8 Dinge die du loslassen musst, um glücklich zu sein

8 Dinge, die ich nicht mehr mache – Freiheit & Glück

Gespräch„Wie hoch schätzt du deine Lebenszufriedenheit auf einer Skala von null bist zehn ein,“ frage ich meine Freundin Brigitta. Es folgt eine lange Denkpause. Schließlich die Antwort: „sechs.“ Ist ja gar nicht so übel. Aber dennoch gibt es Potential nach oben. Als ich diese Feststellung kundtue, rollt Brigitta übertrieben gespielt mit den Augen. „Ja klar, es gibt immer Potential. Allerdings kostet das Kraft und Zeit, und genau die habe ich aktuell nicht.“

Ich nicke verständnisvoll, schließlich kann ich ihrem Argument einiges abgewinnen. Für tägliches Glücks- und Mentaltraining, sowie für Selbstreflexion und Affirmationen benötigt man natürlich Zeit und Muße. „Das stimmt,“ sage ich daher, „inneren Reichtum und damit einhergehend eine höhere Lebenszufriedenheit kann man aber auch erwirken, indem man bestimmte Dinge nicht mehr tut.“

Welche Gewohnheiten und Tätigkeiten man getrost loslassen kann, um seinen inneren Reichtum zu erhöhen, darüber schreibe ich im heutigen Beitrag. Ich greife dafür auf meine persönlichen Erfahrungen zurück und erzähle euch, welche acht Dinge ich mir selbst zu Liebe nicht mehr mache.

8 Dinge, die du loslassen solltest

1. Täglich Zeitung lesen und Nachrichten schauen

Noch vor einigen Jahren startete ich jeden Tag mit einem Blick in die Zeitung und beschloss diesen mit der Abendschau. Horrorschlagzeilen sowie Mainstream-Headlines, die vor allem deshalb anregend erscheinen, weil sie die Urängste der Menschen triggern, gehörten damals unreflektiert zu meinem Leben.

Als ich mir über die Macht meiner Gedanken und deren Einfluss auf mein Leben bewusst wurde, stoppte ich diese Angewohnheit abrupt. Mittlerweile habe ich seit mehr als zehn Jahren kein Fernsehgerät und verzichte großteils auf Tageszeitungen. Das bedeutet allerdings nicht, dass ich das Leid auf dieser Welt ignoriere oder mich wirtschaftliche Geschehnisse nicht interessieren. Nein, ich selektiere lediglich und achte darauf, dass ich meinen Geist nicht permanent mit negativen Informationen füttere. So spare ich nicht nur Zeit, sondern richte mich auch mental positiv aus.

2. Mich mit anderen vergleichen

Gerade noch sind wir mit unseren Leistungen, unserem Aussehen oder unserem Gehalt zufrieden als plötzlich jemand kommt, der besser, schöner oder reicher ist als wir selbst. Das in uns wohnende Minderwertigkeitsgefühl wird entfacht. Die Folgen: Unser Selbstwert und unsere Zufriedenheit sinken radikal in den Keller. Als mir das bewusst wurde, gewöhnte ich mir den Vergleich mit anderen ein für alle mal ab. Seither vergleiche ich lediglich mein heutiges Ich mit meinem früheren. Dadurch erkenne ich meine Fortschritte und mich überkommen lebensbejahende Gefühle, wie Stolz und Freude. loslassen

3. Stillstehen und abwarten bis alles besser wird

aktive FrauOftmals hoffen wir, dass sich Probleme irgendwann einfach von selbst lösen. Und auch in Bezug auf die Erfüllung unserer Lebensträume, warten wir häufig hoffnungsvoll auf ein Wunder. Meist vergebens! Deshalb habe ich vor vielen Jahren damit aufgehört die Lösungsfindung für meine Probleme sowie meine Lebensträume auf morgen zu verschieben. Der beste Tag, um sich damit auseinander zu setzen, ist immer HEUTE.

4. Durcharbeiten

Ohne Fleiß kein Preis, lautete mein unbewusstes Lebensmotto über viele Jahre hinweg. Dieser Leitsatz führte dazu, dass ich mich oftmals überarbeitete. Eine sechzig Stunden Woche sowie diverse Ausbildungen, die ich abends absolvierte und ein perfekt, organisiertes Privatleben führten schließlich dazu, dass mein Körper streikte. Ich wurde also quasi dazu gezwungen regelmäßig Pausen zu machen. Dadurch aber erkannte ich, dass Auszeiten zwischendurch auch was den Erfolg einer Sache betrifft enorm hilfreich sind. Pausen sorgen nämlich dafür, dass sich unsere leeren Batterien wieder aufladen. Anschließend arbeitet unser Gehirn nicht nur effizienter, sondern wir sind auch kreativer. Die Gehirnforschung weiß um diesen Effekt schon längst bescheid. loslassen

5. Mein Glück erkaufen

Ich erinnere mich noch sehr genau daran als ich mir meine ersten materiellen Wünsche erfüllte. Die sündhaft teure Markenuhr, mein Fiat 500 oder diese eine ganz bestimmte Handtasche. Jedes Mal, wenn ich mir einen materiellen Wunsch erfüllte, wartete ich vergeblich auf das erhabene Gefühl der absoluten Freude. 2016 in meinem Auszeitjahr erkannte ich dann endgültig, dass man Glück mit keiner Materie der Welt erkaufen kann. Zwar mag ich Geld immer noch, aber meist verwende ich es dazu mir Ereignisse der Lebensfreude zu ermöglichen. loslassen

6. Versuchen perfekt zu sein

Die AutorinIch weiß nicht, wie sich dieser Drang alles noch besser, noch schneller, noch grandioser zu machen plötzlich in mein Leben geschlichen hatte. Aber im Alter von 27 Jahren wurde mir schlagartig durch einen Psychotest bewusst, dass ich zu einer Perfektionisten mutiert war. Natürlich ist es gut, wenn man versucht immer sein Bestes zu geben. Aber in jenem Moment, wo man nur mehr mit sich selbst zufrieden ist, wenn alles perfekt ist, wird diese Angewohnheit zu einem Lebensfreudekiller. Erst der Weg zur bedingungslosen Selbstliebe hat mich von meinem einstigen Perfektionismus wieder befreit. Seither bin ich ein Profi darin mir Fehler, Mankos und Unzulänglichkeiten einzugestehen und mich trotzdem toll zu finden. loslassen

7. An die Sorgen von morgen denken

In meinem ersten Job überlegte ich jahrelang welche Position ich bei meinem damaligen Arbeitgeber erreichen könnte. Aber die Lage war verzwickt. Viel zu viele langjährige Arbeitskräfte verwehrten mir den Weg nach oben. Oftmals sorgte ich mich stundenlang um meine berufliche Zukunft. Völlig umsonst. Denn als ich meine Ausbildung abgeschlossen hatte, flattert ein umwerfendes Jobangebot von einem anderem Unternehmen bei mir ein. So ergeht es vielen von uns immer wieder. Wir malen uns Horrorszenarien in der Zukunft aus, die in vielen Fällen niemals eintreffen und verschwenden dabei kostbare Zeit. Daher versuche ich so oft wie möglich das Hier und Jetzt zu genießen anstatt an Sorgen von Morgen zu denken. Und wenn ich doch einmal an die Zukunft denke, dann male ich mir positive Szenarien und die Erfüllung meiner Träume aus.

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8. Undankbar zu sein

Früher wusste ich immer ganz genau, was mir zu meinem Glück im Leben noch fehlt. Ich hatte eine endlos lange Liste, die mir bewies, dass mein Leben ziemlich mangelhaft war. Heute weiß ich, dass ich meine Gedanken auf die Fülle in meinem Leben ausrichten muss, um inneren Reichtum zu verspüren. Ich achte täglich auf all jene Dinge, die in meinem Leben vorhanden sind. Zum Beispiel: Menschen, die mich lieben und wertschätzen, mein Blog und die Möglichkeit Menschen mit meinen Texten zu berühren, meine gemütliche Wohnung, die ein Kraftplatz für mich ist, meine Fähigkeiten und vieles mehr. Dadurch entfache ich immer wieder aufs neue das Gefühl der Dankbarkeit.

Abschluss-Anregung: Wofür bist du in deinem Leben dankbar? Notiere in den kommenden sieben Tagen alles, was dir einfällt. Ich bin mir sicher, dein innerer Reichtum wird dadurch größer. Herzliche Grüße Melanie

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11 Kommentare

  1. Mit einem Satz gesagt, wieder ein ganz toller Beitrag!!!

  2. Hallo liebe Melanie.
    Wollte dir meinen allerherzlichsten Dank aussprechen. Diese 8 Punkte was mach nicht mehr machen sollte, sind sehr interessant und bringen mich sicher etwas von meiner stressfalle weg. Ich lebe seid 18 Jahren in Venezuela und bin ein emotionales Wrack durch all diese sozialen Probleme hier. Muss Abstand gewinnen um zu überleben. Danke

    • Liebe Ute Monika!
      Ich danke dir herzlich für dein Kommentar und auch für deine Offenheit. Ich wünsche dir sehr viel Kraft und Liebe auf deinem Weg.
      lg Melanie

  3. Liebe Melanie,

    aus meiner Erfahrung (bin schon 50+) kann ich 7 der von dir beschriebenen Dinge teilen.
    Nur bei Punkt 1 hab ich eine gegenteilige Ansicht: seit über 10 Jahren informier ich mich täglich sehr(!) ausführlich und kann allmählich über Weltgeschehen, Geschichte und Politik mitreden. Das bringt mich auch meinem großen Ziel, die Welt besser zu verstehen, näher (nebenbei brauch ich dazu noch viel Astrophysik und Psychologie).

    Viele Grüße und weiter so! (ich les regelmäßig mit)

    • Lieber Frederic!

      Schön von dir zu lesen. Deine Kommentar sind immer wieder bereichernd für mich.
      Ich denke es kommt vor allem auch darauf an, welche Zeitungen man liest. Da gibt es ja große Unterschiede.
      Herzlichen Dank, Melanie

  4. Margarita Markowitsch
    Margarita Markowitsch

    Danke für diesen tollen Beitrag
    Es ist schön dass es dich gibt
    Ich freue mich jedes mal wenn ich ein Mail von dir bekomme…

    Herzliche Grüße Margarita

    • Liebe Margarita!
      Ich danke dir ganz herzlich für dein Kommentar. Es ist Balsam für meine Seele.
      Deine Melanie

  5. Danke für den Kommentar,ich bin 60+,aber nehme gerne Neues an ,was mich
    dazu bringt,gelassener zu werden.Habe in den letzten Jahren schon viel Ruhe
    Und Gelassenheit in mein Leben gebracht.

  6. Danke für die Inspiration!

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