Selbstwertgefühl: Wie du lernst dich wertvoll zu fühlen

Selbstwertgefühl: 7 Impulse um deinen Wert zu spüren

„Nun bin ich 36 Jahre und habe es endlich geschafft, selbstbewusst durchs Leben zu gehen. Ich glaube an meine Fähigkeiten, daran, dass ich gut in meinem Job bin und auch als Mutter habe ich einiges drauf. Ich dachte damit hätte ich die größte Hürde in meiner Persönlichkeitsentwicklung gemeistert. Dann aber hat mich eine Freundin neulich gefragt, ob ich mich wertvoll fühle. Der Schock stand mir ins Gesicht geschrieben. Ich! Wertvoll? Ich weiß nicht.“

Wenn das Selbstwertgefühl fehlt - verzweifelte FrauMeine Klientin Josefine legte eine Sprechpause ein und warf mir einen hilfesuchenden Blick zu. Ihre Worte erinnerten mich sofort an meine eigenen Erfahrungen. Denn auch ich habe gelernt, dass ein gesundes Selbstwertgefühl nicht zwingend mit Selbstbewusstsein einhergeht. Für ein starkes Selbst braucht es nämlich mehrere Komponenten.

Ein starkes Selbst

  1. Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen: Sich seiner bewusst zu sein. Sprich: sich selbst kennen. Auf seine Fähigkeiten vertrauen und/oder darauf vertrauen, dass man das Potential hat alles zu lernen.
  2. Selbstliebe: Die vollkommene Annahme und bedingungslose Liebe seiner selbst.
  3. Selbstwertgefühl: Sich selbst wertvoll fühlen, egal ob man etwas leistet, scheitert, toll aussieht, gelobt wird oder nicht.

Auf Letzteres – das Selbstwertgefühl – möchte ich im heutigen Beitrag eingehen. Denn sich selbst wertvoll zu fühlen, kann man lernen. Die wichtigsten 7 Erkenntnisse, die dazu geführt haben, dass ich mich bedingungslos wertvoll fühle, fasse ich hier zusammen:

7 Impulse um dein Selbstwertgefühl zu verbessern

1. Werde dir deiner Selbst bewusst

Wenn du nicht weißt, wer du bist, ist es unmöglich deinen Selbstwert zu erkennen. Daher ist es wichtig dir deine Ausgangssituation, also dein Selbstbild, bewusst zu machen. Kannst du die folgenden Fragen über dich schon beantworten? Falls nicht, ist vermutlich jetzt ein guter Zeitpunkt um dich damit auseinanderzusetzen.

  • Wie bist du? Was sind deine stärksten Charaktereigenschaften? Deine Schwächen? Deine Stärken?
  • Was bist du? Welche Rollen hast du im Leben? (Mutter, Vater, Freundin, Partner, Künstlerin, Leseratte, Hobbyautor, Tochter etc.)
  • Welche Werte hast du? Was ist dir wirklich wichtig im Leben?
  • Was sind deine wahren Herzenswünsche? (Nicht die, die dir womöglich durch andere auferlegt wurden.)

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2. Selbstwertgefühl bedeutet Mut zur Schwäche

Die Autorin Melanie Pignitter von Honigperlen | Selbstwertgefühl
Foto: Jennifer Fetz, Wien

Wer sich selbst gut kennt, weiß natürlich auch um seine Schwächen Bescheid. Der Umgang mit den eigenen Mankos ist ein guter Indikator, wenn es um das Selbstwertgefühl geht. Früher habe ich oft versucht meine Schwächen vor anderen zu verbergen. Als ich schließlich einen starken Selbstwert aufgebaut hatte, war es kein Thema mehr für mich über meine Mängel zu sprechen. Mittlerweile ist das anders: Wenn mich zum Beispiel jemand bei einem Seminar, das ich leite, etwas fragt, das ich nicht weiß, sage ich ganz laut: „Ich weiß es nicht – keine Ahnung,“ und grinse dabei auch noch ganz stolz. Denn ich bin mir meines Wertes bewusst – unabhängig davon, was ich weiß, leiste oder wie ich aussehe.

3. Nobody is perfect

Perfektionismus ist der größte Feind eines gesunden Selbstwertgefühles. Niemand ist perfekt und schon gar nicht in allen Lebensbereichen. Wenn man Perfektion dennoch anstrebt, so macht sich dadurch das Gefühl nicht gut, nicht schön, nicht klug, nicht erfolgreich oder nicht liebenswert genug zu sein, breit. Der Fokus liegt dann auf dem Mangel statt auf der Fülle bzw. dem Wert.

4. Vergleiche ruinieren das Selbstwertgefühl

Paart sich ein gewisser Drang von Perfektionismus mit der Gewohnheit sich mit anderen zu vergleichen, so sinkt der Selbstwert garantiert in den Keller. Denn wir vergleichen uns so gut wie niemals fair sondern immer nur mit den Besten. Dabei schauen wir uns gerne nur jene Bereiche an, in denen die anderen besser sind als wir.

5. Mache dir deine Einzigartigkeit bewusst

Auf meinem Balkon blüht gerade alles. Unter anderen eine wunderschöne Blume namens Clematis. Während alle Blüten dieses Pflänzchens in die Höhe ragen, hat sich eine rund um die Balkonsäule gewickelt und wächst nun schräg. Ihre Blüte ist etwas kleiner dafür aber um ein vielfaches farbintensiver. Ich finde sie ist die Schönste von allen. Ein Wunderwerk der Natur. Und genau so sind auch wir –  mit all unseren Fehlern und Makeln. Wir sind einzigartig und dadurch unendlich kostbar. Wir sind Geschöpfe der Natur und ist diese ist vollkommen.

6. Lerne von anderen wie wertvoll du bist

Selbstwertgefühl durch Liebe erlangenWenn mein Selbstwertgefühl einmal ins Wanken kommt, dann denke ich an all jene Menschen, die mich immer lieben. Menschen, denen ich so wichtig bin, dass sie alles Geld der Welt dafür geben würden damit es mir gut geht oder ich in ihrem Leben bleibe. Vielleicht möchtest auch du jetzt kurz deine Augen schließen und an einen Menschen denken für den du unbezahlbar wertvoll bist.

7. Selbstliebe ist das Sprungbrett zu einem starken Selbstwertgefühl

Selbstliebe ist ein derart tiefgreifender Zustand, dass er sich mit dem Beispiel einer liebenden Mutter am besten erklären lässt. Eine Mutter nämlich lehnt ihr Kind kaum wegen seiner schiefen Nase, seinen schlechte Mathenoten oder seiner Unfähigkeit mit fremden Menschen zu kommunizieren, ab. Sie liebt ihr Kind bedingungslos. Wer sich diese Art von Liebe selbst zukommen lässt, erzeugt dadurch den besten Nährboden für ein gesundes Selbstwertgefühl.

Selbstwertgefühl: Du bist es wert!

Abschließend lass ich dir noch meine Lieblingsaffirmationen als Inspiration hier:

  • Ich werde geliebt für das was ich bin.
  • Von Tag zu Tag fühle ich mich immer wertvoller.
  • Ich bin ein einzigartiges Geschöpf der Natur und deshalb unglaublich wertvoll.
  • Ich bin es wert bedingungslos geliebt zu werden.

Möge dein Selbstwertgefühl jeden Tag ein bisschen mehr aufblühen. Von Herzen, Melanie

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2 Kommentare

  1. Liebe Melanie! Danke für deinen Blog, den ich erst vor kurzem entdeckt habe. So manche Beiträge habe ich schon mehrmals gelesen, weil ich so gut brauchen kann. Alles Liebe, Julia

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