7 klare Wege zu deiner Berufung

So findest du dein Talent oder deine Berufung

„Wie hast du diese eine – deine wahre Berufung gefunden,“ werde ich oft gefragt. Und meine Antwort lautet: „Gar nicht, denn es gibt nicht die EINE Berufung.“ Für mich bedeutet Berufung, einer Tätigkeit nachzugehen, die mich strahlen lässt. Dafür können mehrere Berufe oder Tätigkeiten in Frage kommen. Außerdem passt sich unsere Leidenschaft den Veränderungen unseres Lebens an. Eine Zeit lang erfüllt dich das Muttersein oder ein Job, der dich nicht herausfordert, bei dem du aber nebenher genug Energie für Hobbies und Freunde hast, zu 100 Prozent. In einer anderen Lebensphase brauchst du vielleicht eine Tätigkeit, die dich mit Sinn erfüllt, deinen Talenten entspricht und die dich jeden Tag zum Lächeln bringt. Alle Varianten sind okay.

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Aber heute wollen wir uns tatsächlich darum kümmern, wie du deinen Begeisterungsfeldern und Talenten auf die Schliche kommst und so einen Beruf findest, der dein Herz zum strahlen bringt. Vorab lass uns aber checken, ob du deine Berufung womöglich schon gefunden hast. Stelle dir hierzu die folgenden Fragen:

Wenn du ohne dein Zutun genug Geld zum Leben hättest, würdest du deinen Beruf dann trotzdem ausüben?

Wenn du nochmal 20 wärst, würdest du wieder denselben Berufsweg einschlagen?

Lauten deine Antworten ja, dann gratuliere ich dir zu deinem erfüllten Berufsleben. Hast du ein oder zweimal mit Nein geantwortet, so ist dieser Beitrag besonders spannend für dich.

Letzte Zweifel rund um deine Talente ausräumen

Bei Manchen keimt auf der Suche nach unseren Talenten und dem beruflichen Erfüllungsweg der Gedanke auf, dass man uns bei der Vergabe von außergewöhnlichen Stärken vergessen hat. Du kannst sicher sein, das ist nicht der Fall. Nur weil du bisher noch in keinem Bereich der oder die Beste warst, bedeutet das nicht, dass du nicht ein Geschenk für diese Welt bist und ihr dementsprechend etwas zu bieten hast.

Manchmal sind unsere Talente eine Kombination aus mehreren Dingen, die wir vielleicht nicht herausragend beherrschen, aber eben gut. In der Kombination dieser Tätigkeiten sind wir dann oft großartig oder gar einzigartig. Also weg mit den letzten Zweifeln und auf zu den Fragen und Methoden, die dich deiner Berufung näherbringen.

7 Wege um deine Talente und deine Berufung zu finden

1. Der Rückblick

Schau zurück in deine Vergangenheit, auf alle Jobs, Praktika, Aus- und Fortbildungen, langjährige Hobbies oder auch Tätigkeiten, denen du unentgeltlich nachgekommen bist. Zum Beispiel auch Seelentröster für deine Freunde, ehrenamtliche Dienste, Renovierungen zuhause oder bei Bekannten usw. Liste alles auf, was dir einfällt. Auf deinem Blatt sollten mindesten 10 Punkte stehen. Markiere nun jene drei Tätigkeiten, die dir am meisten Freude gemacht haben mit einem Stern.

2. Noch ein Leben

Mit dieser Vorstellung schaffst du es, deine täglichen Verpflichtungen und Grenzen beiseite zu schieben. Stell dir vor, du hättest nicht nur ein, sondern noch zwei weitere Leben, die du gestalten kannst. Was würdest du in deinem zweiten oder dritten Leben, das parallel zu deinem jetzigen läuft, beruflich tun? Notiere die Jobs deiner Wahl.

3. Mach dir deine Stärken bewusst

Wir denken immer, wir wüssten über unsere Vorzüge Bescheid, aber wenn man dann nach seinen drei größten Stärken gefragt wird, folgt meist eine lange Nachdenkpause. Deshalb liste deine Stärken auf. Nutze hierzu folgende Fragen, die dabei helfen, verborgene Stärken an die Oberfläche zu bringen.

  • Wofür wurdest du im Leben schon öfter gelobt bzw. hast Komplimente bekommen?
  • In welchen Bereichen fragen dich Bekannte oder Freude um Rat oder bitten um deine Hilfe?
  • Bei welchen Tätigkeiten fühlst du dich stark und selbstbewusst? Wo kann dir keiner etwas vormachen? (Schreib ruhig auch Hobbies wie backen, lesen, Yoga und Co auf)
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4. Erwecke das Kind in dir

In der Kindheit waren wir noch frei von Sorgen und Existenzängsten. Wir haben nicht aus der Vernunft heraus entschieden, sondern sind einfach unserem Herzen gefolgt. Daher frage dich, wie du als Kind oder Teenager am liebsten deine Zeit verbracht hast. Auch, wenn die Dinge nicht gleich Sinn ergeben, notiere sie.

5. Frag dein 7-jähriges Ich

Nun gehe noch einen Schritt weiter. Schließe deine Augen und stell dir vor, wie du zurück in den Körper und das Wesen deines damals 7-jährigen Ichs reist. Wenn dieses Kind nun dein heutiges Leben betrachtet, worauf hätte es Lust. Zu welchem Beruf würde es sagen „Ja, wow, das ist ein megacooler Job, der gefällt mir.“ Notiere eine oder mehrere Antworten.

6. Der Flow

Dinge, die wir ungern machen, ziehen sich gerne in die Länge. Bei Tätigkeiten, die uns mit Herzensfreude erfüllen, entsteht der umgekehrte Effekt. Die Zeit vergeht im Nu. Bei welchen Beschäftigungen vergisst du die Zeit? Wann vergisst du sogar, auf die Toilette zu gehen und bemerkst es erst kurz bevor es zu spät ist? Halte deine Antworten wieder schriftlich fest.

7. Outside the box

Oft werden wir von dem, was in unserem Leben gerade real ist, sowie von beschränkenden Glaubenssätzen in ein vorgefertigtes Korsett gezwungen, sodass wir es gar nicht wagen, groß zu träumen. Genau das ist aber oft notwendig, um neue Antworten zu bekommen. Auch, wenn dabei manchmal Jobideen entstehen, die aufgrund diverser Bedingungen für uns nicht möglich sind, können sie wichtige Hinweise geben. Daher stell dir die folgenden Fragen:

  • Was würde ich beruflich tun, wenn ich wüsste, ich könnte nicht scheitern?
  • Was würde ich beruflich tun, wenn ich jede Ausbildung mit einem Fingerschnipp nachholen könnte?
  • Was würde ich tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde?

Berufung – das Puzzle zusammensetzen

Wenn du den obigen Prozess durchlaufen bist, hast du nun viele unterschiedliche Ideen schriftlich gesammelt. Markiere nun alle niedergeschriebenen Hinweise und Ideen, die dich mit Freude erfüllen mit einem gelben Marker. Anschließend notierst alles, was du realistisch zum Beruf machen kannst. Dabei wirst du erste Überschneidungen zwischen Freudvollem und Realistischem finden. Gib dir und deinem Unterbewusstsein anschließend die Zeit, um aus deinen Überlegungen neue Wege abzuleiten.

Viel Freude und liebevolle Geduld beim Suchen und Finden deiner Berufung, deine Melanie

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