Diese 7 Menschen triggern deine Kindheitswunden

Wenn dein inneres Kind getriggert wird

Wer kennt sie nicht – diese Situationen, in denen uns jemand derart triggert, dass wir nur noch rot sehen, ausrasten, vor Schmerz aufschreien oder einfach die Flucht ergreifen. Bildlich gesprochen tritt eine andere Person dabei, meist unbeabsichtigt, auf einen unserer wunden Punkte. Unsere Reaktion darauf fällt extrem stark aus, weil sie uns mit ihrem Verhalten oder ihren Worten an etwas sehr Schmerzhaftes erinnert.

Nicht selten ist es der Schmerz unseres inneren Kindes, der dabei getriggert wird. Wir erinnern uns dann an die schwierigen Situationen und Gefühle von damals und reagieren daraufhin ähnlich wie zu dieser Zeit. Daher kann unsere Reaktion oftmals sehr kindlich oder irrational ausfallen. Zum Beispiel: Schmollen, weglaufen, weinen, schreien…

Falls du dich also schon einmal gefragt hast, warum du bei manchen Menschen und in manchen Situationen derart überreagierst, dann kann genau das die Antwort sein. Deine Reaktion ist dabei gleichzeitig ein Hilfeschrei deines inneren Kindes, das endlich vom alten Schmerz, der immer wieder getriggert wird, befreit werden möchte. Erste Schritte dafür zeige ich dir gerne in meinem kostenlosen Workbook – siehe Ende des Blogs.

Diesen Beitrag gibt es auch als Podcast auf Spotify, iTunes, Deezer oder direkt hier:

Diese 7 Menschen triggern unsere Kindheitswunden

Lass uns aber vorerst zurückkommen zu den auslösenden Personen. Im Laufe der Jahre habe ich nämlich festgestellt, dass es in unserem Leben einige Experten rund um das Triggern unserer Kindheitswunden gibt. Sich darüber bewusst zu werden, sorgt für mehr Klarheit und neue Perspektiven.

Daher schau dir an, welche der folgenden Personen dir als Triggertäter bekannt vorkommt. Am Ende gibt es wie immer einige Lösungsansätze, damit du den triggernden Personen zukünftig nicht mehr hilflos ausgeliefert bist.

1. Eltern

Niemand kann den Schmerz unserer Kindheit besser triggern als unsere Eltern, schließlich waren sie die zentralen Personen in unserer Vergangenheit. Der Vater, der noch immer, genau wie damals, auf Leistung pocht oder die Mutter, für die man scheinbar nie gut genug ist, sind nur zwei von vielen Beispielen.

Aber es muss nicht immer so offensichtlich sein. Manchmal genügt schon alleine die Anwesenheit der Eltern und man schlüpft ganz unbewusst in die Rolle des Kindes, das sich schwer damit tut, seine Grenzen zu wahren, extrem verletzlich ist oder den Eltern alles recht machen will.

Kein Wunder, dass uns derartiges triggert, schließlich erinnert es uns unausweichlich an den Schmerz unserer Kindheit. Daher kann manchmal schon ein einziger Satz der Eltern eine Extremreaktion auslösen.

2. Geschwister

Geschwister verbringen Zeit miteinander

Auch Geschwister zählen zu den Top 7 der Triggertäter. Ihre Anwesenheit führt ebenso dazu, dass man sich wieder mit alten Rollenbildern aus der Kindheit identifiziert und so auch die Familiendynamiken von damals wieder zum Leben erweckt.

„Ich will das nicht,“ ruft das verletzte innere Kind dann oft, was dazu führt, dass wir in den Kampf- oder Fluchtmodus wechseln – angreifen, einen Streit beginnen oder weglaufen.

3. Partner

Unser wertvollster Trigger ist meist der Partner. Obwohl er so gar nichts mit unserer Ursprungsfamilie zu tun hat, erweckt er besonders häufig das verletze innere Kind in uns. Warum?

Der Partner ist der Mensch, den wir ähnlich intensiv lieben, wie damals als Kind unsere Eltern. Zudem haben wir zu ihm ein ähnliches Näheverhältnis. Unbewusst ziehen wir dann Vergleiche, legen die Erfahrungen, die wir mit unseren Eltern gemacht haben, auf unseren Partner um und erkennen dadurch Ähnlichkeiten zu damals, sogar dann, wenn es da kaum welche gibt.

Und so poppt der Schmerz von damals erneut auf und wir geraten in Alarmbereitschaft. Macht der Partner jetzt eine falsche Bewegung oder sagt ein falsches Wort, beginnt unser inneres Kind bildlich gesprochen vor Schmerz zu schreien. Es reagiert so, wie es bereits damals reagiert hat oder extremer.

In 90% aller Fälle hat der Partner aber nichts mit dem Schmerz zu tun. Er ist nicht der Auslöser für unsere Reaktion, sondern nur ein Spiegel. Und dieser Spiegel ist unsere Chance. Unsere Chance hinzuschauen, von wo dieser Schmerz ursprünglich kommt und was wir noch tun dürfen, um ihn zu heilen.

(Es gibt natürlich Ausnahmen, nämlich wenn es dein Muster ist, toxische Beziehungen anzuziehen, weil du nur diese als deiner Kindheit kennst und dieses Muster unbewusst immer wieder wiederholst. Dann ist der Partner natürlich ein Teil des Problems.)

4. Vorgesetzte

Auch dein Vorgesetzter kann ein hervorragender Triggertäter sein. Seine Autorität und Macht erinnern uns unbewusst an die Macht, die damals unsere Eltern über uns hatten. Je nachdem wie diese genutzt wurde, kann es sein, dass uns heute jegliche Form der Autorität triggert und zur Weißglut treibt oder wir eher in eine Angstreaktion verfallen, die uns zur Unterwerfung animiert.

5. Eigenes Kind

Wie gut das eigene Kind die eigenen wunden Punkte treffen kann, weiß fast jede Mutter nur all zu gut. Kinder sind wunderbare Lernfelder, vor allem, was die eigenen Mankos und noch nicht geheilten Verletzungen betreffen.

Oft geben wir unseren Kindern nämlich all das, was uns damals gefehlt hat und noch viel mehr. Bekommen wir dann nicht das zurück, was wir uns erwarten, z.B. Dankbarkeit, Gehorsam und Liebe, so passiert es schnell, dass unser inneres Kind ausrastet.

In etwa so: „Jetzt bekommt der kleine Spatz eh schon alles und ich gebe meine letzte Energie und trotzdem ist er nicht zufrieden, lieb und brav. Ich hab das alles niemals bekommen. Daran erinnert zu werden, tut verdammt noch mal weh.“

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Einfach heruntergebrochen kann man sagen, dein inneres Kind wird eifersüchtig auf dein eigenes Kind, das so viel mehr von dem, das du dir damals gewünscht hast, heute bekommt. Hier kannst du mehr dazu nachlesen.

6. Wenn die Schwiegereltern dein inneres Kind triggern

Wie der Name schon sagt, sind auch Schwiegereltern eine Form von Eltern. So kann es leicht geschehen, dass diese beginnen, gewisse elterliche Züge auszuleben und dir z.B. indirekt Vorschriften machen, dich kritisieren oder nicht so ernst nehmen, wie sie es sollten. Und zack bist du wieder zurückversetzt in deine Kindheit und wirst womöglich genau an das erinnert, was dich heute oft noch schmerzt oder stört.

7. Die Freundin, die alles hat

Und dann gibt es da noch die Freundin oder Bekannte, die

  1. sich entweder all die Dinge erlaubt, die du dir nicht erlaubst. Also z.B. sich selbst wichtig nimmt, auf ihre Intuition hört, einfach einmal nur nimmt und nicht gibt, mehrere Urlaube macht usw.
  2. Oder: alles hat, was du so gerne hättest und bereits als Kind schmerzhaft vermisst hast

Lies die obigen beiden Varianten noch mal und überleg, ob es da jemanden gibt, auf den a) oder b) zutrifft. Beide Varianten treffen deine wunden Punkte.

Triggern kann, aber muss kein Geschenk sein

Natürlich gibt es noch viele weitere Menschen, die dich triggern können. Fakt ist: Triggern kann, aber muss kein Geschenk sein.

Manchmal triggern uns Menschen auch einfach, weil sie unsere Grenzen überschreiten. Dann dürfen wir erkennen, dass wir unsere Grenzen noch stärker vertreten dürfen.

Manchmal triggern uns Menschen auch einfach, weil sie sich gegen unsere Werte verhalten. Dann dürfen wir erkennen, dass es gut ist, dass wir so hinter unseren Werten stehen.

Und sehr oft triggern Menschen eben unsere alten Wunden – aus früheren Partnerschaften oder eben noch häufiger aus der Kindheit. In diesem Fall kannst du, egal, wer dich triggert, wie folgt vorgehen:

Frau macht Mentaltraining Übung
  1. Notiere im Nachhinein, was genau dich getriggert hat. Frage dich: Warum hat es mich so aufgeregt oder verletzt?
  2. Frage dich: Ist etwas Ähnliches bereits in meiner Kindheit passiert? Oder: Kenne ich das entstandene Gefühl bereits aus meiner Kindheit?
  3. Falls ja, versuche dich an eine Situation in der Kindheit zu erinnern bei der es ähnlich war. Stell dir vor, dein inneres Kind sitzt neben dir, während du die Situation von damals wie einen Film ablaufen lässt. Schau es dir wie einen Film aus der Ferne an. Erkläre dann deinem inneren Kind, das neben dir sitzt, dass es sich dabei um eine vergangene Situation handelt, die zwar sehr schmerzhaft war, aber nichts mit dem Hier und jetzt zu tun hat.
  4. Nun verändere den Film. Lass die Szene erneut entstehen, aber lass sie dieses Mal so ablaufen, dass dein kleines Ich im Film Liebe statt Schmerz spürt. Dazu kannst du die komplette Kulisse, die Handlung und sogar die Personen verändern. Deiner Phantasie beim Kreieren einer Szene voller Liebe sind keine Grenzen gesetzt. Sieh dir den Film dann einige Male vor deinem inneren Auge an.

Trigger heilen – inneres Kind heilen

Getriggert zu werden, ist verdammt unangenehm, schließlich beschränkt es unser freies Leben im Hier und Jetzt. Ein Weg, dir deine emotionale Freiheit zurück zu holen, kann die mehrstufige innere Kind Heilung sein. Schau dir dazu gerne meinen Intensivkurs: Heile dein inneres Kind – nur für mich oder innerer-Kind-Mentor an – mit persönlicher Begleitung, der in Bälde wieder startet. Hier erfährst du mehr dazu.

Zum Starten nutze gerne mein kostenloses – Heile dein inneres Kind Workbook.

Herzlich, deine Melanie

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Ein Kommentar

  1. Liebe Melanie,
    mit deinem aktuellen blog/Podcast bringst du dieses starke Thema Triggerpersonen wirklich kurz und klar auf den Punkt. Vielen Dank für deine tolle Arbeit.
    Viele Grüße, Susanne

Kommentare sind geschlossen.