8 Dinge, für die du dich nicht entschuldigen musst

  • „Entschuldige, ich bin zu früh.“
  • „Entschuldige, ich muss mich zuerst um das Essen kümmern.“
  • „Entschuldige bitte, dass ich so emotional bin“

Es gibt Menschen, die neigen dazu, sich für alles mögliche zu entschuldigen. Was anmutet wie eine unrelevante Gewohnheit, führt leider oft dazu, dass jene, die ständig um Verzeihung bitten, von anderen schlecht oder von oben herab behandelt werden. Das dauernde Entschuldigen katapultiert sie in eine Bittsteller-Position, was das Machtgefühl von ihrem Gegenüber triggert.

Hinzu kommt auch, dass jemand, der sich ständig entschuldigt, seinem Unterbewusstsein permanent die Information überbringt, dass er selbst so wie er ist und handelt, nicht okay sei. Das wiederum beeinflusst das Selbstwertgefühl stark negativ. Deshalb möchte ich dir im heutigen Beitrag jene 8 Dinge aufzeigen, für die du dich nicht länger entschuldigen musst.

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Entschuldige dich nie wieder für diese 8 Dinge! Du wirst erstaunt sein, was es bewirkt

1. Dein Dasein

Viele Menschen entschuldigen sich bereits beim Betreten eines Raumes dafür, dass sie anwesend sind. „Na, das macht man doch so,“ höre ich einige sagen. Ich bin kein Fan von „das macht man so,“ vor allem, wenn es damit einhergeht, dass ich mich für meine bloße Anwesenheit entschuldige. Daher mein Tipp, lass das „Entschuldigung“ beim Betreten eines Raumes weg und sag lieber „schön euch zu sehen“ oder „wie wunderbar, dass Sie schon da sind.“

2. Deine Gefühle

Immer wieder entschuldigen sich Menschen dafür, dass sie emotional werden. Wenn es sich dabei um einen Wutanfall handelt, der außer Kontrolle geraten und dadurch einen anderen verletzt oder gekränkt hat, ist das okay. Wenn es aber um Emotionen wie Trauer, Wut wegen Grenzüberschreitung, Einsamkeit oder Ängste geht, besteht kein Grund, sich dafür zu entschuldigen. All deine Gefühle sind richtig. Und du bist schon sehr weit, wenn du es wagst, diese auch ab und an nach Außen und vor anderen zu zeigen.

3. Zeit für dich bzw. Erfüllung deiner Bedürfnisse

Frau macht den it unnötigen Entschuldigungen ein Ende

Sehr oft entschuldigen wir uns dafür, dass wir heute nicht gekocht, das Bad geputzt oder bis zur späten Stunde die Akten abgearbeitet haben. Besonders dann, wenn uns das schlechte Gewissen plagt, weil wir einmal etwas für uns getan und zum Beispiel einfach ein Buch gelesen oder im Park gechillt haben.

Es ist sehr verantwortungsbewusst von dir, dass du dich öfter Mal einfach nur um dich und deine Bedürfnisse kümmerst. Denn genau das ist die wichtigste Aufgabe, die du in deinem Leben zu erfüllen hast. Du kannst nur dann für andere da sein, wenn du dich gut um dich kümmerst und dadurch genug Energie hast und gesund bleibst.

4. Deine Herkunft

In den letzten Jahren habe ich oft beobachtet, dass erfolgreiche und gut situierte Menschen sich oft für ihre Herkunft schämen. Entweder, weil die Eltern aus einer „normalen“ Arbeiterfamilie stammen oder weil ihnen ihre Ursprungsfamilie in irgendeiner anderen Form peinlich ist. Zum Beispiel eine Mutter, die sich benimmt als wäre sie 16 und nicht 61 oder ein Vater, der politische Ansichten vertritt, die nicht dem des eigenen Bekanntenkreises gleichen.

Ganz egal in welchem Bezug, es gibt keinen Grund, sich für seine Herkunft zu schämen. Gerade dann, wenn man es geschafft, hat sich von der Familie zu lösen und sein eigenes Leben mit seinen eigenen Prioritäten und Werten aufzubauen, ist eher ein Gefühl von Stolz angebracht. Zu bedenken gilt auch immer der mögliche schwere Weg, den die Eltern vielleicht im Vergleich zu anderen gehabt haben. Auch hier darf Stolz aufkommen, den man vielleicht auch einmal aussprechen sollte.  

5. Für andere Menschen

Viele entschuldigen sich nicht nur für ihre Herkunft, sondern auch für ihre Mitmenschen – wie beispielsweise den eigenen Partner, der peinlich wird, wenn er einen über den Durst trinkt oder die Kinder, die sich nicht so benehmen, wie man sich das vorstellt.

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Hier ist es wichtig, dass man die andere Person von sich trennt. Du bist weder dein Partner noch dein Kind. Ihr Verhalten liegt nur begrenzt in deiner Macht. Die Kritik, die du unbewusst oder bewusst von anderen für ihr Verhalten erntest, darfst du eins zu eins abprallen lassen und an den Verantwortlichen weitergeben.

6. Deine Erfolge

Klingt verrückt, aber manche Menschen entschuldigen sich unbewusst für ihren Erfolg. Gerade dann, wenn sie unter Menschen sind, die weniger erfolgreich sind, verheimlichen sie diesen oder brechen ihre Erzählung über Erfolgserlebnisse vorschnell ab. Dahinter steckt die Angst, von den anderen Neid zu ernten oder gar abgelehnt zu werden.

Wenn du von dieser Situation betroffen bist, stell dir die Frage, ob du wirklich von den richtigen Menschen umgeben bist. Menschen, die dich wirklich mögen, freuen sich in der Regel mit dir, wenn du erfolgreich bist.

7. Deinen Körper

Frau darf sich nicht für ihren Körper entschuldigen

Genau wie deine Familie, hast du dir auch deinen Körper nicht selbst ausgesucht. Na gut, du kannst ihn etwas formen durch Sport und Ernährung, aber selbst dann gibt es Menschen die immer einen entschuldigen Blick aufsetzen, wenn sie mit Bikini ins Freibad gehen.

Wenn du davon betroffen bist, ist es essentiell, dass du lernst, deinen Körper anzunehmen wie er ist. Am besten gelingt das mit Dankbarkeit. Denn obwohl dein Körper vielleicht nicht perfekt ist, tut er dennoch so viel für dich. Tipps zum Thema Körperliebe findest du HIER.

8. Dass du nicht perfekt bist – deine Schwachstellen

Vor einiger Zeit hat eine Praktikantin für mich gearbeitet, die sich für jede ihrer Schwachstellen, manchmal schon vorab, entschuldigte. „Entschuldige, dass ich so schlecht rechtschreibe… entschuldige, dass ich mir die Dinge nie merke… entschuldige, dass ich so unkreativ bin… entschuldige, dass ich so daher stottere… usw.“

Irgendwann habe ich sie jedes Mal, wenn sie sich für eine Schwäche entschuldigte, gebeten mir dafür eine ihrer Stärken zu nennen. Solange, bis ihr bewusst wurde, dass niemand alles kann.

Leg die Gewohnheit, dich zu entschuldigen, ab

Mach dir bewusst, wofür du dich regelmäßig entschuldigst und dann frag dich ganz ehrlich, ob das gerechtfertigt ist. Wenn nicht, wirst du dich zukünftig immer öfter dabei ertappen, wenn du dich grundlos entschuldigst und so nachhaltig dein Verhalten verändern können.

Ich hoffe ich konnte dich inspirieren.

Herzlich, deine Melanie

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