keine Sorge – du bist nicht allein. Die meisten Menschen lassen sich von der Stimme der Gesellschaft leiten. Aber warum ist das so?
Zugehörigkeit ist Sicherheit. Du hast gelernt: Wenn du gefällst, für in Ordnung befunden oder gemocht wirst, bist du sicher. Dann bekommst du auch die Anerkennung und Zuneigung, für die du vermutlich früher als Kind oft kämpfen musstest.
Im Konkreten geht es also ums Gefallenwollen. Ein typisches Muster, das entsteht, wenn dein Selbstwert angegriffen wurde und du dich vor verschiedenen Verletzungen schützen musstest. Der Weg daraus ist meist mehr als eine Frage. Dennoch habe ich dir einen zielführenden ersten Schritt mitgebracht.

Wie du die Stimme der Gesellschaft nach und nach loslässt
Frag dich immer wieder ganz bewusst:
- Wer bin ich, wenn ich niemandem gefallen muss?
- Was würde ich tun, wenn – egal was ich tue – alle Menschen um mich herum, ja die gesamte Gesellschaft, klatschen würden? Wenn also jeder es toll fände? Was würde ich dann tun?
- Nimm diese Fragen wie ein Mantra mit. Stelle sie dir jede Woche ein- bis zweimal über einen längeren Zeitraum.
Lass die Stimmen los, die nicht deine sind und strahle
Stimmen, die dich seit Jahren begleiten, verschwinden nicht von einer Sekunde auf die andere. Aber wir können sie bewusst loslassen.
Wenn du das Gefühl hast, du hast in den letzten Jahren genug gegeben – jetzt willst endlich wieder du dran sein, dann ist mein kostenloses Live-Webinar „Loslassen & Strahlen“ jetzt für dich.
Nur einmal pro Jahr gibt es dieses Webinar, von dem viele behaupten, es sei magisch. Löse Muster und Blockaden, die du seit Jahren trägst, und beginne wieder zu strahlen.
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Herzlich, deine Melanie





