Heute gibt es mal wieder eine Ladung Erkenntnisse. Wenn man ihnen zum ersten Mal begegnet, können sie ganz schön schmerzhaft sein. Aber meist sind genau diese Erkenntnisse es, die unser Leben in die richtige Richtung stupsen. Die uns erkennen und verändern lassen.
Also, wenn du mutig genug bist, dann hör jetzt genau hin und hinterfrage bei jeder Erkenntnis, ob du sie schon in dein Leben integriert hast.
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Mehr Informationen1. Wenn du immer nach Harmonie im Außen strebst, führt das zu Krieg in dir
Ilse, 58 Jahre alt. Sie ist verdammt wütend und weiß eigentlich nicht genau, warum. Als ich sie frage, wie ihr Leben bisher verlaufen ist, stellt sich heraus, sie ist harmoniesüchtig. Sie schluckt seit Jahren alles, was sie stört und ihre eigenen Bedürfnisse runter, nur um in der Familie und im Freundeskreis Harmonie zu wahren.
Erst als Ilse begann, Grenzen zu setzen, sich selbst und ihr Wohlbefinden an oberste Stelle zu setzen, nahm die Wut, die Unzufriedenheit und der Selbsthass ab.
Frieden in dir ist wichtiger als Frieden im Außen.
2. Dauernd zu geben ist keine Großzügigkeit, sondern Angst vor Ablehnung
Wenn du immer nur gibst, bist du kein Samariter, sondern ein Jäger auf der Suche nach Anerkennung und Bestätigung.
Wer immer nur gibt und selten annimmt, leidet fast immer, wenn auch oft unbewusst, an Verlustängsten. Damit dich ja niemand ablehnt, sorgst du frühzeitig vor, indem du gibst, gibst und noch mehr gibst. So will dein Unterbewusstsein sicherstellen, dass du gemocht und gebraucht wirst und die Gefahr der Ablehnung vermindern.
Das Problem: Du gibst großzügig und bekommst kaum etwas zurück. So lange, bis du kaum noch Energie hast.
3. Versagensangst hat schon mehr Träume zerstört als das tatsächliche Scheitern
Wir wollen Erfolg haben und zwar meist aus einem einzigen Grund. Endlich gesehen und geachtet werden.
Das Gegenteil davon ist Scheitern. Es ist behaftet mit Scham, Abwertung und Angst. Und so zögern viele von uns, vor allem die Perfektionisten, Dinge wirklich umzusetzen.
Die Wahrheit: Genau diese Versagensangst. Genau diese inneren Zweifel haben schon mehr Träume zerstört, als es dein Scheitern je könnte. Niemand startet perfekt. Aber viele starten. Lerne die Stimme der Perfektion in dir zu ignorieren, ganz nach dem Motto:
Einfach mal machen – könnt ja gut werden.

4. Es ist besser, allein zu wachsen, als mit jemandem zu verkümmern
Es ist verdammt schwer, sich das einzugestehen. Vor allem dann, wenn eine Freundschaft oder Partnerschaft schon seit vielen Jahren besteht.
Fakt ist: wenn sich zwei Menschen in verschiedene Richtungen entwickeln oder einer von ihnen stehenbleibt, während der andere sich transformiert, dann ist das für viele Beziehungen eine Zerreißprobe.
Ziel ist es nicht, sofort wegzulaufen. Aber wenn du schon seit einem Drittel eurer Gesamtbeziehungszeit mehr verkümmerst als aufblühst, dann solltest du das als Warnsignal sehen.
5. Perfektionismus ist keine gute Eigenschaft, sondern ein Trauma
Anspruchsvoll sein und hohe Standards an uns selbst haben, wird uns oft als gute Eigenschaft verkauft. Die Wahrheit aber ist, hinter Perfektionsdrang steckt fast immer ein Trauma.
- Wenn du dich bereits als Kind beweisen musstest, um überhaupt gesehen zu werden.
- Wenn man dir das Gefühl gegeben hat, du wärst nicht gut genug.
- Wenn Fehler zu Schuld, Scham oder Ausgelacht werden führten,
dann ist Perfektionsstreben noch heute dein Schmerzmittel. Perfektion soll dafür sorgen, dass du dich nie wieder ungenügend fühlst. „Wenn ich perfekt bin, bin ich endlich gut genug“, lautet dein innerer Glaubenssatz dann oft.
Fakt: Das ist kein Ausweg – das ist eine Traumafolgereaktion, die auf Dauer noch mehr Stress, Zweifel und Druck aufbaut.
6. Menschen behandeln dich so, wie du es ihnen erlaubst – nicht wie du es verdienst
Deine Mitmenschen screenen dich – meist unbewusst. Andere erkennen sofort, wie viel du dir gefallen lässt und wie gut man dich ausnutzen kann. Vor allem dann, wenn du dem nichts entgegensetzt.
Wenn du also öfter mies behandelt wirst, ist der einzige Weg – Grenzen zu setzen – und deinem Gegenüber so zu zeigen: So lasse ich mich nicht mehr behandeln. Ich verdiene Respekt und Wertschätzung.
7. Oft verliert man nicht die Person, sondern die Illusion, die man von ihr hatte
Unnahbare Menschen lassen unsere Fantasie verrücktspielen. Wir deuten das, was wir sehen und bekommen, einfach um. Wir glauben ganz fest daran, dass sich jemand ändert oder einfach anders ist, wenn er erstmals unsere ganze Nähe zulässt.
Klappt die Beziehung dann nicht, trauern wir. Aber meist betrauern wir nicht die Person, die wir loslassen müssen, sondern einfach nur die Illusion, die wir von ihr hatten. Denn wäre es keine Illusion gewesen, sondern die Person wirklich so, wie wir sie uns ausgemalt hatten, dann wäre sie heute bei uns.
Lass Menschen los, die dich nie verdient haben.
8. Wer immer stark sein will, verbietet sich, gehalten zu werden
Wer immer stark ist, hat meist eine sehr harte Lebensgeschichte hinter sich.
- Eine, in der niemand da war, als er am allermeisten jemanden gebraucht hätte.
- Eine voller Enttäuschungen.
- Eine, in der er schon in der Kindheit der Starke sein musste, weil es die Eltern nicht konnten.
Die Sache ist aber die: Deine Vergangenheit ist vorbei. Und so lange du dich nicht weich zeigst und es wagst, dich fallen zu lassen, kann dich auch niemand auffangen. D. h. die Veränderung muss bei dir stattfinden.
9. Alles, was du runterschluckst, frisst dich nachts auf
Zähneknirschen, unruhige Träume, Anspannung von Schultern, Nacken und Fäusten in der Nacht – all das sowie Folgen wie Verspannungen, Kopfschmerzen, Magenprobleme und Co. sind die Folge davon, dass du zu oft Dinge runterschluckst.
Worte und Emotionen, die nicht ausgesprochen werden, wüten in unserem Körper und setzen negative Gefühle sowie Stress frei.
Deshalb tue dir den Gefallen und sprich aus, was dich stört. Damit du besser schlafen und freier leben kannst.
10. Dauerleistung ist kein Charakterzug, sondern ein Überlebensmodus
- Ein guter Tag ist ein Tag, an dem du viel geleistet hast.
- Ein schlechter Tag ist ein Tag, an dem du kaum etwas geschafft hast.
Wenn diese Aussagen auf dich zutreffen, dann leidest du vermutlich am Glaubenssatz – „Ich muss immer etwas leisten, um wertvoll zu sein“.
Du rackerst dich ab, tust, machst und schaffst und weißt gar nicht mehr, wie dieses „Nichts tun“ überhaupt funktioniert. Alles nur für ein paar Krümel Anerkennung, weil dir genau diese in der Kindheit gefehlt haben.
Du kannst diesen Überlebensmodus, der deinem Leben Freude, Mut und Lust klaut, stoppen. Du kannst die alte Geschichte beenden und eine neue beginnen.
Apropos neue Geschichte – heilsame Wahrheiten
Passend zu diesen Wahrheiten empfehle ich dir herzlich mein neues Buch: Seit 14 Wochen SPIEGEL-Bestseller – Wiedersehen mit mir selbst zwischen Pasta und Limoncello – Ein Sommer, der nach Sehnsucht, Loslassen und Neuanfang schmeckt.
In dieser unterhaltsamen Sommergeschichte, die in Italien spielt, erlebst du anhand von Lenas (der Protagonistin) Reise noch viele weitere Erkenntnisse.
- Lena lernt, wie man aufhört zu funktionieren und anfängt zu leben.
- Sie lernt, wie man ohne schlechtes Gewissen annimmt und aufhört, immer zu viel zu geben.
- Sie lernt, dass ihre Anwesenheit ein Geschenk und keine Last ist.
- Sie lernt, dass ihr Körper keine Schaufensterpuppe, sondern ein Freund ist, der sie ein Leben lang begleitet.
- Sie lernt, sich selbst neu zu entdecken und zeigt uns, wie ein Wiedersehen mit uns selbst aussehen kann.

Nebenbei gibt es jede Menge schöne Italien-Abenteuer zum Lachen und Träumen.
Wiedersehen mit mir selbst zwischen Pasta und Limoncello – jetzt überall im Handel: Amazon, Thalia.de, Thalia.at, Morawa, Hugendubel
Herzlich, deine Melanie





