5 Anzeichen, dass du in deinem Leben die Neben- statt die Hauptrolle spielst

Manche Menschen verbringen ihr ganzes Leben auf der Zuschauerbank, applaudieren für andere, unterstützen sie und kommen selbst nie in den Genuss, der Star zu sein, um den sich das Leben gerade dreht.

Das Problem dabei, wenn man immer nur die Nebenrolle spielt: Die eigenen Bedürfnisse bleiben unerfüllt, Herzenswünsche werden mit der Zeit vergessen, als hätte es sie nie gegeben, eine innere Leere stellt sich ein, ein Teil der eigenen Identität geht verloren, weil man sich so sehr an anderen orientiert, die eigene Lebensfreude wird gedeckelt, Wut wird unterdrückt, verdeckte Trauer über Ungelebtes bricht durch.

Kurzum: Immer nur die Neben- statt die Hauptrolle im eigenen Leben zu spielen, endet fast immer mit einem ungelebten Leben – ohne Erfüllung und dem Gefühl, wirklich gelebt zu haben.

Deshalb dient der heutige Beitrag dazu, all jene, die mittendrin stecken, aufzuwecken. Ich zeige dir heute 5 Anzeichen auf, die darauf hindeuten, dass du zu oft die Nebenrolle in deinem Leben spielst, statt endlich die Position einzunehmen, die dir gebührt.

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1. „Wie du magst“-Syndrom

Wenn dich jemand fragt, ob du lieber zum Italiener oder zum Griechen möchtest oder ob du nach Paris oder London fliegen möchtest und du mit „Egal, entscheide du“ oder „Ganz wie du magst“ antwortest, dann ist das in der Regel ein deutliches Anzeichen dafür, dass du die Hauptrolle in deinem Leben längst abgegeben hast.

Denn klar kannst du bei einem Essen oder einem Urlaub auch mal kompromissbereit sein, aber wenn du es jedes Mal sagst, dann liegt es meist daran, dass du in diesem Moment gar nicht weißt, was du lieber möchtest. Und das wiederum hat folgenden Grund:

Du weißt deshalb nicht mehr, was du möchtest, weil du dich schon so oft, über so viele Jahre, an anderen orientiert hast. Oft einfach, um niemanden vor den Kopf zu stoßen, um unkompliziert zu sein, um es allen leicht zu machen.

Was einst eine gute Absicht war, hat dazu geführt, dass du heute schlichtweg zu vielen Teilen vergessen hast, was du willst. Dementsprechend lebst du auch mehr das Leben der anderen als dein eigenes – du steckst in der Nebenrolle fest und weißt nicht mehr, wie es dir gelingt, über eigene Wünsche und Träume zurück in die Hauptrolle zu kommen.

2. Ständiges Entschuldigen

Du hast ein übermäßiges Bedürfnis, dich für Dinge zu entschuldigen, für die du eigentlich gar nichts kannst – oder gar für deine Existenz.

Zum Beispiel: Jemand rempelt dich im Supermarkt versehentlich an. Noch bevor er etwas sagen kann, entschuldigst du dich reflexartig. Warum? Weil du dich verantwortlich fühlst für die Stimmung im Raum. Um die Harmonie zu wahren, steckst du lieber selbst zurück. Ein präventives „Tut mir leid“ soll andere besänftigen, noch bevor ein Konflikt entsteht.

Du gibst damit den Gefühlen, der Stimmung, der Allgemeinheit – jedem im Raum – den Vortritt.

Anderes Beispiel: Du sagst jedes Mal „Entschuldigung“, bevor du eine Frage stellst. Oder: Du betrittst einen Raum und obwohl du nicht zu spät kommst, entschuldigst du dich.

Jemand, der sich dafür entschuldigt, dass er eine Frage stellt, dass er einen Raum betritt oder dass er eine eigene Meinung hat, signalisiert unbewusst: „Es tut mir leid, dass ich störe. Mein Anliegen ist weniger wichtig als deins.“

Das ist die Definition einer Nebenfigur, die dem Hauptdarsteller nicht im Weg stehen will.

Eine junge Frau hebt schützend ihre Hand vor sich, während sie ernst in die Kamera blickt – Symbol dafür, die Nebenrolle im Leben zu verlassen und eigene Grenzen zu setzen.

3. Schlechtes Gewissen bei Selbstfürsorge

Du buchst dir einen Massagetermin und noch während du auf der Liege liegst, läuft im Hintergrund ein innerer Monolog: „Eigentlich müsste ich gerade …“ Oder du nimmst dir einen freien Abend, und bevor du auch nur das erste Mal wirklich durchatmest, meldest du dich bei deinem Mann, ob er etwas braucht.

Sich Zeit für sich selbst zu nehmen, fühlt sich für dich nicht wie Erholung an. Es fühlt sich falsch an – fast wie ein Verbrechen. Du wurdest dazu geprägt, für andere da zu sein, zu helfen, dich aufzuopfern, es ihnen und ihren Erwartungen recht zu machen.

Und weil unser Nervensystem Gewohnheit liebt, fühlt sich genau das – das ständige Aufopfern – vertraut an. Es fühlt sich richtig und normal für dich an, dass die Bedürfnisse der anderen im Mittelpunkt stehen. Selbstfürsorge hingegen ist dir so fremd, dass es sich egozentrisch anfühlt, obwohl dein Verstand weiß, dass sie es nicht ist.

Frag dich mal ganz ehrlich: Wann habe ich das letzte Mal etwas nur für mich getan und hat sich das wirklich gut angefühlt? Lautet die Antwort „Nein“, steckst du wahrscheinlich in der Nebenrolle fest.

4. Neid, der in Resignation umschlägt

Neid ist ein unbegehrtes Gefühl und gleichzeitig ein tief ehrliches Gefühl, das so viel offenbart. Wenn du dich öfter dabei ertappst, dass du andere beneidest, dann heißt das nicht, dass du ein missgünstiger Mensch bist. Nein, es heißt nur, dass du tief traurig darüber bist, dass andere das leben, was vor langer Zeit in dir begraben wurde.

  • Vielleicht beneidest du eine Freundin um ihre Partnerschaft.
  • Vielleicht beneidest du jemanden um sein Kind, um seine Karriere, um seine Leidenschaft.
  • Vielleicht beneidest du jemanden um sein Strahlen.

Je größer der Neid, desto mehr des Traumes der Person, die du beneidest, schlummert in dir.

Je größer der Neid, desto größer die Traurigkeit darüber, dass du es selbst nicht lebst.

Und genau das ist das glasklare Anzeichen dafür, dass du zu viel von dir und deinen Wünschen vergraben hast. Zu oft die Nebenrolle statt die Hauptrolle eingenommen hast.

5. Die Zukunft ist eine Wiederholung der Gegenwart

Fragt man jemanden, der in der Nebenrolle feststeckt, nach seinen Plänen für die nächsten fünf Jahre, erntet man oft Achselzucken. Es gibt keine aktive Lebensvision, weil das Drehbuch des Lebens gefühlt von den Umständen, dem Job, dem Partner oder anderen Menschen geschrieben wird. Aber eben nicht von einem selbst.

Die Tatsache, dass man keine Ziele und Visionen mehr hat, zeigt sehr deutlich, dass man die Regie für das eigene Leben abgegeben hat.

Der Wechsel auf den Regiestuhl beginnt oft mit einem einzigen, mutigen „Nein“ zu den Erwartungen anderer und einem klaren „Ja“ zu sich selbst.

Wie du dir die Hauptrolle zurückholst

Wer seit Jahrzehnten nur die Nebenrolle spielt, kann rein psychologisch natürlich nicht von einem auf den anderen Moment zurück in die Hauptrolle. Denn hinter diesem Syndrom stecken Muster und Prägungen, die oft sehr tief sitzen.

Aber jeder neue Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Und für diese ersten Schritte habe ich dir eine kleine Impulsliste mitgebracht.

  • Schreibe 20 Dinge auf, die du früher gerne gemacht hast. Oft liegen dort Teile von dir begraben, die wieder gelebt werden wollen.
  • Sag deinem schlechten Gewissen, wenn du merkst, dass es hochkommt: „Sorry, aber die alte Schuldgeschichte glaub ich nicht mehr.“
  • Frag dich zwei- bis dreimal pro Woche: Welche kleine Sache könnte ich heute nur für mich tun?
  • Tausche das ständige „Entschuldigung“ gegen ein klares „Danke“ aus. Sag statt negativ „Entschuldigung fürs Warten“ lieber positiv „Danke für deine Geduld“ und statt negativ „Entschuldigung für die Störung“ einfach positiv „Danke für deine Zeit“. So machst du dich nicht länger unbewusst klein, sondern begegnest anderen sofort auf Augenhöhe.
  • Wenn du merkst, dass du jemanden beneidest, frage dich: Was genau wünsche ich mir davon für mein eigenes Leben? Nimm dir Zeit und notiere alles.
  • Stell dir vor, dein Leben wäre ein Film. Würdest du deiner Figur gerne zwei Stunden lang zusehen? Wenn nicht: Was müsste sich ändern?
Eine lächelnde Frau steht im warmen Sonnenlicht und genießt den Moment mit geschlossenen Augen – Symbol dafür, die Nebenrolle im Leben hinter sich zu lassen und neue Lebensfreude zu spüren.

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Wenn dich dieser Beitrag gerade angesprochen hat und du dir gedacht hast – es stimmt – ich habe lange genug die Nebenrolle in meinem Leben gespielt, ich habe genug gegeben – jetzt bin ich dran – dann ist mein Selbstliebe-Lehrgang wahrscheinlich genau das Richtige für dich.

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Herzlich, deine Melanie

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