Die Ketten der Selbstbeschränkung: Warum wir Angst vor Erfolg haben

Angst vor Erfolg – kann das sein?

Es ist gerade einmal drei Jahre her, als ich meinen Teilzeit-Brötchen-Job, den ich neben dem Aufbau von Honigperlen ausübte, an den Nagel hängte. Damals gab es meine Marke Honigperlen, den dazugehörigen Blog und Instagram-Kanal schon fünf Jahre. Es hat also 5 Jahre gedauert, bis ich mich traute mich zu 100% mit meiner Leidenschaft selbstständig zu machen.

Im Nachhinein habe ich mich oft gefragt, warum eigentlich? Ich sehe täglich viele Contentcreator, die mit weitaus weniger Follower den Sprung in die Selbstständigkeit erfolgreich wagen. Lange Zeit hatte ich als Grund mein Sicherheitsbedürfnis im Fokus. Als Angestellter bekommt man einen fixen Lohn, als Selbstständiger eben nicht. Das birgt natürlich eine gewissen Unsicherheit, die mir nicht unbedingt behagte.

Außerdem war ich in meinem Angestelltenjob glücklicher als die meisten Menschen. Natürlich kein Vergleich zu meiner heutigen Selbstständigkeit, wo ich meine Berufung in freier Zeiteinteilung leben kann.

Aber waren das wirklich die essentiellen Gründe, warum ich mich so lange nicht getraut hatte? Als ich kürzlich auf das Thema – Angst vor Erfolg – stieß, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Meine Bremse damals war die unbewusste Angst vor Erfolg. Ich sabotierte mich quasi unbemerkt selbst, indem ich in meinem kleinen Angestelltenjob blieb, obwohl ich schon alles hatte, was ich für meine Selbstständigkeit als Autorin, Ausbilderin und Mentaltrainer benötigte.

Kurzum: Ich hielt mich selbst davon ab, mein Bestes zu geben. Eine innere Blockade führte wieder und wieder zu Handlungen, die mich in meinem altbekannten System klein hielten. Was genau hinter der Angst vor dem Erfolg steckt und wie ich es geschafft habe, sie loszulassen, erzähle ich dir meinem heutigen Beitrag.

Diesen Beitrag gibt es auch als Podcast auf Spotify, iTunes oder direkt hier:

Wir wünschen uns doch alle Erfolg, oder?

Wenn wir von Erfolg sprechen, sehen wir auf den ersten Blick nur positive innere Bilder. Erfolg macht glücklich, wohlhabend und er schenkt uns Selbstbestimmtheit und Freiheit. Warum also sollte unser Unterbewusstsein etwas gegen Erfolg haben und uns wieder und wieder zu Gedanken und Handlungen verleiten, die ihn verhindern?

Ganz einfach, hinter jedem erfolgreichen Menschen verbirgt sich mindestens eine Handvoll von Ängste, die er überwunden hat, bevor er seine Erfolgsgeschichte schreiben konnte.

Ängste, sind derart dominant, dass sie die Stärke haben, den scheinbaren Mehrwert von dem, was wir uns wünschen zu überlagern. Neben Ängsten können außerdem unbewusste Glaubenssätze eine weitere Rolle spielen, warum du dich selbst beschränkst. Aber lass uns vorerst bei den Ängsten bleiben.

Die unbewusste Angst vor dem eigenen Erfolg und ihre Ursachen

Schauen wir uns die häufigsten Ängste, die uns davon abhalten erfolgsgerecht zu handeln mal genauer an:

1. Angst vor dem Scheitern

Frau ist sich unsicher

Die Angst, nicht den Erwartungen gerecht zu werden, sowohl den eigenen, als auch denen anderer, kann lähmend sein. „Was werden die anderen sagen? Werde ich mich lächerlich machen? Wie werde ich dastehen, wenn ich scheitere?“ Diese und ähnliche Gedanken können ein Anzeichen sein, dass deine Angst vor dem Scheitern so überwältigend ist, dass du es gar nicht erst probierst.

2. Angst vor Verantwortung

Erfolg bringt oft erhöhte Verantwortung mit sich. Dies kann beängstigend sein, da mit mehr Erfolg oft auch größere Erwartungen, Entscheidungen und Verpflichtungen einhergehen. Die Furcht davor, diesen neuen Anforderungen nicht gerecht zu werden, kann uns in unserer Komfortzone festhalten.

3. Selbstzweifel und mangelndes Selbstvertrauen

Der Mangel an Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten kann dazu führen, dass wir erst gar keinen Versuch wagen, ganz nach dem Motto – dafür bin ich eh nicht gut genug oder dazu habe ich zu wenig Talent. Das ständige Infragestellen unserer eigenen Fähigkeiten und das Gefühl, nicht gut genug zu sein, hält uns von jenen Handlungen ab, die von Nöten sind, um unser ganzes Potential zu entfachen.

4. Die Angst vor Veränderung

Erfolg bedeutet oft Veränderung – Veränderung der Routine, des sozialen Umfelds und möglicherweise des Lebensstils. Das Unbekannte kann Angst machen und uns davon abhalten, die wesentlichen Schritte in Richtung Erfolg zu unternehmen.

5. Individuelle Ängste

Natürlich gibt es noch einige Ängste mehr, je nachdem, welche Erfolgsgeschichte du dir wünscht. Bei mir war es z.B. auch die einleitend angesprochene Angst meine finanzielle Sicherheit zu verlieren. Andere haben Angst vor dem Urteil ihrer Eltern oder Freunde. Ganz nach dem Motto – vielleicht akzeptieren sie mich nicht mehr, wenn ich dann so ein erfolgreicher Schnösel bin. Und wieder andere haben Angst vor Geld, weil sie im Unterbewusstsein z.B. den Glaubenssatz gespeichert haben, Geld ist schmutzig oder verdirbt den Charakter.

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Erkennst du in dir eine dieser Ängste?

Wenn du magst, unterbrich jetzt für einen Moment diesen Beitrag und notiere dir spontan alle Ängste, von denen du in Bezug auf deinen Erfolg betroffen bist.

Bei mir waren es ja gleich drei Ängste, die mich unbewusst viel zu lange von meinem Weg abgehalten hatten. Nämlich die Angst vor zu viel und neuer Verantwortung, die Angst vor einer Veränderung meines sozialen Umfeldes und die Angst davor meine finanzielle Sicherheit zu verlieren. Welche sind es bei dir?

Wie ich es trotzdem geschafft habe, meinen Erfolgsweg zu gehen und meine Ängste loszulassen?

Neben meinen Planungsvorbereitungen waren es unter anderem folgende Punkte, die mir geholfen haben:

  • Ich sprach mit Menschen, die jenen Weg, den ich einschlagen wollte, bereits erfolgreich gegangen waren und stellte fest, auch sie hatten Ängste. Ich konnte von ihnen lernen und gewann Vertrauen.
  • Ich stärkte mein Selbstvertrauen weiter, indem ich mir schriftlich bewusst machte, was ich in meinem Leben schon alles geschafft und erschaffen hatte.
  • Ich plante meine nächsten Schritte präzise, um mir selbst das Gefühl von Klarheit und Sicherheit zu vermitteln.
  • Ich setzte mir realistische Ziele, um Vertrauen in meine Fähigkeiten aufzubauen.
  • Ich bin losgegangen, obwohl ich noch Ängste hatte. Ich habe mich von ihnen nicht aufhalten lassen. Am Weg selbst verschwanden sie nach und nach.
  • Ich arbeitete bewusst an meinen Ängsten mit der folgenden mentalen Übung:

Visualisierung: Selbstbeschränkung loslassen

Frau macht eine Erfolgsvisualisierung

Eine wirksame Übung, um die Angst vor dem Erfolg zu überwinden, ist das Erfolgsvisualisieren. Durch Visualisierung senden wir Bilder an unser Unterbewusstsein. Bilder wirken auf unser Unterbewusstsein, um bis zu 60.000 Mal schneller und stärker, als gesprochene Worte, weswegen die Methode extrem wirksam ist.

  • Bevor du mit der Übung startest, solltest du deine Ängste, die dich womöglich am Erfolg hindern klar formuliert haben.
  • Anschließend setze dich an einen ruhigen Ort, schließe die Augen und stelle dir ein Szenarium vor, wie sich Erfolg in deinem Leben manifestieren könnte.
  • Tauche tief in das Bild bzw. deinen inneren Film von Erfolg ein, in dem du die Hauptrolle spielst.
  • Denk nun an deine Ängste und gib ihnen Raum in deinem inneren Film. Lass eine Sache, die dir Angst macht, nach der anderen in deinem inneren Szenario erscheinen und schau dir selbst dabei zu, wie du die Herausforderungen meisterst.
  • Du löst die Probleme und Herausforderungen, die hinter deinen Ängsten stecken selbstbewusst und mit Leichtigkeit auf.
  • Tue dies solange, bis du wieder ein klares Erfolgsbild ohne Hindernisse vor deinem inneren Auge siehst.

Du bist stärker als deine Ängste

Es ist völlig in Ordnung, auch mal in der Komfortzone zu bleiben. Und es ist wichtig, auf deine Ängste zu hören. Aber genauso wichtig, ist es, dich selbst nicht zu beschränken und dein Potential zu nutzen.

Wenn du dein Potential in der Arbeit mit Menschen siehst und Selbstliebe für dich ein wesentliches Thema ist, dann schau dir gerne meinen Erfolgs-Lehrgang zum Selbstliebe-Trainer an. Ein 9 Wochen Programm, dass dir dabei hilft, Glaubenssatzblockaden endlich zu lösen, Urvertrauen in dich zu gewinnen und Selbstliebe als Werkzeug für dich und andere einzusetzen. Mehr dazu.

Herzlich, deine Melanie

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