Du bist, was du sprichst – Schluss mit Meckern

Meckern – Jammern – Raunzen!

Als ich neulich über eine Stunde mit einer Freundin telefonierte, fühlte ich mich danach müde und abgeschlagen. Ich reflektiere kurz unser Gespräch und stellte fest, dass unser Austausch ein ziemliches Gemecker oder wie man bei uns in Österreich sagt – Geraunze – war. Wir sprachen über all die Dinge, die Umstände bereiten und die wir gerne loswerden würden. Mit dabei waren natürlich auch Beschwerden über diverse Menschen in unserem Leben, die sich nicht so verhielten wie wir uns das wünschten.

Ja, natürlich ist es okay, wenn man mit der besten Freundin über diese Dinge spricht. Aber oft ist uns gar nicht bewusst, dass wir zu 90% über nichts anderes sprechen als über die Dinge, die in unserem Leben nicht passen. Ich habe diese Feststellung zum Anlass genommen und mir daraufhin folgende Fragen gestellt und sie schriftlich beantwortet.

Worüber rede ich eigentlich den ganzen lieben langen Tag?

  • Was sind meine häufigsten Gesprächsthemen?
  • Wie oft pro Tag beschwere ich mich im Schnitt über etwas?
  • Worüber spreche ich mehrheitlich – Privates oder Berufliches?
  • Erfreuliches/Unangenehmes?
  • Wie oft erwähne ich andere lobend und wie oft klage ich über sie? Z.B. über den Partner, die Kinder oder die Kollegen

Meckern, nörgeln und raunzen macht unzufrieden

Laut Glücksforschung sprechen Menschen, die sich selbst als sehr zufrieden mit ihrem Leben bezeichnen mehr als 50% über Positives, was schon ganz schön viel ist. Denn natürlich wollen wir auch Dinge, die uns belasten loswerden. Aber das eine widerspricht dem anderen nicht.

Wir können uns ganz bewusst Zeit zum Raunzen und auch Meckern nehmen und diesen Prozess anschließend beschließen. In etwa so wie wenn bildlich gesprochen den Raunzer Raum verlassen und uns bewusst darauf konzentrieren, was gerade gut läuft in unseren Leben und worüber wir glücklich sind.

Warum du das Meckern reduzieren solltest

Meiner Lebensqualität wegen nehme ich mich jetzt immer wieder selbst an die Nase und beobachte mich dabei, wie und über was ich spreche. Denn kaum jemand jammert den ganzen Tag, weil er sich frei dafür entschieden hat. Es fällt den meisten einfach nicht auf. Es handelt sich also um eine unbewusste Gewohnheit, die unser Leben maßgeblich negativ beeinflusst.

Denn unsere Worte werden zu unseren Taten und unsere Taten erschaffen unser Leben.

Aber nicht nur das. Die Wahl unser Worte beeinflusste auch unseren Körper, die Ausschüttung diverser Glückhormone und natürlich auch das Umfeld, in dem wir uns bewegen.

Auch interessant:  So nimmst du deinen Ängsten die Energie!

Dem Meckern und Raunzen ein Ende setzen

Dazu fällt mir ein spannendes Experiment ein, dass ich vor einiger Zeit gemeinsam mit meinem Partner ausprobierte. Ich las damals ein Buch von Will Bowen, der sich Jahrzehnte mit der Unzufriedenheit der Menschen beschäftigte. Dem Buch war ein pinkes Gummiarmband beigelegt. Ziel war es dieses Gummiarmband 21 durchgehend auf einer Hand zu tragen. Die Schwierigkeit dabei ist, dass man das Armband jedes mal dann, wenn man sich selbst beim Meckern oder Jammern erwischt, abnehmen und auf das andere Handgelenk geben muss.

Das bedeutet nur, wenn man es schafft 21 Tage nicht zu meckern bleibt das Armband am selben Handgelenk. Alternativ kann man natürlich jedes beliebige Armband verwenden. Vielleicht hast du ja Lust auf dieses Experiment. Ich garantiere es verändert nicht nur deinen Wortschatz, sondern beeinflusst auch deine Gedanken, deine Ideen und dein Umfeld positiv.

Herzlich, deine Melanie

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10 Kommentare

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  1. Richtig guuuut
    Mit dem Thema hab ich mich schon öfter beschäftigt. Wie unsere Gedankenstrukturen durch unseren Sprachgebrauch sich verändern können, ob positiv oder negativ.
    Das Armband ist eine tolle Erinnerung daran, das wir uns letztendlich nur selbst schaden, wenn wir, ob oft, manchmal oder generell(?!?) einen negativen Sprachgebrauch haben.

    • Liebe Sonja!
      Herzlichen dank für dein liebes Feedback – ich freue mich, dass du auf den Blog gefunden hast 🙂

  2. Das ist ja eine coole Idee mit dem Armband 🙂 Alternativ ginge evtl ein Ring, den man wechseln kann. Ich habe nicht-raunzen zum Glück recht gut drauf, aber ich habe mich auch lange genug mit der Thematik beschäftigt und weiß dass Energie der Aufmerksamkeit folgt. Völlig raunzfrei bin ich natürlich trotzdem nicht

  3. Oh Gott ich denk dann kommt man gar nicht mehr nach mit dem Band wechseln……hahaha ich muß das ausprobieren denn oft raunzt man so nebenbei ….ohhhhh so viel Wäsche….so viel zum aufräumen. …habe halbe Baustelle auch noch daheim …..
    Danke, danke für deine interessanten Berichte bin ! Begeistert !

    • Danke für dein herzallerliebstes Feedback!
      Es freut mich sehr, dass du meinen Blog entdeckt hast und dich davon inspirieren lassen kannst.
      Lieben Gruß Melanie

    • Liebe Anneke!
      Was genau meinst du?
      Es handelt sich um diesen Blogbeitrag – es gab gar keinen Kurs. Aber im empfohlenen Buch gibt es eine genauere Anleitung zum Antijammern, lg