Mentales Tief – so befreist du dich! 5 einfache Werkzeuge

So vertreibst du schlechte Laune

Die Sonne scheint, ein freier Tag steht bevor, das eigene Spiegelbild gibt Anlass zur Zufriedenheit und ein Blick auf das Handy verrät, dass heute schon jemand an dich gedacht hat. Unter diesen Voraussetzungen ist es nicht schwer, gut drauf zu sein.

Was aber, wenn der Wettergott, das eigene Befinden und die Menschen in unserem Umfeld keinen Anlass zur Freude bieten? Was, wenn der Herbstblues zuschlägt und du dich gerade zu gar nichts motivieren kannst? Was, wenn der Partner, die Kinder oder die beste Freundin im Moment einzige Triggermonster sind?

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Vorsicht – schlechte Laune im Anmarsch

Die Ansammlung von scheinbaren negativen Kleinigkeiten kann dazu führen, dass wir uns mental ausgelaugt oder gar deprimiert fühlen. Ein kränkendes Wort des Kollegen, ein Pustel auf der Stirn, der bevorstehende Arbeitstag, von dem man jetzt schon weiß, dass er herausfordernd wird, eine chaotische Wohnung, eine nervige Erledigung oder der unfreundliche Nachbar.

Manchmal wissen wir auch gar nicht so genau, woher die depressive Stimmung oder das Motivationsloch eigentlich rühren. In der Regel verschwindet der unangenehme Zustand dann erst wieder, wenn das Außen Gründe dafür liefert. Sprich, die Stimmung wird dann wieder besser, wenn der nächste Urlaub in Sicht ist, das Wetter unser Gemüt erhellt oder man endlich das wohlverdiente Lob vom Chef bekommt.

Aber darauf warten, bis im Außen etwas meine Stimmung verbessert, bedeutet bei genauerer Betrachtung, dass ich die Verantwortung für mein Glück abgebe. Es bedeutet, dass ich fremdbestimmt statt selbstbestimmt lebe. Und wie du dir vorstellen kannst, ist das nichts für mich. Und falls auch du keine Lust mehr darauf hast, habe ich dir heute die 5 einfache, aber gleichzeitig zuverlässige Schlechte-Laune-Killer mitgebracht.

5 Strategien, um ein mentales Tief zu beenden

1. Nutze die Kraft der positiven Erinnerungen!

Suche nach einem Erlebnis in den letzten Wochen oder Monaten, welches dich mit Glück und Freude erfüllt hat. Schließe deine Augen und lass das Geschehen Revue passieren. Versuche so viele Details wie möglich abzurufen. Verweile mindestens 2 Minuten in deiner Erinnerung.

Und wenn du schon dabei bist, denk auch gleich noch an eine zweite Situation – eine Situation, in der du dich sicher, stark und selbstbewusst gefühlt hast. Lasse anschließend auch diese vor deinem inneren Auge abspielen und fühle dich so hinein, als würdest du sie erneut erleben.

Wozu das gut sein soll? Dein Unterbewusstsein kann nicht unterscheiden zwischen Vorstellung und Realität. Und so kommt es, dass du die positiven und stärkenden Emotionen von damals im Hier und Jetzt erneut erlebst und deine Stimmung sich aufhellt oder du sogar wieder deine innere Kraft spüren kannst.

2. Vorfreude macht glücklich!

Ein Mentor sagte vor langer Zeit zu mir: „Lass‘ keinen Tag verstreichen, ohne nicht mindestens eine Sache zu planen, auf die du dich freuen kannst.“ Und seither mache ich das wirklich tagtäglich. Ich überlege mir bereits am Vorabend mindestens eine Unternehmung oder Sache, auf die ich mich am nächsten Morgen freuen kann.

Nimm dir hierfür am besten kurz vor dem Schlafengehen ein paar Momente Zeit. Wenn dir nichts einfällt, dann plane bewusst eine Kleinigkeit, die dir einen Hauch von Vorfreude beschert.

Zum Beispiel: Mittagspause in der Sonne, ein Treffen mit Freunden nach getaner Arbeit, Zeit für dich selbst und ein gutes Buch, dein Lieblingsgericht kochen, einen Ausflug unternehmen, eine Runde joggen, deinen Lieblingsfilm ansehen etc.

3. Tue einfach so, als hättest du gute Laune!

Natürlich dürfen wir auch unsere negativen Emotionen zulassen. Sie haben ihre Berechtigung und wollen genauso wie die schönen, positiven Gefühle gelebt werden. Fakt ist aber, das Emotionen ansteckend sind. Und wenn du bereits fünf Tage im Trauerkloß-Modus unterwegs warst, lohnt es sich, deinen Gefühlen einen Stubser in die richtige Richtung zu geben. Und das funktioniert mit der folgenden mentalen Übung sehr gut:

Nimm einen Finger hoch und sage „Ha“. Nimm einen zweiten Finger hoch und sage „Ha, Ha“. Nimm einen dritten Finger hoch und sage „Ha, Ha, Ha…“. Nimm du nun jeweils einen weiteren Finger und hoch und ergänze jeweils um ein „Ha“. Bis du alle 10 Finger oben hast und somit 10 x „Ha“ sagst.

Probiere es unbedingt aus. Bei den meisten Menschen entsteht ein Lachanfall. Während du anfangs das Lachen mittels Ha-Laut noch mimst, überkommt dich mit jedem „Ha“ mehr das das innere Gefühl, einfach loszulachen. In der Gruppe oder mit Kindern ist diese Übung besonders lustig.

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4. Motivation!

Die häufigste Nebenwirkung eines mentalen Tiefs ist Demotivation. Um diese los zu werden, empfiehlt sich ein kleines Experiment:

  • Leg‘ dir eine Liste zu folgendem Gedanken an: Weil ich heute demotiviert bin, mache ich diese Dinge nicht. Notiere dir nun alles, was du heute sicher nicht machst, weil du keine Lust darauf hast. Mindestens zehn Dinge.
  • Der Trick dabei ist, dass dir die Möglichkeiten dadurch überhaupt erst einfallen.
  • Anschließend legst du deine Notizen für mindestens eine Minute zur Seite.
  • Nun schau erneut darauf und frage dich: Wenn ich gerade genug Motivation hätte, um eine Sache von der Liste heute zu schaffen, welche wäre es?
  • Und dann beginne mit dieser einen Sache. Sag dir: Ich mache nur diese eine Sache, danach darf ich wieder demotiviert sein. Im Idealfall kommt nun durch das Tun noch mehr Motivation. Und wenn nicht, dann darfst einfach mit dieser einen Sache, die du geschafft hast, zufrieden sein.

5. Die Kraft der Worte

Worte sind nichts anderes als pure Energie. Dieselbe Energie, aus der unsere Gedanken, unser Umfeld und unser Körper besteht. Daher ist es auch wenig verwunderlich, dass wir mittels der Kraft der Worte unsere Gefühle, unseren Körper und unser Umfeld beeinflussen können.

Aber bleiben wir doch erstmals lieber bei uns selbst und nutzen die Kraft der Worte, um wieder in ein höheres Energiefeld, das sich durch positive Gefühle und innere Stärke auszeichnet, zu gelangen. Wenn du ein mentales Tief hast, kannst du zum Beispiel bewusst nach 3 stärkenden Affirmationen suchen. Wähle hierfür Affirmationen, die deinen Selbstwert stärken oder Glückshormone freisetzen. Hierzu ein paar Beispiele:

  • Ich bin einzigartig und wertvoll!
  • Ich bin stark, ruhig und ganz bei mir selbst.
  • Ich habe alles in mir, was ich brauche, um glücklich zu sein.
  • Ich aktiviere jetzt die Quelle der Liebe und des Glücks in mir.
  • Ich sehe mich selbst und andere Menschen mit den Augen der Liebe.
  • Heute entdecke ich in jedem Menschen und in jeder Situation das Gute.
  • Ich bin geerdet, verwurzelt und voller Energie.
  • Ich bin die Sonne meines Lebens.
  • Ich habe die Fähigkeit, mich selbst glücklich zu machen.

Sag dir die Affirmationen anschließend wie ein Mantra mehrmals hintereinander vor und schließe dabei deine Augen. Im Idealfall lässt du vor deinem inneren Auge nun Bilder entstehen, die deine Kraftsätze verstärken.

Wenn du noch mehr über die Kraft der Worte wissen willst und ein Affirmationslexikon für jede Lebenslage, für jedes Thema und jedes Problem immer griffbereit haben möchtest, schau dir gerne mein neuestes Buch – SPIEGEL-Bestseller – Wenn ein Satz dein Leben verändert – an.

Herzlich, deine Melanie

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8 Kommentare

  1. Ja, meine liebe Honigperle. Heute kommt mir Dein Artikel gerade recht. Auch wenn mein Blog lovemylife heißt, gibt es Tage wo ich knabbere. Ohne besonderen Grund. Ich habe alles und es geht mir „eigentlich “ gut. Ich habe vor fast einem Jahr mein Geschäft aufgegeben nach 39plus Jahren, das holt mich grad eine wenig ein. Ist halt ein ganz neuer Lebensabschnitt. Natürlich schön, diese Freiheit, lernen muss ich das aber trotzdem. Langeweile kenne ich auch nicht. Aber aber aber….Lg. Gabi

    • Liebe Gabi!
      Etwas verspätet danke ich dir für dein Kommentar. Ich hoffe die Ideen helfen dir ein wenig, um aus deinem aktuellen Tief zu kommen. Bestimmt weißt du besonders gut, dass das Leben aus Höhen und Tiefen besteht… und dass das nächste Hoch garantiert kommt. Danke auch für den Verweis auf deinen Blog – den sehe ich mir nun gleich mit Freude an.
      Herzlichen Gruß Melanie

  2. Danke für die vielen einfachen Tipps und das Vertiefen des Themas. Es sind ja nur die Gedanken, die unsere Welt erschaffen und wenn man die sonniger werden lässt, wird auch die Umgebung freundlichen. lg Sabine

    • Liebe Sabine!
      Das es wohl das Um und Auf. Sich immer wieder selbst bewusst zu machen, dass es unsere Gedanken sind, die unser Leben bestimmen.
      Herzlichen Dank für dein Statement, lieben Gruß Melanie

  3. Liebe Melanie,
    das sind ein paar super tolle Tipps!
    Vor allem Nummer drei hilft bei mir oft. Wie heißt es so schön? Fake it till you make it!
    Klappt natürlich auch nicht immer, aber das ist ja nicht schlimm. Manchmal will man auch einfach mal schlecht drauf sein 😉
    Viele liebe Grüße
    Marina
    PS: Immer wenn ich auf deiner Seite bin bekomme ich Lust auf ein Honigbrot 😀

    • Liebe Marina!
      Herzlichen Dank für dein Kommentar. Und natürlich hast du ganz recht, manchmal darf man auch einfach in einem Tief sein und es sich für einige Zeit dort bequem machen…
      lg Melanie

  4. Danke für die schönen Tipps. Bin schon am Lächeln. Hebt wirklich die Laune und das Glücksgefühl.

    • Ganz herzlichen DANK, Erika!
      Freut mich sehr, dass schon das Lesen selbst seine Wirkung tut.
      lieben Gruß Melanie

Kommentare sind geschlossen.