Ich habe mein inneres Kind geheilt – mein Partner nicht – was ist dann passiert…

Unterschiedliche Entwicklung in einer Beziehung – geht das überhaupt?

  • Was, wenn sich zwei Menschen unterschiedlich entwickeln?
  • Was, wenn mein Partner sich weder mit seinen Gefühlen auseinandersetzen, noch einen Blick nach innen richten will?
  • Was, wenn wir scheinbar in eine gegensätzliche Richtung gehen?

Diese und ähnliche Fragen habe ich mir oft gestellt, als ich vor mehr als 10 Jahren begann, den Weg meiner inneren Heilung und meiner persönlichen Entwicklung einzuschlagen. Und vielleicht bist auch du gerade hier und fragst dich – laut oder leise – Ähnliches.

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Mein Weg zur inneren Heilung – und wie alles begann

Ich habe es immer schon geliebt, mich mit der Kraft meiner Gedanken auseinanderzusetzen. Schon mit 19 Jahren arbeitete ich mit Affirmationen und Visualisierungen und erschuf so einen großen Teil meines Lebens bewusst.

Aber eine Notwendigkeit, noch tiefer zu tauchen, mich wirklich kennenzulernen, alten Schmerz und Muster aufzulösen, die sah ich lange Zeit nicht. Bis ich eines Tages aufwachte, mit einem monströsen Kopfschmerz. Diagnose: Migräne mit Aura – Schmerzstadium 10 von 10.

Das Problem: Meine Migräne verschwand nicht nach 4–24 Stunden, wie es bei dieser Erkrankung üblich ist. Ich hatte sie fortan tagtäglich. Mein Leben wurde zur Hölle auf Erden. Ich konnte die normalsten Dinge wie arbeiten, Freunde treffen, reisen, Sport treiben, kochen etc. nicht mehr tun.

Ich rannte zu 112 Ärzten und Alternativmedizinern, aber keiner konnte mir helfen. Und dann blieb mir nur noch eines – Mentaltraining, Arbeit mit meinem inneren Kind, Selbstliebe. Denn oft beeinflusst das Innere das Äußere. Das heißt nicht, dass jede Krankheit mit Mentaltraining bekämpft oder gar geheilt werden kann. Aber ich bin der Überzeugung, dass man sie positiv beeinflussen kann, vor allem dann, wenn auch in uns selbst in unserer Seele viel unverarbeiteter Schmerz, negative Muster und Überzeugungen brachliegen.

Nachdenkliche Frau sitzt im Fenster und blickt hinaus, hat Sehnsucht nach Verbindung und innerer Klarheit

Was innere Kind Heilung in mir verändert hat

Und so kam es, dass ich nach 7 Jahren Partnerschaft plötzlich einen extremen Weg in Richtung innere Heilung einschlug. Neben täglichem Mentaltraining und Therapie beschäftigte ich mich mit den Wunden meiner Kindheit, die mir schon bald vieles erklärten.

• Ich verstand, dass Dinge, von denen ich dachte, sie wären mein Charakter in Wahrheit, negative Überzeugungen aus schmerzhaften Erfahrungen oder gar Traumata aus der Kindheit waren und eben nicht ein Teil meiner Persönlichkeit.
• Ich löste nach und nach Muster auf, die dazu führten, dass ich fortwährend in meinem Leben ähnliche Enttäuschungen oder ähnlichen Schmerz erlebte.
• Ich lernte, mich und meine Umwelt liebevoller zu betrachten.
• Ich befreite mich von den alten Grenzen, die mir unbewusst in der Kindheit auferlegt wurden.
• Und noch vieles mehr.

Wenn einer heilt – und der andere (noch) nicht

Meine Beziehung, war zu diesem Zeitpunkt ganz und gar nicht perfekt. Es gab viele Missverständnisse, alte Wunden und Trigger, die immer wieder zu Streit führten. Zwar liebte ich meinen Partner über alles und war ihm dankbar, dass er die schwere Zeit meiner Krankheit mit mir durchstand, aber fernab davon hatten wir einige Probleme.

Und dann gingen wir auch noch in zwei verschiedene Richtungen. Mein Partner konnte nicht viel damit anfangen, dass ich ständig Kurse und Weiterbildungen machte, zum Therapeuten ging und mit meinem inneren Kind sprach. Spaßeshalber sagte er oft: „Da kann ich nicht mitreden, schließlich habe ich ja keine Gefühle.“
Logischerweise kam schon bald eine Angst in mir hoch: Wie soll das zwischen uns klappen, wenn nur einer hinschaut und der andere nicht? Werde ich uns verlieren, wenn ich so weitermache?

Warum Heilung manchmal ansteckend ist

Damals fühlte sich diese Angst übermächtig an. Heute weiß ich: Wenn du heilst, auf gesunde Weise – heilt dein Partner ein Stück weit mit. Und ich möchte dir nun genau erklären, warum.
Dein Partner heilt nicht deshalb mit, weil du verkrampft versuchst, ihn zu ändern oder zu belehren, sondern weil Heilung bis zu einem gewissen Grad „ansteckend“ ist. Was meine ich genau damit?

Ich erkannte sowohl seine als auch meine alten Wunden. Das ermöglichte mir ein ganz anderes Verständnis und einen anderen Umgang damit. Anstatt ihm vorzuwerfen, „Du läufst davon, wenn es Konflikte gibt“, spürte ich seine Ängste und Wunden dahinter. Und so wurde ich liebe- und verständnisvoller, ihm aber auch mir gegenüber, wenn es wieder einmal dazu kam, dass er versehentlich eine alte Wunde von mir traf.

Ich erklärte ihm auch, warum ich so stark auf bestimmte Aussagen und Handlungen reagierte. Und obwohl er von Psychologie nicht viel wissen wollte, wollte er Dinge über mich wissen. Statt mein Verhalten zu verurteilen, nahm er mich fortan – nicht immer aber öfter – in den Arm, wenn ich aus meinem inneren Kind heraus wieder überreagierte.

Aber natürlich gelang es auch mir immer besser zu unterscheiden, ob mich jemand wirklich verletzen will oder nur versehentlich meine alten Wunden trifft. Ein Beispiel:
Früher hätte mich ein spitzer Kommentar von ihm sofort in einen Gegenangriff getrieben. Heute spüre ich zuerst in mich hinein: Was triggert mich da gerade? Gehört das zu ihm oder zu einer alten Wunde in mir?
Kurzum: Ich habe auch mein Verhalten verändert. Und wenn eine Person die Aktion verändert, lädt sie den anderen ganz automatisch dazu ein, auch die Reaktion zu verändern.

Warum Partner innere Arbeit oft zuerst ablehnen

Aber es wäre gelogen, wenn ich dir erzähle, dass mein Partner von meiner tiefen Arbeit und meinem psychologischen Wissen rund um das innere Kind sofort begeistert gewesen wäre. Im Gegenteil, er hatte Angst und lehnte diese Themen daher ab.
Warum? Weil wir immer Angst vor dem Unbekannten haben. Wenn ich seine Ängste formulieren müsste, würde ich sie vielleicht so ausdrücken: Was, wenn sie mit dieser tiefen Herumgraberei herausfindet, dass ich falsch bin und nicht sie? Was, wenn sie mir die ganze Schuld gibt? Was, wenn sie etwas in mir erkennt, das sich selbst gar nicht erkennen will?

Logischerweise machen solche Gedanken Angst, die Ablehnung ist also vorprogrammiert. Und dennoch habe ich weitergemacht. Aber immer mit dem Fokus, ihm das Gefühl von Sicherheit zu geben.
Ich habe ihn nur in kleinen Schritten an meinen Erkenntnissen teilnehmen lassen. Oft habe ich ihn auch einfach wortlos verstanden, vielleicht, weil ich Muster in ihm sah, die er noch gar nicht kannte. Meine innere Arbeit hat mich liebe- und verständnisvoller mit ihm werden lassen. Und all das hat er gespürt.
Und Schritt für Schritt konnte er so die Angst vor dem Unbekannten loslassen und hat sich ganz in seinem Tempo und meist nicht bewusst mit mir auf den Weg der inneren Heilung begeben.

Zwei Menschen halten sich an den Händen. Im Hintergrund ist ein Sonnenaufgang zu sehen.

Unsere Beziehung heute – und mein wichtigstes Fazit. Sie zu beschreiben, würde fast ein wenig kitschig klingen, so tief und schön ist unsere Verbindung heute. Geprägt von gegenseitigem Halten, Verständnis, Unterstützung und tiefster Liebe. Ich liebe alles an meinem Partner, auch seine Wunden und seine Macken. Und ich spüre, dass das umgekehrt genauso ist.

Mein Fazit: Heilung trennt nicht automatisch, oft ist sie das Geschenk, das euch beide auf ein neues Level bringt. Innere-Kind-Arbeit war für mich der Booster in meinem Liebesleben. Aber natürlich nicht nur dafür, denn innere-Kind-Arbeit ist im ersten Schritt immer ein Akt der Selbstliebe. Es geht darum, dich zu befreien, endlich Fülle und Liebe statt wiederholten Schmerz zu erleben.

Innerer-Kind-Intensivkurs: Dein Weg zu mehr Liebe, Freiheit und Selbstheilung

Wenn du diesen Weg mit mir gemeinsam gehen möchtest, hast du jetzt die Gelegenheit dazu. Zum letzten Mal in diesem Jahr hat jetzt mein Innerer-Kind-Intensivkurs in der Variante „nur für mich“ oder „Innerer-Kind-Mentor mit Zertifikat“ geöffnet. Hier findest du alle Infos.

Herzlich, deine Melanie

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