Warum du glaubst, um Liebe kämpfen zu müssen – 5 innere Antreiber

Wie entstehen innere Sklaventreiber?

Wir alle sehnen uns danach geachtet, geschätzt und geliebt zu werden. Liebe ist eines der grundlegendsten Bedürfnisse, die wir Menschen haben. Wir brauchen sie zum Leben wie ein Baby seine Muttermilch. Und damit wir ausreichend davon erhalten, lernen wir unbewusst bereits sehr früh, nämlich zwischen dem 4. und 8. Lebensjahr, was wir tun müssen und wie wir sein müssen, um ein Maximum an Liebe von unseren Eltern zu erhalten.

Im Klartext bedeutet das, dass wir beginnen, unser Verhalten so anzupassen, dass die Eltern uns möglichst oft loben, in den Arm nehmen oder uns ihre Aufmerksamkeit schenken. Dabei entwickelt jeder andere Strategien. Der eine ist besonders fleißig, der andere macht alles perfekt und der nächste achtet darauf, es den Eltern immer recht zu machen. Dabei wären wir schon beim Thema des heutigen Beitrags.

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Innere Antreiber sind Glaubenssätze mit Handlungsimpulsen

Ich möchte dir die 5 inneren Antreiber vorstellen. Das sind Glaubenssätze, die unser Verhalten maßgeblich und leider oft auf ungesunde Weise beeinflussen. Sie fordern uns nämlich, wenn sie zu sehr ausgeprägt sind, ständig dazu auf, um Liebe und Anerkennung zu kämpfen. Es lohnt sich also, übereifrige Antreiber ausfindig zu machen und sie in ihre Schranken zu verweisen. Das eigene Leben kann dadurch wieder leichter, liebe- und friedvoller werden.

Das Modell der 5 inneren Antreiber

Wie schon erwähnt, handelt es sich dabei um Glaubenssätze – also um innere Überzeugungen, die dazu führen, dass wir uns auf bestimmte Art und Weise verhalten, um Wertschätzung zu erhalten. Meist ist es aber nicht notwendig, dass wir uns selbst quälen, um ausreichend Liebe zu bekommen, denn dazu gibt es andere Wege. Aber dazu später noch. Jetzt möchte ich dir mal die 5 Antreiber vorstellen. Vielleicht erkennst du dich ja gleich in einem oder mehreren wieder.

die inneren Antreiber zu Erlaubern machen
  • Sei stark: Dieser Glaubenssatz vermittelt uns, dass wir alles alleine schaffen müssen, niemals um Hilfe fragen, Gefühle zeigen oder gar aufgeben dürfen.
  • Sei perfekt: Diese innere Überzeugung treibt uns dazu an, immer alles möglichst perfekt machen zu wollen. Wir kontrollieren uns selbst, verdammen uns für Fehler und werden aufgrund des Perfektionswahns mit vielen Dingen einfach niemals fertig.
  • Mach es allen recht: Dieser Glaubenssätze führt dazu, dass wir immer lieb sind und nach Harmonie streben. Um ihm gerecht zu werden, erfüllen wir die Wünsche und Erwartungen der anderen und stellen unsere eigenen oft hinten an.
  • Streng dich an: Dieser innere Antreiber führt dazu, dass wir ständig 180% geben und uns selten Pausen gönnen oder uns einfach einmal entspannen. Die Worstcase-Folge ist ein Burnout.
  • Mach schnell: Dieser Glaubersatz lässt natürlich auch weder Pausen noch kreative Prozesse oder Spaß bei seinen Aufgaben zu. Er kann ebenso dazu führen, dass wir ausbrennen.

Die inneren Antreiber alle entlassen?

Vermutlich denkst du dir nun, dass du am besten all diese inneren Antreiber loswerden solltest. Ganz richtig ist das aber nicht. Denn jeder von ihnen hat grundsätzlich Gutes vor.

Zum Beispiel: Der Mach-perfekt-Antreiber hilft uns dabei, nicht immer nur schnell schnell zu machen, sondern uns auch Mal der Detailliebe hinzugeben. Der Mach-schnell-Antreiber hat den Gegenpol und hilft uns dabei, uns nicht zu verzetteln und Dinge zu vollenden, auch wenn sie nicht perfekt sind. Der Mach-es-allen-Recht-Antreiber lehrt uns Empathie und Rücksicht, sodass wir nicht zu Egoisten werden und unsere Gesellschaft weiter funktioniert. Und so hat jeder Antreiber auch etwas Gutes – aber Vorsicht, manchmal werden die Antreiber zu Sklaventreibern.

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Entlasse deinen Sklaventreiber

Bei den meisten Menschen ist es so, dass ein Antreiber zu stark ausgeprägt ist und dadurch zum Sklaventreiber wird. Und genau diesen sollten wir in seine Schranken weisen.

Daher ist es wichtig, herauszufinden, welcher der obigen Antreiber-Sätze am stärksten auf dich zu trifft. Hast du ihn gefunden, gibt es eine gute Möglichkeit zur Abhilfe, nämlich die sogenannten inneren Erlauber. Sie können dafür Sorge tragen, dass wir wieder lockerlassen, beginnen darauf zu vertrauen, dass wir für Liebe nicht kämpfen müssen, sondern es verdient haben, unserer selbst wegen geliebt zu werden.

Den inneren Erlauber einladen

Pause gönnen trotz innerem Antreiber

Ein guter erster Schritt ist es, mit den inneren Erlaubersätzen zu arbeiten. Dazu wählst du den Gegenpol deines stärksten inneren Sklaventreibers aus und nutzt den Erlaubersatz als tägliche Affirmation. Das bedeutet, du sagst dir den Satz für mindestens 21 Tage laut oder in Gedanken immer wieder vor, bis du beginnst, ihn zu glauben. So überschreibst du nach und nach den Antreibersatz.

Erlaubersätze:

Sei stark :

  • Ich darf meine Gefühle zeigen.
  • Ich darf meine Bedürfnisse äußern.
  • Ich darf um Hilfe bitten.
  • Ich darf vertrauen.

Sei perfekt:

  • Ich darf Fehler machen. Auch Diamanten haben Ecken und Kanten.
  • Ich muss nicht perfekt sein, um geliebt zu werden.
  • Ich bin gut genug so, wie ich bin.
  • Ich gebe mein Bestes und mein Bestes ist immer gut genug.

Mach es allen recht:

  • Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben.
  • Meine Bedürfnisse sind wichtig.
  • Ich darf „Nein“ sagen.

Streng dich an:

  • Ich darf lockerlassen.
  • Es darf auch leicht gehen.
  • Ich darf entspannen.

Mach schnell:

  • Ganz entspannt mache ich einen Schritt nach dem anderen.
  • Ich darf mir Zeit nehmen.
  • Ich habe liebevolle Geduld mit mir.
  • Ich darf Pausen machen und mir Auszeiten gönnen.

Probiere gerne den ein oder anderen Erlaubersatz aus und schau, welcher dir besonders gut tut. Wenn du tiefer in das Thema negative Glaubenssätze auflösen und dir selbst ausreichend Liebe schenken, eintauchen möchtest, schau dir gerne meinen kostenlosen 7-Tage-Selbstliebe-Schnupperkurs an.

Herzlich, deine Melanie

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