Sorgst du gut für dich selbst?

7 essentielle Tipps für deine Selbstfürsorge

Selbstfürsorge ist ein wichtiges Element, um für das eigene Wohlbefinden, die Zufriedenheit im Alltag, wie auch für die Gesundheit, zu sorgen. Gleichzeitig liegt die Selbstfürsorge, wie der Name schon sagt, bei uns selbst, das bedeutet, wir tragen die Verantwortung ganz alleine dafür, dass diese entsprechend gelebt wird. Kein anderer Mensch kann deine Selbstfürsorge für dich übernehmen, denn nur du allein kannst dir das geben, was du brauchst.

Genau hier liegt aber oft auch die Schwierigkeit, denn gerade weil wir für uns selbst verantwortlich sind, unterschätzen wir die Wichtigkeit und die Auswirkungen, stellen uns selbst hinten an, bis es zu spät ist und wir erschöpft, ausgelaugt oder sogar krank sind. Wir kümmern uns zwar oft um andere und achten gut auf unsere Mitmenschen, kommen jedoch selbst zu kurz.

Wie aber kann man sich besser um sich selbst kümmern?

1. Selbstfürsorge am Morgen

Die gelebte Selbstfürsorge fängt schon in den ersten Sekunden und Minuten des Tages an. Vielleicht ist das sogar die wichtigste Zeit für Selbstfürsorge.

Der Wecker klingelt, man erwacht aus dem Schlaf und der erste Griff zum Handy ist bei vielen an dieser Stelle nicht nur den Wecker auszuschalten, sondern bereits das erste Öffnen einer Social Media App, der Instant Nachrichten oder das erste Checken der E-Mails. Und wenn nicht gleich, dann dauert es bei den meisten nicht lange, bis sie ihre Aufmerksamkeit bereits in die Tiefen des Internets und der Netzwerke verloren haben. 

Bevor wir überhaupt einen morgendlichen Check-In bei uns selbst durchgeführt haben, waren wir vielleicht schon bei Dutzenden Menschen, deren Inhalten und Mitteilungen.

Daher hier mein erster Tipp für den Tagesanfang: Zuerst Du. Bevor du dich fragst, was es denn Neues in der Welt da draußen gibt, frag dich selbst: Wie fühlst du dich heute Morgen? Was meldet sich in dir? Was brauchst du heute?
Und dann starte sanft und auch dankbar in den Tag, mach dir selbst das Geschenk, dass du, egal, ob du frei hast oder arbeiten musst, dich für den Tag entscheidest. Du wirst sehen, welch großartige Auswirkungen es auf den ganzen Tag hat, wenn du jedes “ich muss” mit einem “ich darf” oder “ich entscheide mich dazu” ersetzt.

2. Achte auf deinen Körper und auf Bewegung

Dein Körper ist dein Tempel – auch diesen Satz liest man immer wieder auf Social Media und präsentiert werden dabei oft superschlanke, sportliche Körper, die vielleicht auch noch braungebrannt am Strand liegen. Aber darum geht es nicht. Dein Körper ist dein Tempel, denn er ist jeden Tag für dich da. Er gibt jeden Tag sein Bestes und ganz egal, welche Verletzungen du schon hattest oder wie unzufrieden du mit ihm gesprochen hast, er gibt jeden Tag sein Maximum, nur für dich.

Ein wesentlicher Teil der Selbstfürsorge ist es also auch, für dieses Wunderwerk zu sorgen. Dies beginnt natürlich bei der Hygiene, die, im Zeichen der Selbstfürsorge, an gewissen Tagen mehr Zeit in Anspruch nehmen darf, weil du dir vielleicht eine Haarmaske, eine Gesichtsmassage oder Trockenbürsten gönnen willst – aber es geht natürlich auch um Bewegung und um die Ernährung. Was die Bewegung betrifft, bedeutet Selbstfürsorge jene Art von Bewegung zu machen, die dir gut tut. Wenn es Spazierengehen ist, dann ist das vollkommen ok, es muss nicht Laufen sein. Wenn du lieber etwas machen möchtest, wo du dich so richtig auspowern kannst, dann mach das – weil es dir gut tut. Und wenn es Zeit für eine Yoga-Einheit oder auch nur für ein paar Dehnübungen ist, dann ist auch das richtig.

3. Ernähre dich gut

Frau denkt nach

Mit jeder einzelnen Mahlzeit, die du dir zuführst, entscheidest du dich: nähre ich meinen Körper oder belaste ich ihn. Während Zucker, Fette und Fertigprodukte Energie nehmen können, kann dir zum Beispiel ein selbst gekochtes, gesundes Gericht sehr viel mehr geben. Nämlich nicht nur eine Vielzahl an Nährstoffen, sondern auch ein tolles Gefühl, auf dich selbst zu achten. Das bedeutet nicht, dass du zu keiner Zeit Schokolade oder ein Stück Kuchen essen sollst. Selbstfürsorge bedeutet, sich ausgewogen zu ernähren, zu wissen, was einem gut tut und sich auch mal etwas zu gönnen und genügend zu trinken.

4. Gedanken ziehen lassen

Für sich selbst zu sorgen heißt auch, die sich ständig wiederholenden Gedankenspiralen rund um Job, Beziehung, Kinder, Finanzen etc. auch mal loszulassen. Hierfür eignet sich Meditation. Nicht nur, dass du den Kopf frei bekommst, auch öffnen sich neue Lösungswege und Ideen, wenn man seinem Kopf regelmäßig eine Auszeit gönnt. Meditation hat einen besonders hohen Stellenwert, wenn man auf sich selbst achten möchte, weil wir mit den Gedanken meistens nicht bei uns selbst und nicht im Jetzt, sondern bei anderen Menschen, Problematiken und entweder in der Zukunft oder in der Vergangenheit sind.

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Du kannst eine geführte Meditation machen, eine App mit zB. Regengeräuschen oder Meeresrauschen aktivieren oder dir auch einfach nur eine Pause gönnen, in welcher du deine Atemzüge zählst. Denke beim Einatmen “ein” und beim Ausatmen “aus”. Da wir nur einen Gedanken gleichzeitig haben können, gelangen wir so bewusst zu unserem Atem, zu uns selbst und ins Jetzt.

5. Grenzen setzen

Selbstfürsorge bedeutet Grenzen setzen. Achte darauf, dass du nicht Ja sagst, wenn du innerlich ein Nein verspürst. Verbringe deine Zeit mit Menschen, die dir gut tun und lehne auch mal dankend ab, wenn es sich nicht richtig anfühlt, jemanden zu treffen oder bei dem nächsten Familientreffen dabei zu sein. Auch wenn es manchmal Überwindung kostet, Nein zu sagen, ist es ein großes Zeichen der Selbstfürsorge, weil es ein Ja zu dir selbst ist und es gibt nichts Wertvolleres als das.

6. Stelle Fragen an dich selbst

Um für dich selbst herauszufinden, was du für deine Selbstfürsorge brauchst, stell dir Fragen, reflektiere Vergangenes, frage dich zum Beispiel, an welchen Stellen du deine Selbstfürsorge schleifen hast lassen und etwas statt es abzugeben, selbst gemacht hast, frage dich, was du willst und werde dir immer wieder klar darüber, was du nicht willst. Schreibe deine Träume und Visionen auf, besinne dich auf dich und sei mit dir selbst in Kontakt. Höre auf deine Herzensstimme anstatt auf den Lärm von außen.

7. Nimm dir Zeit für Selbstfürsorge

Die Liste an Ideen, was man in Selbstfürsorge machen kann, könnte man unendlich weiterführen, vor allem aber hat jeder Mensch seine eigenen Krafttankstellen und Ideen für die Qualitätszeit. Während es für die einen Selbstfürsorge bedeutet, Freunde zu treffen und sich auszutauschen, tut es anderen gut, Zeit für sich ganz alleine zu haben. Während sich die einen nach einem Adrenalinkick sehnen, wollen die anderen einfach nur Ruhe. Die einen wollen in die Natur, die anderen zuhause mal alles abdunkeln und den Lieblingsfilm schauen etc.

Aber obwohl viele wissen, was sie für die Selbstfürsorge bräuchten, nehmen sie sich oft nicht die Zeit dafür. Deshalb öffnest du am besten gleich jetzt deinen Kalender und suchst dir das erste Zeitfenster aus, in welchem du einen Selbstfürsorge-Stunde oder vielleicht gleich einen ganzen Selbstfürsorge-Tag einträgst.

Das machst du idealerweise jeden Montag, dass du dir ansiehst, wo kannst du in der kommenden Woche deine Me-Time unterbringen. Mach dir selbst Termine im Kalender für deine Selbstfürsorge, so ist diese fix eingeplant und sie wird nicht mehr zu kurz kommen. Gerne kannst du hier auch meinen kostenlosen 7-Tage-Selbstliebe-Schnupperkurs besuchen, indem du noch tiefer in das Thema eintauchen wirst.

Deine erste Pflicht ist es, dich selbst glücklich zu machen!

Ludwig Feuerbach

Herzlich, deine Charlotte und deine Melanie

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7 Kommentare

  1. Zu dem Thema Selbstfürsorge fällt mir sofort das „innere Kind“ ein – es betrifft sogar das vorherige angesprochene Thema: Vergangenheit. Die gespeicherten Verletzungen aus der Kindheit lassen uns nicht in unsere Kraft kommen u. so gehen wir durch unsere „Überlebensmuster“ zu hart mit uns selbst um. Und so geschieht es, dass die Aufmerksamkeit aus unserem urkindlichen Herzen nicht mehr fließt. Ja, Melanie, die Selbstfürsorge ist soooo….wichtig!!!
    Ich habe es selbst neu lernen müssen durch eine langjährige Suche nach dem, was mir meine Energie nimmt. Nun hat mir mein einziger Sohn zu meiner eigenen Heilung verholfen. Eine besondere Gnade! Ich bin neu auf meinem Weg – mittendrin im Prozess von „Lassen“, „Ver-lassen“ u. „Loslassen“. Erst ganz „Leerwerden“, um sich wieder zu „füllen“, um das zu leben, was mein Herz mir sagt. Ja, das ist ein wunderbares Gefühl!

    • Liebe Christina!
      Danke für deine wertvollen Worte. Ja, es gibt so viele Themen in uns, die erkannt und aufgegriffen werden wollen. Mein inneres Kind bräuchte bestimmt auch mal wieder etwas mehr Fürsorge. Hab vor einiger Zeit einen Beitrag darüber geschrieben. Ist wohl wieder an der Zeit diesen aufzugreifen. Herzlichen Gruß und DANKE

  2. Liebe Melanie! Ich habe deine Übung ausprobiert. Und wirklich Antworten bekommen. Irgendwie waren diese schon da aber sind mir nicht aufgefallen. Sehr spannend. Habe aber viel länger wie zehn Minuten gebraucht 🙂 Macht aber nichts. Ich glaube. daß mir die Antworten helfen werden. Dankeschön vielmals!
    lg deine Miriam

  3. Liebe Melanie,
    wieder mal ein super Artikel und genau mein Thema.
    Seitdem ich besser für mich selber sorge und mich um mich kümmere, ist mein Leben so viel schöner geworden. Man muss erst seinen eigenen Speicher auftanken, bevor man anderen helfen kann. Man kann nichts geben, was man selbst nicht hat! 🙂
    Viele liebe Grüße
    Marina

    • Wahre Worte – liebe Marina!
      An erster Stelle ist man verantwortlich für sein eigenes Glück. Und erschafft man dieses nicht, bleibt meist nicht viel Energie für die Unterstützung anderer!
      Herzlichen Gruß und DANKE

  4. Toller Beitrag! Ich sollte auch unbedingt mehr Selbstfürsorge in meinen Alltag einbauen. Mir passiert es schnell, dass ich mich zu hart kritisiere, da ich ein wenig perfektionistisch veranlagt bin. Ich werde deine Ideen morgen mal umsetzen. 🙂

    Liebe Grüße, Svenja

    • Liebe Svenja!
      Danke dir für dein Kommentar. Es freut mich, wenn du dir ein paar Inspirationen mitnehmen konntest.
      Alles Liebe, Melanie

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