Die Mecker-Diät: In 25 Tagen um 50 % zufriedener – Schluss mit Meckern!

Lebensfreude-Prophetin oder Meckerliesl?

Wiese„Lebensfreudealarm,“ rief ich als ich vor einiger Zeit mit einer Freundin das Projekt Lachtraining in einem öffentlichen Park startete. Eine Stunde lang motivierten wir beinahe jeden Parkbesucher, der unseren Weg kreuzte dazu beim außergewöhnlichen Lachtraining mitzumachen. Als unsere Bauchmuskeln dann am Ende waren, gönnten wir uns ein Glas Hugo. Meckern

„Poahhh, da fehlt ja die Kohlensäure. Das mag ich gar nicht,“ meckerte ich. „Und dafür zahlt man auch noch einen ungenierten Preis,“ raunzte ich weiter als ich einen Blick auf die Getränkekarte warf. Es ging noch eine Weile so dahin bis meine Freundin Gisela schließlich sagte: „Ganz schön krass, gerade bist du noch eine Lebensfreude-Prophetin und kaum eine halbe Stunde später mutierst du zu einer Meckerliesl.“ (*Raunzen ist das umgangsprachliche Wort für das Meckern und Jammern in Österreich.)

Schluss mit Meckern!

Autsch! Das saß. Ich, eine Raunzerin? Nein, das passt tatsächlich nicht zu mir. Schließlich beschäftige ich mich tagein und tagaus mit der Kraft der positiven Worte und weiß daher bestens darüber bescheid, dass Negativität kontraproduktiv für die eigene Lebensqualität ist. Und dennoch bin ich nur ein Mensch, der immer wieder in alte Muster zurückfällt und sich dann selbst am Kragen packen muss, um den Weg ins achtsame Glück wieder zu finden.

Genau das tat ich dann auch nach unserem Treffen. Ich setzte mich selbst auf Mecker-Diät. Welche positiven und langfristigen Dominoeffekte eine solche Diät auf unser Leben hat und wie auch du dadurch dein Glücksempfinden steigern kannst, darüber schreibe ich im heutigen Beitrag.

Meckern ist, wenn du dich selbst zum Unglücklichsein anfeuerst

Wir alle haben ab und an Gründe, die Frust und Unzufriedenheit rechtfertigen. Allerdings gibt es einen bedeutenden Unterschied zwischen dem bewussten Teilen von Problemen, das im Idealfall zu Lösungen führt und dem stetigen Fokus auf alles Negative, das in der Regel ein endloses Jammerkonzert auslöst.

Wer ständig raunzt, festigt dadurch die Negativ-Autobahnen in seinem Gehirn. Negatives Denken und Sprechen wird so zu einer Gewohnheit. Diese wiederum prägt unsere Lebenseinstellung. Der Output ist ein Leben, das jede Menge Anlass zum Unglücklichsein liefert. Zusätzlich macht man sich auch bei seinen Mitmenschen unbeliebt. Wer verbringt schließlich gerne Zeit mit jemanden, der ständig raunzt.

Mit dem Meckern aufhören und glücklicher werden

Frau lachtDamit liegt klar auf der Hand, wieso Menschen, die nur selten raunzen und meckern glücklicher sind. Weil es nur all zu menschlich ist, dass man nicht immer bewusst denkt und spricht, empfiehlt sich die Mecker-Diät. Bei dieser wird man nicht nur durch das Nicht-raunzen und den dadurch entstehenden Fokus auf alles Gute und Schöne zufriedener, sondern man generiert auch oft Lösungen für Frustsituationen oder Probleme. Sind die Lösungen erstmal da, gibt es weniger Grund zum Meckern und mehr Anlass zur Freude.

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Damit all diese Effekte langfristig anhalten und man nicht wieder in alte Raunz-Muster zurückfällt, sollte man die Mecker-Diät mindestens 25 Tage einhalten. Während dieser Zeit kann unser Gehirn neue Gedankenautobahnen bauen und so langfristig unsere Gewohnheiten verändern.

So funktioniert die Mecker-Diät:

  • Bewusstwerdung: Bevor du mit der Diät startest, solltest du dir deine klassischen Raunz- und Jammeranlässe bewusst machen. Durch die Bewusstwerdung kannst du diese anschließend schneller entlarven. Klassische Anlässe sind: der Vergleich mit anderen, nicht erfüllte Erwartungen, das Verhalten anderer, Angewohnheiten von nahestehenden Menschen, Stress bzw. zu viele Aufgaben
  • Maßnahmen bei der Mecker-Diät: Das Ziel lautet: NICHT RAUNZEN! Um dieses zu erreichen braucht man einen Ansporn. Daher triff vorab mit dir selbst eine der beiden folgenden Vereinbarungen. Wenn ich oder jemand anderer mich beim Meckern erwischt: a) Lege ich immer einen Euro bei Seite. Am Ende der Mecker-Diät kaufe ich mir dann etwas Schönes. b) Notiere ich einen Strich auf ein Post-it. Für jeden Strich gehe, laufe oder spaziere ich bis Ende der Woche einen Kilometer.
  • Such dir einen Verbündeten! Weihe mindestens eine Person in dein Mecker-Diät-Projekt ein. Sie wird dich beim Nicht-Raunzen unterstützen, indem sie dich auf dein Gemecker aufmerksam macht, wenn du mit deinen Gedanken gerade wo anders bist.
  • Bestimme eine Raunzerzone! Das ist ein Platz in deiner Wohnung, an dem du bewusst meckern und jammern darfst, wenn dir danach ist. Auch dein Telefon oder eine andere Person darf dorthin mit. So musst du deine Emotionen nicht runterschlucken und raunzt ab sofort nur noch bewusst.
  • Verändere dein Denken, wenn du bemerkst, dass dir nach einem Raunzanfall ist. Frage dich: Was kann ich tun, anstatt zu meckern, zu lästern oder zu raunzen? Wie würde sich der Lebensfreude-Prophet in dir verhalten bzw. was würde er denken und sagen? Was müsste geschehen, damit du dein Gemecker einstellst? Und kannst du selbst eventuell etwas dafür tun?
  • Das Raunzkonzert der anderen: Klopf dir jedes Mal, wenn du bewusst erkennst, dass jemand um dich herum meckert, auf die Schultern. Du musst dein Gegenüber nicht belehren, nicht mit einstimmen genügt schon. Wenn du dem Raunzer helfen möchtest, dann stelle ihm eine der obigen Umkehrfragen.
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Meckern adieu!

Bild von der AutorinNachdem ich letzte Woche meine 25-tägige Mecker-Diät vollendet habe, kann ich bestätigen welch erfrischende Wirkung diese auf mein Denken und Handeln, sowie auf meine Glücksgefühle hat. Ich würde meinen, ich bin jetzt um 50 Prozent zufriedener als vor der Diät.  Natürlich bedeutet das nicht, dass ich ab sofort nie wieder meckere. Aber eines ist mir durch die Mecker-Diät wieder bewusst geworden:

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal. * Tamud

Viel Freude beim Ausprobieren, deine Melanie


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6 Kommentare

  1. Liebe Melanie,

    was für ein schöner Gedanke. Ich bin auch gerade dabei mein Jammerverhalten umzustellen und werde deine Mecker Diät super gerne ausprobieren 🙂
    Meckern und Jammern ist für mich einer meiner größten Energieräuber und das muss ich ändern.
    Danke für deine immer inspirierenden Inhalte.

    Liebe Grüße
    Angelika

    • Liebe Angelika!
      Danke für dein Kommentar und vor allem für deine Ehrlichkeit. Das finde ich super. Nur die wenigsten Menschen gestehen sich das Jammern und Meckern ein. Ich wünsche dir viel Erfolg und bin gespannt auf das Ergebnis,
      herzliche Grüße Melanie

  2. Liebe Melanie

    Wann immer ein neuer Beitrag von dir erscheint, freue ich mich darauf, wie ein kleines Kind.
    Du inspirierst und gibst so viele schöne bewusste und achtsame Gedanken in die Welt hinaus sowie Ideen und schaffst es auch immer wieder, mir ein schmunzeln ins Gesicht zu zaubern… bei der Löffelliste habe ich laut hinausgelacht, finde die Idee und den Namen sooo süss und auf meinen Post-it heisst neu auch: Löffelliste und nicht mehr To-do 🙂

    Danke dass du dies alles mit uns teilst und auch uns zu einem schöneren Leben inspirierst! So schön dass es dich gibt! Finde dich toll!

    Herzliche Grüsse aus der Schweiz, Isabelle

    • Liebe Isabell!
      Ich habe mir dein Kommentar direkt in meine Glücksliste kopiert. Vielen herzlichen Dank für deine Worte. Du bereitest mir damit eine riesen Freude. Dass meine Zeilen es bis in die Schweiz geschafft haben, freut mich gleich noch ein bisschen mehr.
      DANKE von HERZEN deine Melanie

  3. Sicherlich gibt es immer mal wieder Sachen die einen ärgern, aber dieses alltäglich rumgekrittel an allem und jedem muss echt nicht sein. Man sollte sich lieber auf die schönen Dinge konzentrieren.

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