7 Fragen, die mir Jahre Therapie erspart hätten

Ich war 12 Jahre alt, als ich begann, wissenschaftliche Handbücher der Psychologie zu lesen. Nein, das war keine kindgerechte Lektüre. Eher etwas für Fachärzte und Studenten.

Dementsprechend enttäuscht war ich von meiner ersten Psychotherapie. Ich hatte das Gefühl, der Therapeut weiß kaum mehr als ich und neue Erkenntnisse gab es so gut wie gar nicht.

Wichtig: Meine Unzufriedenheit lag nicht am Therapeuten, sondern an meiner falschen Erwartung. Ich dachte sehr lange, Psychotherapie soll mir neue Erkenntnisse bringen, die mein Leben verändern. Aber genau das macht Psychotherapie standardmäßig nicht. Sie hilft bei vielem, aber sie ist in der Regel nicht das Tool, das dir lebensverändernde Erkenntnisse bringt.

Meine Headline soll daher nicht den Sinn und die Wichtigkeit von Therapie schmälern. Es geht mir einzig und allein darum, dass die 7 Fragen, die ich heute besprechen möchte, mir schneller und mehr Erkenntnis gebracht haben als viele Therapiesitzungen.

Und genau deshalb möchte ich sie mit dir teilen.

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1. Wo in deinem Leben wiederholt sich ständig derselbe Schmerz bzw. dasselbe Problem?

Wenn sich schmerzhafte Dinge oder Probleme immer wieder wiederholen, ist das fast nie ein Zufall, sondern häufig ein Hinweis auf eine alte Wunde oder ein erlerntes Muster. Denn unsere Psyche orientiert sich nicht automatisch daran, was uns guttut, sondern oft daran, was uns vertraut ist.

So geraten wir unbewusst immer wieder in ähnliche Beziehungen, Konflikte oder Situationen und reagieren auf ähnliche Weise. Erst wenn wir das zugrunde liegende Muster erkennen, können wir aufhören, nur das aktuelle Problem zu lösen und beginnen, dort etwas zu verändern, wo es tatsächlich entsteht.

Genau deshalb kann diese Frage die Lösung für viel mehr sein, als dir aktuell vielleicht bewusst ist.

2. Was würdest du tun, wenn du wüsstest, du kannst nicht scheitern?

Diese Frage hat so viel in mir verändert, weil mir damit schlagartig bewusst wurde, wie oft ich nicht tat, was ich wollte, aus Angst zu scheitern, ausgelacht zu werden oder dass jemand von mir enttäuscht sein könnte.

Bei allem, was wir tun und entscheiden, beeinflusst uns die Meinung anderer, so wurde es uns quasi beigebracht. Gleichzeitig heißt das, wir entscheiden so vieles nicht frei.

Diese Frage kann dich von dieser Fremdbeeinflussung befreien und dir deinen Herzensweg aufzeigen.

3. Was erlaubt sich der Mensch, der dich am meisten triggert, was du dir selbst noch nicht erlaubst?

Viele denken, uns triggert nur das, was in uns noch nicht geheilt ist.

Die Wahrheit ist: Viel öfter triggert uns etwas, was sich ein anderer erlaubt, was wir uns hingegen seit Jahren untersagen.

  • Wenn jemand z. B. immer nur an sich denkt, also besonders egoistisch ist, dann triggert es dich besonders, wenn du genau das Gegenteil bist, also immer anderen den Vorrang lässt und dir gesunder Egoismus völlig fehlt.
  • Wenn jemand extrem faul ist, dann triggert es dich vermutlich besonders, weil du dir nie eine Pause erlaubst und ständig Leistung von dir verlangst.

Wichtig: Diese Frage soll nicht gutheißen, was der andere tut, aber sie kann dir im positiven Sinn aufzeigen, was du dir selbst zu wenig erlaubst.

Frau schaukelt unter einem großen Baum am See im warmen Abendlicht - Symbol für 7 Fragen, die zur Selbstreflexion anregen und neue Erkenntnisse ermöglichen.

4. Welchen Konflikt meidest du gerade, nur um die Illusion von Frieden zu wahren?

  • Diese Frage macht bewusst, wie viel wir schlucken, nur um in Harmonie zu bleiben.
  • Wie sehr wir People Pleaser sind.

Gleichzeitig ermöglicht dir die Antwort, hinzuschauen. Oft schlucken wir nämlich schon so viele Jahre, dass uns gar nicht mehr bewusst ist, wie viel wir dadurch opfern – von uns, unserem inneren Frieden, unserer Wahrheit.

5. Welche Rolle hattest du als Kind in deinem Familiensystem?

Wer warst du? Die Starke, Papas/Mamas braves Mädchen, die Vermittlerin, die Unsichtbare, die Fleißige, die Unkomplizierte?

Jede Familie ist ein System. Wenn zwei Personen darin laut sind, muss eine besonders leise sein. Wenn eine besonders „faul“ ist, muss eine andere besonders fleißig sein. Besonders Kinder übernehmen oft unbewusst die Rolle des Ausgleichers.

Frag dich bewusst:

  • Welche Rolle hatte ich in unserem Familiensystem?
  • Was musste ich ausgleichen?
  • Spiele ich diese Rolle noch heute? Und warum überhaupt?

6. Wovor beschützt dich dein aktuelles Problem oder dein Schmerz?

Diese Frage fand ich besonders fies und heilsam zugleich, als ich zum ersten Mal darauf stieß. Denn so absurd es klingt: Manchmal halten wir unbewusst an Problemen fest, weil sie neben all dem Leid auch eine Schutzfunktion erfüllen. In der Psychologie spricht man dabei unter anderem vom „sekundären Gewinn“:

Wer beispielsweise ständig sagt, er sei „noch nicht gut genug“, leidet darunter, schützt sich damit aber vielleicht gleichzeitig davor, sich zu zeigen und Ablehnung oder Scheitern zu riskieren. Das bedeutet nicht, dass wir unser Leid wollen oder selbst verursachen. Es bedeutet lediglich, dass ein Teil von uns gelernt haben kann:

„Solange dieses Problem da ist, muss ich mich einer bestimmten Angst nicht stellen.“

7. Was müsstest du loslassen, damit du dich sofort 10 Kilo leichter fühlst?

Diese Frage steht für sich. Bitte denke nicht länger darüber nach, schließe deine Augen und antworte intuitiv allem, was dir einfällt. Dein Bauchgefühl bringt dir hier die besten und klarsten Antworten.

Fragen und Erkenntnisse sind der Weg in die Freiheit

Therapie hat mir geholfen in Zeiten meiner Krankheit und körperlichen Schmerzen. Sie war mein erster Schritt raus aus dem Schmerz – rein in ein gesundes Leben.

Erkenntnisse, Fragen, Selbstliebe und konkrete Übungstools aus dem Mentaltraining haben mir schließlich geholfen, aus einem „Alles-okay-Leben“ eines zu machen, das ich über alles liebe – in dem ich jeden Tag glücklich bin und mein Strahlen sowie meine Berufung wiedergefunden habe.

Wenn du mehr als nur okay willst, dann ist mein Selbstliebe-Lehrgang in der Variante „Nur für mich“ oder „Selbstliebe-Trainer“, zertifiziert und ZFU-anerkannt, wahrscheinlich genau das Richtige für dich.

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Herzlich, deine Melanie

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