Verabschiede diese 10 zerstörerischen Glaubenssätze – jetzt!

10 Glaubenssätze, die dein Leben ruinieren

Ja, ich weiß, die Headline klingt radikal. Aber manchmal ist es notwendig, Schmerzhaftes so direkt anzusprechen, um endlich aufzuwachen und den ersten Schritt zu tun. Und eingebrannte Glaubenssätze können unser Leben so richtig mies – oder aber so richtig gut machen.

Das, was wir von der Welt und von uns selbst glauben, löst Gefühle, Handlungen und folge dessen Reaktionen aus, die unser Schicksal formen. Dass dies die Wahrheit ist, kannst du prüfen, indem du diesen kurzen Test machst.

Diesen Beitrag gibt es auch als Podcast auf Spotify oder iTunes oder direkt hier:

  • Maria ist grundsätzlich davon überzeugt, dass das Leben, es gut mit ihr meint. Sie glaubt an sich selbst, ihren Charakter und ihre Fähigkeiten und ist voller Vorfreude, wenn sie an ihre Zukunft denkt. Sie ist überzeugt davon, dass sich im kommenden Jahr viele Chancen für sie auftun werden.
  • Nora ist der festen Überzeugung, das Leben sei ein ständiger Kampf. Noch nie wurde ihr etwas geschenkt. Ihre Zweifel, gut genug zu sein, glaubt sie, vor aller Welt zu verbergen, in dem sie nicht darüber spricht. Die Hoffnung, dass sich in ihrem Leben Dinge positiv ändern, hat sie nicht.

Und jetzt beantworte folgende Fragen:

  • Wenn du einen Job vergeben würdest, wen würdest du einstellen?
  • Wer von den beiden würde einen Schicksalsschlag besser überwinden?
  • Was glaubst du: Wer von den beiden wird in diesem Jahr mehr schöne Erfahrungen oder positive Überraschungen erleben?

Glaubenssätze sind stärker als Gedanken

Ich nehme an, du hast auf Maria getippt. Du siehst also alleine schon anhand dieses Beispiels, wie klar dir in Wirklichkeit ist, wie sehr unser Glaube unser Leben steuert. Und der Kern dieses Glaubens sind unsere Glaubenssätze.

Um glücklicher mit sich selbst und dem eigenen Leben zu werden, ist es notwendig, schädliche Glaubenssätze aufzuspüren und loszulassen. Heute habe ich dir die Top 10 negativer Überzeugungen mitgebracht. Überprüfe im ersten Schritt, welchem davon du Glauben schenkst. Anschließend stelle ich dir eine Methode zur Verfügung, mit der du diese auflösen kannst.

Top 10 negative Glaubenssätze

1. Ich bin nicht genug

Ich bin nicht schön, klug, liebenswert oder gut genug. Dieser Glaubenssatz kann sich in verschiedenen Varianten zeigen. Er zeichnet sich dadurch aus, dass wir stets über uns selbst denken, dass wir besser sein sollten, um geliebt oder anerkannt zu werden. Oft entsteht er bereits in der Kindheit. Vor allem dann, wenn uns ein Elternteil oder Geschwister das Gefühl gaben, nicht gut genug zu sein.

Eine häufige Begleiterscheinung dieses Glaubenssatzes sind Muster wie Perfektionismus – der übertriebene Versuch, endlich einmal zu genügen oder auch, immer etwas leisten zu müssen, was ebenso den Versuch darstellt, sich selbst und andere davon zu überzeugen, dass man genügt.

2. Das Leben ist schwer

Das Leben ist ein ewiger Kampf, unfair oder einfach nur anstrengend. All diese oder ähnliche Glaubenssätze finden ihren Ursprung meist ebenso in der frühen Kindheit. Sie deuten auf einen Mangel an Urvertrauen hin. Konnten wir unseren engsten Bezugspersonen damals nicht zu 100 % trauen, so trauen wir oft auch nicht dem Leben.

Dieser Glaubenssatz führt dazu, dass das Leben tatsächlich mühsam und hart wird. Ein Placeboeffekt der Schwere macht sich breit. Häufig wird dieser Glaubenssatz von Eltern, Großeltern oder auch Lehrern übernommen und hat sich über die Jahre in uns gefestigt.

3. Ich muss stark sein

Diesen Satz, der uns davon abhält, Gefühle zu leben und dadurch auch, sie zu verarbeiten, wird meist in unserer Kindheit und Jugend geprägt. In diesem Zeitraum machen wir das erste Mal die Erfahrung, dass es schmerzhaft sein kann, sich zu öffnen oder verletzlich zu zeigen. Gerade in der Pubertät ist Coolness und die „Mir-alles-total-egal-Mentalität“ daher so stark ausgeprägt.

Hinzu kommt natürlich noch das, was wir vorgelebt bekommen. Gerade bei Männern ist dieser Satz daher noch immer sehr weit verbreitet. Das Fatale: Der Glaubenssatz zwingt uns zum einen dazu, eine Maske zu tragen, was anstrengend ist und verhindert, dass Beziehungen wirklich in die Tiefe wachsen können. Und zum anderen, hält er uns davon ab, uns Hilfe zu holen oder Hilfe anzunehmen, was ein Gefahrenpunkt für dauerhafte Überlastung ist.

Eine Frau hat negative Glaubenssätze - ich muss stark sein

4. Liebe tut weh

In Sachen Liebe gibt es viele negative Überzeugungen. Zum Beispiel: Frauen sind nie ehrlich. Männer wollen nur das Eine. Liebe ist schmerzhaft, kompliziert oder niemals echt. Glaubenssätze zum Thema Liebe werden zum einen von unseren Eltern geprägt – und zwar davon, wie sie uns Liebe in der Partnerschaft vorgelebt haben und welche Liebesbeziehung sie zu uns geführt haben. Zum anderen wird unser Glaube zum Thema Liebe aber auch von eigenen Beziehungserfahrungen in der Jugend und im Erwachsenenalter weiter beeinflusst.

Und leider sind die wenigsten von uns dabei ihr Leben lang unverletzt geblieben. Das ist der Grund, warum so viele von uns negative Überzeugungen zum Thema Liebe in sich tragen. Je festgefahrener die Glaubenssätze sind, desto mehr handeln wir danach und ziehen prompt genau das an, was wir in der Liebe eigentlich nicht mehr haben wollten. Deshalb erleben viele Menschen in Partnerschaften immer und immer wieder dasselbe Muster.

5. Ich bin nicht schön

Die Frauenbetroffenheit dieser negativen Überzeugung ist immens. Meist beginnen Mädchen im Alter von 6 bis 12 Jahren an ihrem Äußeren zu zweifeln. Der Grund hierfür können Kommentare von Bezugspersonen, Gleichaltrigen oder den Medien sein.

Wer sein Äußeres nicht leiden kann, macht sich das Leben schwer. Denn unsere Erscheinungsbild begleitet uns, egal wohin wir gehen. Die ständige Ablehnung spiegelt sich in unserer Ausstrahlung und unserem Verhalten wider. Dadurch bekommen wir auch von anderen die Bestätigung, dass wir nicht schön sind und fühlen uns gleich noch mieser.

Breitflächige Tests bestätigen übrigens, dass die Zufriedenheit mit dem Aussehen nur geringfügig mit dem Erscheinungsbild zu tun hat. Viel bedeutender ist das Mindset, das man sich selbst gegenüber hat – und dieses kann man trainieren.

6. Ich muss alles alleine schaffen

Wenn wir schon früh auf eigenen Beinen stehen oder gar die Verantwortung für unsere jüngeren Geschwister oder ein krankes Elternteil übernehmen mussten, kann sich diese Überzeugung tief in unser Unterbewusstsein einprägen.

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Sie geht einher mit Mustern wie immer für andere da sein, nicht nein sagen können oder sich niemals erlauben, um Hilfe zu fragen. Die Überforderung und das Gefühl, dass niemand einem wirklich hilft, sind natürliche Folgen davon.

7. Geld verdienen, ist schwer

Auch diesen Satz haben wir meist von dem familiären Umfeld, in dem wir aufgewachsen sind, übernommen. Wenn unsere Eltern stets knapp bei Kasse waren oder aber für ihr Brot besonders hart arbeiten mussten, glauben auch wir selbst, dass Geld verdienen ein Zwang oder eine schwere Sache ist.

Studien bestätigen dies indirekt. Zu 90 % verdienen Kinder hart arbeitender Unterdurchschnittsverdiener im Erwachsenenalter selbst Löhne unter dem Durchschnitt. Umgekehrt werden Kinder wohlsituierter, gebildeter Eltern oft selbst gebildeter und verdienen weit über dem Durchschnitt.

Mit dafür verantwortlich ist unser Glaube und das, was wir denken, was möglich ist. Wer also vom Geldmangel weg will, muss diesen und ähnliche Glaubenssätze endlich auflösen.

8. Ich muss etwas leisten, um zu gelten

Dieser Glaubenssatz wird meist im Kindesalter zwischen 3 bis 12 Jahren stark geprägt. Wenn wir in diesem Alter feststellen, dass unsere reine Anwesenheit nicht mehr genügt, um liebevolle Aufmerksamkeit von unseren Bezugspersonen zu bekommen, beginnen wir nach Alternativen zu suchen. Wir suchen also nach Strategien, die es uns ermöglichen, die Aufmerksamkeit und Liebe der Bezugspersonen zurückzuerobern.

Etwas Besonderes zu leisten, ist eine der häufigsten davon. Wenn du immer nur dann Aufmerksamkeit erhalten hast, wenn du etwas besonders toll gemacht hast, dann bist du von dieser negativen Überzeugung auch noch heute betroffen.

Das Problem: Du bezweifelst, es deiner selbst willen wert zu sein. Und du kommst deiner inneren Aufforderung ständig etwas tun zu müssen nach, was dauerhaft Stress und Krankheit fördern kann.

9. Bei anderen ist das möglich – aber bei mir nicht

Diese negative Überzeugung entsteht meist durch eine Kombination anderer Negativfaktoren wie z. B. ein Mangel an Urvertrauen, keine oder nur wenig Selbstakzeptanz und ein vermindertes Selbstvertrauen.

Auch der unbewusste Glaube, dass andere etwas Besseres verdient haben, als wir selbst, kommt hier zu tragen. Diese Überzeugung kann in der Kindheit entstehen, festigt sich dann aber im Erwachsenenalter durch negative Erfahrungen wie Ablehnung, Zurückweisung und Misserfolg.

Das Problem: Weil wir nicht an positive Veränderung in unserem Leben glauben, probieren wir es erst gar nicht.

10. Ich bin nicht wichtig

Dieser negative Gedanke entsteht in der Kindheit. Nicht selten dann, wenn ein Kind von einer nahen Bezugsperson verlassen oder vernachlässigt wurde. Vernachlässigung ist bei genauerer Betrachtung nichts anderes als Verlassenwerden auf Raten.

Beide Erfahrungen führen unweigerlich dazu, dass wir beginnen, zu glauben, nicht wichtig sein. Wir schätzen unser eigene Priorität also sehr niedrig ein. Das wiederum führt häufig dazu, dass wir uns mehr um andere als um uns selbst kümmern.

Nicht wichtig zu sein, zieht ein sehr schmerzhaftes Gefühl mit sich, da es suggeriert, dass uns niemand wirklich liebt. Wir erkennen nicht, warum wir wichtig für diese Welt sind und empfinden uns als überflüssig. Die Auflösung dieses Glaubenssatzes sollte daher eine sehr hohe Priorität haben.

Wie du negative Glaubenssätze auflösen kannst

Vorab: Nein es gibt leider keine Wundermethode, mit der du von einem auf den anderen Tag all deine Glaubenssätze auflösen kannst. Aber es gibt verschiedene Methoden auf verschiedenen Ebenen, die langfristig Wirkung zeigen. Eine sehr bekannte davon, möchte ich dir heute vorstellen.

Eine Frau schreibt ihre Glaubenssätze nieder

„The Work“ von Katie Byron. Hier eine Kurzfassung der Übung, wie ich sie ausübe:

  • Notiere den negativen Glaubenssatz, z. B. Ich bin nicht wichtig.
  • Ist dieser Satz zu 100 % richtig? Kannst du wirklich sicher sein, dass er richtig ist? Antwort, z. B.: Nein 100 % sicher sein kann ich nicht.
  • Wie würde es dir ohne diesen Satz gehen? Antwort, z. B.: besser. Viel besser.
  • Formuliere den Satz um. Kreiere mindestens zehn Varianten: Z. B. Ich bin für manche Menschen sehr wichtig. Ich bin wichtig. Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben. Usw.
  • Wähle ein bis zwei der umformulierten Sätze aus: Z. B. Ich bin für manche Menschen sehr wichtig.
  • Frage dich: Könnte dieser Satz auch wahr sein?
  • Wenn deine Antwort Ja lautet, so beginne damit diesen Satz täglich zu affirmieren. Sag ihn dir über mehrere Wochen immer wieder laut oder in Gedanken vor.
  • Wiederhole diese Übung, um deinen Verstand bei der Auflösung der negativen Glaubenssätze fortwährend zu unterstützen.

Erster Schritt geschafft!

Wage den ersten Schritt und mach diese Übung! Viele kleine Schritte machen große Veränderung möglich. Und wenn du dabei Unterstützung willst und bereit für Veränderung in deinem Leben bist, dann schau dir gerne meinen zertifiziertes Programm – den 9 Wochen Selbstliebe-Lehrgang in der Variante – nur für mich oder Selbstliebe-Trainer an.

Herzlichst, deine Melanie

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2 Kommentare

  1. Hey du! Das sind häufige Glaubenssätze, da geb ich dir recht. Oft wird uns das schon als Kind eingetrichtert ider in der Schule, in Vereinen, vielleicht auch bei der ersten unglücklichen Liebe

    Ich habe mich von solchen Glaubenssätzen schon befreit Auf meinem Selbstbewusstsein-Blog behandle ich ähnliche Themen wie du, darum spricht mich alles zum Thema Persönlichkeitsentwicklung extra an

    Alles Licht & Liebe,
    Sara
    #hearusroar

    • Liebe Sara!
      DANKE für dein Kommentar und ich gratuliere dir ganz herzlich, dass du diesen Schritt gemeistert hast.
      Alles Liebe, Melanie

Kommentare sind geschlossen.