Wenn du nicht glücklich bist – lies diesen Text

Eine Leserin meiner Bücher schrieb mir vor einigen Jahren diesen Brief:

Liebe Melanie! Ich kenne dich schon, seit du süße 16 Jahre alt bist. Oft habe ich dich im Gasthof deiner Eltern damals getroffen und mich gefragt, was macht dieses Kind so traurig. Da war kein Leben in deinen Augen. Keine Freude und auch keine Begeisterung …

Bevor der Brief eine positive Wende nahm – genauso wie mein Leben: Ich war tatsächlich dieses Mädchen, das sich in einem trostlosen Leben gefangen fühlte und zwar weit über meine Jugend hinaus. Glück – ja das gibt es, aber nicht für mich – war lange Zeit mein Glaube.

Eines Tages jedoch fand ich den Zugang zu mir selbst und zu einem Wissen, das mein Leben zu dem freudvollen Meisterwerk machte, das es heute ist. Aber wie wurde ich es los, das Unglücklichsein? Darüber und woran es liegen kann, dass auch du das Glück einfach nicht einfangen kannst, geht es in meinem heutigen Beitrag.

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Die wahren Gründe, warum du nicht glücklich bist

Es gibt leider kein allgemein gültiges Rezept fürs Glücklichsein, das ich dir hier mitgeben kann. Denn die Gründe, warum wir federleichte Glücksgefühle in unserem Leben vermissen, sind unterschiedlich. Und ohne diese zu kennen, ist es schier unmöglich den Kreislauf der Trostlosigkeit zu durchbrechen.

Deshalb schauen wir uns die vier häufigsten Gründe, warum Menschen wirklich unglücklich sind, heute genauer an.  

1. Du erlaubst dir nicht, glücklich zu sein

Das ist tatsächlich der häufigste Grund, der mir in meiner jahrelangen Arbeit mit Klienten und Kursteilnehmern bisher begegnet ist. Natürlich ist es kaum jemanden bewusst, dass sein eigenes Verbot für die fehlenden Glücksgefühle verantwortlich ist.

Warum untersagen Menschen unbewusst ihr Glück? 3 Gründe:  

  1. Sie erlauben sich aus Solidarität anderen Gegenüber nicht, glücklich zu sein: z.B. einem Familienmitglied gegenüber, dem es nicht gut geht, den Eltern gegenüber, die auch nie glücklich waren oder dem Partner gegenüber, der generell findet, dass das Leben schwer ist.
  2. Sie glauben, dass sie Glück nicht verdienen, weil ihnen das vor sehr langer Zeit jemand eingeredet hat.
  3. Sie wählen unbewusst Unglück, weil sie sich selbst für etwas bestrafen wollen. Vielleicht steckt da eine tiefe Scham aus der Kindheit dahinter oder die Kasteiung bezieht sich auf einen Fehltritt in der Vergangenheit, für den sie sich nun selbst büßen lassen.

Wie schon erwähnt, handelt es sich dabei um unbewusste Mechanismen, die wir jedoch ins Bewusstsein bringen können, indem wir uns ehrlich befragen. Spür mal in dich hinein: Resonierst du mit einem der drei Punkte? Spürst du ein leichtes inneres Ja?

Wenn dem so ist, dann bist du genau jetzt einen gewaltigen Schritt weiter gegangen. In dem Moment, in dem du das Muster erkennst, hast du die Handlungsmacht, es aufzulösen. Du kannst jetzt hier und heute die Entscheidung treffen, dass du es verdienst, glücklich zu sein. Du kannst dir jetzt hier und heute erlauben, einfach glücklich zu sein.

Am besten unterstreichst du diese Entscheidung mit einer kraftvollen Affirmation, die du über mindestens drei Wochen täglich wiederholst: „Ich löse mich von vergangenen Verstrickungen und erlaube mir jetzt, hier und heute, glücklich zu sein.“

Frau auf Sessel am Fenster sitzend, von hinten, unglückliche Haltung

2. Du folgst den falschen Gedanken

Ein weiterer sehr häufiger Grund, warum wir uns nicht wirklich glücklich fühlen, sind negative Gedankengewohnheiten. Irgendwann in deinem Leben hat sich ein gewisser Pessimismus eingeschlichen, dem du seither blind folgst. Das macht sich so bemerkbar, dass du einfach immer etwas in deinem Leben zu bemängeln hast.

Es gibt also immer ein Problem, das dich davon abhält, glücklich zu sein. Und das glaube ich dir auch sofort. Genauso ist es nämlich bei uns allen. Kein Erwachsenenleben ist jemals problemfrei. Und doch gibt es Menschen, die sich trotzdem verdammt glücklich fühlen.

Woran liegt das? Sind ihre Probleme immer so viel kleiner als deine? Ich denke nicht. Es liegt viel mehr an ihrer Gehirnstruktur. In unserem Gehirn findet das negative und positive Denken getrennt voneinander statt. Das positive und das negative Denken haben also jeweils ein eigenes Gehirnareal. Dort, wo wir öfter unsere Energie hinschicken – sprich das, was wir öfter tun – dort vergrößern sich die Gedanken-Autobahnen und somit das Areal.

Kurzum: Unser Gehirn ist plastisch, also formbar. Wer sehr oft positiv denkt, hat ein größeres positives Gehirnareal als jemand, der sehr oft negativ denkt. Und umgekehrt. Und deshalb fällt es jemanden, der ständig negativ denkt, sehr schwer positiv zu denken. Er hat dafür ja nur ein winziges Areal im Gehirn. Viel einfacher ist es für ihn, die zahlreichen Negativ-Autobahnen zu wählen.

Das bedeutet aber auch, dass niemand als pessimistischer Mensch auf die Welt kommt, sondern dass unser Gehirn und unser Denken formbar ist. Wer also heute beschließt, positives Denken zu trainieren, der wird mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb weniger Monate um ein Vielfaches glücklicher sein – vorausgesetzt er bleibt dran.

Was kann dabei helfen – ein Positiv-Denker zu werden? Hier ein paar Schnell-Tipps:

  • Wenn dir etwas Negatives begegnet, frag dich regelmäßig: Was ist das Gute daran? Oder: Wenn etwas Gutes aus diesem Mist entstehen könnte, was könnte es sein?
  • Wenn dein Leben gerade nicht rund läuft, frag dich regelmäßig: Was läuft trotz der blöden Umstände gut?
  • Wenn du abends zu Bett gehst, versuche drei Dinge zu nennen, die dich dankbar stimmen.

3. Du lebst das Leben anderer

Manche von uns verspüren ein diffuses Gefühl von Unglücklichsein. Das in etwa so klingt: „Obwohl ich doch eigentlich alles oder vieles habe, fühle ich mich nicht glücklich.“

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Dieses Gefühl entsteht sehr oft, wenn man das Leben anderer lebt. Wenn man also all das tut, was die Umgebung, sei es die Ursprungsfamilie, der Freundeskreis oder der Partner für gut und richtig hält. So lange, bis man irgendwann gar nicht mehr weiß, was man selbst eigentlich will.

Und da steht man dann, denkt, man hat doch alles, was man braucht, aber hat dabei vergessen, sein Herz zu befragen, welche wahre Sehnsucht es hat.

In diesem Fall lohnt es sich, sich auf eine Reise zu sich selbst zu begeben. Sich und seine eigenen innigen Wünsche wieder kennenzulernen und dann endlich einmal aus der Reihe zu tanzen und das tun, was wirklich glücklich macht.

Wenn du denkst, davon betroffen zu sein, möchte ich dir als ersten Tipp für diesen Weg folgende Vorstellung mitgeben: Stell dir vor, du kommst als völlig neuer Mensch in deiner heutigen Erwachsenengestalt auf diese Erde. Du hast keine Geschichte und du kennst auch niemanden. Worauf hast du als erstes Lust? Was würdest du gerne tun oder unternehmen? Wohin möchtest du reisen? Womit willst du deinen Unterhalt verdienen? Wie würdest du deinen Alltag verbringen?

4. Stress als Unglücksfaktor

Es ist aus wissenschaftlicher Sicht unmöglich, Stress zu empfinden und gleichzeitig zu lächeln. Damit wird auf einen Schlag klar, wessen Leben täglich von „zu viel“, „schneller“ und „streng dich mehr an“ gezeichnet ist, der kann sich nicht glücklich fühlen.

Stress auf kurze Zeit ist nicht das Problem. Aber wenn stressvolle Gedanken täglich stressinduzierte Gefühle erwecken, dann hast du kaum eine Chance, wirklich glücklich zu sein.

In diesem Fall ist der einzige Ausweg Entspannung und Stressreduzierung. Hierzu ein paar Anregungen, wie du das in dein Leben integrieren kannst:

  1. Mach weniger! Leichter gesagt, als getan – ich weiß. Aber probiere einmal all deine To-Dos aufzulisten. Und dann schau dir an, welche davon du von der „Ich-Muss“ auf die „Was-Solls“ Liste schieben kannst. Wenn dieser Vorgang dein Leben noch immer nicht entstresst, ist es notwendig, dass du größere Veränderungen vornimmst, damit nicht demnächst das Burnout an deine Haustür klopft.
  2. Kleine Pausen! Manche Menschen hanteln sich von einem Urlaub zum nächsten und vergessen dabei die Kraft der kleinen Pausen. Such dir in deinem Alltag kleine Oasen.
    Zum Beispiel: 5 Minuten Selbst-Nackenmassage, nachdem du eine schwierige Aufgabe erledigt hast. 7 Minuten Kaffee-Genuss, ohne dabei aufs Handy zu schauen. 4 Minuten Stöpsel in die Ohren, Lieblingssong rein und die Welt drumherum vergessen.
  3. Probiere mindestens zweimal pro Woche eine Entspannungseinheit von mind. 45 Minuten einzubauen: Yoga, Meditation, Body-Scan, Tanzen, Laufen, Malen/kreativ sein, EFT klopfen usw.
  4. Und der einfachste Tipp zum Schluss. Lächle 60 Sekunden lang. Mime einen Breitmaulfrosch und du wirst merken, dass du dabei keine stressvollen Gedanken und Gefühle produzieren kannst.
Frau am Strand sitzend, Kopf auf den Knien, unglücklich

So hart es klingt: Nicht glücklich sein, ist selbstgemacht!

Tatsächlich beweisen auch Studien, dass Glück zum Großteil nicht von äußeren Umständen, sondern von unserer inneren Einstellung sowie den Gedanken und Handlungen, die wir wählen, abhängig ist. Das bedeutet aber nicht, dass du deine Traurigkeit oder deinen Ärger unterdrücken solltest. Im Gegenteil –  gerade glückliche Menschen haben auch dafür Raum.

Zuletzt sei außerdem noch erwähnt, dass es natürlich äußere Umstände gibt, die uns langfristig unglücklich machen. Das kann der falsche Job, der falsche Partner oder das falsche Leben sein. Hier brauchen wir natürlich den Mut, Umbauarbeiten an unserem Leben vorzunehmen. Aber sei dir bitte gewiss – du trägst alles in dir, um auch diese Aufgabe zu meistern.

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Von Herzen, deine Melanie

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