7 Dinge, die Sterbende bereuen – Mach sie jetzt!

Das Leben ist endlich

Meine Oma ist 85 Jahre und auch, wenn ich es nicht wahrhaben möchte, all zu viele Jahre wird sie nicht mehr auf dieser Erde haben.

Das Leben ist endlich, auch meines und deines.

Meine Oma hat immer viel zu erzählen und ich gebe zu, einiges davon sind Klagen und Beschwerden, aber ich finde das wenig verwunderlich bei dem harten Leben, das sie meistern musste. Neben dem Krieg und der jahrelangen Armut, waren die gesellschaftlichen Zustände in Omas jungen Jahren nicht gerade einfach.

Aber was viel wichtiger ist als ihre Klagen, sind all die Impulse zwischen den Zeilen. „Dieses oder jenes würde ich heute anders machen. Das bereue ich, nicht getan zu haben.“ Und so habe ich aus Omas Worten schon viel darüber lernen dürfen, was uns am Ende unserer Tage glücklich macht und was nicht. Um meine Impulse breiter zu fächern, habe ich außerdem das Buch – 5 Dinge, die Sterbende bereuen – gelesen.

Meine Erkenntnisse darüber, was du lieber nicht mehr länger auf morgen verschieben solltest, teile ich heute mit dir.

Diesen Blogbeitrag gibt es auch als Podcast auf Spotify, I-Tunes, Deezer und Audio-now oder direkt hier:

7 Dinge, die Sterbende bereuen

1. Verlorene Freundschaften

Das Leben stellt ganz schön viele Anforderungen an uns. Neben Job, Familie und anderen Verpflichtungen, bleibt uns oft nicht genug Zeit und Energie, um all unsere Freundschaften aufrecht zu erhalten. Und das müssen wir auch nicht, aber die richtig guten und tiefen Freunde, die sollten wir festhalten, denn am Ende unserer Tage bereuen wir es sonst, das nicht getan zu haben.

Mach dir dabei aber bitte keinen Stress. Wenn die Zeiten mal turbulent sind, kann eine Freundschaft auch für einige Zeit auf Sparflamme laufen oder eine Pause verkraften. Du kannst auch nach Monaten und Jahren der Funkstille einfach zum Telefon greifen und dich bei deinem Freund melden – er wird sich freuen.

2. Zu viel gearbeitet – zu wenig genossen

Noch kein 80-jähriger hat jemals bereut, nicht oft genug das Bad geputzt oder nicht mehr Akten abgearbeitet zu haben. Menschen, die an ihrem Lebensabend glücklich zurückblicken, sind häufig Genießer, die bewusst auf Work-Live-Balance geachtet und sich für die schönen Dinge des Lebens Zeit genommen haben. Ihnen war bewusst:

Lebenszeit ist die kostbarste Währung

Womit wir gleich zum nächsten Punkt kommen.

3. Erleben statt konsumieren

Obwohl uns die Werbung suggeriert, dass neue Gegenstände unser Leben glücklich machen, belegen wissenschaftliche Studien etwas anderes. Am Ende unserer Tage ist es nicht die Anzahl unserer Designertaschen, das hippste Smartphone oder der komfortable Luxuswagen, der uns lächelnd zurückblicken lässt. Nein, es sind die Erlebnisse, die kleinen und großen Abendteuer, an deren Glücksgefühle wir auch noch nach Jahren zehren.

Kurzum: Sterbende bereuen häufig, zu viel Geld für Materielles ausgegeben oder gespart zu haben, anstatt für Erlebnisse wie Urlaube, Abenteuer und Ausflüge.

Ein Schmetterling als Symbol dafür, jetzt zu leben. Was Sterbende bereuen

4. Nicht genug Liebe gezeigt

Glückliche Sterbende haben ihren Gefühlen Ausdruck verliehen. Dazu zählt beispielsweise, dass sie ihren Liebsten ihre Anerkennung durch Worte und Taten zeigten. Diejenigen, die sich mit dem Gedanken „Ich hätte dir noch gerne soviel gesagt…“ verabschieden, sind hingegen meist nicht im Reinen mit sich und ihren Lieben.

Wir gehen immer davon aus, dass unsere Liebsten sich unserer Liebe sicher sind und zeigen sie deshalb viel zu selten. Nimm diese Erkenntnis zum Anlass, um heute, morgen oder diese Woche einmal ganz viele Portionen Liebe an die Menschen an deiner Seite zu verteilen.

5. Zeit mit den falschen Menschen

Manchmal ist das Leben schon verrückt. Während wir Menschen, die uns gut tun, immer seltener sehen, verbringen wir unsere Tage mehr und mehr mit Personen, die uns unsere Energie nehmen. Vielleicht, weil sie unsere Nachbarn sind, vielleicht, weil der Partner oder die Kinder sich so gut mit ihnen verstehen oder vielleicht, weil wir einfach schlecht Nein sagen können.

Egal, welcher Grund dahintersteckt! Wenn wir nicht rechtzeitig Stopp sagen, bereuen wir am Ende unserer Tage, unsere Lebenszeit an die falschen Menschen verschwendet zu haben. Daher werde dir heute darüber bewusst, ob du dich mit den richtigen Menschen umgibst. Und falls nicht, dann ziehe deine Konsequenzen daraus. Blogbeitrag dazu!

6. Dinge zu wichtig nehmen

Ich erinnere mich noch genau daran, als ich ein einziges Mal nicht rechtzeitig mit einem Arbeitsprojekt in meinem damaligen Job fertig wurde. Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen, mein Kopf ratterte schon Tage zuvor, 24 Stunden durchgehend, weil ich bereits ahnte, nicht alles zu schaffen. Aus der heutigen Perspektive klingt das für mich wie eine Lappalie. So viele Stresshormone umsonst ausgeschüttet, schließlich ist niemand zu Schaden gekommen und es hat heute keine Relevanz mehr für mein Leben .

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Genau das passiert vielen von uns tagtäglich, wir regen uns über Dinge auf, die langfristig keine Bedeutung haben und verschenken so wertvolle Lebenszeit. Frag dich daher immer: Ist es meine Aufregung wirklich wert? Wird es in einer Woche, in einem Monat oder in einem Jahr überhaupt noch relevant sein?

7. Sich selbst nicht wichtig nehmen

Diesen Punkt habe ich bei meiner Oma immer wieder deutlich heraus gehört. „Früher ging es immer nur darum, die anderen zufrieden zu stellen – ich selbst war dabei völlig egal,“ klagte sie oft wehmütig. Mittlerweile ist Oma in ihrem Wesen wieder zu einem gesunden Kind geworden und sagt, was sie will und was nicht. Sie stellt sich und ihre Bedürfnisse endlich wieder über die der anderen.

Und genau das sollten wir auch. Uns selbst, unsere Wünsche, unsere Werte, unsere Gefühle, sowie unsere Lebensträume wichtig nehmen und ihnen gemäß handeln. Wenn du genau das lernen möchtest, sieh dir gerne meinen Selbstliebe-Lehrgang mit persönlicher Begleitung an.

Mittendrin statt am Ende

Wir haben das Glück, dass wir noch mittendrin im Abenteuer Leben sind. Du und ich wir sind die Gestalter unserer Biografie. Du hast es in der Hand, heute mit dem Schreiben einer Geschichte zu beginnen, die dich am Ende deiner Tage glücklich macht. Hierbei unterstützt dich ein Tool aus dem Mentaltraining.

Der Brief an deine 80-jährige Freundin

Stell dir vor, du bist gerade 80 Jahre alt geworden. Du bist gesund und blickst auf ein glückliches Leben zurück. Als du heute morgen zum Briefkasten gehst, versteckt sich darin ein Brief ein von einer alten Jugendfreundin oder eines Freundes. Du freust dich sehr darüber. Er oder sie erzählt dir alles, was er/sie in den letzten Jahrzehnten erlebt und erreicht hat. Nun möchte er bzw. sie wissen, wie es dir ergangen ist. Schreibe ihm/ihr einen Brief und erzähle von deinem erfüllten Leben.

Stell dir vor, alles ist so verlaufen, wie du es dir immer gewünscht hast. Was wäre dann bis zu deinem 80. Geburtstag passiert? Die folgenden Fragen helfen dir beim Schreiben des Briefes.

  • Was hast du alles erlebt?
  • Was möchtest du beruflich, familiär, auf sportlicher oder persönlicher Ebene erreicht haben?
  • Wer waren die Menschen an deiner Seite?
  • Wie und mit wem hast du deine Liebe gelebt?
  • Wo und mit wem hast du gelebt?
  • Welche Wünsche hast du dir in deinem Leben erfüllt?
  • Wohin bist du gereist?
  • Was hinterlässt du dieser Welt?
  • Wie hast du diese Welt zum Positiven beeinflusst?
  • Mit welcher Lebenseinstellung bist du durchs Leben gegangen?
  • Was hat dich zum Lachen gebracht? Was hat dich wirklich glücklich gemacht?

Viel Freude mit dieser Übung! Herzlich, deine Melanie

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11 Kommentare

  1. Hallo Melanie,
    das ist ein sehr schöner Beitrag. Er hat mich viel zum Nachdenken gebracht. Man hört ja immer wieder den Satz, dass man so leben sollte, als sei es der letzte Tag. Das geht aber in Wirklichkeit gar nicht. Das mit einem Jahr stimmt schon. Da kann man sich noch einiges vornehmen. Ich habe schon ein paar Ideen. Das große Ding, von dem alle träumen, habe ich aber noch nicht gefunden. Ich werde weiter darüber nachdenken. Wünsche dir alles gute und bis bald, Miriam

    • Grüß dich Miriam! Schön wieder von dir zu lesen. Es freut mich, dass der Text dich dazu animiert hat, ausgiebig über deine Wünsche nachzudenken. Vermutlich hast du noch nicht alle Bedürfnisse und Wünsche, die in dir schlummern entdeckt. Ich denke, das ist völlig ok. Lass deine Gedanken noch reifen und vertrau darauf, dass die richtige Idee zur rechten Zeit kommt. Herzlichen Gruß Melanie

    • Liebe Edith!
      Danke für dein Feedback. Bin wunderbar berührt davon, dass ich mit meinem Text solch einen Prozess bei dir auslösen konnte. Herzliche Grüße

  2. Liebe Melanie, wieviele Menschen werden mit dieser Frage jedes Jahr alleine im deutschsprachigen Raum bekannt gemacht. Was mache ich mit meinem Leben, wenn ich aus dieser „Nummer“ wieder raus bin. Manchmal sind es die großen Träume, manchmal endlich mutig zu sich selber stehen. Wie schön, wenn sich da ein Bild zeigt, dass genügend Kraft hat und ich so am Ende meiner Tage, dieses Leben mit einem Lächeln auf den Lippen verlassen kann. Ein Reise, in der ich immer wieder den Faden aufnehmen will. Viel Freude bei Deinem Jetzt, den das ist der Augenblick der zählt und vielen Dank für diesen Beitrag. Liebe Grüße Martina

    • Liebe Martina!
      Lieben Dank für deine weisen Worte, die mich erneut dazu bewegen auf dieses Lächeln am Ende unserer Tage hinzuarbeiten.
      Lieben Gruß Melanie

    • Liebe Martina!
      Ich danke für deine weisen Worte, die bestimmt mit viel Erfahrung einher gehen. Sie motivieren mich einmal mehr dazu, das Jetzt zu genießen und darauf zu achten, dass ich mein Lachen bis an Ende meiner Tage behalte.
      Alles Liebe Melanie

  3. Hallo Melanie ,
    Gerne lese ich deine Newsletter und kann nur bestärken und ermutigen, immer wieder auf unser Herz zu hören, wenn Kopf und Bauch sich nicht einig sind.
    Wir brauchen dafür aber auch das absolute Vertrauen in die Kraft des Lebens, um Geduld zu behalten, zuzuhören, denn die Zeichen für unsere guten Wenden zeigen sich oft in völlig unerwarteten Momenten oder Begegnungen, in denen wir diese Schlüssel Effekte der Erkenntnis bekommen.
    Ich habe mich gestern auf einer schönen Geburtstagsfeier sehr gefreut mit Menschen, die ich lange nicht gesehen hatte, mich neu auszutauschen.
    Ich bin dankbar, dass ich schon seit vielen Jahren der Rückschau an den wichtigen Schnittstellen des Lebens auch für mich und mit einem klaren Nein mein Leben ausgerichtet und angenommen habe, um jetzt und hier in so wohlfühlender Stimmung mit den „richtigen“ Verbindungen zusammen zu kommen.
    Bei vielen sind alte Erinnerungen hoch gekommen, „wie schlimm das wohl damals für mich war“, und wie fröhlich und erleichtert die Freunde mitlachten, wie sie mich jetzt antrafen und teilweise auch erstaunt waren, „dass sie mir mit „so schlimmen Lebenserfahrungen“ als mutmachende fröhliche Frau neugierig zuhörten, wie ein Weg zu sich selbst möglich sein kann.
    Eine gute Selbstreflektion die ich gestärkt und dankbar mit auf den Weg nehmen konnte… schönes Gefühl, Freude über das Gelingen der eignene Lebensgestaltung teilen und damit vermehren zu können.
    Für dich alles Liebe weiterhin, liebe Melanie, du hast dir eine gute Aufgabe fürs Leben aufgebaut und machst das sehr gutmund einfühlsam… wie man sieht, wächst Gutes und gedeiht…. Liebe Grüße von AnnA aus Nordfriesland

  4. Toller Beitrag. Vor allem der Punkt mit dem zu viel arbeiten und zu wenig Freizeit ist so ein präsentes Thema heutzutage. Leider verpassen viele Menschen tolle Momente, Erlebnisse, Freundschaften weil sie zu viel arbeiten und zu wenig das Leben genießen.

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