Wie dein Umfeld bestimmt, wer du bist

Du bist der Durchschnitt dieser 5 Menschen

Unser Leben ist der Durchschnitt jener fünf Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen. Diese These stellte der Redner und Trainer Jim Rohn auf. Als ich diese auf mein Leben ummünzte und sie außerdem mit Ansätzen der Persönlichkeitsentwicklung abstimmte, stellte ich fest, dass an Rohns Ansatz einiges dran ist.

Wer sich über das 5 Menschen Prinzip bewusst wird, kann mit wenigen Schritten einiges, was ihm an seinem Leben aktuell noch missfällt, verändern. Wie das funktioniert und was du außerdem unbedingt über dein derzeitiges Umfeld wissen solltest, darauf möchte ich in diesem Beitrag Antworten liefern.

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Wir gleichen uns dem Umfeld an

Als ich mich neulich mit meiner langjährigen Freundin Brigitte traf, fiel mir sofort auf, dass sich ihre Sprache bzw. ihre Wortwahl verändert hatte. Eine knappe Stunde später gesellte sich Brigittes neuer Lebensgefährte Christian zu uns. Dabei wurde mir schnell klar, woher Brigittes verändertes Vokabular rührte, denn Christian verwendete ähnliche Worte und Phrasen. Zusätzlich hatten sich auch Brigittes Interessen verändert. Meine sonst sehr gemütliche Freundin treibt neuerdings regelmäßig Sport. Das passt ganz wunderbar, denn auch Christian und seine Freunde sind begeisterte Sportler.

Das 5 Menschen Prinzip, das sich im Wesentlichen nicht nur auf fünf, sondern auf all jene Menschen, mit denen wir regelmäßig Zeit verbringen, bezieht, spiegelte sich in Brigittes Veränderung wider.

Das 5 Menschen Prinzip gilt auch bei dir

Legst du das Prinzip auf dein eigenes Leben um, so bedeutet das, dass du…

  • circa so erfolgreich und willensstark wie der Durchschnitt deiner Lebensmenschen bist.
  • ungefähr so viel verdienst wie sie.
  • circa so tiefgründig und reflektiert bist wie sie.
  • ähnliche Interessen hast wie sie.
  • ungefähr so zufrieden mit deinem Leben bist wie sie.
  • oftmals die selbe Lebenseinstellung hast wie sie.
  • circa so sportlich bist und gesund lebst wie sie.
  • eine ähnliche Wertvorstellung hast wie sie.
  • Und vieles mehr.

Kurzum färben die Menschen, mit denen du am meisten Zeit verbringst, auf dich ab – und umgekehrt.

Warum färben andere auf uns ab?

Frauen machen Yoga

Wir Menschen fühlen uns in der Regel in einem Rudel sehr wohl. Um möglichst gut in die Gruppe zu passen, beginnen wir, oft unbewusst, uns anzupassen. Zusätzlich pacen wir andere Menschen, die uns gefallen oder begeistern. Pacen bedeutet wir übernehmen ihre Mimik und Gestik, ihre Sprache, ihre Umgangsformen und ihr Verhalten. Pacing führt dazu, dass Menschen sich einander ähnlicher fühlen und ihrem Gegenüber dadurch besser vertrauen können.

Die Tendenz, dass wir uns unserem Umfeld anpassen, rührt übrigens aus der Steinzeit. Damals war es für uns nämlich überlebenswichtig, von der Gruppe als Ihresgleichen angenommen zu werden. Alleine hätten wir in der rauen Zeit voller Naturkatastrophen und Säbelzahntiger nur schwer überlebt

Veränderung im gewohnten Umfeld ist schwer

Nachdem wir einige Zeit mit einem Menschen verbracht haben, machen wir uns ein klares Bild von ihm. Umgekehrt machen andere sich auch ein Bild von uns. Dieses zu einem späteren Zeitpunkt zu verändern, fällt oft schwer, denn meist möchten wir nicht, dass sich ein Mensch, an den wir uns gewöhnt haben, verändert.

Und genauso ergeht es auch den Menschen in deinem Umfeld, wenn du dich verändern möchtest. Alles in allem ist Veränderung also dann besonders schwer, wenn wir uns dabei ausschließlich mit altbekannten Menschen umgeben.

Veränderung fällt in einem neuen Umfeld leichter

Dazu ein positives Beispiel aus meinem eigenen Leben:

Als ich vor einigen Jahren meine Heimat verließ, meinen alten Job an den Nagel hängte, um in Wien neu Fuß zu fassen und einen neuen Beruf auszuüben, veränderte sich mein Umfeld von einem auf den anderen Tag komplett. Während man mich zuhause als eher gemütlich, mäßig ambitioniert, eher schüchtern und bescheiden wahrnahm, bekam ich in meiner neuen Heimat ein neues Gesicht.

Aus „ich kann das nicht“ – wurde „ich kann alles lernen, was ich möchte“. Innerhalb eines halben Jahres eignete ich mir zig neue Fähigkeiten und Eigenschaften an. Ich wurde zur Positiv-Denkerin schlechthin, erzielte Erfolge und gewann mehr und mehr an Selbstvertrauen.

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Und jeder rundum mich fand das völlig normal. „Ich wusste, dass du das spitze machst,“ hörte ich eine Kollegin sagen und fragte mich, wann ich plötzlich zu dieser Person, für die mich hier alle hielten, herangewachsen war. Kurzum: Es fiel mir leichter, mich zu verändern, weil die neuen Menschen in meinem Umfeld nicht unbewusst die „alte“ Melanie festhielten. Sie kannten mich zuvor ja nicht.

Wenn es um große Veränderungen oder die Erfüllung deiner Wünsche geht, kann es also von Vorteil sein, wenn du dein Umfeld kritisch prüfst und eventuell erweiterst.

So prüfst du dein Umfeld

1. Schritt: Welche Menschen bilden dein Umfeld

Im ersten Schritt machst du am besten eine Bestandsaufnahme, indem du dir darüber bewusst wirst, wie dein aktuelles Umfeld auf dich wirkt. Notiere dazu die drei bis sieben wichtigsten Menschen, mit denen du aktuell am meisten Zeit verbringst.

2. Schritt: Dein Umfeld analysieren

Stell dir folgende Fragen und notiere deine Antworten schriftlich

Frauen trinken einen Kaffee
  • Welche Eigenschaften, Charakterstärken – Schwächen und Fähigkeiten haben sie?
  • Bin ich gerne der Durchschnitt dieser Eigenschaften bzw. Menschen?
  • Wie fühle ich mich nach einem Treffen mit (XY – setze hier jede Person aus der Liste ein)?
  • Gibt es jemanden in diesem Umfeld, der mir bei genauerer Betrachtung gar nicht gut tut?
  • Nachdem du Antworten auf die Fragen hast – möchtest du etwas in deinem Umfeld verändern?

3. Schritt: Löse die Bremsen in deinem Umfeld

Im nächsten Schritt eruierst du, ob dein Umfeld womöglich eine Bremse für gewisse Wünsche darstellt und ob du es daher durch neue inspirierende Kontakte erweitern möchtest.

  • Fehlt mir in meinem Umfeld ein Mensch, der bereits etwas erreicht hat, was ich in meinem Leben noch erreichen möchte?
  • Fehlt mir in meinem Umfeld ein Mensch, der mich in meinem Tun bestärkt?
  • Was müsste ein neuer Mensch in meinem Leben für Fähigkeiten, für eine Lebenseinstellung oder Eigenschaften besitzen, damit er mich bereichern würde?
  • Möchte ich so einen Menschen in mein Leben einladen?

Notiere deine Antworten schriftlich. Ergänze sie ruhig einige Tage nach und nach, falls dir noch etwas einfällt. Und falls du beschließt, neue Menschen in dein Leben einzuladen – so habe ich drei hilfreiche Affirmationen für dich:

  • Mein Umfeld passt sich mehr und mehr meinem Wunschleben an
  • Ich ziehe Menschen in mein Leben, dich mich bestärken und bereichern.
  • Ich bin ein Magnet für liebevolle und inspirierende Menschen.

Um zu wissen, welche Menschen du anziehen möchtest, ist es wichtig, dass du dich selbst gut kennst. Das erreichst du über Selbstliebe. Schau dir gerne passend dazu meinen Selbstliebe Lehrgang an (Variante mir zuliebe oder Selbstliebe-Trainer).

Herzlich, deine Melanie

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4 Kommentare

  1. Danke das ist sehr interessant. Und stimmt sicher. Ich habe das auch schon oft beobachtet. Nur noch nie auf mich bezogen.. Dank dir sehr für diese Inspiration ❣️ bin gespannt, was ich bei mir noch so entdecken werde❣️❣️❣️Liebe Grüße

    • Liebe Monika!
      Schön, dass du dir eine Anregung mitnehmen konntest. Ich bin auch selbst immer noch dabei zu erforschen, welchen Lebensmenschen auf mich abfärben und was ich daraus lernen kann. Eine spannende Sache, lg

  2. Liebe Melanie.
    nun habe ich schon länger nichts mehr von mir lesen lassen. Dennoch verfolge ich weiterhin interessiert deine Beiträge. Die Mengen an Inspiration, die ich daraus bereits mitgenommen habe, sind enorm. Es freut mich zu sehen, daß immer mehr Menschen auf deine Seite stoßen. Mögest du sie so alle so reich mit deinen Gedanken und Ideen beschenken, wie du auch mich beschenkst. Ich danke dir herzlich, deine Franzi

    • Liebe Franziska!
      Herzlichen dank für deine wertschätzenden Worte. Ich freue mich sehr <3

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