Wenn die Elternliebe gefehlt hat: 10 gravierende Auswirkungen

Liebe ist kein Luxusgut. Jeder Mensch kommt mit dem Grundbedürfnis zu lieben und geliebt zu werden auf die Welt. Die ersten Lebensjahre in der Kindheit prägen uns zudem mehr als alles andere. Fehlt in diesen Lebensjahren ein gesundes Maß an Zuneigung, haben wir später oft emotionale Probleme, die uns das Leben schwer machen.

Aber wie kann es überhaupt sein, dass Eltern ihre Kindern nicht ausreichend Liebe schenken? Einer der Hauptgründe sind Erziehungsregeln aus Kriegs- und Nachkriegszeiten, sowie das Nachahmen der eigenen Erfahrungen. So hieß es z.B. lange Zeit, dass ein Kind mit strenger Hand, ohne Zärtlichkeit und mit möglichst viel Tadel und wenig Lob erzogen werden sollte, um aus ihm einen guten Erwachsenen zu machen.

Natürlich gibt es noch viele weitere Gründe, warum wir als Kinder womöglich nicht genug Liebe erfahren haben. Einer davon ist bestimmt auch, dass viele Eltern aufgrund ihrer eigenen kühlen Beziehung zu ihren Eltern nie gelernt hatten, Liebe wahrhaftig weiterzugeben. Egal welche Ursache die mangelnde Liebe in der Kindheit hat, sie hat leider immer radikale Auswirkungen auf unser späteres Leben.

Diesen Blogbeitrag gibt es auch als Podcast auf Spotify, I-Tunes, Deezer, Audio-now und hier:

Heute möchte ich dir daher 10 Probleme vorstellen, die Menschen haben, die in der Kindheit zu wenig Liebe erhalten haben. Wenn du dich in dem einen oder anderen wiederkennst, so verstehe es als Chance. Du bist den Folgen nämlich nicht bis ans Ende deiner Tage ausgeliefert. Du kannst beginnen, die fehlende Liebe von damals zu kompensieren. Wie das gelingt, erzähle ich dir am Ende des Beitrages.

10 Probleme, die du womöglich hast, wenn die Elternliebe gefehlt hat

1. Mangelndes Urvertrauen: ständige Ängste und Sorgen

Frau ist einsam und traurig bei Fenster

Die Zuneigung unserer Eltern zeigt uns, dass immer jemand für uns da ist – dass wir, egal was passiert, darauf vertrauen können und das Leben es gut mit uns meint. Erhalten wir genug Liebe von unseren Eltern, so haben wir in der Regel ein gesundes Urvertrauen. Wir vertrauen uns selbst, anderen und dem Leben.

Hat diese bedingungslose Zuneigung in unserer Kindheit gefehlt, so tendieren wir zur allgemeinen Unsicherheit. Die klassische Folge sind Ängste, übertriebene Sorgen, Eifersucht oder sogar eine Angststörung

2. Mangelndes Selbstvertrauen und Unsicherheit

Da sich das mangelnde Vertrauen auch auf uns selbst bezieht, werden wir zu unsicheren Erwachsenen. Das erkennen wir an einer hohen Last an Selbstzweifel und daran, dass wir uns schwer tun, Entscheidungen zu treffen oder daran, dass wir ständig den Zuspruch von anderen benötigen. Wir trauen uns gewisse Dinge nicht zu tun oder auszusprechen und es gibt wenig Lebensbereiche, in denen wir wirklich selbstbewusst sind.

3. Mangelndes Vertrauen in andere

Eine weitere Folge davon ist, dass wir uns sehr schwer tun, anderen zu vertrauen. Auch hier ist die Erfahrung aus unserer Kindheit präsent. Wenn uns nicht einmal die eigenen Eltern wirklich liebten, wie sollen es dann andere tun? Wenn ich nicht mal meinen Eltern trauen konnte, wie soll ich dann anderen trauen?

4. Angst vor Zurückweisung

Mangelnde Liebe in der Kindheit führt unausweichlich zum Glaubenssatz – ich bin nicht gut genug. Die unbewusste Schlussfolgerung lautet: Wenn ich nicht einmal für meine Eltern gut oder liebenswert genug war, wie soll ich es dann für andere sein.

Die Angst vor Zurückweisungen entsteht hier als natürliche Schlussfolgerung – nach dem Motto: Natürlich werde ich zurückgewiesen, schließlich bin ich nicht genug!

5. Ungesunde Beziehung

Da wir uns nachweislich immer Menschen aussuchen, die eine gewisse Ähnlichkeit mit bereits erlebten Beziehungsmustern haben, geschieht es, dass wir die Szenen unserer Kindheit reinszenieren. Das heißt, wir landen in Beziehungen, die von ähnlichem Schmerz geprägt sind, wie wir ihn in der Kindheit erlebt haben.

Dieses unbewusste Muster lässt häufig ungesunde Beziehungen entstehen. Weil wir es nicht anders kennen, verweilen wir oft viel zu lange in schwierigen Freundschaften oder Beziehungen, die weiters an unserem Selbstwert nagen.

6. Grenzen setzen

Da die Liebe unserer Eltern für uns als Kinder überlebenswichtig war, gingen wir oft über unsere eigenen Grenzen hinaus, um uns ihrer Zuwendung sicher zu sein. Das heißt, wir begannen uns zu verbiegen, unseren Eltern alles recht zu machen, zu allem ja zu sagen und uns selbst hinten anzustellen.

Auch interessant:  Liebe Angst, du kannst mich mal - Worst-Case-Methode

Genau diese Muster, sowie die Angst vor Zurückweisung, führen später oft dazu, dass wir nicht in der Lage sind, gesunde Grenzen zu setzen.

7. Depressionen, Burnout

Nicht immer muss es zu diesem Worstcase kommen. Aber durch die hohe Angstanfälligkeit, die Unfähigkeit, Grenzen zu setzen und ständige Selbstzweifel, werden wir um ein Vielfaches anfälliger für psychische Erkrankungen wie z.B. Burnout, Depressionen oder Essstörungen.

8. Selbstvernachlässigung

Genauso wie uns unsere Eltern in den ersten Lebensjahren behandelt haben, so behandeln wir uns meist ein Leben lang selbst. Ganz unbewusst haben wir über viele Jahre hinweg ihren Umgang mit uns übernommen. Dementsprechend sind die Worte, die wir an uns selbst richten oft wenig liebevoll. Wir vernachlässigen unsere eigene körperliche und emotionalen Bedürfnisse, überausgaben uns und nehmen das aufgrund der jahrelangen Gewohnheit oft nicht einmal wahr.

9. Verschlossenheit

Auch Verschlossenheit oder die Unfähigkeit, Gefühle zum Ausdruck zu bringen, ist oft ein Zeichen dafür, dass es für uns zu wenig Liebe als Kind gab. Da wir selbst keine emotionale Nähe erfahren haben, tun wir uns schwer damit, uns für diese zu öffnen.

10. Bindungsunfähigkeit

Kind ist allein

Eine Form der Bindungsunfähigkeit kann ebenso aus mangelnder Liebe resultieren. Unser inneres Kind hat dann einen Pakt mit sich selbst geschlossen, der womöglich lautet: ich werde es nie wieder zulassen, dass meine Liebe so sehr enttäuscht wird. Ich möchte diesen Schmerz von damals nie wieder erleben.

Auch diese Schlussfolgerung geschieht meist unbewusst, wirkt sich aber nichts desto trotz auf unsere Handlungen aus. Ein langes Singledasein gewollt oder ungewollt kann dir Folge sein.

Auswege aus dem Liebesmangel

Viele dieser Muster und Handlungen entstehen durch unser inneres Kind – sprich dem Kind in uns, das den Schmerz der mangelnden Liebe bis heute nicht verarbeitet hat. Einfach erklärt, liegt die Lösung darin diesem Kind endlich überzeugend die Liebe zu schenken, die es so lange Zeit vermisst hat.

Dazu empfehle ich, dass du dich Schritt für Schritt mit dem Kind, das du damals warst und seinen Ängsten und Verletzungen auseinandersetzt und ihm Zuneigung schenkst. Das kannst du tun, indem du z.B. meine innere Kind Meditation probierst, deinem inneren Kind einen liebevollen Brief schreibst oder heilsame innere Kind Affirmationen nutzt.

Innere Kind Heilung

Um dir den Einstieg in die innere Kind Heilung zu erleichtern, habe ich eine kostenlosen 35 Minuten Heilungssession für dich vorbereitet. Hier kommst du zum zeitlich flexiblen Inneren-Kind-Webinar: ZUM GRATIS WEBINAR

Wenn du noch tiefer tauchen möchtest, dich dem Prozess der inneren Kind Heilung mit bewährten Instrumenten hingeben willst, um endlich frei von diesen alten Lasten zu werden, dann freue ich mich, dich in meinem 6 Wochen Intensivkurs in der Variante „nur für mich“ oder „innerer-Kind-Mentor“ wiederzusehen. Hier gibt es mehr Infos dazu.

Herzlich, deine Melanie

Teilen mit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.