Wenn du gerade feststeckst: 3 Strategien damit das Leben wieder Fahrt aufnimmt

Wenn du gerade feststeckst, kommt dir eine der folgenden Situationen bekannt vor:

  • Du hast ein Problem gelöst oder dich von einer Situation befreit, aber nach einiger Zeit taucht dasselbe Thema in anderer Gestalt wieder auf.
  • Du hast in deinem neuen Job ähnliche Schwierigkeiten wie bereits bei deinem letzten Arbeitsverhältnis, auf der Uni oder in einem anderen sozialen Kreis.
  • Obwohl du einen neuen Partner hast, begleitet dich dasselbe Problem, das du bereits mit deinem ehemaligen Lebensgefährten hattest und sabotiert deine Beziehung erneut.
  • Du hast dich persönlich weiterentwickelt, bist reifer und selbstbewusster geworden, aber das unangenehme Gefühl, nicht genug zu sein, blockiert dich trotzdem noch.
  • Du hast eine Krankheit erfolgreich überwunden, aber schon kurze Zeit später erscheinen neue Symptome.

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Wenn du mit den Schuhen feststeckst

Falls du eine Parallele gefunden hast, hast du womöglich das Gefühl, dass du gerade feststeckst. Und vermutlich ist dir dieses Gefühl nicht neu. Glücklicherweise bist du damit nicht alleine. Wir alle drehen uns in bestimmen Lebensbereichen im Kreis.

Ich finde die Lösung nicht!

Auch ich bin nicht davor gefeit. Zwar fallen mir für jedes Problem zig verschiedene mentale Lösungswege ein, die meist wunderbar funktionieren, aber bei manchen Herausforderungen wirken meine so gut erprobten Rezepte einfach nicht. Mein Körper beispielsweise gibt mir immer wieder Rätsel auf. Durch Mentaltraining habe ich es zwar geschafft, meine von so manch einem Arzt als „unheilbar“ bezeichneten chronischen Schmerzen, aufzulösen, aber sobald mein Körper eine neue Krankheit aufschnappt, hält er diese, genau wie den Kopfschmerz damals, wieder fest.

„Warum passiert es mir schon wieder? Bin ich verflucht?“ Frag ich mich dann im ersten Moment. Aber die Antwort ist selbstverständlich eine andere.

Wir denken und handeln immer wieder ähnlich

Jeder Mensch verfügt über eine Art mentalen Werkzeugkoffer, den er zur Hand nimmt, wenn er ein Problem hat. Darin befinden sich Werkzeuge in Form von angelernten Strategien für Problemlösungen. Bildlich gesprochen zum Beispiel ein Hammer. Steht irgendwo ein Nagel raus, ist das Problem damit schnell behoben.

Handelt es sich bei dem Problem aber um eine Tapete, die sich von der Wand lösen soll, so ist der Hammer nicht ideal. Auch die Zange und der Schraubenzieher, den wir in unserem angelernten, mentalen Koffer haben, nutzen nichts.

Wenn du feststeckst, brauchst du neue Werkzeuge

Das heißt, wenn du im Leben feststeckst, musst du los und neue Werkzeuge besorgen. Im Bezug auf unseren mentalen Koffer bedeutet das, wir müssen neue Strategien zur Problemlösung finden und erlernen. Wie du aus der Vielzahl des Angebots das richtige Werkzeug für dich findest, erkläre ich dir anhand von drei Strategien.

3 neue Strategien, wenn du feststeckst

1. Geh dorthin, wo es weh tut

Wenn die üblichen Interventionen, dich einfach nicht weiterbringen und du auch schon andere Lösungswege, die dir empfohlen wurden, ausprobiert hast, kann das ein Indiz dafür sein, dass du dorthin musst, wo es am meisten weh tut. Was ich damit meine?

a.) Eine Methode, die du ablehnst

Eine Möglichkeit, um zu ermitteln, welche Problemlösung die richtige ist, ist das Gefühl der Ablehnung. Wenn dir beispielsweise jemand sagt: „Probiere es doch mal mit einem Buch über Selbstliebe, einem Psychotherpeuten, EFT-Klopfen oder einer Familienaufstellung ,“ und du diese Empfehlung nur stirnrunzelnd überhörst, weil du sie kategorisch ablehnst oder unangenehm findest, so kann das ein Indiz dafür sein, dass sich genau dahinter eine Methode verbirgt, die dir hilft.

Nein, ich möchte dich hier nicht auffordern, gegen deine Intuition zu handeln. Aber oft rührt die Ablehnung nicht aus dem Bauchgefühl heraus, sondern von einer unbewussten Angst. Der Angst – das was dich aufhält, endlich anzuschauen.

b) Ein Thema, das du nicht sehen willst

Noch häufiger ist es so, dass wir das Thema dem diese Angst zugrunde liegt, vermeiden. Wir wissen z.B., dass unsere Beziehung nicht gesund ist, aber wir wollen nicht genauer hinsehen aus Angst vor Konflikten, einer Trennung oder Einsamkeit. Oder: Wir wissen, dass wir einige Kindheitswunden haben, die uns heute noch beeinflussen, aber aus Angst vor Schmerz oder Scham, sehen wir lieber nicht hin, obwohl vielleicht genau dort die Lösung bzw. die Heilung begraben liegt.

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Hinzusehen heißt nicht, dass du gleich dein ganzes Leben auf den Kopf stellen musst, aber hinsehen heißt, dass du dich deinem Schmerz widmest. Oft ist der einzige Weg aus dem Schmerz eben der Weg durch den Schmerz. Daher frage dich:

Welche Themen in meinem Leben vermeide ich aus Angst? Wo möchte ich nicht hinsehen?

2. Widme dich der Lösung

Wenn du feststeckst. Frau mit Auto hält an.

Diese einfach Strategie übersehen wir oft, weil wir in unserem Problemdenken so sehr eingefahren sind. Und so funktioniert sie:

  • Bereite ein Blatt Papier mit zwei Spalten vor.
  • Notiere dein/e Problem/e in linke Spalte. Wenn ein Problem mehrere Aspekte hat, so notiere sie einfach untereinander.
  • Bevor du jetzt in die rechte Spalte springst, wackle ein paar mal mit der linken und ein paar Mal mit der rechten Zehe. Das entspannt dein Gehirn und hilft festgefahrene Gedanken loszulassen.
  • In der rechten Spalte schreibst du nun, was du anstatt des Problems gerne hättest. Welches Gefühl? Welchen Zustand?
  • Falte anschließend die Seite und betrachte nun die Lösungsseite.
  • Frage dich – unabhängig von deinem Problem: Was kann ich tun, um der Lösung einen großen Schritt näher zu kommen?

3. Geh neue Wege

Deine bisherigen Wege haben dich immer wieder an dieselben Stellen deines Lebens geführt, genau dorthin, wo du jetzt vielleicht gerade feststeckst. Auf diesen Wegen war die ultimative Lösung nicht dabei, daher ist es Zeit, neue Wege zu gehen. Zwei Dinge sind dabei wesentlich:

Zum einen das Gehen! Ja, es ist mittlerweile wissenschaftlich erklärbar, dass wir beim Gehen bzw. wenn wir in Bewegung sind, kreativer und weiter denken, als wenn unser Körper im Stillstand ist. Probiere es mal aus. Ziehe eine Frage, die dir in deinem Leben gerade wichtig erscheint heran und unternimm dann mit dieser Frage einen Spaziergang mit dir selbst. Bestimmt kommt dir der ein oder andere neue Impuls.

Neue Wege kannst du natürlich nicht nur physisch gehen, sondern auch mental. Lies einen Ratgeber mit inspirierenden Tools z.B. Es ist ein Geschenk, dass es dich gibt, erlerne eine neue mentale Technik, z.B. EFT oder wage ein mentales Abenteuer, das dein Leben nachhaltig verändert. Zum Beispiel mein Herzensprogramm den Selbstliebe-Lehrgang (in der Variante „nur für mich“ oder „Selbstliebe Trainer“).

Herzlich, deine Melanie

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Ein Kommentar

  1. In der Tat, es ist eine spannende Erkenntnis, dass viele Dinge, die man „nicht mag“ tatsächlich etwas berühren, dass uns irgendwie Angst macht. Leider hilft mir die Erkenntnis in diesem Fall aber auch nur bedingt. Ich kann trotzdem nur schlecht unterscheiden, was ich aus Angst ablehne, oder, weil es eben wirklich nicht zu mir passt.
    Aber ich bin toleranter geworden. Ich finde nicht mehr alles „Quatsch“, was ich für mich nicht möchte. Nur, weil etwas nicht zu mir passt, ist es ja nicht gleich an sich falsch.

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