Wie eine Frage und eine Minute dich glücklicher denn je machen können

Wie du mit der Ein-Minuten-Methode glücklicher denn je wirst

Das Leben ist hart. Niemand liebt mich wirklich. Und Glück, sowas haben nur die anderen, aber ich nicht. Diese Sätze erinnern mich an das Mindset, das ich vor rund 15 Jahren noch besaß, meine Gedankengewohnheiten, die mir damals vorkamen wie brutale Realität.

Und obwohl sich die Realität nur teilweise verbessert, aber teileweise auch verschlechtert hat, bin ich heute glücklicher denn je. Warum? Weil ich mir neue Gedankengewohnheiten angeeignet habe, die mir Tag für Tag mühelos dabei helfen, das Schöne in meinem Leben zu erkennen, zu fühlen und zu vermehren. Aber lass es mich dir in der Praxis erklären.

Diesen Beitrag gibt es auch als Podcast auf Spotify, I-Tunes, Deezer oder direkt am Blog:

Der Horrorurlaub und der Traumurlaub

Lisa Marie fährt nach vielen Monaten Krankheit und nach zig Krankenhausaufenthalten endlich wieder ans Meer. Sie kann ihr Glück kaum fassen, genießt so ziemlich jeden Sonnenstrahl, den salzigen Duft des Meeres, die Tapas und natürlich den Sangria in vollen Zügen. „Das Leben ist schön,“ denkt sie immer wieder und zählt auf, was sie heute schon alles genossen hat.

Urlaub Strand und Meer

Carla fährt ebenso in den Urlaub. Leider ist es nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat. Gerne wäre sie mit ihrer Schwester und deren Mann gemeinsam ans Meer gefahren – das hätte eine schöne Pärchenrunde ergeben. Nun aber, ist sie mit ihrem Göttergatten alleine am Strand von Menorca, weil ihre Schwester keinen Urlaub bekam. Auch das Hotel ist nicht der Hit, neben einer verstopften Toilette, mieft die Bettdecke und das Essen auf der Insel ist einfach nicht ihres. Jeden Tag fallen ihr mindestens 10 Dinge auf, die sie stören. Natürlich gibt es in Carlas Leben auch „echte“ Probleme – auch mit diesen beschäftigt sie sich im Urlaub täglich. Schließlich hat sie ja viel mehr Zeit zum Nachdenken als Zuhause.

Gedankengewohnheiten

Carla und Lisa Marie sind zur selben Zeit auf Urlaub, sogar auf derselben Insel und im selben Hotel. Was ist anders? Natürlich hat jede von ihnen ein anderes Leben und sowohl Carla als auch Lisa Marie haben, wie jeder Erwachsene, das ein oder andere bedrückende Problem. Aber Carla ist mit 90% ihrer Gedanken bei ihren Problemen während Lisa Marie mehr als die Hälfte ihrer Gedanken den positiven Eindrücken sowie der Vorstellung ihrer wundervollen Zukunft widmet.

Der Unterschied sind die Fragen, die sie sich täglich selbst stellen. Was ich damit meine? Wir haben rund 60.000 Gedanken pro Tag. Die meisten davon drehen sich um uns selbst und um unser Leben. Mehr als 90% dieser Gedanken sind unbewusst, das heißt, es sind Gewohnheitsgedanken.

Ein Beispiel: Wenn du morgens ins Bad gehst, denkst du fast jeden Tag ähnlich über dein Spiegelbild. Womöglich sagst du: „Schnell etwas Schminke drauf, dann geht es einigermaßen.“ Oder sogar: „Oh Gott, sehe ich scheiße aus, jetzt werde ich wirklich langsam alt.“ Vielleicht sagst du aber auch – „Hey mein wundervolles Herz, schön, dass ich heute mit dir den Tag verbringen darf!“

Egal, welcher Gedanke im Vordergrund steht, du denkst ihn ziemlich sicher nicht zum ersten Mal und auch nicht bewusst. Das bedeutet, es gibt positive und negative Gedankengewohnheiten. Und diese Gedankengewohnheiten sind weder angeboren noch starr. D.h. sie können verändert werden und so dein Leben von Grund auf verändern.

Die richtigen Fragen stellen

Und weil wir ja im Prinzip den ganzen Tag nichts anderes tun, als in Gedanken mit uns selbst zu sprechen, brauchen wir hierzu einfach nur die richtigen Fragen zu stellen.

Wie ich das meine? Stell dir vor, dein Partner fragt dich abends: „War dein Tag auch so scheiße wie meiner?“ Was würdest du wohl antworten? Richtig, du würdest ihm alles aufzählen, dass an deinem heutigen Tag nicht gut gelaufen ist oder dich sogar traurig oder wütend gestimmt hat. Wenn dein Partner dich abends aber fragen würde: „Was waren heute die 3 schönsten Dinge, die du erlebt hast?“ – dann würden deine Antworten in Bezug auf denselben Tag vermutlich völlig anders ausfallen. Du würdest aufzählen, was dich erfreut, stolz gemacht oder zum Lächeln gebracht hat. Und ganz automatisch würde sich dadurch auf deinen Lippen und in deinem Herzen ein Lächeln ausbreiten.

Gedanken und Gefühle – der Dominoeffekt

Bevor wir nun zur 1-Minuten Methode kommen, gilt es noch zu verstehen, dass kaum ein Leben nur schlecht oder nur wundervoll verläuft. Dennoch sind manche Menschen glücklicher und andere frustrierter. Das liegt daran, dass Gedanken die Eizellen unserer Gefühle sind. Wenn du dir also den lieben langen Tag immer Fragen stellst, die dich an die negativen und schmerzhafte Dinge in deinem Leben erinnern, ist es unmöglich, positive Gefühle zu entwickeln.

Das tolle an positiven Gefühlen ist, sie lösen einen Dominoeffekt aus. Je beschwingter und glücklicher du dich fühlst, desto liebevoller gehst du mit dir selbst und deinen Mitmenschen um und desto positiver wird deine Ausstrahlung. Das führt wiederum dazu, dass die Wahrscheinlichkeit an freudvollen Ereignissen in deinem Leben zunimmt.

Auch interessant:  10 Dinge, die du heute tun kannst, um morgen glücklicher zu sein

Und nein, dabei geht es nicht darum, dass du all deine negativen Gefühle unterdrücken sollst oder dir gar verbietest zu fühlen. Es geht viel mehr darum, dass du durch neue Mikrogewohnheiten in deinen Gedanken die glücklichen Momente deines Lebens vermehrst und die schmerzhaften und negativen eingrenzt. Über jedes echte Problem darfst du weiterhin jammern und manchmal auch grübeln. Aber eben nicht 80% des Tages – denn das führt dich weder zu einer Lösung noch zu einem glücklicheren Leben.

1 Minute für dein tägliches Glück

Weil ich selbst weiß, wie schwer es anfangs ist, seine Gedankengewohnheiten zu verändern, empfehle ich gerne die Ein-Minuten-Methode, die ich mit Fragen kombiniere, die uns stärken statt schwächen. Und tatsächlich wurde bereits in einer Studie belegt, dass man mit rund 60 Sekunden „Umdenken“ pro Tag langfristig sein gesamtes Mindset sowie sein Glücksempfinden verändern kann.

Und so funktioniert, die von mir kreierte Methode:

Tagtäglich tust du tausend Dinge, über die du nicht nachdenkst. Zum Beispiel, deine Jacke, wenn du nachhause kommst, in der Garderobe aufhängen, dir nach dem Abendessen die Zähne putzen, dir deinen Pyjama überziehen usw.

Nachdem es diese Gewohnheiten bereits gibt, macht es Sinn, dass du genau diese mit einer Frage verbindest, die dich auf positive und stärkende Gedanken bringt.

Zum Beispiel:

Wenn du abends deine Jacke in der Garderobe aufhängst, fragst du dich: Was an meinem heutigen Arbeitstag ist gut gelaufen oder was habe ich heute gut gemacht und worauf bin ich stolz? Danach hältst du 60 Sekunden inne und beantwortest die Frage. Genau dasselbe kannst du bei jeder anderen alltäglichen Gewohnheit machen. Du verknüpfst sie mit einer der folgenden Fragen oder überlegst dir selbst eine.

Im Nu werden diese Fragen zu neuen Gewohnheiten und beeinflussen all die unbewussten negativen Gedanken, die dich bisher oft unglücklich gestimmt haben. Der Vorteil dabei ist auch, dass du gestärkt und positiv bist und du dadurch auch schneller Lösungen für bedrückenden Situationen oder Probleme in deinem Leben findest.

Hier noch ein paar Fragen zur Auswahl

Frau mit positiven Gedanken
  • Was macht mich liebenswert?
  • Warum bin ich ein guter Mensch?
  • Was spricht dafür, dass ich das schaffe, was ich mir vornehme?
  • Worüber habe ich mich heute gefreut – wer oder was hat mich zum Lächeln gebracht?
  • Warum habe ich es verdient, geliebt und geachtet zu werden?
  • Wofür in meinem Leben bin ich dankbar?
  • Was bringt mich zum Lachen?
  • Welche Menschen in meinem Leben möchte ich nicht vermissen?

Du kannst diese Fragen jederzeit erweitern – einzige Regel – es ergeben sich daraus positive Antworten.

Gewohnheiten in die Praxis umsetzen

Also los – such dir deine erste Mikrogewohnheit und verknüpfe sie mit einer Frage. Zieh das ganze mindestens eine Woche durch und staune darüber, wie schnell sich der Blick auf dein Leben und dich selbst ins Positive wandelt. Gerne kannst du dann, wenn du dich bereit fühlst, weitere Gedankengewohnheiten in dein Leben integrieren.

Buchtipp dazu!

Und falls dich dieser Beitrag inspiriert hat, habe ich noch eine Empfehlung für dich. Meine liebe Kollegin und Bestseller-Autorin Dr. Katharina Tempel hat kürzlich ihr neues Buch „Schenk dir das Leben von dem du träumst“ veröffentlicht. In ihrem Buch erfährst du noch viel mehr darüber, wie du durch Gedanken und Mikrogewohnheiten dein Traumleben erschaffen kannst.

Es ist die perfekte Ergänzung zu meinem neuem Buch Federleicht, dass dich dabei unterstützt, Vergangenes und negative Gedanken loszulassen. Denn Loslassen in Bezug auf Gewohnheiten funktioniert einfach viel besser mit mentalen Werkzeugen.

Schenk dir das Leben von dem du träumst
Federleicht von vorne

Herzlich, deine Melanie

Teilen mit

2 Kommentare

  1. Vielen Dank für die Erwähnung von: „Schenk dir das Leben, von dem du träumst“ du Liebe.
    Und klasse, wie du kurzerhand eine neue Mikrogewohnheit aus meinen Anregungen kombiniert hast.
    Aber dafür stehst du ja: Praktische und persönliche Hilfestellungen!

    Ganz liebe Grüße (auch an alle Leserinnen),
    Katharina

    • Liebe Katharina!
      Es war mir so eine Freude dein Buch zu lesen! Ich muss ehrlich gestehen, ich hatte schon sehr lange nicht mehr so einen bereichernden Ratgeber in Händen. Ich hoffe sehr, dass noch sehr viel mehr Menschen zu deine Buch greifen.
      Herzlich, deine Melanie

Schreibe einen Kommentar