Eine der Fragen, die uns am allermeisten interessiert, ist: Wie wirken wir auf andere?
Sehen sie uns so, wie wir uns selbst sehen? Oder sehen sie uns in einem besseren oder vielleicht sogar schlechteren Licht.
Und es ist völlig legitim, dass wir das wissen möchten, denn wir Menschen sind in der Regel keine Einzelgänger – wir möchten uns verbunden fühlen und deshalb ist uns auch der Eindruck, den andere von uns haben, nicht einerlei.
Die zentrale Frage ist: Stimmt das Bild, das du von dir hast – sprich, ist dein Selbstbild mit deinem Fremdbild adäquat? Dem gehen wir jetzt mit einigen Fakten aus der Wissenschaft und dem Kommunikationswesen auf den Grund. Und ich bin sicher, die ein oder andere Tatsache überrascht dich.
Diesen Beitrag gibt es auch auf Spotify und Apple Podcast.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Podigee. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenDie erste Überraschung: Ein negatives Selbstbild bedeutet nicht automatisch ein negatives Fremdbild
Tatsächlich belegen Studien immer wieder: Menschen mit geringem Selbstwert werden von anderen oft deutlich positiver wahrgenommen, als sie sich selbst wahrnehmen.
Sie halten sich für:
- langweilig
- zu sensibel
- nicht attraktiv
- nicht interessant genug
- anstrengend
Während andere sie als:
- empathisch
- angenehm
- warmherzig
- intelligent
- kompetent
erleben.
Der Fehler liegt also oft nicht im Fremdbild, sondern in der Selbstbewertung. Sprich: Menschen mit einem niedrigen Selbstwert und mangelnder Selbstliebe sehen sich nicht klar. Du kannst es dir vorstellen wie einen verzerrten Spiegel in den sie jeden Tag blicken.
Er ist beschlagen von den negativen Überzeugungen über sich selbst, die sich meist durch Verletzungen aus der Kindheit oder Erfahrungen in schwierigen Paarbeziehungen gebildet haben.
Kurzum: Je niedriger dein Selbstwert, desto eher entspricht dein Selbstbild nicht deinem Fremdbild. Je gesünder deine Selbstliebe, desto eher passt dein Selbstbild zu deinem Fremdbild.
Welche Menschen haben außerdem oft ein verzerrt negatives Selbstbild?
Um es noch ein bisschen deutlicher zu machen, lass uns noch einige andere Faktoren anschauen, die zu einem verstärkt negativen Selbstbild führen, obwohl das Fremdbild in der Regel besser ist.
1. Häufig kritisierte Menschen
Wenn du bereits als Kind häufig kritisiert wurdest und du vielleicht sogar bis heute oft noch Sätze hörst wie: Sei nicht so empfindlich, kannst du nicht normal sein, andere können das besser, du machst dich lächerlich, streng dich mehr an – dann ist dadurch ein negativer Filter in deinem Kopf entstanden.
Alles, was dich selbst betrifft, fließt zuerst durch den Negativfilter und wird abgewertet – selbst wenn du gerade etwas richtig gut gemacht hast.
Resultat: Dein innerer Kritiker ist viel härter als die Außenwelt. Die meisten Menschen haben ein vielfach besseres Bild von dir als du selbst.
2. Perfektionisten
Auch Perfektionisten bewerten sich nicht danach, was gelungen ist, sondern danach, was noch fehlt. Sprich – sie sehen an sich selbst immer die Mankos und Fehler.
Das Selbstbild, das sie von sich haben, ist um ein Vielfaches schlechter als das durchschnittliche Fremdbild.
3. People Pleaser
Ebenso Meister darin, das Bild von sich selbst innerlich abzuwerten, sind Menschen, die es anderen immer recht machen. Sie scannen ständig die Umgebung: Ist jemand enttäuscht? War das genug? Habe ich jemanden verletzt?
Dadurch entsteht oft ein Selbstbild, das sich an den Bedürfnissen anderer orientiert mit dem Ergebnis: Hilfe, ich schaffe es einfach nicht, allen gerecht zu werden und deshalb bin ich nicht genug.
Ein negatives Selbstbild entsteht, obwohl gerade diese Menschen oft Everybody’s Darling sind und das Fremdbild entsprechend positiv ist.
4. Hochsensible Menschen
Auch hochsensible Menschen gehören zur potenziellen Zielgruppe derjenigen, die ein schlechteres Selbstbild als Fremdbild haben. Sie nehmen Stimmungen und Reaktionen oft sehr intensiv wahr. Dadurch interpretieren sie neutrale Signale häufiger als Ablehnung oder Kritik, was das Bild, das sie von sich selbst haben, negativ beeinflusst.
Wann haben andere ein besonders positives Fremdbild?
Nun stellt sich die Frage: Wann haben Menschen ein gesundes Selbstbild – sprich eines, das der Realität und dem Fremdbild entspricht?
Interessanterweise selten dann, wenn jemand perfekt wirkt. Menschen werden oft als besonders sympathisch wahrgenommen, wenn sie:
- authentisch sind
- Sicherheit ausstrahlen
- Fehler zugeben können
- Interesse zeigen
- zuhören
- Selbstliebe ausstrahlen, sich selbst mögen
Viele Menschen versuchen, durch Leistung gemocht zu werden. Studien widerlegen, dass die Sympathie oder das Fremdbild sich dadurch verbessert. Tatsächlich mögen und schätzen Menschen andere Menschen wegen ihrer Menschlichkeit, ihrer Präsenz und ihres Charakters.
Aber ist das Fremdbild immer richtig?
Nein, natürlich nicht. In der Regel ist es genau der falsche Weg, sich vom Fremdbild abhängig zu machen, denn dieses wird ebenso von Menschen geprägt, die ihrerseits Prägungen haben und aufgrund dessen interpretieren.
Du kannst also die schönste Rose sein und trotzdem wird es Menschen geben, die Rosen nicht mögen.
Weil jeder Mensch aufgrund seiner eigenen Erfahrungen urteilt. Wenn also jemand in Anwesenheit einer Rose, was prinzipiell etwas Schönes ist, einst eine negative Erfahrung gemacht hat, ist für diese Person Rosenduft etwas Negatives.
Kurzum: Dein Ziel sollte es daher niemals sein, deinen Außeneindruck zu verändern. Viel effizienter ist es, dein Selbstbild positiv zu beeinflussen. Denn das führt zum einen zu einem besseren Wohlbefinden und mehr Zufriedenheit und verändert nebenbei das Fremdbild ganz automatisch positiv.
Bevor wir dazu kommen, wie du dein Selbstbild aufpimpen kannst, hier noch ein paar wissenswerte Fakten.

1. Die meisten Menschen sehen ihre Schwächen deutlicher als andere
Was du stundenlang analysierst (ein Versprecher, ein peinlicher Moment, ein Fehler), haben andere oft nach wenigen Minuten vergessen.
2. Menschen bilden sich ein Urteil über dich viel schneller als du glaubst
Studien zeigen, dass Sympathie-Eindrücke oft innerhalb weniger Sekunden entstehen. Viele Menschen versuchen deshalb krampfhaft, perfekt zu wirken, obwohl andere längst entschieden haben, ob sie sie mögen. Weniger Anstrengen hat hier also meist mehr Wirkung.
3. Dein Selbstbild entsteht zum großen Teil in der Kindheit
Wenn du als Kind oft gehört hast:
- Sei nicht so empfindlich.
- Streng dich mehr an.
- Sei nicht so laut.
… dann können diese Botschaften Jahrzehnte später noch beeinflussen, wie du dich selbst siehst. D. h. die Arbeit mit deinen inneren Prägungen und Glaubenssätzen ist wesentlich.
4. Andere definieren dich häufig über deine Stärken – du selbst über deine Fehler
Während du dich an die drei Dinge erinnerst, die schiefgelaufen sind, erinnern sich andere oft an die zehn Dinge, die gut waren.
5. Das sogenannte „Spotlight-Phänomen“
Menschen überschätzen massiv, wie sehr andere sie beobachten. Viele laufen durchs Leben mit dem Gefühl: „Alle sehen meine Unsicherheit.“
Tatsächlich sind die meisten Menschen mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt.
6. Wer ständig gefallen will, verliert den Blick auf sein wahres Selbst
Irgendwann entsteht ein Selbstbild aus Erwartungen:
- Wie sollte ich sein?
- Was erwarten andere?
- Wie wirke ich sympathisch?
Dadurch entfernt man sich oft von der Frage:
„Wer bin ich eigentlich wirklich?“
7. Das Bild, das du von dir hast, beeinflusst dein Verhalten
Wenn du glaubst: „Ich bin nicht interessant.“ … sprichst du weniger, hältst dich zurück, verschweigst die schönsten Geschichten, die du erlebt hast. Wenn du glaubst: „Ich bin eine Belastung.“ … bittest du seltener um Hilfe, ziehst dich oft zurück, gibst anderen nicht die Chance, auch mal die Starken zu sein.
Dadurch erzeugt das Selbstbild oft genau die Realität, die es bestätigt.
Menschen leiden oft nicht darunter, wer sie sind. Sie leiden darunter, wer sie zu sein glauben.
Selbstbild Pimp up
Deshalb ist es so wichtig, dass du beginnst, dich Schritt für Schritt mit deinem Selbstbild auseinanderzusetzen und es zu verbessern. Schließlich ist das Selbstbild die Version von dir, die dich ein Leben lang auf Schritt und Tritt begleitet.
Zum Einstieg habe ich drei spannende Fragen für dich mitgebracht.
- Wenn du dich selbst so sehen würdest, wie dich die Menschen sehen, die dich lieben – wer wärst du dann?
- Wenn du dich selbst mit den Augen deiner besten Freundin sehen würdest, was würdest du dann ab heute im Umgang mit dir selbst anders machen? Wo würdest du dich selbst anders und besser behandeln?
- Welche deiner vermeintlichen Schwächen könnten in Wahrheit Stärken sein, die du bisher falsch bewertet hast?
Selbstliebe ist der Schlüssel zu einem Selbstbild, das glücklich macht
Dein Selbstbild ist das Fundament deines Lebens. Dein Selbstbild bist du! Entweder siehst du dich ein Leben lang verzerrter und schlechter, als du bist, oder aber du beginnst die Version von dir zu erschaffen, deren Strahlen du liebst und an deren Potenzial du glaubst.
Wenn du genau das und vieles mehr vertiefen möchtest, ist mein Selbstliebe-Lehrgang in der Variante „Nur für mich“ oder „Selbstliebe-Trainer“ ZFU-zertifiziert genau das Richtige für dich.
✨ 9 Wochen – tief transformierend – psychologisch fundiert – 9 Themenbereiche.
🌸 Variante „Nur für dich“ oder 🎓 „Selbstliebe-Trainer“ – vertiefe deinen Weg und zeig es dann anderen: ZFU-anerkannt, zertifiziert
Nur jetzt und nur 14 Tage buchbar – danach wieder 12 Monate Pause.
Freie Zeiteinteilung. 3 Jahre Zugang. Persönliche Begleitung.
Herzlich, deine Melanie





