5 emotionale Wunden über die niemand spricht, obwohl sie jeder hat

In den Tiefen unserer Seele tragen wir oft unsichtbare Narben, von denen wir selten sprechen. Es handelt sich dabei meist um alte Wunden, die uns nicht oder nur teilweise bewusst sind, obwohl sie uns so sehr geformt haben. Wunden, die wir erlitten haben, als wir noch unschuldige Kinder waren. Jeder von uns hat sie, doch selten finden sie den Weg aus der Dunkelheit in das Licht der Aufmerksamkeit.

Heute möchte ich mit dir über 5 solche Wunden sprechen, die weit verbreitet sind und die dir die Möglichkeit geben, ihnen deine heilsame Aufmerksamkeit zu schenken. Denn das ist deine Chance, dich nicht nur von altem Schmerz zu befreien, sondern auch die negativen Muster, die die Wunden in deinem Leben verursachen, aufzulösen. 

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1. Die Wunde der Ablehnung

Die Wunde der Ablehnung ist eine der schmerzhaftesten Erfahrungen, die wir durchleben können. Vielleicht erinnerst du dich an das erste Mal, als du von einem geliebten Menschen zurückgewiesen wurdest. Ein Moment, in dem du dir Liebe und Zuspruch erwartet hattest, stattdessen aber Zurückweisung erfahren hast.

Zum Beispiel:

  • Als du etwas falsch gemacht hast und dafür mit brutalem Stillschweigen bestraft wurdest.
  • Als du deinen Eltern als Kind stolz etwas Selbstgemachtes oder eine Schulnote gezeigt hast, du aber statt Lob ein Auflachen oder gar Kritik geerntet hast.
  • Als du als Kind bitterlich geweint hast, aber statt dem benötigten Trost harte Worte, wie „stell dich nicht so an, es gibt Schlimmeres“ oder pure Ignoranz erhalten hast.
  • Als man dich nicht im Team haben wollte im Sportunterricht
  • Als du voller kindlicher Freude etwas mit einer geliebten Bezugsperson spielen oder unternehmen wolltest, du dir aber eine harte Abfuhr eingefangen hast.

Die Wunde der Ablehnung kann viele Facetten haben und jeder erlebt sie auf ganz individuelle Weise. Um sie zu heilen, ist es essentiell, dass du mehr über deine Wunde herausfindest. Das, was damals an dir abgelehnt wurde, gilt es heute liebevoll und mit inbrünstiger Überzeugung anzunehmen und willkommen zu heißen.

Komme deiner Ursprungs-Wunde, der Ablehnung, auf die Spur. Die folgenden Fragen können dir dabei helfen:

  • Wann in deiner Kindheit hattest du das bittere Gefühl, jemand will dich nicht? In welcher Situation?
  • Wann wurde dir etwas, was du dir so sehr von einem Menschen ersehnt hast, nicht gewährt?
  • Welche negative Schlussfolgerung hast du durch diese Ablehnung getätigt?

2. Die Wunde der Einsamkeit

Die Wunde der Einsamkeit kann sich tief in unser Herz graben und uns das Gefühl geben, dass wir niemanden haben, der uns versteht oder unterstützt. Ein solcher früher Moment aus der Vergangenheit kann zum Beispiel sein:

Ein kleiner Bub blickt traurig aus dem Fenster und erfährt emotionale Wunden
  • Als du als Kind viel zu früh und/oder viel zu oft allein gelassen wurdest und meist nicht wusstest, was du mit dir anstellen sollst.
  • Als du vernachlässigt wurdest – denn Vernachlässigung ist nichts anderes als Verlassenwerden in Raten.
  • Als du als Kind das erste Mal das Gefühl hattest, dass niemand dich versteht, vielleicht weil deine Interessen anders waren als die deiner Geschwister oder Freunde, vielleicht, weil du einfach keinen Anschluss gefunden hast.

Um diese Wunde zu heilen, ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass du nicht allein bist mit deinen Gefühlen der Einsamkeit. Viele Menschen durchleben ähnliche Erfahrungen und es gibt Wege, um Unterstützung und Verständnis zu finden.

Hier sind einige Fragen, die dir helfen können, deine Ursprungswunde der Einsamkeit zu erkunden:

  • Kennst du das Gefühl der Einsamkeit bereits aus deiner Kindheit? Und wenn ja, wann hast du es das erste Mal gespürt?
  • Wann in deiner Kindheit hast du das Gefühl gehabt, dass niemand dich wirklich versteht?
  • Gab es Momente, in denen du dich allein oder isoliert gefühlt hast, ohne dass du dich jemandem anvertrauen konntest?

3. Der Stich des Selbstzweifels

Selbstzweifel können wie ein Gift durch unsere Gedanken und Gefühle fließen und uns das Gefühl geben, nicht gut genug zu sein. Ein solcher Moment könnte gewesen sein:

  • Als dir zum ersten Mal jemand gesagt hat, dass du etwas nicht kannst oder nicht gut genug bist, sei es in der Schule, zu Hause oder im sozialen Umfeld.
  • Wenn du dich mit anderen verglichen hast oder verglichen wurdest und das Gefühl hattest, dass du nicht mithalten kannst.
  • Wenn du bei deinen Bemühungen um Anerkennung oder Erfolg gescheitert bist und dir selbst die Schuld dafür gegeben hast.

Um diese Wunde zu heilen, ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass Selbstzweifel oft das Ergebnis von negativen Glaubenssätzen sind, die wir meist durch unsere Erfahrungen in der Kindheit übernommen haben.

Hier sind einige Fragen, die dir helfen können, deine Ursprungswunde des Selbstzweifels zu erkunden:

  • Wann in deiner Kindheit hast du zum ersten Mal das Gefühl gehabt, dass du nicht gut genug bist? Wer oder was hat dieses Gefühl ausgelöst?
  • Welche negativen Glaubenssätze über dich selbst hast du im Laufe der Zeit dadurch entwickelt?
Auch interessant:  Glaubenssätze: Finde heraus, welche dir wirklich schaden

4. Die Narbe der Ausgeschlossenheit

Die Narbe der Ausgeschlossenheit kann sich tief in unser Unterbewusstsein eingegraben und uns das Gefühl geben, nicht willkommen oder gar unsichtbar zu sein. Ein solcher Moment könnte sein:

Ein Junge steht alleine und erfährt die Wunden des Verlassenwerdens
  • Als dich jemand bewusst ignoriert hat oder dich aus einer Gruppe ausgeschlossen hat, sei es in der Schule, in der Familie oder im Freundeskreis.
  • Wenn du das Gefühl hattest, dass deine Meinungen und Bedürfnisse nicht beachtet oder respektiert wurden.
  • Wenn du von Mitschülern regelmäßig ausgelacht oder sogar gemobbt wurdest.
  • Wenn du anders warst als die meisten Kinder.

Um diese Wunde zu heilen, ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass, wenn dich jemand ausschließt, es wesentlich mehr mit ihm als mit dir zu tun hat. Außerdem kann es ein Hinweis darauf sein, dass du etwas Besonderes bist. Dass du anders denkst, fühlst und handelst wie die meisten Menschen. Und somit ein großes Geschenk für die Vielfältigkeit und Weiterentwicklung unserer Welt bist.

  • Wann in deiner Kindheit hast du dich ausgeschlossen oder unsichtbar gefühlt? In welcher Situation?
  • Wann hast du das Gefühl gehabt, nicht dazuzugehören, vielleicht, weil du anders bist?

5. Der brennende Hunger nach Anerkennung

Der brennende Hunger nach Anerkennung kann verdammt schmerzhaft sein. Schließlich ist Anerkennung und Zuspruch nichts anderes als eine Liebessprache, die wir alle benötigen, vor allem in der Kindheit, wenn wir uns noch im emotionalen Wachstum befinden.

Kindheitsmomente für den brennenden Hunger nach Anerkennung könnten sein:

  • Wenn du dich bei etwas ganz besonders angestrengt und bemüht hast, um Anerkennung und Lob zu erhalten, aber der Zuspruch und das Lob ausblieben.
  • Wenn du dich zutiefst danach gesehnt hast, dass dir jemand sagt, du bist gut und richtig so wie du bist, aber nichts dergleichen geschah.
  • Wenn du ständig mit anderen verglichen wurdest und dabei den Kürzeren gezogen hast.
  • Wenn du häufig und brutal kritisiert wurdest.

Um diese Wunde zu heilen, ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass mit dir als Kind keinesfalls etwas falsch war, sondern vielmehr das Verhalten derer, die dir das Gefühl gaben, nicht zu genügen. Je konkreter du deine Anerkennungswunde kennst, desto besser kannst du sie schließen.

Die folgenden Fragen helfen dir dabei:

  • Wann als Kind hat man dir das Gefühl gegeben, du wärst falsch?
  • Wann in deiner Kindheit wurde dein Wunsch nach Zuspruch und Anerkennung brutal enttäuscht?
  • Wann in deiner Kindheit warst du häufiger und harter Kritik ausgesetzt?

Die 5 Wunden schließen

Ja, ich weiß, es kann ganz schon weh tun, bewusst zurückzuschauen und sich den Schmerz und die Wunde, die man davongetragen hat, einzugestehen. Aber dieses Bewusstsein, diese liebevolle Aufmerksamkeit deinerseits, ist wesentlich, wenn du möchtest, dass die alten Wunden aufhören, dich zu formen.

Wenn du dir deiner Wunde bewusst geworden bist, dann ist es nun essentiell, diese zu versorgen. Dafür gibt es viele Wege. Einer davon ist mein neues Buch mit einem revolutionieren Ansatz der inneren Kind Arbeit, der von meinen Lesern als der liebevollste Weg beschrieben wird.

Dieses Buch ist mehr als nur Worte auf Papier. Ich spreche darin direkt dein 6-jähriges Ich an, sodass du bereits während des Lesens die Liebe und die Bestätigung, die dir damals gefehlt hat, nachholen kannst. Wie eine liebevolle Patentante nehme ich dich und dein inneres Kind an der Hand und unternehme mit dir die vielleicht heilsamste Reise deines Lebens.

5-fach Amazon Besteller: Wenn das Kind in dir noch immer weint: Wie du alte Wunden endlich heilst.

Von Herzen, deine Melanie

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