Die meisten Menschen glauben, sie treffen ihre wichtigsten Entscheidungen als Erwachsene.
Welchen Job sie wählen. Wen sie lieben. Wie sie ihr Leben gestalten.
Doch einige der mächtigsten Entscheidungen deines Lebens hast du getroffen, als du noch ein Kind warst. Natürlich nicht bewusst, sondern aus einem inneren Selbstschutzmechanismus heraus.
Vielleicht hast du damals beschlossen:
• Ich darf niemandem zur Last fallen.
• Ich muss stark sein.
• Ich sage lieber nichts und bin unkompliziert.
Und obwohl du längst erwachsen bist, leben diese Entscheidungen noch immer in dir und zeigen sich tagtäglich in deinen Beziehungen, im Job, in deinen Gefühlen und deinen Grenzen. Deshalb lass uns heute gemeinsam schauen, welche frühen Entscheidungen auch du getroffen hast und inwieweit sie dich heute noch lenken.
Am Ende gibt es dann natürlich wieder ein mentales Tool, das dir einen Schritt weit aus diesen Entscheidungen heraushilft und dich deiner inneren Freiheit näherbringt.
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Mehr Informationen5 Entscheidungen aus der Kindheit – Prägungen, die heute noch wirken
1. Ich halte alles aus, dann bin ich wenigstens nicht die Schwierige
Das Familiensystem, in dem du aufgewachsen bist, war oft überlastet. Du hast früh gelernt zu spüren, wann etwas für andere zu viel ist. Und so hast du deine Bedürfnisse, aber oft auch deine Meinung, deine Worte und Gefühle zurückgehalten.
- Du hast nicht frei gemeckert, wenn dir etwas als Kind nicht gepasst hat.
- Du hattest keine Wutanfälle.
- Du hattest keine besonderen Bedürfnisse.
Denn all das hast du schon früh unterdrückt, um bloß nicht die Schwierige für andere zu sein, sondern es allen möglichst einfach zu machen.
Resultat heute: Du bist die Unkomplizierte. Die, die jeder mag. Denn die Entscheidung von damals, alles, was nicht willkommen sein könnte, runterzuschlucken, lebt auch heute noch in dir.
Das Problem: Alles, was du nicht aussprichst und jede Grenze, die du nicht setzt, weil du unkompliziert sein möchtest, beginnt dich langfristig innerlich aufzufressen.
2. Ich mache alles perfekt, dann bin ich genug
Irgendwann in deiner Kindheit ist ein Gefühl entstanden, das viele Kinder sehr früh entwickeln: Das Gefühl, so wie ich bin, genüge ich nicht.
- Vielleicht wurdest du häufig kritisiert.
- Vielleicht waren deine Noten nicht „gut genug“.
- Vielleicht hat man dich mit anderen Kindern verglichen.
- Oder einfach selten bis nie gelobt.
Und weil dieses Gefühl für die wichtigsten Menschen der Welt – damals meist Mama und Papa – nicht ausreichend zu sein – schrecklich weh tut, hast du eine Entscheidung getroffen, nämlich:
Wenn ich alles besonders gut mache- also perfekt mache – bin ich endlich genug.
Und seitdem rackerst du dich ab. Du bist oft perfektionistisch, kontrollierst dich selbst immer wieder, kannst schwer loslassen und fühlst dich nur an Tagen gut, an denen du möglichst viel, möglichst perfekt gemacht hast. Nicht, weil du als Perfektionist oder Arbeitstier geboren wurdest, sondern weil Perfektion zu deinem Versuch wurde, dem Schmerz, nicht zu genügen, zu entkommen.
Das Problem: Perfektionismus führt schnell zu Stress und Überforderung. Außerdem: Wenn dein Gefühl von „Genugsein“ an Leistung gekoppelt ist, fühlt sich selbst ein kleiner Fehler schnell wie ein Beweis an, dass du doch nicht genug bist.

3. Ich helfe lieber anderen, statt mir selbst
In deiner Kindheit hast du wahrscheinlich früh gelernt, die Stimmungen anderer Menschen zu lesen. Du hast gespürt, wenn jemand traurig, gestresst, überfordert oder gereizt war. Und weil du ein Kind warst und dich nach Sicherheit und Stabilität gesehnt hast, hast du eine stille Entscheidung getroffen:
Wenn es den anderen gut geht, ist auch für mich alles sicher.
Also hast du begonnen, Verantwortung zu übernehmen, die eigentlich nicht deine war.
- Du hast versucht, Streit zu schlichten oder die Stimmung zu beruhigen.
- Du hast deine eigenen Probleme eher für dich behalten, um niemanden zu belasten.
- Du hast dich schon viel zu früh um andere gekümmert.
Weil du gespürt hast: Wenn ich mich kümmere, bleibt alles stabil.
Resultat heute: Du bist die, die sofort merkt, wenn es jemandem schlecht geht. Die zuhört, unterstützt, Lösungen findet und oft mehr Verantwortung trägt als alle anderen. Du bist diejenige, die in Beziehungen immer mehr gibt, als sie bekommt.
Das Problem: Wenn du dich ständig für andere verantwortlich fühlst, verlierst du leicht den Kontakt zu deinen eigenen Bedürfnissen. Das Kind in dir erhofft sich, wenn du andere rettest, dass du dadurch auch dich selbst rettest. Das ist aber nicht der Fall – meist bleibst du ausgelaugt zurück und spürst erst zu spät, was du eigentlich gebraucht hättest.
4. Ich lasse keine Nähe zu, damit mich niemand verletzen kann
In deiner Kindheit hast du vielleicht früh erlebt, dass Beziehungen plötzlich unsicher werden können. Vielleicht haben sich deine Eltern getrennt. Vielleicht war ein Elternteil krank oder emotional wegen eines Jobs oder Problems nicht verfügbar. Vielleicht hast du erlebt, wie schnell aus Nähe Streit, Distanz oder Schweigen wurde.
Für ein Kind fühlt sich das oft an wie ein Erdbeben. Die ganze innere Welt wird erschüttert: Das, worauf ich mich am meisten verlassen habe und die Liebe, die ich am meisten gebraucht habe, bricht plötzlich weg. Und aus dieser Situation heraus hast du eine folgenschwere Entscheidung getroffen:
Ich lasse lieber keine Nähe zu, dann kann mich auch niemand mehr verletzen.
Resultat heute: Du wehrst Nähe meist unbewusst ab. Du redest dir innerlich vielleicht auch ein – ich komm gut alleine klar. Oft zerstörst du so, ohne es zu wollen, echte Nähe in Beziehungen oder ziehst dich in entscheidenden Momenten zurück.
Das Problem: Wenn du dich innerlich schützt, indem du auf Abstand bleibst, schützt du dich zwar vor Verletzung, aber auch vor echter Nähe. So kann es passieren, dass du dir Verbundenheit wünschst, sie aber immer unbewusst sabotierst, wenn sie näherkommt.
5. Ich bleibe lieber beschäftigt, dann spüre ich nichts
Gefühle waren in deiner Kindheit meist nicht willkommen. Entweder weil die Erwachsenen selbst nie einen Umgang mit ihren Gefühlen gefunden haben oder weil eigene Probleme und mangelnde Zeit sie überforderten. Eines war aber klar: Negative Gefühle wurden nicht gern gesehen und so hast du vielleicht häufig Sätze wie diese gehört:
- Du gehst jetzt auf dein Zimmer, bis du dich beruhigt hast.
- Jetzt hör sofort auf, rumzuheulen.
- Kannst du dich nicht einmal zusammenreißen.
- Jetzt sei doch nicht so empfindlich – ständig dieses Geheule.
Also musstest du früh lernen, deine Gefühle irgendwie zu unterdrücken. Und das gelang schon damals mit Ablenkung am besten: Computer spielen, Hausaufgaben machen, im Haushalt helfen, Fernsehen etc. Denn wenn du beschäftigt warst, musstest du nicht lange bei Gefühlen bleiben, die niemand mit dir aufgefangen hat.
Resultat heute: Du bist die Produktive. Die, die immer etwas zu tun hat. Dein Kalender ist voll, du arbeitest viel, erledigst Dinge schnell und hast oft das Gefühl, ständig „on“ sein zu müssen. Und gibt es doch einmal einen ruhigen Moment, dann greifst du sofort zum Handy und scrollst oder stürzt dich in eine Netflix-Sendung.
Stillstand fühlt sich für dich schnell unangenehm an.
Das Problem: Wenn Aktivität zur Strategie wird, um innere Zustände zu regulieren, entsteht ein Leben im Dauer-Funktionieren. Du bist ständig beschäftigt – aber selten wirklich bei dir selbst.
Tipp: So geht es übrigens auch Lena – in meinem neuen SPIEGEL-Bestseller – Wiedersehen mit mir selbst zwischen Pasta & Limoncello
Wie werde ich die Prägungen aus meiner Kindheit los?
Falls du dich jetzt in der einen oder anderen Entscheidung wiedergefunden hast, fragst du dich jetzt wahrscheinlich – wie kann ich sie loslassen?
Im ersten Schritt mach dir diese 3 Dinge bewusst:
- Dass du diese Entscheidungen getroffen hast, war nicht schlecht. Du hattest damals keine andere Wahl, um dich selbst zu schützen. Aber heute hast du sie!
- Diese Verhaltensweisen sind keine Charakterzüge, sondern die Folge von frühen Prägungen aus der Kindheit.
- Entscheidungen können neu getroffen werden.
Und dafür habe ich dir im ersten Schritt ein heilsames Mantra mitgebracht, von dem du dich 2–3 Wochen lang begleiten lassen darfst, um innere Veränderung anzustoßen:
Die Entscheidungen von damals haben mich geschützt. Heute darf ich neue treffen. Ich wähle ein Leben, in dem auch ich Platz habe.
Sag sie dir abends vor dem Einschlafen oder morgens nach dem Erwachen mindestens dreimal laut oder im Gedanken vor.

Wenn du dich bis in die Tiefe von den alten Prägungen aus der Kindheit befreien möchtest
Der Großteil unserer heutigen Prägungen, Verhaltensweisen, Gedanken und die Art, wie wir leben und unsere Beziehungen führen, entsteht in der Kindheit. Deshalb ist die Arbeit mit dem inneren Kind für viele der Schlüssel für ein freies und glückliches Leben im Hier und Jetzt.
Wenn du bereit bist, die Reise zu deinem verletzten inneren Kind anzutreten, biete ich dir gerne meine Begleitung an. In meinem Inneren-Kind-Lehrgang in der Variante „nur für mich“ oder „Innerer-Kind-Mentor“ stecken 15 Jahre Erfahrung und Tools, die bereits mehr als 3.000 Menschen dabei geholfen haben, den Sprung in ein befreites Leben zu schaffen.
💛 „Nur für mich“ – wenn du dein eigenes inneres Kind heilen möchtest.
🌱„Inneres-Kind-Mentor“ – vertiefe zuerst deine eigene Heilung und zeige dann anderen den Weg.
Genau jetzt buchbar – einzige Chance in diesem Jahr.
Herzlich, deine Melanie





