Wie dir Selbstliebe hilft, Dinge nicht mehr so persönlich zu nehmen

Heute wird es persönlich. Ich erzähle dir von einer meiner größten Enttäuschungen im Leben. Diese Geschichte teile ich heute zum ersten Mal öffentlich. Und gleichzeitig erzähle ich dir von meinem Durchbruch, was den Umgang mit Verletzung und Enttäuschung betrifft – und wie ich es schließlich selbst geschafft habe, persönliche Dinge nicht mehr persönlich zu nehmen und mich nicht mehr verletzt zu fühlen.

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Lass uns von vorne beginnen. Seit ich zwölf Jahre alt bin, träume ich von einer Traumhochzeit am Meer. Ja, sogar in einem meiner Bücher habe ich sie erwähnt. Leider blieb der Antrag trotz langjähriger, glücklicher Beziehung aus. Schließlich nahm ich mein Glück selbst in die Hand und fragte nach: „Na, wie sieht es denn mit Heiraten aus, wollen wir es wagen?“ Die erste Antwort von meinem Partner vor einigen Jahren war vernichtend. „Nein, ich will nicht heiraten.“

Mit Durchhaltevermögen bekam ich, was ich wollte

Ich fühlte mich abgelehnt, nicht gut und nicht wichtig genug. Trotzdem redete ich mir gut zu und hoffte, dass mein Partner es sich noch anders überlegen würde. Doch als schließlich in den letzten sieben Jahren so ziemlich alle unsere Freunde heirateten, hatte ich genug. Ich erklärte meinem Partner, wie unfair ich sein Verhalten mir gegenüber empfand und erreichte letztlich durch Überredungskunst und mit viel Vehemenz, was ich wollte. Ich erhielt einen Proforma-Heiratsantrag am Strand von Ko Lanta, meine Traumhochzeit am Meer wurde anschließend für Juni 2020 geplant. Was dann kam, wissen wir: Corona verbot uns größere Feste und wir mussten das Liebesfest schließlich absagen.

Die zerplatzte Hochzeit und ihr Gewinn

Als ich nach Corona vor einigen Monaten wieder auf meinen Partner zuging, bekam ich dieselbe Antwort wie bereits vor sieben Jahren. „Ich will doch eigentlich nicht heiraten.“ Anstatt des Schmerzes der Ablehnung und dem Gefühl, nicht wichtig genug zu sein, spürte ich dieses Mal eine sanfte Gelassenheit.

Wie das? Ich begriff, seine Worte hatten in all den Jahren niemals etwas mit mir zu tun gehabt. Er sagte stets: „Ich will nicht heiraten“ und nicht „ich will DICH nicht heiraten, weil du mir nicht wichtig bist.“ Als Entscheidungsgrundlage dienten ihm seine eigenen Erfahrungen, die er mit der Ehe gemacht hatte. Nicht, dass er zuvor verheiratet gewesen wäre, aber das Bild einer Ehe war durch seinen familiären Hintergrund schon früh negativ geprägt. Er verbindet damit nur Negatives und eben keine freie Liebe.

Es hat nichts mit mir zu tun

„Er will mich nicht heiraten und es hat nichts mit mir zu tun,“ hallte die Erkenntnis in mir und zauberte mir sogar ein Lächeln ins Gesicht. Natürlich gab es da in mir noch das Bedürfnis, ein Fest der Liebe zu feiern, aber diesen Punkt konnten wir schnell klären. Wenn wir eines Tages beide Lust darauf haben und andere Projekte, die uns derzeit gerade wichtiger sind, abgeschlossen sind, werden wir das Fest veranstalten.

Aber zurück zur Kränkung, die du in ähnlicher Form vielleicht auch schon erlebt hast, wenn dein Partner, deine Partnerin oder Freunde einen der folgenden Sätze losgelassen haben:

  • Ich habe heute keine Zeit
  • Ich will deine Eltern dieses Wochenende nicht besuchen
  • Ich will mich jetzt noch nicht für das Wochenende verplanen
  • Ich brauche mehr Freiheit
  • Ich möchte alleine bzw. mit Freunden verreisen
  • Ich möchte alleine etwas unternehmen
  • Ich will kein Kind/Ich will nicht heiraten/Ich will nicht zusammenziehen

Natürlich gibt es noch viele weitere Sätze dieser Art. Was sie bei den meisten Menschen auslösen? Eine Kränkung. Aufgrund unserer eigenen Glaubenssätze – wie bei mir zum Beispiel, „ich bin nicht wichtig“ – triggern sie schmerzhafte Punkte, die uns interpretieren lassen: Er oder sie lehnt mich ab.

Dabei will er oder sie einfach nur Zeit mit sich verbringen, Spontaneität genießen oder legt eben Wert auf seine eigenen vier Wände. Klar, müssen wir gerade puncto Herzenswunsch Heirat/Kinder/Haus darauf achten, dass auch unsere Bedürfnisse erfüllt werden und falls sich kein Kompromiss finden lässt, unseren eigenen Weg gehen.

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Eine veränderte Perspektive auf scheinbare Ablehnungen

Grundlegend geht es mir hier aber darum, dass diese und viele weitere Aussagen keine Ablehnung sind, denn sie haben in 90 % der Fälle gar nichts mit uns zu tun. Dies nicht nur zu verstehen, sondern zu fühlen, ist unglaublich erleichternd. Eine Unmenge an Schmerz ist damals von mir abgefallen. Und das hatte weitreichende Auswirkungen.

Ich fühle mich nicht gekränkt, wenn alle Autoren in meinem Genre zu einem genialen Event eingeladen werden, nur ich nicht. Weil es eben nichts mit mir zu tun hat, sondern nur mit der Perspektive der Person, die die Autoren auswählt. Und wer weiß, vielleicht bin ich dieser Person auch einfach noch nicht untergekommen.

Ich zweifle auch nicht mehr, wenn einer oder einem von hunderten von Teilnehmern einer meiner Kurse nicht gefällt, denn es hat nichts mit mir zu tun, sondern einfach damit, dass sie oder er sich derzeit für das Thema noch nicht öffnen kann oder ihr oder ihm einfach die Art, wie spreche, nicht gefällt.

Ich fühle mich auch nicht gekränkt, wenn meine Freundinnen mit ihren Kindern ohne mich in den Park gehen und es ihnen nicht in den Sinn kommt, mich – die ich noch keine Kinder haben – auch zu fragen.

Ebenso wenig fühle ich mich gekränkt, wenn mir eine Freundin absagt und meint, sie brauche Ruhe, denn es hat nichts mit mir zu tun, sondern einfach nur mit ihrem Bedürfnis nach Ausruhen.

Nicht mehr verletzt fühlen mit Selbstliebe

Ich glaube, du hast verstanden, was ich dir mit all dem sagen möchte. Aber wie bin ich so weit gekommen, es nicht nur zu verstehen, sondern mich nicht mehr abgelehnt oder unwichtig zu fühlen? Die Antwort ist die, die ich dir so oft hier gebe – es ist die Liebe zu mir selbst. Diese innere Mentorin, deren Stimme stärker ist als alles im Außen, die mir jeden Tag glaubhaft macht, dass ich einzigartig, wertvoll und verdammt wichtig bin.

Diese Selbstliebe, die es mir ermöglicht, mein Leben angstfrei vor Verletzungen zu gestalten und somit jene Stimme, die früher an jeder Ecke gelauert hat, zu übertönen. Und dies alles führt dazu, dass ich trotz der geplatzten Hochzeit eine erfüllte Partnerschaft genieße und jeden Tag dazu in der Lage bin, mein Traumleben zu leben.

Wenn sich das für dich einfach nur zauberhaft anhört und du auch endlich frei sein möchtest, dann nutze jetzt die Gelegenheit und sei dabei bei meinem 9-wöchigen Selbstliebe-Lehrgang in der Variante nur für mich oder Selbstliebe-Trainer mit persönlicher Begleitung. Mehr Infos dazu findest du HIER.

Herzlich, deine Melanie

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