Schmerz lass nach – mein Weg zurück ins Leben

Diagnose: chronischer Schmerz – mein Weg zurück ins Leben

„Schmerz lass nach!“ Diesen Befehl erteilte ich meinem Körper über viele Monate hinweg. Er jedoch erhörte meine verzweifelten Rufe nicht. Und so begleitet mich mein unwillkommener  Gefährte namens „chronischer Schmerz“ nunmehr bereits seit eineinhalb Jahren. Wie ich es dennoch geschafft habe meine Lebensfreude wieder zu finden, möchte ich euch heute anhand von fünf Schritten genauer erläutern.

Ein ernstes Thema auf das ich heute im Rahmen von Honigperlen zu sprechen komme. Aber genau darum geht es auch. Das Leben besteht nicht nur aus Friede, Freude und Honigkuchen. Die eigentliche Kunst eines erfolgreichen Lebens besteht darin, mit schwierigen, ernsten und herausfordernden Lebensbereichen bejahend und positiv umzugehen.

Und daher möchte ich heute mit meiner Geschichte allen Frauen, die von verwandten chronischen Leiden wie beispielsweise Migräne, Tinnitus, Panik-Attacken, Schlaflosigkeit, Zwängen oder Depressionen geplagt werden, Mut machen.

img-20161009-wa00042-kopie-2Mitte 2015 landete ich mit voller Wucht in der größten Krise meines bisherigen Daseins. Von heute auf morgen wurde mir mein Leben förmlich unter den Füßen weggezogen. Als chronische Schmerz-Patientin leide ich seit Juli 2015* 24 Stunden täglich an einseitigen Kopfschmerzen. Die ersten zwölf Monate nach meiner Erkrankung wurde mein Alltag von Schmerz, Depression und Arztbesuchen dominiert. Ich ließ nichts unversucht und investierte Tausende von Euro in Ärzte, Heil- und Alternativmediziner. Eine physische Ursache für meine Krankheit wurde aber dennoch nicht gefunden.

Zur Einsicht, dass nur ich selbst mir in dieser schwierigen Situation helfen konnte, gelangte ich recht schnell. Als ausgebildete Mentaltrainerin und bekennender Freund der Positiv-Psychologie verfüge ich zwar über einen großen Werkzeugkoffer an sinnvollen Methoden, die Anwendung dieser gestaltete sich jedoch auf Grund meines dramatischen Gefühlszustandes extrem schwierig. Mit viel Geduld und den folgenden fünf Schritten, schaffte ich es dennoch meine Lebensfreude wieder zu finden.

Die Sache mit der Akzeptanz

Der erste wesentliche Schritt bestand aus der kurzfristigen Akzeptanz meines unerwünschten Schmerzzustandes. Das bedeutet nicht, dass ich die Hoffnung an ein schmerzfreies Leben aufgegeben hätte. Ganz im Gegenteil. Ich akzeptierte den konstanten Schmerz in der Gegenwart zwar, versuchte aber gleichzeitig mein Vertrauen  an ein schmerzfreies, gesundes und freies Leben zu stärken. Ich trickste meinen Verstand quasi aus, indem ich mir im Stillen aber auch laut vor dem Spiegel immer wieder sagte: „So wie ich weiß, dass die Sonne morgen wieder aufgehen wird, so weiß ich auch, dass ich wieder gesund und frei sein werde.“ Diesen Glaubenssatz, dessen erster Satzteil aus unbestreitbaren Fakten besteht, wiederholte ich so oft, bis ich tatsächlich immer mehr an den Wahrheitsgehalt meiner eigenen Worte glaubte. Dadurch wurde auch das Aushalten des Ist-Zustandes erträglicher. Die Aussicht auf ein gesundes und glückliches Leben versorgte mich mit neuer Motivation und Kraft.

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Der Glaube an die Besserung

Bei meinem nächsten Schritt spielte der Glaube ebenso eine wichtige Rolle. Nachdem ich mich mit unzähligen Hilfeschreien an Dutzende Ärzte und Heiler aus verschiedenen Bereichen gewandt hatte und immer wieder enttäuscht wurde, verlor ich allmählich das Vertrauen in andere Menschen und ihre Fähigkeiten. Sorgsam und mit viel Geduld suchte ich nach Medizinern und Therapeuten, die mich langfristig begleiten wollten und von sich und ihren Methoden (auch in meinem durchaus schwierigen Fall) überzeugt waren. Der Glaubenssatz –„Die richtige Hilfe ist unterwegs zu mir“ – hat mir dabei sehr geholfen. Mittlerweile fühle ich mich bei meiner Therapeutin sowie bei meinen Ärzten, die größtenteils mit fernöstlichen Methoden arbeiten, sehr wohl. Erste Anzeichen einer körperlichen Besserung durfte ich bereits wahrnehmen. Der große Erfolg ist bis dato zwar noch ausständig, das aber hindert mich nicht weiter, auf die wertvolle Arbeit meiner Therapeuten zu vertrauen.

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Selbstliebe

Zeitgleich begann ich, mich intensiv mit dem Thema Selbstliebe auseinander zu setzen. Obwohl ich stetig davon ausgegangen war, dass ich mich selbst liebte, veränderte sich meine Perspektive, als ich begann, wirklich ehrlich zu mir selbst zu sein. In Wahrheit nämlich mochte ich mich nur dann, wenn ich gerade etwas geleistet hatte, besonders hübsch angezogen war oder diszipliniert an meinen Zukunftsplänen arbeitete. Das aber hat nicht viel mit wahrer Selbstliebe zu tun. Niemand muss etwas leisten, um geliebt zu werden. Liebe passiert auf freiwilliger Basis und unabhängig von Richtkriterien. Fortan verabredete ich mich täglich mit mir selbst. In einem 10-minütigen Treffen schenkte ich mir Stille, Entspannung und umgab mich mit heilsamen Gedanken wie z.B. „Ich liebe mich selbst, egal was passiert – ich liebe mich genauso wie ich bin – ich liebe mich heute, morgen und bis in alle Ewigkeit.“

Abenteuer Leben

Im Frühsommer 2016 dsc01455startete ich schließlich in mein neues Leben. Ich wurde wieder aktiv. Traf mich vermehrt mit Freunden, fuhr das erste Mal nach über zwei Jahren wieder in den Urlaub, betrieb Sport, spielte Fußball mit meinen Neffen, probierte mich im Surfen und vieles mehr. Der Schmerz begleitet mich auch bis heute noch bei all diesen Aktivitäten. Immer wieder gibt es Tage oder Stunden, in denen die Intensität zu stark für derartige Unternehmungen ist. Das aber ist für mich nur ein Anlass mehr dafür, dass ich mich in Stunden, in denen mein Schmerzgrad niedriger ist, aufrapple um mich voller Tatendrang in das wunderbare, herrliche Abenteuer Leben zu stürzen. So oft ich kann unternehme ich Dinge, die mir Freude machen und mich zum Lachen bringen. Außerdem umgebe ich mich bevorzugt mit Menschen, die sich der Sonnenseiten des Lebens bewusst sind. Daraus entsteht dann meist ein wundervoller „Lebensfreude-Domino-Effekt“.

Lebensfreude

In der Annahme, dass meine Seele mir mit dem Schmerz Signal etwas aufzeigen möchte, begann ich, mich intensiver als jemals zuvor mit mir selbst zu beschäftigen. Ich führte Selbstgespräche, die ich meist schriftlich festhielt. Ich erfuhr viel über meine Träume, Ziele, Werte, Vorstellungen und Glaubenssätze. Diese Erkenntnisse wiederum halfen mir dabei, mein Leben langsam zu verändern. Anstatt weiterhin mit 200 Prozent Einsatz meinem Job, dem Sport, meinem Studium usw. nachzukommen, nahm ich mir eine Bildungsauszeit. Ich schaltete mehrere Gänge zurück und befreite mich von diversen Zielen, die ich mir selbst auferlegt hatte. Im Laufe der Zeit veränderte ich auch meine Prioritäten. An erster Stelle steht heute bei mir das Thema Lebensfreude. Ich bin davon überzeugt, dass Freude kombiniert mit Lachen und Spaßhaben die beste Medizin für fast jedes gesundheitliche Leiden ist. Aber auch die heilsame Wirkung der Liebe darf man nicht unterschätzen. Aus Liebe zu mir selbst und aus Liebe zu Menschen, die mein Leben bereichern, mir in guten und in schlechten Zeiten bestehen, mir Geborgenheit und einzigartige Momente schenken, achte ich auf meine Gefühle und mein Wohlbefinden.

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Diesimg-20161008-wa00032e Schritte waren für mich und meinen Weg zurück zur Lebensfreude wesentlich. Mein Kopfschmerz, den ich ab und an liebevoll „meinen kleinen Schatz“ nenne, ist bis heute mein treuer Begleiter geblieben. Wie am Kosenamen erkennbar habe ich mittlerweile jedoch meinen Frieden mit ihm geschlossen. Nichts desto trotz nähre ich die Möglichkeit, eines Tages doch noch vollkommen gesund und frei zu sein, täglich mit guten und hoffnungsvollen Gedanken.

Abschließend möchte ich noch betonen, dass der Weg zur Heilung einer physischen oder auch psychosomatischen Erkrankung genau so individuell ist, wie das Krankheitsbild selbst. Und so muss jeder für sich selbst langsam und behutsam die richtigen Methoden finden. Ich hoffe, dass ich euch mit dem einen oder anderen Gedanken dennoch inspirieren konnte.

Eure Melanie

46 Kommentare

  1. sehr toll geschrieben – damit kannst Du bestimmt sehr vielen Menschen behilflich sein – ich arbeite auch so mit meinen Klienten. Ich empfehle immer gerne den Film „Emotion“ und ein Buch in dem man nachschlagen kann – bezüglich chronischen Schmerzen. ps.:Ich kann Dir aus meinem Buch einen Auszug Deiner Problematik schicken (das Buch hat ca 1600 Seiten, aber dort findet man alles) – es ist von Christiane Beerlandt „Der Schlüssel zur Selbstbefreiung“ Schönen Abend noch und weiter so!!!! LG

    • Lieben Dank Alexandra! Ich habe dir eine ausführlichere Antwort via Mail geschickt. Über einen Auszug von diesem Buch via Mail würde ich mich sehr freuen. Alles Liebe Melanie

  2. Liebe Melanie,
    Du hast mich wirklich inspiriert mit dieser persönlichen und herzlichen Geschichte, es spiegelt meine Gedanken wider, besonders der Satz: Freude kombiniert mit Lachen und Spaßhaben ist die beste Medizin für fast jedes gesundheitliche Leiden.
    Wir haben zu viele Dinge die uns von unserer Freude trennen. Aber am Ende ist es unser Ziel, glücklich zu sein, für unsere Seele, Gesundheit und Körper.

    Keep strong!
    Love

    • Guten Abend Valentina! Ja – Seele, Körper und Geist… da hast du wohl Recht – die drei möchten miteinander glücklich sein. Mein eigentliches Ziel besteht, wie du richtig erkannt hast, darin, dass sich die drei wieder verstehen, akzeptieren und auf einander Rücksicht nehmen. Hab einen erholsamen Abend und danke für dein schönes Feedback

  3. Liebe Melanie,

    sehr schön geschrieben!
    Ein Lebensbericht, der wirklich berührt.

    Ich finde es großartig zu sehen, welche Entwicklung du für dich erleben durftest und wie sich deine Prioritäten im Leben verändert haben. Das macht Mut!

    Danke, dass du dies hier mit uns allen teilst!

    Liebe Grüße
    Dirk

    • Lieber Dirk!
      Erstmals – sehr schön, dass du so mutig bist und mit deinem Kommentar einen Frauenblog beehrst – der aber im Übrigen nichts gegen männliche Gesellschaft hat 🙂
      Außerdem – DANKE – ich freue mich sehr über dein Feedback

  4. Hallo Melanie,
    dankeschön für diesen berührenden, ehrlichen und sehr persönlichen Artikel. Ich werde ihn einer Bekannten weiterempfehlen, die mit dieser Thematik zu tun.
    Herzliche Grüße
    Jutta

    • Hallo Jutta! Danke für dein wundervolles Feedback. Gerne nehme ich mir für deine Freundin auch etwas mehr Zeit. Falls es Interesse gibt, so schreib mir doch eine E-Mail. Ich wünsche deiner Freundin die Kraft, die Liebe und die Energie für den ersten, nächsten (je nachdem wie weit sie ist) Schritt! Und dir wünsche ich mindestens genau so viele liebenswerte Freundinnen – sowie du sie eine bist. Melanie :o)

  5. Sehr gefülsbetont! Deine geschichte macht mir mut – danke dafür 🙂

  6. Hi,
    ich leide seit dezember 15 an einer unerklärlichen schmerzkrankheit. diese hat mir alles genommen, mich gebrochen, auf den boden geschmissen. ich habe schon vieles erlebt mit meinem körper, irgendwie immer alles „überlebt“ und weiter gemacht. nur diesmal ist alles anders, ich kann fasr nicht mehr.
    ich bewundere deinen Mut, deine kraft, deinen lebenswillen. Den schmerz anzunehmen und so wie du weiter zu leben, ist grossartig. ich wünschte ich könnte auch so sein.
    liebe grüsse und danke für den blogg
    <3

    • Liebe Claudia! Ich bewundere es, dass du es in der jetzigen (vermutlich trostlosen, hoffnungslosen und schrecklichen) Phase schaffst meinen Beitrag überhaupt zu lesen und darauf zu reagieren. Ich glaube annähernd nachempfinden zu können, wie es dir jetzt geht. Und auch wenn dir wenig Fachleute Hoffnung auf eine Besserung machen, so bin ich nahezu davon überzeugt, dass auch du wieder zurück zu einem glücklichen Leben finden kannst. Meine Phase der absoluten Hoffnungslosigkeit und permanenten Depression dauerte ca. 15 Monate. Nach so langer Zeit nimmt natürlich auch der Glaube wieder einmal ein „normales“ und glückliches Leben führen zu können enorm ab. Das ist ganz natürlich. Du kannst dich gerne via E-Mail bei mir melden. Mir deine Geschichte und die derzeit unüberwindbare Problemstellung erzählen. Ich würde mich freuen, wenn ich dir ein kleines Stück weiterhelfen bzw. dir wieder Hoffnung schenken könnte. Alles Liebe deine Melanie (melanie@honigperlen.at)

  7. Sauerstoff

    Hallo liebe Melanie und alle anderen Schmerzgeplagten.

    Genau wie Ihr habe ich einen jahrelangen Weg hinter mir und bin von einer Hilfe zur nächsten geführt worden. Jedesmal hat es mich ein kleines bisschen weitergebracht und wenn es scheinbar stagnierte, kam das nächste. Zuletzt bin ich auf Sauerstoff-Tropfen gestossen – hört sich so selbstverständlich an, aber es hat mich unendlich viel weitergebracht. Schmerzen haben wohl immer mit Sauerstoffmangel zu tun. Und so habe ich mit Atemübungen und Yoga angefangen, aber das reichte nicht, aber ich spürte, dass ich damit auf dem richtigen Weg war. Dann hab ich mir die Tropfen bestellt – und war sowas von überrascht, was sich alles geändert hat… wer mehr darüber wissen möchte, kann mich gerne anschreiben edith-winkels@gmx.net

    • Liebe Edith! Danke für deine Tipp. Es ist schön, dass du die richtige Hilfe für dich gefunden hast. Wer es noch nicht ausprobiert hat, sollte es auf jeden Fall probieren. Bei mir hat es leider nicht geholfen – aber das liegt wohl einfach daran, dass jede Form von Krankheit und Schmerz ganz individuell ist. Nur nicht aufgeben – genau wie du Edith – ist das Wichtigste 🙂

  8. Liebe Melanie,

    was richtig gut ist wenn du die Dinge akzeptieren kannst. Ich leide seit 20 Jahren an Multipler Sklerose. Ich spüre in viele Teieln meines Körpers keinen Schmerz, ich spüre einfach nichts weil alles taub ist.

    Den für mich wichtigsten Tipp habe ich von meiner Freundin erhalten. Sie wünschte sich, dass ich lerne mich zu lieben so wie ich bin! Dieser Lernprozess hat mich tausende Tränen gekostet, aber jede Träne ist es wert. Am Ende bleibt die Liebe die man gelebt hat.

    Herzeligst
    Isabell

    • Liebe Isabell! Ich danke für deinen Besuch!
      Wie wahr… wie wahr. Auch mir hat eine Freundin mal einen wunderschönen Satz zu teil werden lassen – der den deinigen Worten sehr nahe kommt. „Das Wichtigste und Schönste im Leben sind nicht die Leistungen, die Erfolge und die großen Lebensereignisse – sondern dass man bedingungslos liebt und geliebt wird.“ Selbstliebe ist dabei natürlich der erste und wesentlichste Schritt!

  9. Liebe Melanie, ich finde es toll, wie du dich auf deinen Weg gemacht hast und ihn mit uns teilst. Es wird bestimmt viele Leute ermutigen.
    Ich selber bin auch Psychosomatikerin, habe auch jeden Tag Rückenschmerzen, bin sehr magenempfindlich und neige zu Kopfschmerzen. Aber ich glaube, es ist nicht so sehr intensiv ausgeprägt wie bei dir. Zwischendurch habe ich auch Tage, wo eben nur der Rücken weh tut usw. Früher habe ich auch zu Depressionen geneigt. Für mich selber ist eine Besserung eingetreten, als ich intuitiv damit begann, meine Sensibilität wahrzunehmen und zu entdecken. Auch festzustellen wie weit diese wirklich geht und was man damit machen kann. So kam es , dass ich, auch inspiriert von Familiengeschichte, zu dem Gebiet Märchen gefunden habe. Ich habe in einer Ausbildung gelernt , dass die Märchen aus archetypischen Bildern, aus Seelenbildern bestehen. So kam es, dass ich lernte mich mit diesen Bildern zu befassen. Die Inhalte der Bilder haben viel Schmerz aufgelöst und geheilt. Außerdem konnte ich dadurch auch eine Unterscheidung lernen. Wo ist nämlich die jeweilige Psychosomatik auch ein Zeichen, ein Hinweis. Manchmal taucht Schmerz plötzlich auf und dann verstehe ich inzwischen, was es mir sagen soll. Und auf die Märchen bezogen nochmal… in den Märchen konnte ich persönlich meine Sensibilität ausleben und alles versuchen was im Märchen zu finden ist. sprechende Tiere, sprechende Pflanzen, Zeitphänomene, Seelenreisen, besonders auch das Thema frühere Leben, was sehr viel gebracht hat… na ja … vieles eben was man dort so findet, konnte ich auch ausprobieren und selbst tun. So fand ich, dass die Märchen echt sind. Nun bin ich gerade an einem Punkt angelangt, an dem es schwierig wird, diese Ausprägung der Sensibilität auch zu leben. Ich versuche hier wo ich wohne, gerade eine Möglichkeit dafür. Aber es ist nicht leicht. Daher beschäftige ich mich mit dem Thema auswandern oder reisen….Na ja… man wird sehen… wo die Reise hinführt. Es bleibt spannend. 🙂

    • Liebe Danka! Ich danke dir für dein Feedback und deine inspirierenden Worte. Deine Methode vor allem auch in Kombination mit der Sensibilität klingt sehr interessant. Auf deiner spannenden Reise – wo auch immer sie dich noch hinführen wird – wünsche ich dir Erkenntnisse, Freude und Erfolg.

  10. Liebe Melanie, habe den Link zu diesem Blogeintrag von einer lieben Freundin bekommen. Als ich das gelesen habe, musste ich weinen, weil es mich so berührte! Ich kenne das so gut. Dieser ständige Schmerz (bei mir Nacken, Schulter, oberer Rücken…) ist wie Folter. Seit mehr als 2 Jahren leide ich darunter und nichts hat geholfen. Keine Therapie, keine wie-auch-immer-gut-gemeinten-Ratschläge-von-wem-auch-immer. Musste sogar vor einem Jahr meinen (sicheren) Job aufgeben und bin seither mehr oder weniger im Krankenstand. Ich mache Psychotherapie und „arbeite“ ständig an mir. Ich mach sozusagen meine „Hausaufgaben“. Hab so eine Art „Eigentherapie“ entwickelt, die von mehr oder weniger allen in Frage gestellt wird, weil die Heilung nicht schnell genug geht!
    Wenn es ganz schlimm ist, würde ich am liebsten einschlafen und morgens nicht mehr aufwachen müssen. Durch den chronischen Schmerz folgte natürlich irgendwann eine handfeste Depression. Die Ärzte wollen einem natürlich Medikamente geben. Aber Medikamente haben für mich nichts mit Heilung zu tun. Es geht ihnen aber nicht schnell genug, den Ärzten, der Krankenkasse… Bin übrigens 53. Also nicht mehr so ganz jung und ich seh im Moment einfach gar keine Perspektive, weil ich mit dieser Highperformance-Gesellschaft und mit dieser Geschwindigkeit einfach nicht mehr mithalten kann und es auch nicht MÖCHTE. Man fühlt sich da manchmal ziemlich allein gelassen. Entweder du funktionierst oder du bist eben raus. Friss oder stirb.
    Da will man ja fast lieber sterben. :/

    Melanie ich danke dir für deine Offenheit, über deinen Leidensweg zu berichten. Das macht anderen vielleicht Hoffnung. Es ist vielleicht doch nicht „das Ende des Weges“.

    • Liebe Petra!
      Danke dir erstmals für deine Offenheit – die mich ebenfalls sehr berührt.
      Eines gleich mal vorab – nein – es ist nicht das Ende des Weges! Ich kenne diesen Gedanken – sehr gut über Monate hinweg hat er mich begleitet. Ich glaube aber felsenfest daran, dass es für jeden die richtige Hilfe gibt. Auch bei mir erschien es endlos. Ich fand nirgendwo Hilfe – kein Arzt – kein Wunderheiler – kein Energetiker – kein Physio- oder Cranio- Therapeut, auch nicht der Schamane, das Medium, die Bioresonanz, das Biofeedback, der Osteopath…. (ich könnte hier noch ewig weiterschreiben) konnte mir helfen.
      Ans Aufgeben dachte ich dabei oft. Ich zog mich ebenfalls vom Leben zurück – gab den Job vorerst auf – beschränkte meine sozialen Kontakte – meine Hobbys ect.
      Indem ich mein Denken durch regelmäßige Gedankenfokussierung und andere mentale Instrumente wieder zu steuern begann, schaffte ich es wieder an meine Genesung oder zumindest an eine Verbesserung meines Zustandes zu glauben. Seit 6 Monaten bin ich nun bei einem fernöstlichen Medizininstitut von dem ich glaube, dass es mir hilft. Zumindest geht es mir jetzt schon um 40-50% besser wie vor einem Jahr.
      Gerne tausche ich mich detaillierter mit dir aus. Wenn du möchtest – melde dich doch einfach via E-Mail bei mir: melanie@honigperlen.at

  11. Liebe Melanie, ich bewundere dich. Ich stelle mir das nicht leicht vor mit einem ständigen Schmerz zu leben. Ich nehme an, dass du auch bei einem Osteopathen warst. Das sind für mich bisher die Wunderheiler. Jahrelang habe ich immer wieder mit meinem Rücken Probleme gehabt und nichts half. Bis eine Osteopathin ein paar entscheidende Dinge herausgefunden und behoben hat.

    Was ich eigentlich sagen wollte: Ich stimme zu, eine fröhliche Grundeinstellung und viel Lachen lindert Schmerzen ungemein. Ich habe derzeit eine Stirnhöhlenentzündung. Meine Mama war da und statt im Bett zu liegen und mich in meine puckernden Kopfschmerzen zu vertiefen, habe ich mit ihr Tee getrunken und geschwatzt und gelacht. (Wir können immer viel zusammen lachen. ) Es ging mir danach deutlich besser. Lachen entspannt. Und Entspannung ist sicherlich ein großes Schlüsselwort bei vielen Beschwerden.

    Ich wünsche dir, dass dein Dauerbegleiter sich irgendwann und möglichst bald von dir verabschiedet.

    Liebe Grüße

    • Liebe Beatrice – herzlichen Dank für deine einfühlsamen Worte.
      Ja auch mit Osteophathen habe ich im letzen Jahr Bekanntschaften gemacht. Leider konnte ich auch durch ihre Behandlung keine Besserung vernehmen. Ich danke aber für deine Idee – denn ich bin der Überzeugung, dass sie vielen denen es ähnlich ergeht weiterhelfen kann. Wie in meinem Artikel ist jede Krankheitsgeschichte individuell – daher braucht es auch individuelle Lösungen und nur weil mir die Cranio Sacral, Osteopathie- oder Physiotherapie nicht geholfen haben, bedeutet das nicht, dass nicht viele Andere damit Erfolg haben werden. Nur nicht Aufgeben – lautet meine Devise – es gibt für jeden eine Möglichkeit der Heilung 🙂
      Ich wünsche dir baldige Besserung und weiterhin viele Gründe zum Lachen – lg Melanie

  12. Meine Hochachtung für Ihren Weg- und weiterhin viele Schritte voran, das wünscht Ihnen Birgit Desch

  13. Hallo Melanie,

    Für mich als einen an Depression Betroffenen ist es immer wieder spannend und zugleich motivierend, wenn inspirierende Frauen ihren Leidens- aber auf der einen Seite auch hin den „Glücksweg“ sozusagen auch anderen zugänglich machen und Hoffnung und Trost spenden.
    Die Lebensfreude und den Spaß sowie Du sagst neben der Selbstliebe möchte ich auf meinem Weg der Heilung noch mehr zulassen.

    Danke, Liebe Grüße Hans Peter

    • Lieber Hans Peter! Danke für deine Offenheit.
      Ich glaube, dass du mit deinem Satz „Ich möchte es zulassen“ bereits einen ganz wesentlichen Schritt tust bzw. auf deinem Weg zur Heilung schon sehr weit bist.
      Alles Liebe Melanie

      • Danke für Dein Feedback 🙂 Liebe Grüße Hans Peter

        • Hallo Melanie, ich habe deinen Text gelesen und etwas daraus erkannt, als meine Vorgehensweise (gegen meine Migräne), die du angefangen hast zu nützen: die kurzfristige Akzeptanz des Schmerz-Zustandes, ohne die Hoffnung auf einen schmerzfreien Zustand aufzugeben. Da habe ich etwas ein klein wenig anders gemacht. Auch wenn es schier unmöglich erschien, habe ich mir vorgenommen, den Schmerz zu wollen, auch wenn es immens weh tat, den Schmerz nicht nur anzunehmen, sondern ihn ausserdem noch willentlich zu verstärken – gegen alle inneren Widerstände. immer wieder in vielen Anläufen. In dem Moment wo ich den Schmerz nicht mehr schlimmer machen konnte, war er …. buff weg und zwar ganz …. und bisher bis jetzt für immer.

          • Hallo Carlos!
            Danke für deine bemerkenswerte Schilderung, was deine eigenen Erfahrungen betrifft.
            Ich bin durchaus inspiriert von deiner Technik auch wenn diese mir momentan noch etwas befremdlich erscheint. Mit Sicherheit werde ich deine Idee noch einige Mal aufgreifen und dann auch ausprobieren.
            Es freut mich außerdem, dass du deinen Weg zur völligen Heilung gefunden hast.
            Herzlichen Gruß

  14. Liebe Melanie!
    Du hast soviel ausprobiert, aber hast du schon einmal von energetischer Wirbelsäulenaufrichtung gehört? Meine Familie und einige Freunde mit starken Schmerzen sind zu so einer Wunderfrau gefahren. Und es ist unglaublich , alle sind seid dem schmerzfrei. Wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte , würde ich es nicht glauben. Hier ein Link wo man sich etwas informieren kann.
    https://www.youtube.com/watch?v=h6SFl8qp-To
    Es gibt aber auch Menschen in Österreich die das anbieten.
    Ich wünsche dir alles Gute und mögest zu den richtigen Weg für dich finden ein vollkommen schmerzfreies Leben zu führen.
    E.B.

    • Liebe Elisabeth!
      Ich danke dir ganz herzlich für deinen Tipp! Wie du richtig erlesen hast – bin ich mit dem Ausprobieren fertig. Ich gehe meinen Weg der Heilung mit meinen eigenen mentalen Methoden und Unterstützung zweier Therapeuten. Dennoch freue ich mich über deinen Hinweis. Er könnte für viele, die hier zu Besuch kommen wichtig sein.
      lieben Gruß Melanie

  15. Liebe Melanie,

    deine Geschichte klingt ähnlich wie meine.
    Ich möchte ebenfalls allen nur Mut machen, Akzeptanz und weg mit der Konzentration, dass alles wieder genauso werden muss wie früher find ich persönlich wuchtig. Annehmen und auch wenn’s nicht einfach ist, aber alles hat seinen Grund…jede Erkrankung…wir haben lange Zeit die Signale unseres Körpers ignoriert oder nicht ernst genommen. Alles braucht seine Zeit.

    „Dem Langsamen eröffnet sich die Welt.“

    Toller Bericht, danke dafür!!! Du bist eine interessante Frau mit einer sonnigen Art.

    Alles Liebe, Sylvie

    • Hallo Sylvie!
      Es freut mich von dir zu lesen. Ja die Sache mit dem „Annehmen“ – ist nichts, was man sich einfach vornimmt und dann gemacht wird. Es braucht, wie du so schön beschreibt, eben seine Zeit bis man dazu auch wirklich bereit ist.
      Herzlichen dank auch für den schönen Spruch – der mich total anspricht.
      lieben Gruß Melanie

  16. Liebe Melanie. Ich habe dich letztens bei Vera auf Orf gesehen. Ich hatte das Gefühl du erzählst meine Geschichte. Seit einer Gehirnerschütterung vor 9 Monaten leide ich an permanenten Kopfschmerzen. Ich war bei vielen Ärzten, habe unterschiedlichste Therapieformen und Ansätze ausprobier….bislang ohne große Erfolge.
    Ich stand und stehe immer wieder vor der mich am meisten quälenden Frage : ist ein glückliches Leben trotz ständiger Schmerzen überhaupt möglich? Deine Geschichte gibt mir Hoffnung und das Gefühl, diese Frage eines Tages mit JA beantworten zu können. Danke!

    • Liebe Lena!
      Es bewegt mich deine Geschichte, wenn auch auf wenige Sätze herunter gebrochen, zu lesen. Erstens – absolut JA – es ist möglich. Zweitens – wer sagt, dass du ein Leben lang an diesen Schmerzen leiden wirst. Ich habe mehr als 600 Tage durchgehend Schmerzen gehabt und habe danach wieder schmerzfreie Tage erlebt. Ganz wichtig für diesen Weg ist deine Überzeugung und deine Einstellung. Nur, weil bisher nichts deinen Schmerz lindern konnte, muss das nicht in der Zukunft so sein.
      Vielleicht findest du noch weitere Anregungen dafür auf meinem Blog z.B. Beitrag Psychosomatik oder in meinem Buch „Als ich lernte meinen Hintern zu lieben, war mein Leben eine runde Sache.“ Gerne kannst du mich auch via Mail oder telefonisch kontaktieren.
      Herzlichen Gruß

  17. Liebe Melanie,
    ich hab noch nie irgendwo einen Kommentar hinterlassen, aber hier gehts nicht anders 😉 Finde deine Seite toll! Ich erkenne mich in deiner Geschichte total wieder, auch ich litt von einer Sekunde auf die andere an unerträglichem Kopfschmerz, 24 Stunden pro Tag, ständig, immer. Bin von Arzt zu Arzt getingelt, etliche Untersuchungen, Krankenhaus-Aufenthalt, Medikamente, tausende Euro später, nichts hat geholfen. Nach einigen Wochen kamen Panik-Attacken und Depression hinzu, da man mir nicht helfen konnte. Einweisung in die Psychiatrie samt Start mit Anti-Depressiva war der letzte Ausweg der Neurologin. Dies lehnte ich ab und wusste, das ich mir selbst helfen muss. Über ein Jahr später hatte ich einiges in meinem Leben geändert, mehr auf MICH und MEINE Bedürfnisse geachtet, Dinge unternommen die Spaß machen, vom Schmerz abgelenkt, weiter arbeiten gegangen (war auch Ablenkung und macht mir Spaß), einen Kurs progressive Muskelentspannung besucht, mich osteopathisch behandeln lassen. Was davon letztendlich geholfen hat, weiß ich nicht. Aber ca. 13 Monate später nach Beginn der Schmerzen – im Urlaub am Strand in Italien – war der drückende Schmerz in meinem Kopf plötzlich weg! Dies ist jetzt 15 Monate her, der Schmerz ist nicht mehr wieder gekommen. Ab und zu „normale“ Kopfschmerzen, die jeder kennt.
    Ich halte allen Betroffenen die Daumen! Nicht aufgeben, immer weiter machen!!!!
    Ganz herzliche Grüße

    • Liebe Viki!
      Ganz herzlichen DANK für dein motivierendes Kommentar, das bestimmt vielen Menschen Mut macht.
      Und danke auch für die Überwindung ein Kommentar zu schreiben 🙂
      Herzliche Grüße, Melanie

  18. Vielen Dank für diese Einblicke in dein Leben und wie du deine Lebensfreude zurückerlangt hast. Ich leide an chronischen Kopfschmerzen und würde gerne eine Schmerztherapie machen. Es motiviert mich, meine Suche nach einer passenden Praxis noch nicht aufzugeben, sondern genau wie du weiterzusuchen und an Besserung zu glauben.

    • Liebe Laura!
      Das freut mich sehr zu lesen. Genau aus diesem Grund habe ich meinen Blog vor einigen Jahren eröffnet. Um Glaube und Hoffnung zu schenken. Ich persönlich bin überzeugt davon, dass es für jeden eine Methode gibt, die hilft.
      lg Melanie

  19. Liebe Melanie,deine Geschichte hat mich sehr berührt und ich habe sie mit großem Interesse gelesen. Ich selbst leide seit über 20 Jahren man chronischer Migräne (täglich) und Fibromyalgie, war mehrfach in Schmerzkliniken ,habe viele Rückschläge hinnehmen müssen und bin eigentlich austherapiert. Trotzdem bin ich in all den Jahren vor allem mental stärker geworden und liebe das Leben trotz täglicher Schmerzen und Beeinträchtigungen. Man lernt, sich an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen und jede schmerzfreie Stunde ist pures Glück. Herzliche Grüße und alles Gute für dich.

    • Liebe Ina!
      Wow – danke auch dafür, dass du deine Geschichte mit uns teilst. Das klingt nach einer starken und vor allem achtsamen frau. Ich gratuliere dir herzlich zu deinem Mindset und wünsche dir, dass es weiterhin auch was die Schmerzen betrifft, bergauf geht.
      herzlich, Melanie

  20. Hallo,

    Ich habe seit 4 Jahren immer wieder einseitige Kopfschmerzen und werde mich jetzt, nachdem ich alle ärztlichen Fachrichtungen abgeklappert habe und es zum Glück keine Diagnose gab, selbst lieben und akzeptieren!
    Bei Googlesuchen bin ich immer wieder auf deine Seite gestoßen!

    Ich werde mich nich weiter einlesen und ein paar Strategien übernehmen!

    Erleichtert, nicht alleine zu sein!

    • Liebe Eva!
      Schön, dass du zu meinem Blog gefunden hast. Ich wünsche dir viel Kraft und mögest du bald Erleichterung erfahren.
      Herzlich, Melanie

  21. Noch weiter einlesen… meinte ich

  22. Ich finde es sehr schön, wie du mit dieser schwierigen Situation umgegangen bist. Meine Freundin hat auch mit Depressionen zu kämpfen und geht nun zu einem Psychologen. Ich werde mal über Selbstliebe und Hoffnung mit Ihr sprechen und von deinen Erfahrungen erzählen.

    • Vielen lieben Dank für dein Kommentar und die Weiterempfehlung.
      Alles Liebe für dich und deine Freundin, deine Melanie

  23. Hallo,
    ich habe es Melanie gerade schon geschrieben: Bei starken Kopfschmerzen kann ein Geburtstrauma (Zangengeburt) der Grund für ein plötzliches Auftreten sein. Ostheopathen können in diesem Fall vllt. weiterhelfen. Gute Besserung euch allen.
    Und gegen starke Krämpfe und Kopschmerzen sind auch Magnensium und Chininsulfat-Kapseln wirklungsvoll.

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