Urvertrauen verstehen – was hinter diesem tiefen Lebensvertrauen steckt
„Wenn du nicht bekommst, was du willst – dann, weil etwas Besseres für dich bestimmt ist.“
Ich las diesen Satz etwa eine Woche, nachdem mir meine damalige große Liebe gestanden hatte, dass er sich eine Beziehung mit mir nicht vorstellen könne. Was für ein Schwachsinn, dachte ich damals. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass etwas Besseres auf mich wartet. Schließlich wollte ich ihn und nichts anderes auf der Welt.
Heute, viele Jahre später, bin ich unendlich dankbar für diese Wendung. Nicht nur, weil ich inzwischen meinen Traummann an meiner Seite habe, der mich auch wirklich will. Sondern weil diese Erfahrung mein Selbstwertgefühl auf eine neue Ebene gehoben und mir Türen geöffnet hat, von denen ich damals nicht einmal wusste, dass es sie gibt.
Genau solche Momente sind das perfekte Beispiel für Urvertrauen: Dieses tiefe, innere Wissen, dass selbst schmerzhafte Situationen letztlich zu deinem Besten passieren – auch wenn du es in dem Moment noch nicht sehen kannst. Und hier kommt das Spannende: Urvertrauen ist kein angeborenes Geschenk, das nur wenige Glückliche besitzen. Es ist eine innere Haltung, die du trainieren und bewusst stärken kannst.
Diesen Beitrag gibt es auch auf Spotify und iTunes.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Podigee. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen1. Was ist Urvertrauen wirklich?
Urvertrauen ist diese innere Grundhaltung: „Das Leben ist auf meiner Seite, auch wenn ich den Plan gerade nicht verstehe.“ Psychologisch betrachtet haben wir meist dann ein gesundes Urvertrauen, wenn uns als Baby und Kleinkind das Gefühl gegeben wurde, sicher und geborgen zu sein. Aber keine Sorge: Auch wenn diese Basis damals wackelig war, kannst du heute als Erwachsene lernen, dir selbst dieses Gefühl zu geben.
Aber warum solltest du das tun – dir Urvertrauen aneignen? Ganz einfach: Stell dir vor, egal was passiert, du bist immer im Vertrauen, dass diese Sache für dich passiert. Ja, sogar dann, wenn sie auf den ersten Blick negativ wirkt z. B. weil dir dein Traumjob abgesagt wurde oder weil dieser eine Wunsch, den du hast, einfach nicht in Erfüllung geht.
Wenn du nun aber felsenfest davon überzeugt bist, dass trotzdem alles gut wird, bleiben dein Geist und dein Körper in völliger Gelassenheit. Du gehst dennoch weiter positiv an die Sache heran – was wiederum dazu führt, dass du eher positive Situationen anziehst und sich dein Wunsch dann z. B. zu einem späteren, noch besseren Zeitpunkt erfüllt oder sich eine Tür öffnet, die dir viel mehr schenkt, als du erwartet hast.
Kurzum: Menschen mit Urvertrauen leben meist ein gelasseneres und glücklicheres Leben.
Wichtig: Urvertrauen heißt aber nicht, alles rosarot zu sehen oder Probleme wegzuwischen. Es ist eher eine Form der Resilienz – du weißt: „Ich kann mit dem umgehen, was kommt und vielleicht steckt darin sogar ein Geschenk.“

2. Warum vielen Menschen das Urvertrauen so oft fehlt
Unser Gehirn liebt Sicherheit. Evolutionsbiologisch war es über lebenswichtig, Gefahren zu erkennen und mögliche Risiken zu vermeiden. Dieses „Warnsystem“ ist heute noch aktiv nur dass es nicht mehr vor Säbelzahntigern warnt, sondern vor Jobverlust, Trennungen oder ungeplanten Veränderungen.
Kurzum: Schon evolutionsbedingt fokussieren wir uns mehr auf die Gründe, warum etwas für uns schlecht ausgehen könnte, und verdrängen dabei all jene, die prognostizieren könnten, warum etwas doch noch ein Happy End finden könnte.
Aber es gibt noch drei weitere Gründe, warum unser Urvertrauen oft geschwächt ist – weswegen uns das Leben dann oft wie ein unberechenbares und unfaires Spiel erscheint.
3. Psychologische Gründe, warum Urvertrauen fehlt
Urvertrauen entsteht, wenn wir im Kern überzeugt sind: „Ich bin sicher, egal was passiert.“
Psychologisch lässt sich das auf drei Pfeiler herunterbrechen:
- Bindungserfahrungen
Wer als Kind erfährt, dass Bedürfnisse ernst genommen werden, entwickelt meist ein Grundgefühl von Sicherheit. Fehlende Bindungserfahrungen führen oft zu Kontrollbedürfnis – was Urvertrauen erschwert. - Selbstwirksamkeit
Das Wissen: „Ich kann Herausforderungen meistern.“ Das bedeutet nicht, dass alles leicht ist sondern dass du dir zutraust, Lösungen zu finden, wenn es schwierig wird. Je weniger Erfahrungen wir mit positiver Selbstwirksamkeit gemacht haben, z. B. weil wir selten selbstständig agiert haben, desto schwerer fällt Urvertrauen. - Kognitive Bewertung
Wenn wir in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht haben, dass Veränderung etwas Negatives ist, dann haben wir oft heute noch die Erwartung, dass jede Veränderung ein Verlust für uns ist. Unsere Einstellung zu Wandel ist also sehr negativ, was das Urvertrauen blockiert. Erst wenn wir beginnen, Veränderung als Chance zu deuten, können wir Urvertrauen entwickeln.
4. Urvertrauen im Alltag – 3 Situationen, in denen das Leben dich trägt
Um deine Gedanken mit Urvertrauen zu nähren, hier klassische Beispiele, die ich bei meinen Klienten immer wieder genau so erlebe:
- Beziehungen
Oft halten wir an Partnern fest, die uns nicht guttun – aus Angst vor Einsamkeit. Eine Trennung wirkt wie ein Verlust, bis wir spüren, dass Raum für eine Beziehung entsteht, die wirklich zu uns passt. - Berufliche Wendepunkte
Kündigungen oder gescheiterte Projekte fühlen sich bedrohlich an. Und doch erzählen viele Menschen, dass genau dieser Bruch sie dazu gebracht hat, ihr eigentliches Talent zu leben. - Gesundheitliche Stoppschilder
Eine Krankheit oder Verletzung zwingt uns, langsamer zu machen. Erst später erkennen wir, dass wir dadurch nicht nur körperlich, sondern auch mental eine neue Balance gefunden haben.
5. Wie du Urvertrauen aufbaust – Schritt für Schritt
- Übung: Rückschau auf die Vergangenheit
Nimm dir Zeit, auf vergangene Situationen zu blicken, die sich zuerst „falsch“ angefühlt haben, später aber einen positiven Wendepunkt darstellten. Notiere dir mindestens fünf Veränderungen in deinem Leben, die du vorerst als negativ wahrgenommen hast (Trennung, eine Absage, ein unerfüllter Wunsch, Jobverlust etc.), die sich aber dann zu etwas Positivem gewandelt haben. Dein Gehirn lernt so, in Krisen schneller auch Potenzial zu sehen. - Übung: Kontrolle bewusst abgeben
Starte klein. Plane z. B. nicht jeden Tag komplett durch oder sag bei einer spontanen Einladung „Ja“, ohne vorher alle Details zu kennen. Dein Nervensystem gewöhnt sich daran, dass nicht alles vorhersehbar sein muss. - Übung: Selbstsicherheit stärken
Urvertrauen braucht die Basis: „Ich bin für mich da.“ Dabei haben mir sehr einfache, aber wirksame Affirmationen geholfen. Sag dir eine davon täglich für mindestens 21 Tage:- Egal, was passiert – ich bleibe bei mir und liebe mich in jedem Moment.
- Egal, wie schwer es erscheint – ich vertraue darauf, dass alles gut wird.
- Übung: Sprache verändern
Achte darauf, wie du über Herausforderungen sprichst. Ersetze Sätze wie „Warum passiert mir das?“ durch „Wozu könnte das gut sein?“ Dein Unterbewusstsein beginnt, neue Antworten zu suchen.
Fazit: Warum Urvertrauen der Schlüssel zu Gelassenheit und Leichtigkeit ist
Urvertrauen ist kein naives Hoffen, dass schon alles gut geht. Es ist die geübte Fähigkeit, auch im Ungewissen stabil zu bleiben und darauf zu vertrauen, dass das Leben dich trägt. Eines der Tools, mit denen du Urvertrauen tiefenwirksam und langfristig aufbauen, ist Mentaltraining sowie Affirmationen.
Wenn du dieses tiefe Vertrauen in dich und das Leben weiter stärken möchtest, dann lass dich täglich von meinen liebevoll gestalteten Begleitern inspirieren:
Mein Affirmations-Kartenset zum SPIEGEL-Bestseller „Es ist ein Geschenk, dass es dich gibt.“ schenkt dir 50 stärkende Gedanken & Tagesintentionen, die dich jeden Tag daran erinnern, dass du gehalten bist vom Leben, von deiner inneren Stärke, von dir selbst.

Und mein „Es ist ein Geschenk, dass es dich gibt“ Tischaufsteller begleitet dich Woche für Woche mit Mini-Coachings, die dein Vertrauen, deine Achtsamkeit und deinen inneren Frieden nähren.

Ein wunderschönes Duo, um Tag für Tag in Verbindung mit dir und dem Leben zu bleiben. Als Geschenk für dich selbst oder deine Liebsten. Überall im Handel und online erhältlich.
Herzlich, deine Melanie





