Selbstbild – Was du über dich selbst wissen solltest

Warum ist das Selbstbild wichtig?

Dein Selbstbild bestimmt dein Leben. Deine Biografie, der Verlauf deines Lebens also, ist nur zu circa fünf Prozent von deinen Lebensumständen abhängig. Mehr als 90 Prozent deiner Biografie entsteht durch deine Gedanken und den daraus resultierenden Handlungen. Absolut wesentlich dafür sind jene Gedanken, die du über dich selbst hegst, sprich das Bild, das du von dir selbst hast.

Du bist noch ein wenig skeptisch? Ich erzähle dir gerne eine Anekdote aus meiner Vergangenheit. Sie zeigt, dass die äußeren Umstände sich langfristig immer meinen Gedanken fügten.

Als ich mein Selbstbild liebevoll aufpolierte…

Als ich mit 18 Jahren meinen ersten Job startete, war mein Bild über mich selbst noch ziemlich düster. Ich glaubte nicht, dass ich besondere Fähigkeiten hätte, war schüchtern, hielt mich nicht für klug und empfand mich alles in allem als eine graue Maus.

Als mir eine Vorgesetzte eines Tages weismachen wollte, dass ich ein Problem mit Buchstaben hätte, sprich Legastheniker wäre, und außerdem einen unangemessenen Kleidungsstil hätte, überraschte mich das nicht einmal sonderlich. Das Fremdbild, das sie mir damals überstülpte, stimmte traurigerweise zu großen Teilen mit meinem Selbstbild überein.

Dieses Selbstbild gehört heute glücklicherweise meiner Vergangenheit an. Im Laufe der Jahre adaptierte ich meinen Glauben über mich selbst. Ich lernte mich selbst und meinen Körper zu mögen, meinen Verstand als mein Kapital, meine Empathie als ein zwischenmenschliches Geschenk und meine Kreativität als mein Sprungbrett in eine hoffnungsreiche Zukunft, anzusehen.

In den darauf folgenden Jahren änderte sich alles. Ich wurde beruflich erfolgreich, holte diverse Diplomabschlüsse nach und wurde auch in den Augen meiner Mitmenschen, jene Frau, die ich sein wollte. Wesentlich dafür verantwortlich war mein verändertes Selbstbild. Davon bin ich auch heute noch zu tiefst überzeugt. (Und apropos Legastheniker – ich bringe aktuell gerade mein erstes Buch raus)

Mach dir dein Selbstbild bewusst!

Und genau deshalb, ist es so wichtig, dass wir uns unserer selbst bewusst werden und etwaigen negativen Bildern, die wir häufig durch unbewusste Gedanken erzeugen, auf die Schliche kommen. Die Bewusstwerdung eröffnet uns schließlich die Möglichkeit alten, düsteren Bildern endlich Farbe und Glanz zu verleihen. Deshalb habe ich heute drei Fragen mitgebracht, die dir wesentliche Auskünfte über dein aktuelles Selbstbild geben.

Was du über dich selbst wissen solltest

  1. Wie würde ich mich selbst aus der Perspektive meines Chefs, einer lieben Freundin, meiner/s Mutter/Partners/Kindes beschreiben. Probier‘ diese Übung aus. Sie ist äußerst aufschlussreich.
  2. Wie bin ich wirklich? Notiere intuitiv alle Antworten, die dir dazu einfallen.
  3. Welche Rollen hast du? Mutter, Vater, Angestellte/r, Unternehmer/in, Hausfrau, Schwester, Freund, Partner/in etc. Werde dir all deiner Rollen bewusst und notiere diese, damit du später darauf zurückgreifen kannst.

Deinem Selbstbild mehr Glanz und Farbe verleihen

Die Antworten auf die obigen Fragen unterstützen dich dabei, dir über dein Fremd- und Selbstbild bewusst zu werden. Nun stellt sich die Frage, ob du mit diesem Bild zufrieden bist oder ob du es noch aufwerten möchtest. Entscheidest du dich für zweiteres, so können dich die folgenden Methoden dabei unterstützen eine Selbstbild Innovation zu starten.

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1. Der Weg zum idealen Selbstbild

Frage dich: Wie wäre ich gerne? Notiere alle Eigenschaften, Fähigkeiten und Charakterzüge, die dir spontan einfallen. Und dann vergleiche deine Wie-wäre-ich-gerne-Liste mit deiner Wie-bin-ich-Liste. Markiere all jene Eigenschaften, die du bereits besitzt und werde dir darüber bewusst, dass dein Selbstbild durchaus schon viele positive Züge hat. In Folge überlege dir, wie du bestimmte Fähigkeiten und Eigenschaften besser leben kannst, damit sie Schritt für Schritt ein Teil deines Selbstbildes werden.

2. Visualisiere dein ideales Selbstbild!

Fertige eine Zeichnung von dir selbst an. Es muss sich dabei um kein Kunstwerk handeln. Notiere alle positiven Eigenschaften und Fähigkeiten – sowohl jene, die du bereits hast, wie auch jene, die du gerne besitzen möchtest – auf deinem Bild. Ein idealer Ort für dein Kunstwerk ist beispielsweise die Schranktür-Innenseite deines Kleiderkastens. Diese öffnest du jeden Tag. Und mit jedem Öffnen prägt sich dein erweitertest Selbstbild mehr in dein Bewusstsein ein.

3. Rollen im Leben

In welcher deiner vielen Rollen (Mutter/Vater, Angestellte/r, Freund/in, Kollege/in, Partner/in, Läufer/in etc.) fühlst du dich besonders wohl und wertgeschätzt? Und welche Rollen nagen eher an deinem Selbstwert? Schau dir die negativ besetzten Rollen in den nächsten Tagen genauer an und frage dich, was du benötigen würdest um dich in ihnen besser zu fühlen.

4. Positives Selbstbild durch positive Selbstgespräche

Um ein positives Selbstbild langfristig aufrecht zu erhalten, muss man es immer wieder mit wohlwollenden, bejahenden und anerkennenden Worten füttern. Im Alltag neigen wir leider oft dazu, uns gedanklich runter zu machen. Wie du das nachhaltig ändern kannst und ab sofort viel mehr liebevolle Selbstgespräche führst, kannst du hier nachlesen: Positive Selbstgespräche

Ich wünsche dir viel Freude beim Nachdenken, Annehmen und/oder Aufwerten deines Selbstbildes, deine Melanie

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4 Kommentare

  1. Toller Artikel 🙂

    Und vielleicht noch ein kleiner Verbesserungsvorschlag.
    Es gibt 2 Sorten Mensch.
    Die einen können Text besser verarbeiten und verstehen.
    Die anderen lernen eher Visuell… bewegte Bilder + gesprochene Worte.

    Ich gehöre zu letzerem, bin mir seit dem Bewusstwerden darüber aber auch klar, das ich durch lesen ebenfalls sehr gut lernen kann… ich finde es aber sehr anstrengend 🙂

    Hast du mal über ein Videoblog nachgedacht?
    Ich glaube damit könntest du wesentlich mehr Menschen erreichen.

    Zum Selbstbild vielleicht noch was aus Japan.

    Die Menschen in Japan glauben der Mensch trägt 3 Masken.
    Die erste zeigen wir der Welt.
    Die zweite nur dem näheren Bekanntenkreis / Familie.
    Und die dritte niemanden.

    Die dritte ist die Ehrlichste Reflektion von dem was man wirklich ist.

    • Danke für dein spannendes Kommentar!
      Zu deiner Frage: Ja über einen Videoblog habe ich bereits nachgedacht und mich dagegen entschieden. Ich bin Autorin und liebe es zu schreiben.
      Abgesehen davon hätte ich in diesem Bereich einen zu hohen Anspruch. Und zu hohe Ansprüche sind nicht mehr mein Ding. Die Zeit dazu würde außerdem fehlen, sowie eine kostenintensive Ausstattung…
      Aber: Demnächst wird es Skypcoachings und einen individuellen Videolehrgang mit live Sequenzen geben (allerdings nicht in Blog-Form)
      Danke für die schöne Anregung zum Selbstbild, lg

  2. Der Schatten ja, so ist es.

    Märchen, das Böse, und dann die Rettung und Erlösung. Der reiche Prinz, der Geldsegen und vieles mehr.

  3. Übrigens auf diese Rettung und Erlösung warte ich noch.

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