Warum Männer durch Partnerschaft länger leben – und Frauen nicht!

Hast du einen Partner, der dein Leben verlängert oder einen, der es verkürzt?

Ich finde, das ist eine sehr spannende Frage, die wir uns stellen sollten. Denn eine Modellstudie aus dem Jahr 2020 zeigte Erschreckendes: Männer profitieren so sehr von einer Beziehung, dass sie im Schnitt 8 Monate länger leben, während bei Frauen dieser Vorteil nicht nachgewiesen werden konnte.

Studie: „The Marriage Gap: Optimal Aging and Death in Partnerships“, Schünemann, Strulik & Trimborn

Die Studie zeigt klar, dass Männer durch eine Partnerschaft länger leben. Für Frauen zeigt das Modell keinen solchen Vorteil, der „Ehe-Bonus“ für uns ist deutlich geringer oder fehlt komplett.

Wichtig: Das ist natürlich ein Durchschnittswert und er sagt auch nicht aus, dass Frauen in Beziehungen früher sterben, aber er zeigt eines klar: Im Schnitt profitieren Frauen von einer Partnerschaft weniger als Männer. Aber warum?

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Warum profitieren Männer im Schnitt mehr von einer Beziehung als Frauen

Lass uns diese Frage aus mentaler und psychologischer Sicht beantworten. Ich werde dir mögliche Ursachen aufzählen, die dazu führen, dass das Leben vieler Frauen durch Beziehungen nicht verlängert wird, während Männer Energie schöpfen und dadurch im Schnitt durch Partnerschaft länger leben.

Bitte fühl in dich rein, welche dieser Ursachen auch in deiner Beziehung vorhanden sein könnten, damit du später einen Ansatz für Handlungsoptionen hast.

1. Frauen tragen den Mental-Load

Denkarbeit ist auch Arbeit. Derjenige, der ständig organisiert, sich um Familientreffen, den Wochenspeiseplan, die Weihnachtsgeschenke oder den Fahrtenplan der Kinder kümmert, ist rund um die Uhr im Denken. Das zehrt und kostet Energie.

Selbst wenn einem der Partner 50 % all der Taten dann abnimmt, wird hier nicht dieselbe Energie verbraucht. Wir müssen ein für alle Mal verstehen, dass 37 geöffnete Tabs im Kopf  – und das vielleicht tagtäglich – Schwerstarbeit sind.

Und es ist leider einfach eine Tatsache, dass dieser Teil in den meisten Beziehungen noch immer von Frauen getragen wird.

Reflektiere für dich:

  • Wie viel Mental-Load trägt dein Partner? Wie viel du?
  • Wenn du mehr trägst, gibt es dann etwas anderes, das das ausgleicht?

2. Männer erhalten durch Beziehungen mehr emotionale Versorgung

Für viele Männer ist die Partnerin die einzige wahre emotionale Bezugsperson. Bei ihr kann er sich fallen lassen wie sonst nirgendwo.

Umgekehrt ist das oft nur teilweise der Fall. Für Frauen ist der Partner oft einer von vielen, aber selten derjenige, der sie am meisten entlastet. Frauen benötigen oft auch noch andere Frauen, Freundinnen oder Therapeutinnen, um ihre emotionale Versorgung sicherzustellen.

Kurzum: Sehr oft (natürlich nicht immer, jeder ist individuell) ist es so, dass Frauen in Beziehungen 100 % emotionale Versorgung zur Verfügung stellen, während Männer auf 30–70 % kommen.

Reflexionsfrage: Wie ist das bei dir? Entlastet dich dein Partner emotional genauso, wie du ihn entlastest, z.B. mit Verständnis, Zuhören, tiefen Gesprächen etc.?

3. Frauen regulieren Konflikte – Männer profitieren

Frauen übernehmen häufiger die Rolle der emotionalen Moderatorin: Sie glätten Spannungen, sprechen Probleme an, arbeiten an der Beziehung und halten das Miteinander stabil. Diese Arbeit gibt vielen Männern Sicherheit und Stabilität, während sie uns Frauen Energie kostet.

Zum Beispiel: Wenn du nach einem Streit stundenlang nach Lösungen suchst, während er längst wieder zur Tagesordnung übergeht. Oder wenn du schwierige Gespräche vorbereitest, deine eigenen Trigger reflektierst.

Reflexionsfrage: Wie ist das bei dir? Bist du die Vermittlerin – die, die sich mehr Mühe gibt, Lösungen findet und die Dinge glättet – oder ist es in deiner Beziehung ausgewogen?

4. Frauen managen die Beziehung

Frauen wurden darauf programmiert, Beziehungen aktiv zu pflegen. Ob eine Beziehung aufblüht oder den Bach runtergeht, ist in 80 % der Fälle vom Engagement der Frauen abhängig. Von meinen Klientinnen weiß ich, dass fast immer sie es sind, die aktiv an der Beziehung arbeiten, das Gespräch suchen, eine gemeinsame Therapie vorschlagen, sich neue Richtungen und Ziele für die Beziehung überlegen.

Man könnte also meinen, Beziehungsarbeit ist Frauenarbeit. Aber genau diese Arbeit kostet eben auch Energie und sollte daher nicht einseitig einfließen.

Reflektiere für dich: Wie würdest du spontan antworten, wenn jemand fragt – wer ist in deiner Beziehung der Manager?

5. Ungleich verteilte Care-Arbeit

In vielen Partnerschaften übernehmen Frauen den größten Teil der Fürsorge, von der Alltagsorganisation bis zur emotionalen Unterstützung. Zum Beispiel wenn du dich nach der Arbeit noch um Eltern, Haushalt, Kinder und Termine kümmerst.

Reflexionsfrage: Wie ist die Care-Arbeit in deiner Beziehung verteilt? Wer kümmert sich mehr um andere? Oder ist das bei euch ausgewogen?

6. Frauen verlieren sich häufiger in Beziehungen

Auch das sehe ich bei meinen Klientinnen immer wieder. Frauen passen sich stärker an, relativieren ihre Wünsche und stellen oft das „Wir“ über das „Ich“. Kurzum: Sie vergessen sich selbst im Namen der Liebe.

Zum Beispiel:

  • Sie sagt Treffen mit Freundinnen ab, weil er einen anstrengenden Tag hatte
  • Sie verschiebt ihre beruflichen Ziele, weil seine Pläne wichtiger wirken
  • Sie ist im Restaurant diejenige, die sagt: „Nimm du ruhig das letzte Stück.“
  • Sie passt ihren Lebensstil (Urlaube, Wochenenden, Hobbys) an seine Bedürfnisse an.
  • Sie nimmt Rücksicht auf seine Stimmung und schraubt ihre eigene Lebendigkeit herunter.

All das ist Aufopferung. Sie kostet Energie und oft auch Lebensfreude.

Frau sitzt mit gesenktem Kopf und hält ihr Gesicht mit beiden Händen, wirkt erschöpft und überfordert - visuelle Darstellung zum Thema, warum Männer durch Partnerschaft länger leben und Frauen nicht.

Frauen geben mehr Energie, weswegen Männer durch Partnerschaft länger leben

Alle Punkte, die ich hier aufgezählt habe, sind Durchschnittsannahmen und müssen nicht auf jede Beziehung zutreffen. Aber eines wird dadurch klar – Frauen geben im Schnitt mehr Energie in Beziehungen hinein, als sie herausbekommen.

Nun erscheint auch klar, warum Männer in der Partnerschaft länger leben, während das bei Frauen im Durchschnitt öfter nicht der Fall ist. Aber es geht hier um noch viel mehr als darum, ein paar Monate länger zu leben. Es geht um ein erfülltes, ausgeglichenes und glückliches Leben – in der Beziehung und außerhalb.

Und deshalb ist es so wichtig, dieses Immer-mehr-geben-Muster zu durchbrechen. Für dich! Für deine erfüllte und gesunde Partnerschaft. Für deine Lebensfreude!

Du musst verstehen, wie es überhaupt dazu kam, dass du zur Dauer-Energie-Spenderin wurdest.

Warum Frauen die Rolle der Mehr-Geberin überhaupt übernehmen

Viele Frauen haben früh gelernt, Harmonie zu sichern, Bedürfnisse anderer zu spüren und Verantwortung zu übernehmen. Es wurde ihnen vorgelebt, es wurde ihnen aufgedrängt und auch immer wieder gesagt.

Zum Beispiel:

  • Nimm dich bloß nicht so wichtig
  • Es ist wichtig, dass der Papa seine Ruhe hat und zufrieden ist
  • Sei ein braves Mädchen, damit dich Opa lieb hat
  • Sei kein Esel und nenn dich bloß nicht zuerst
  • Subtil: Männer sind wichtiger als Frauen (oft gezeigt durch Vorleben)

Diese Überzeugungen wurden zu Mustern. Aber sie sind nicht angeboren, sie sind einfach Überreste von frühen Beziehungen und dem Bild der Frau, das uns durch die Gesellschaft so lange aufgedrängt wurde. Und genau deshalb ist es auch möglich, sie zu durchbrechen. Dazu kommen wir gleich noch.

Wie diese Muster Frauen in Beziehungen auslaugen

Das Problem ist, dass sich die alten angelernten Muster oft ganz unbewusst in unseren erwachsenen Partnerschaften wiederholen. Wenn ich eine Frau frage, warum machst du das alles – die Wäsche, die Termine, den ganzen Mental-Load, die Organisation des Wochenspeiseplans – höre ich oft diese Sätze:

  • Weil ich es gerne mache (meist einfach nur anerzogen)
  • Weil’s sonst keiner macht (meist einfach nur, weil du es immer gemacht hast)
  • Weil er das nicht kann/ schafft (ebenso angelernter Unsinn)

Innere Muster werden zu deiner äußeren Realität. Und in Beziehungen ist das dann oft eine Realität, in der du alles trägst und alles gibst, während du nur einen Bruchteil zurückbekommst. Unausweichlich rutschst du mit deiner Energie ins Defizit. Du wirst unzufrieden mit dir selbst und der Beziehung, bist häufig gestresst und fühlst dich nicht für das geliebt, was du bist, sondern für das, um was du dich alles kümmerst.

Wie kann das Umdenken beginnen

Und weil das Übel in dir und deinen inneren Mustern begonnen hat, kannst du es auch genau dort beheben.

Mini-Schritte mit großer Wirkung

1. Was brauche ich heute von dir?

Die meisten Frauen fragen sich ständig, was sie heute für die Familie, für den Partner, für sonst wen tun können. Lerne, es auch mal andersrum zu machen. Frag dich mindestens einmal pro Woche – am besten täglich – ganz bewusst in Bezug auf deinen Partner:

„Was brauche ich heute von dir?“

Fordere deinen Partner bewusst auf, etwas in die Beziehung hineinzugeben, das du dir wünschst.

Zum Beispiel:

  • Morgen Abend wünsche ich mir, dass du mir mein Lieblingsgericht kochst. Du managst dazu bitte auch den Einkauf etc.
  • Oder: Für nächste Woche wünsche ich mir, dass du dir einen romantischen Abend für uns überlegst und gestaltest.
  • Oder: Ich brauche heute jemanden, der richtig gut zuhört und sich ehrlich interessiert. Ich wünsche mir, dass du nicht mit dem halben Ohr beim Fernseher bist, sondern ganz bei mir. Ich möchte, dass es jetzt eine halbe Stunde nur um mich und mein Thema geht.
Eine Frau und ein Mann sitzen sich bei warmen Kerzenlicht gegenüber, trinken Wein und essen gemeinsam an einem Tisch - eine ruhige, intime Szene, die zeigt, warum Männer durch Partnerschaft länger leben und emotionale Stabilität gewinnen.

2. Gib Verantwortung zurück – ohne Drama, aber konsequent

Viele Frauen übernehmen Aufgaben, die gar nicht ihre Aufgaben sind. Und zwar immer und immer wieder. Ein einfacher Satz, der hier Abhilfe schaffen kann und zu deinem Mantra werden sollte, wenn du davon betroffen bist, lautet:

„Kannst du das bitte selbst übernehmen? Ich schaffe das nicht.“

Fertig. Aus! Ja, auch andere können etwas übernehmen. Du bist nicht die Einzige, die Rucksäcke tragen kann. Auch sie können das! Lerne, abzugeben.

3. Plane jede Woche eine Handlung, die nur für dich ist – und zieh sie durch

Nicht Wellness, nicht „Selfcare-Light“, sondern etwas, das deine Identität stärkt:

  • ein Abend mit Freundinnen
  • ein Kurs, der dich interessiert
  • eine Stunde allein im Café, vielleicht mit einem Buch
  • ein Hobby, das du zurückgehalten hast

Der entscheidende Punkt: Du sagst dir damit: Ich und meine Bedürfnisse sind wichtig. Genauso wichtig! Diese eine durchgezogene Entscheidung pro Woche baut dein Selbstwertgefühl messbar auf und verschiebt die Beziehungsdynamik spürbar.

Komm zurück zu dir – für dich – für eine starke Beziehung

Viele Frauen in unausgeglichenen Beziehungen denken, ich kann nichts ändern. Aber die Wahrheit ist – du kannst deine Beziehungsdynamik und dein Wohlbefinden fast immer verändern, indem du deine inneren Programme änderst. Ich werde dir nicht erzählen, dass das innerhalb von 3 Affirmationen und einer Übung schaffbar ist, aber ich erzähle dir, dass es bereits mehr als 3000 Frauen geschafft haben.

Mein 9-Wochen-Programm – der Selbstliebe-Lehrgang in der Variante „Nur für mich“ oder „Selbstliebe-Trainer zertifiziert“ – war für sie der Wendepunkt – der Kickstart in ein erfüllteres Leben. Denn Selbstliebe ändert nicht nur dich, sondern auch alles um dich herum. Hol dir gerne mehr Infos dazu und lass dich unverbindlich für den nächsten Start im Jänner vormerken.

Herzlich, deine Melanie

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