Glaubenssatz Wunden: 3 Schritte zur grenzenlosen Heilung

Glaubenssätze in 3 Schritten durchbrechen

Wir alle träumen davon frei, unbeschwert, selbstbewusst und jederzeit geliebt zu sein. Rein faktisch spricht gar nicht soviel dagegen, dass wir diesen wunderschönen Traum realisieren. Na klar, jeder von uns hat seine Probleme und frei von Schicksalsschlägen oder Umständen, die wir nicht beeinflussen können, sind wir auch selten. Aber meist sind es nicht die äußeren Zustände, die uns gefangen halten, sondern unsere inneren Glaubenssätze, die unbewusst den Großteil unseres Lebens lenken.

Sicher hast du schon einmal von negativen Glaubenssätzen, die wir uns meist durch schmerzhafte Erfahrungen in der Kindheit angeeignet haben, gehört. Aber hast du es auch wirklich geschafft sie aufzulösen? Vermutlich nicht, denn Glaubenssätze sind nun mal ganz schön schwer zu knacken, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Deshalb ist es mir heute eine Herzensangelegenheit, dir drei meiner effektivsten Tools an die Hand zu geben, die du mit viel liebevoller Geduld anwenden kannst, um dich nach und nach wieder freier zu fühlen.

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Wichtige Fakten über Glaubenssätze

Bevor wir mit den Methoden loslegen, möchte ich dir noch kurz ein paar wichtige Dinge erläutern. Glaubenssätze, sind Gedanken, die wir so oft innerlich wiederholt haben, dass wir mittlerweile davon überzeugt sind, dass sie wahr sind. Hier ein paar schmerzhafte Beispiele für solche Sätze:

  • Ich bin nicht schön/klug/liebenswert/wertvoll genug.
  • Ich bin eine Last.
  • Niemand mag mich wirklich.
  • Andere schaffen das vielleicht, aber ich nicht.
  • Ich hab nichts Besseres verdient.

Vielleicht hast du schon einen dieser negativen Glaubenssätze erkannt, vielleicht aber leidest du auch an einem anderen. Jedenfalls gibt es für all diese Sätze keinen Beweis. Du liest richtig! Ich bin mir sicher, dass egal, welchen schmerzhaften Satz du in dir trägst, er nicht wahr ist.

Wie Glaubenssätze dich manipulieren

Aber warum behandeln mich dann viele Menschen so, als wäre ich eine Last oder nicht gut genug, fragst du dich vielleicht. Das hat folgende Gründe:

1. Wir verhalten uns nach ihnen

Glaubenssätze erscheinen uns als Wahrheit, weswegen wir uns unbewusst nach ihnen verhalten. Wenn wir innerlich glauben, wir sind nicht klug genug, geben wir uns nach außen so, wählen entsprechende Worte, Mimik, Gestik und Körperhaltung. Unsere Mitmenschen spüren das oft auf einer unbewussten Ebene und behandeln uns schließlich auch danach. Der Grund, warum du das nicht bemerkst, dass du dich nach deinen Glaubenssätzen verhaltest, ist, dass mehr als 90% deiner Gedanken, Worte und Handlungen im Alltag unbewusst sind.

Das heißt, du triffst pro Tag mehrere hundert Entscheidungen und 90% davon unbewusst – also aus deinen Glaubenssätzen heraus.

2. Sie verzerren unsere Wahrnehmung

Glaubenssätze manipulieren uns außerdem in unserer Wahrnehmung. Es ist so, als hätten wir einen Filter, der bewusst alles, was unseren Glaubenssatz bestätigt, also zum Beispiel einen Mensch, der uns schlecht behandelt, jemanden der uns kritisiert oder einen Misserfolg, stärker wahrnimmt. Alles, was den Glaubenssatz hingegen nicht bestätigt, z.B. ein Mensch, der dich liebt, ein Erfolgserlebnis oder der Dank einer Freundin, das nehmen wir gar nicht, oder viel weniger stark wahr.

Ja, es ist verrückt, Glaubenssätze führen tatsächlich zu einer Wahrnehmungsverzerrung!

Glaubenssätze mit 3 Tools durchbrechen

Genau deshalb lohnt sich die Arbeit mit Glaubenssätzen. Allerdings möchte ich auch ehrlich zu dir sein, kein Glaubenssatz der Welt kann mit einer einzigen Methode und an einem Tag geknackt werden. Dazu braucht es einfach viel liebevolle Geduld und den Willen, dran zu bleiben. Dennoch möchte ich dir hier drei Werkzeuge, die ein Turbo in die Richtung Heilung sind, mitgeben.

1. Sag deinem inneren Kind endlich die Wahrheit:

Bevor wir positive Affirmationen über die oft noch aktiven Glaubenssatz-Wunden legen, müssen wir diese erst versorgen, sodass sie nicht bei jeder Berührung wieder aufbrechen. Dafür reisen wir zurück in die Vergangenheit, wo einst der Glaube daran, dass wir z.B. nicht gut/klug oder liebenswert genug sind, entstanden ist. Also zurück in unsere Kindheit.

Begib dich dafür mit ein paar tiefen Atemzügen in einen entspannten Zustand. Nun stell dir das Kind, das du damals warst, vor deinem inneren Auge vor. Du erklärst ihm nun mit deinem rationellen, starken Erwachsenenselbst, was damals passiert ist. Du sagst ihm, dass es nicht seine Schuld war und dass es nur eine Wahrheit über dein kleines Ich gibt – nämlich: Du warst, bist und und wirst immer zu 100% richtig sein. Du warst, bist und wirst immer genug sein.

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Viele weitere Sätze bzw. ganze Mantras für dein inneren Kind und deine individuelle Verletzung findest du in meiner Podcast-Folge Nr. 56. Es lohnt sich, die Glaubenssatzarbeit mit dem inneren Kind zu intensivieren.

2. Hol den Verstand auf deine Seite

Frau schreibt

Damit dir dein Verstand nicht von Zeit zu Zeit immer wieder versucht weiszumachen, dass dein schmerzhafter Glaubenssatz eben doch wahr ist, gibt es eine sehr gute Methode von Katie Byron. Sie nennt sie „The Work“. Ich arbeite gerne in leicht abgewandelten Strategie mit ihr. Stelle dir hierfür folgende Fragen und beantworte sie schriftlich:

  • Ist dein Glaubenssatz wahr?
  • Kannst du wirklich sicher sein, dass er wahr ist? Würdest du deine Hand dafür ins Feuer legen?
  • Gibt es vielleicht in deinem Leben einen oder mehrere Indizien, dass der Glaubenssatz nicht wahr ist? Z.B. kleine Erfolge – Menschen, die dich lieben – jemanden, der dich schon mal gelobt hat usw.
  • Wie würde es dir gehen, wenn du diesen Glaubenssatz ein für alle Mal loslassen würdest? Wer und wie wärst du dann?
  • Gibt es irgendeinen sinnvollen Grund den Glaubenssatz länger in deinem Leben zu halten?
  • Wenn die Antwort auf die letzte Frage „Nein“ lautet, notiere ihn auf ein Blatt Papier und verbrenne ihn bei einem feierlichen Ritual. Sag dir dabei die folgende Mantra vor:

Du warst Teil meiner Vergangenheit, aber du bist nicht Teil meiner Zukunft. Ich entscheide mit der Kraft der Liebe, die ich zu meinem Leben empfinde, dafür, dich für immer loszulassen. Lebe wohl!

3. Affirmationen als Unterstützung

Affirmationen sind Glaubenssätze positiver Natur. Wir können sie dazu nutzen, um den Entzug des alten, negativen Glaubenssatzes zu erleichtern, außerdem prägen sie die positiven Sätze bei vielfacher Wiederholung in unser Unterbewusstsein sein.  

Frau denkt an positive Affirmation

Du wählst also in Folge einen positiven Glaubenssatz, den du über mehrere Wochen immer wieder in deinen Alltag mitnimmst, indem du ihn dir laut oder leise vorsagst. Vor allem dann, wenn du in eine Situation gerätst, wo der negative Glaubenssatz wieder droht zu deiner Wahrheit zu werden. Sei bitte nicht enttäuscht, wenn das nicht auf Anhieb funktioniert. Es dauert eine Weile – mindestens 21 Tage – bis sich die Wirkung von Affirmationen entfaltet.

Ideen für positive Glaubenssätze findest du in diesem Blogbeitrag – sowie auch in meinem Affirmationslexikon.

Glaubenssatzarbeit in der Tiefe

Wenn du die Themen inneres Kind, Glaubenssätze auflösen auf drei Ebenen, Selbstliebe- und Selbstwertsteigerung weiter vertiefen möchtest und dir dabei eine Begleitung wünscht, schau dir dazu gerne mein Herzensprojekt – den Selbstliebe-Lehrgang (Variante: Selbstliebe-Trainer oder einfach mir zuliebe) an.

Viel Erfolg beim Ausprobieren der Methoden, herzlich deine Melanie

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2 Kommentare

  1. Guten Morgen Melanie
    danke für diesen liebevoll geschriebenen Artikel und die Erinnerung den Verstand auf meine Seite zu holen hilft mir sehr. Denn oft schleicht sich ein Muster ein das in irgendwie automatisch abläuft und es fällt mir schwer mich nicht einfangen zu lassen.
    Aber den Verstand mit einzuladen ist eine gute Idee .

    Viele Grüße Karin

    • Liebe Karin!
      Es freut mich herzlich, dass du dir diesen Impuls mitnehmen konntest.
      Ich wünsche dir einen schönen Start in die Woche, herzlich, deine Melanie

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