Warum Selbstmarketing auch dich betrifft – 5 Dinge, die du wissen musst

Selbstmarketing: Warum wir uns täglich verkaufen, ob wir wollen oder nicht

Melanie versteckt sich und möchte kein Selbstmarketing machen.Sich selbst verkaufen? Das will erstmals niemand. Es klingt billig, aufgesetzt und überhaupt ist das Wort verkaufen eher unbeliebt. Und dennoch tun wir es alle täglich. Lange Zeit wollte auch ich das nicht wahrhaben. Zumal ich mein halbes Leben lang als schüchtern und introvertiert galt und mich somit eher schlecht verkaufte.

Es war mein zweiter Job bei dem mir mein Vorgesetzter einen lieb gemeinten Rat gab: „Frau Pignitter sie müssen lernen sich besser zu verkaufen sonst wird nie jemand sehen, was sie wirklich können.“

Damals verstand ich den Rat nicht wirklich. Schließlich war ich Büroangestellte. Ich musste nichts verkaufen. Und im Privatleben schon gar nicht. Erst als ich Jahre später Trainerin wurde, erkannte ich, dass wir alle uns täglich vielfach präsentieren, sowohl beruflich als auch privat. Ich gehe sogar soweit und meine, dass sich der Wert, den uns andere zuschreiben, durch unsere Fähigkeit uns zu verkaufen, bildet. Und diese Reflexion unserer Mitmenschen beeinflusst wiederum unser Selbstwertgefühl. Im Job, im Freundeskreis und auch in der Liebe.

Aber keine Sorge – es geht nicht darum eine Show abzuziehen oder ständig im Mittelpunkt zu stehen. Nein, das Ziel von effizientem Selbstmarketing ist es, rüber zubringen, wer du wirklich bist.

Dein persönlicher und beruflicher Erfolg hängt von Selbstmarketing ab

Frau sitzt vor dem PC und informiert sich über SelbstmarketingUntersuchungen im Berufsumfeld ergaben, dass nur 10% unserer Leistungen und Taten wahrgenommen werden. Der restliche Eindruck und so natürlich auch unsere Aufstiegschancen sind zu 30% von Image und Stil und zu 60% von Selbstmarketing – also dem, was wir anderen gegenüber kommunizieren und präsentieren – abhängig.

Wer gerade keine beruflichen Ambitionen hat, könnte meinen ihn betreffe das nicht. Ich bin jedoch überzeugt, dass es uns privat, in einer neuen Gruppe, in Gemeinschaften und auch im Freundeskreis oft ähnlich geht. Derjenige, der erzählt, dass er seinen letzten Urlaub als Betreuer in einem Camp mit blinden Kindern verbracht hat, wird als großherzig und sympathisch eingestuft. Derjenige, der seine Wohltaten, sein Können und seine Fähigkeiten für sich behält, wird zwar auch gemocht, aber in seinen Stärken eben weniger geschätzt.

Selbstmarketing ist dennoch deine Entscheidung!

Dem ein oder anderem gefällt das trotzdem nicht. Auch das ist okay und dennoch möchte ich daran erinnern, dass authentisches Selbstmarketing nichts anderes ist, als rüber zubringen wer du wirklich bist und was in der steckt. Das hat häufig zur Folge, dass du sowohl beruflich wie privat mehr Menschen anziehst, die dir gut tun und deiner persönlichen Weiterentwicklung förderlich sind.

Warum fällt uns Selbstmarketing so schwer?

Bevor ich dir noch ein paar Tipps hier lasse, um dein Selbstmarketing zu optimieren, möchte ich auf obige Frage eingehen. Leider war jede Form der positiven Selbstdarstellung für die Generationen vor uns ein absolutes Tabu. Und auch viele von uns sind noch mit Sätzen wie „Eigenlob stinkt“ oder „nimm dich bloß nicht zu wichtig,“ aufgewachsen. Aber auch das Verhalten, das wir uns von unseren Eltern und Erziehern abgeschaut haben, hat sich in unserem Glaubenssystem manifestiert. Und so denken wir dann auch heute noch – Bescheidenheit sei eine Tugend und behalten daher die Fakten über unsere Stärken lieber für uns.

Selbstmarketing liegt Frauen noch weniger als Männern

Gerade was die Bescheidenheit betrifft, sind die meisten Frauen noch mehr geprägt als ihre männlichen Genossen. Hier spielt die Geschichte, in der Frauen sich im Haus „versteckt“ haben während Männer die externen Arbeiten übernahmen eine wesentliche Rolle. Auch, wenn die Welt heute eine andere ist und wir alle Möglichkeiten haben, wurden uns scheinbar gewisse Verhaltensmuster vererbt. Einer der Gründe dafür, dass weniger Frauen als Männer Führungspositionen besetzen ist also das fehlende Selbstmarketing. Denn wie eingangs schon erwähnt, spielt die Leistung eine wesentlich geringere Rolle als das Gesehenwerden.

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5 Praxistipps für dein Selbstmarketing

1. Selbstwertgefühl

Eine Rose als Zeichen für positives SelbstmarketingEin gesundes Selbstwertgefühl ist beim Selbstmarketing deshalb so wichtig, weil man nur dadurch authentisch sein kann. Wer sich selbst für eine Null hält, kann zwar vorgeben super zu sein, wird damit aber eher auf zweifelnde Blicke treffen. Zum einen strahlen wir aus, was wir über uns selbst denken und zum anderen fehlt uns bei diesem Spiel der wohl größte Sympathie-Faktor nämlich Authentizität. Mehr zum Thema Selbstwertgefühl.

2. Ziele und Stärken erkennen

Je besser man sich selbst kennt, desto authentischer und überzeugender gelingt Selbstmarketing. Deshalb ist es wichtig, dass du dir deiner Selbst sowie deiner Stärken und Ziele bewusst wirst. Mehr zum Thema Selbstbild kennen lernen

3. Körpersprache und Stimme

Beides beeinflusst unser Auftreten und vor allem die Wahrnehmung unserer Mitmenschen enorm. Und beides ist trainierbar. Ein paar No-go´s im Überblick: Im Gesicht herumfummeln, mit dem Fuß tippen, mit dem Stuhl wippen, den Kopf senken, zu schnell, monoton, mit Pipsstimme oder schlechter Haltung sprechen.

Und noch ein paar Top-Tipps: Aufrechte Haltung, mit natürlicher Stimme (die ist bei uns Frauen meist tiefer als wir annehmen) und möglichst laut sprechen, Blickkontakt herstellen und halten, ruhige Gestiken zur Unterstreichung des Gesagten, Pausen beim Sprechen machen und das Zaubermittel – ab und an lächeln.

4. Mutig sein

Wer bisher eher zurückhaltend war, muss sich natürlich erstmals überwinden. Wie bei allen Dingen im Leben ist das erste Mal immer das schwierigste. Nach einiger Zeit wird die positive Präsentation seiner selbst zum Automatismus und fördert so nicht nur das Selbstwertgefühl sondern auch die gute Laune.

5. Emotionen sind erlaubt

Selbstmarketing, egal ob privat oder beruflich sollte authentisch sein. Und dazu gehören Emotionen. Einen Auszug seiner Gefühle preis zu geben, macht uns nicht schwach sondern angreifbar, menschlich und sympathisch.

Zeig dich wie du bist! Viel Erfolg beim Ausprobieren des ein oder anderen Tipps, deine Melanie

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2 Kommentare

  1. Ich liebe deine Artikel so sehr, weil du immer wieder von dir selbst schreibst, dass du es auch nicht einfach hattest…

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