So wirkst du auf andere – Fremdbild

Problemkind oder Sonnenschein – Wie wirkst du?

NEIN, es ist uns nicht egal, wie wir auf andere Menschen wirken! Macht uns das nun zu unsicheren, fremdbestimmten Personen? Ebenso nein. Denn es liegt in unserer Natur, dass wir uns um die Meinung unserer Mitmenschen scheren. Schließlich sind wir Gemeinschaftswesen und wollen unsere Freuden, unsere Sorgen und unsere Zeit mit anderen teilen.

Kurzum: Es ist völlig okay, ja sogar gut für deine mentale Gesundheit und deine persönliche Weiterentwicklung, wenn du erfahren möchtest, wie du auf andere Menschen wirkst.

Was du über dein Fremdbild wissen solltest?

Es gibt kein einzig wahres Fremdbild. Genau, wie du selbst nehmen auch deine Mitmenschen dich individuell wahr. Je nachdem in welchen Lebensbereichen du ihnen begegnest, welche Themen dabei im Vordergrund stehen und in welcher Tagesverfassung du dich befindest. Dazu vorab eine kurze persönliche Anekdote.

Verzweifeltes Discogirl versus glückliche Karrierefrau

Es ist schon einige Jahre her als ich Samstag Abend noch regelmäßig zum Tanzen ausging. Damals befand ich mich noch auf Partnersuche. Und ich hatte es eilig damit, weswegen ich regelrecht zwanghaft nach dem Mann an meiner Seite suchte. Du kannst dir womöglich vorstellen, dass diese Tatsache meine Wirkung auf Männer eher negativ beeinflusste. Denn ein Faktor für unsere Außenwirkung ist unser Innenleben. Und mein Inneres sagte: „Wo bist du – ich brauche dich – ich bin mir alleine nicht genug!“

Ich hatte also wenig Erfolg bei den Männern in der Disco. Eines nachmittags, ich war damals als Beraterin in einer Bank angestellt, erschien ein bekanntes Gesicht in meinem Büro. Markus. Ich hatte ihn am vergangenen Wochenende beim Ausgehen kennen gelernt. Er hatte sich seither nicht mehr gemeldet und mir war klar, dass er das auch nicht mehr vor hatte. Ich blendete unsere Begegnung aus und beriet ihn, wie gewöhnt, äußerst kompetent.

Als sich Markus eine knappe Stunde später bei mir bedankte und verabschiedete, fügte er noch einen Satz hinzu, der mich zum Nachdenken brachte: „Du scheinst deinen Job wirklich zu mögen. Du wirkst so anders als in der Disco – glücklich, selbstbewusst und positiv.“

Dein Selbstbild & dein Fremdbild

Diese Geschichte zeigt, dass sich unsere Fremdbilder je nach Lebensbereich und unserem Selbstbild, das maßgeblich für unser Auftreten, unsere Ausstrahlung und unsere Handlungen ausschlaggebend ist, unterscheiden. Dennoch können die folgenden Methoden dich dabei unterstützen einen groben Eindruck deines Fremdbildes zu erhalten und so mehr über deine Außenwirkung zu erfahren.

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Erfahre, wie du auf andere wirkst – 5 Methoden

1. Pessimist oder Sonnenschein – so wirkst du!

Nenne sechs wichtige Menschen in deinem Leben und ordne ihre Namen anschließend chronologisch. An die erste Stelle kommt jene Person, von der du glaubst, dass sie die lebensbejahendste bzw. positivste Einstellung hat. An die sechste Stelle kommt die pessimistischste Person. Anschließend ordnest auch du dich selbst in die Chronologie ein. An welcher Stelle platzierst du dich? Die Antwort gibt Auskunft darüber, ob du eher als Optimist oder als Pessimist wahrgenommen wirst.

2. Wenn dein Leben ein Film wäre – so wirkst du!

Wenn dein Leben ein Film wäre und du der Hauptdarsteller: Welcher Film wäre es? 1. Lovestory, 2. Action, 3. Thriller, 4. Komödie, 5. Drama. Die Antwort gibt dir zu erkennen, wie auch andere dich und dein Leben wahrnehmen. Ob du auf sie eine 1. liebevolle 2. aktivierende 3. verwirrende bzw. mystische 4. lebensfrohe oder 5. dramatische Wirkung hast.

3. Worüber sprichst du am häufigsten?

Wir kennen sie, die klassischen Problemkinder. Wann immer wir ihnen begegnen, beschäftigt sie gerade ein massives Problem, das für ihr Unglück verantwortlich ist. Aber wir kennen auch die notorischen Optimisten, die egal, wie schlecht es gerade läuft, positiv denken und selten eine Träne verdrücken. Und dann kennen wir noch die Karrieretiger, für die ihre Arbeit das einzig wahre Gesprächsthema ist. Natürlich gibt es noch viele weitere Typen. Das gilt es zu beachten, wenn du dir nun folgende Frage stellst:

  • Worüber sprichst du am häufigsten?
  • Welche Themen bestimmen dein Leben?
  • Wie gehst du mit diesen Themen um?

Notiere deine Antworten schriftlich und wirf anschließend einen Blick darauf. Das worüber du am häufigsten sprichst, bestimmt das Bild, das andere von dir haben, maßgeblich.

4. Video-Analyse – so wirkst du!

Unterteile deine Lebensbereiche in Bezug auf deine Mitmenschen in Gruppen. Zum Beispiel: Familie, Freundeskreis, Frauen, Männer, Kollegen, Vorgesetzte, Kunden usw. Wähle drei dieser Gruppen aus. Nun schnappst du dir dein Handy und drehst drei Kurzfilme. Bei jedem Film stellst du dir vor, dass eine, der von dir ausgewählten Gruppen, zusieht. Sprich nun circa 60 Sekunden lang über ein für dich relevantes Thema.

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Zum Beispiel: Video 1 – Dieses richtet sich an deine Freunde. Du berichtest, wie es dir aktuell privat geht. Video 2 – Männer/Frauen: Du stellst dich kurz vor und beschreibst, wie du bist. Video 3 – deine Kollegen: Du berichtest über etwas Berufliches, das dir ein Anliegen ist.

Anschließend siehst du dir alle Videos noch einmal an und machst dir so bewusst, wie du dich in den unterschiedlichen Bereichen verhältst und wie du dadurch auf deine Mitmenschen wirkst.

5. Wie Innen so Außen – so wirkst du!

Hier schließt sich der Kreis. Denn obwohl obige Analysen durchaus interessant, wie auch erkenntnisreich sein können, ist das Selbstbild, sprich die Art und Weise, wie wir uns selbst sehen und fühlen, der wesentlichste Faktor für unsere Ausstrahlung bzw. Außenwirkung. Falls du dich von innen heraus stärken möchtest, findest du HIER ein paar interessante Tipps.

Ob du nun aktuell zufrieden bist mit deinem Fremdbild oder aber zukünftig etwas daran ändern möchtest – eines ist sicher, du bist mit all deinen Facetten einzigartig und wertvoll. Deine Melanie

6 Kommentare

  1. Jetzt dachte ich mir: Na was kommt den da jetzt für ein Fake-Artikel. Bin jetzt aber positiv überrascht und find die Ideen echt klasse. Gute Anregungen zur Selbstreflexion. Ich hab mir vorgenommen eine davon mit meiner Frauengruppe auszuprobieren. danke dir!

    • Danke für das tolle Feedback!
      Ich bin gespannt, wie die Methode in der Frauengruppe ankommt.
      Herzliche Grüße, Melanie

  2. Gefällt mir. Ganz besonders die Idee mit dem Filmheld.

  3. Sehr, sehr guter Artikel! Ich habe gemerkt, dass ich von mir ein viel schlechteres Bild habe, als andere

    Danke dafür 🙂

    Liebe Grüsse und happy day
    Sam von http://www.samcadosch.com

    • Herzlichen Dank für dein Feedback. Freut mich, wenn die Tools auch bei dir funktionieren.
      Gerne schaue ich auch mal auf deiner Seite vorbei.
      lg Melanie

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