(K)EINE Berufung? Lebe die Vision deines Herzens

Finde heraus, ob du für dein Lebensglück eine Berufung brauchst!

Was für ein riesiges Thema: Deine Berufung, deine Bestimmung oder gar deine Lebensaufgabe zu finden. Die Onlinewelt ist überfüllt mit Tipps und Erfolgsgeschichten darüber. Was aber, wenn du deine Berufung aus diversen Gründen, wie mangelnder Zeit oder Ausbildung nicht leben kannst?

  • Was, wenn du keine Idee hast, was deine Berufung ist?
  • Was, wenn du es dir nicht leisten kannst deiner Leidenschaft nachzugehen?
  • Was, wenn du dich lieber mit deiner Freizeit oder deiner Familie beschäftigst als zwanghaft nach deiner Berufung zu suchen?

Es scheint ein Trend der Neuzeit zu sein, dass unser Job erfüllend sein muss. Und ich kann diesem Hype durchaus etwas abgewinnen, schließlich verbringen wir unsere halbe Lebenswachzeit mit Arbeit. Daher möchte ich dieses Thema heute aufgreifen und zeigen, dass du in jedem Fall eine Berufung bzw. ein Talent hast. Nicht immer muss sich dieses in deinem Beruf wiederspiegeln. Auch andere Wege sind möglich und machen glücklich. Ideen, wie du deiner Lebensleidenschaft auf die Schliche kommst und eine Anregung, wie du diese mit oder ohne Traumjob leben kannst, gibt es im heutigen Beitrag.

Außergewöhnliche Fragen, um deine Berufung zu finden

Falls du zu jenen Menschen gehörst, die auf der Suche nach ihrer Berufung oder ihren wahren Talenten sind oder aber du schon längst den Weg zu deiner Berufung eingeschlagen hast, können dich die folgenden Fragen dabei unterstützen weitere Erkenntnisse zu erlangen.

Falls du nicht sicher bist, ob du überhaupt eine Berufung brauchst, können dich die folgenden Fragen darin bestärken oder aber verborgene Leidenschaften in dir zum Leben erwecken.

Meine Empfehlung: Lass dich darauf ein und beantworte intuitiv all jene Fragen, die dich ansprechen.

  • In welchen Momenten, bei welchen Tätigkeiten hast du das Gefühl dir selbst treu zu sein?
  • Was müsstest du erreichen, was tun, was leben, damit dein 7-jähriges „Ich“ staunend und mit leuchtenden Augen zu dir aufschauen würde?
  • Welcher Tätigkeit würde dein 7-jähriges „Ich“ gerne nachgehen, wenn es keine Vernunftsgrenzen gäbe?
  • Wenn du ein Buch schreiben würdest, welches Thema, welche Idee oder welche Menschen stünden dabei im Fokus?
  • Bei welcher Tätigkeit vergisst du die To-Do-Listen, Verpflichtungen und Sorgen des Alltages?
  • Wenn morgen dein letzter Tag wäre, was würdest du bereuen nie getan zu haben?
  • Wenn du nochmal 18 Jahre wärst, welchen beruflichen Werdegang würdest du einschlagen?
  • Was würdest du gerne tun, was deine Familie, deinen Freundeskreis, deine Kollegen oder deinen Partner so richtig schockieren würde?

Die ewige Suche nach der Berufung

Nachdem du nun einen Blick auf die obigen Fragen geworfen hast, bist du vermutlich dennoch nicht unmittelbar auf eine alles verändernde Erkenntnis gestoßen. Das ist völlig normal. Es kann eine Weile dauern, bis die gedanklichen Samen zu Pflänzchen heranwachsen.

Folgende Vorgehensweise ist dabei sinnvoll: Merke dir ein bis drei der obigen Fragen, die dich besonders angesprochen haben und nimm dir in den nächsten Tagen nochmal Zeit, um dich intensiv mit ihnen auseinander zu setzen. Wenn du dran bleibst, wirst du so schon bald Früchte in Form von neuen Erkenntnissen ernten.

Nicht jeder muss sein Glück in der Berufung finden

Auch ein Leben ohne Berufung kann absolut sinnerfüllt sein. Wäre dem nicht so, so würden Milliarden an Menschen ein unglückliches, sinnloses Leben führen. Viele Berufe gehen auf den ersten Blick nicht mit einem tieferen Sinn oder einer Lebensaufgabe einher. Denk doch mal an die Supermarktverkäuferin, den Fließbandmitarbeiter oder den Tankwart. Und dennoch gibt es Menschen, die genau damit sehr zufrieden sind.

Sinn stiften ohne Berufung

Wie das geht? Das fragte ich mich auch lange Zeit. Vor allem dann, wenn ich in das Gesicht der freudestrahlenden Trafikantin bei mir ums Eck blickte. Das Funkeln in ihren Augen, sowie ihr breites Grinsen sind derart ansteckend, dass auch ich den Laden immer mit einem Lächeln im Gesicht verlasse. Weil mich die freundliche Trafikantin derart fasziniert, begann ich vor einiger Zeit damit sie zu beobachten. Ich stellte mich zum Zeitschriftenständer und tat so als würde ich schmökern.

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„Guten morgen Herr Mayer, wie geht es ihnen,“ rief die Trafikantin einem Kunden, dessen Erschöpfung sich in seinem Gesicht wiederspiegelte zu. Der Kunde grüßte zurück und erzählte stöhnend von den Umbauarbeiten in seiner Wohnung, bei denen es einige Komplikationen gab. „Ach ojeh! Das tut mir leid. Aber Herr Mayer, ich kenne sie ja schon – sie mit ihrer freundlichen Art und ihrer Hartnäckigkeit bekommen das schon wieder hin – da bin ich mir sicher,“ sagte die Trafikanten.

Herr Mayer jammerte anschließend noch ein Weilchen weiter und die Trafikanten agierte wie selbstverständlich geduldig und bestärkend. Als der Kunde den Laden schließlich verließ, hatte ich das Gefühl, dass seine Haltung aufrechter geworden war. Außerdem lächelte er.

Deine Bestimmung durch das „WIE“ leben!

Die Trafikantin beobachte ich seither immer wieder. Mittlerweile bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass sie ihre Berufung lebt. Und diese liegt nicht darin Zeitschriften, Lotterielose oder Zigarren zu verkaufen, sondern darin ihre Kunden mit Wertschätzung und bestärkenden Worten zu versorgen.

Und genau so kann auch eine Putzfrau, der Paketbote oder ein Tankwart seine Kunden oder Kollegen mit Wertschätzung, Inspiration, Anerkennung, Lösungsvorschlägen oder sogar Liebe versorgen. Ich glaube daher, dass wir unsere Berufung nicht immer im „WAS“ sondern oftmals auch durch das „WIE“ finden können.

Lebe deine Berufung – mit oder ohne Traumjob

Dein Talent oder gar deine Bestimmung könnte sich also auch hinter dem „WIE“ verbergen. Dabei geht es darum, welche Geschenke du deinen Mitmenschen zuteil werden lässt, wie du deine unmittelbare Umwelt beeinflusst und wie du dich deshalb nach getaner Arbeit fühlst.

Egal, ob du deine Berufung lebst oder gar nicht erst nach ihr suchst, frage dich, wie du deiner täglichen Arbeit noch mehr Sinn geben kannst: Welche zwischenmenschlichen, organisatorischen oder kreativen Eigenschaften, Fähigkeiten und Talente hast du, die du einsetzen kannst?

Ich wünsche dir viele hilfreiche Antworten für die Vision deines Herzens, deine Melanie

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6 Kommentare

  1. Dieser Beitrag hat mich sehr angesprochen und lädt ein, sich Gedanken über sein Leben zu machen.

    • Liebe Susanne!
      Ich danke ganz herzlich für dein schönes Feedback.
      Alles Liebe, Melanie

  2. Toller Beitrag! 🙂

  3. Ganz neue Sicht der Dinge danke

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