5 Krisen, die jeder Mensch durchleben muss

Wenn das Leben dir eine Krise beschert

Krisen sind ein unvermeidbarer Teil unseres Lebens. Sie kommen meist plötzlich und ziehen uns den Boden unter den Füßen weg. Sie überfordern uns, machen uns zu Opfern, bringen Schmerz, Hoffnungslosigkeit, Angst und manchmal sogar Depressionen mit sich. Und dennoch ist fast jede Krise ein Geschenk. Im ersten Moment klingt das sarkastisch. Bei genauerer Betrachtung aber bringen Lebenskrisen folgende positive Wirkungen mit sich:

  • Sie reißen uns aus Gewohnheiten und fordern uns auf wieder bewusst und achtsam zu leben.
  • Sie erinnern uns daran, was wirklich wichtig im Leben ist.
  • Sie stärken unsere Beziehungen zu Menschen, die uns beistehen.
  • Sie lehren uns dankbar für das zu sein, was wir haben.
  • Sie zwingen uns dazu neue Wege einzuschlagen, die oft ungeahnte Geschenke mit sich bringen.
  • Sie machen uns auf unsere eigene Kraft aufmerksam.

Du bist nicht alleine – jeder erlebt Krisen

Bahnt sich im Leben eine Krise an, so fühlen wir uns oft alleine und ohnmächtig. Das Wissen darüber, dass auch andere Menschen mit ähnlich schwierigen Situationen oder Schicksalsschlägen konfrontiert sind, kann Erleichterung verschaffen. Nicht umsonst funktioniert das Konzept von Selbsthilfegruppen besonders gut. Mit einem Problem nicht alleine zu sein und Erfolgsgeschichten über den Weg aus der Krise, stärken den Glauben an unsere eigene Kraft.

5 Krisen, die jeder Mensch erleben muss

Deshalb konzentriere ich mich im heutigen Beitrag auf Krisen, die fast jeder Mensch erleben muss. Im Anschluss daran gibt es als Anregung eine Anleitung für den Weg aus der Krise.

1. Ich bin gescheitert!

Zu scheitern, kann verdammt schmerzhaft sein. Egal, ob man mit dem eigenen Business, einer Partnerschaft, der Ehe oder im Job scheitert. Eine solche Erfahrung vermindert unser Vertrauen in uns selbst sowie in das Leben. Wehmütige Gedanken über fehlinvestierte Zeit und Energie sowie Selbstzweifel sind die häufigsten Begleiter, wenn es um das Scheitern geht.

Fakt ist aber auch: Wer gescheitert ist, hat zuvor immer Mut bewiesen. Er hat etwas gewagt und ist Risiken eingegangen, um seine Träume zu leben. Darauf sollte man stolz sein! Denk nur an die vielen Menschen, die am Sterbebett all das bereuen, was sie niemals gewagt haben. Außerdem gilt beim Scheitern das Lebensgesetz:

Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.

2. Ich werde alt! Mein Leben rennt mir davon

Die bekannteste Krise, die mit dem Alter einhergeht, ist die sogenannte Midlifecrisis. Plötzlich bemerkt man, dass ein Großteil seines Lebens bereits vorüber ist. Panik, Wehmut oder Traurigkeit überkommen einem dabei. Das passiert im Übrigen nicht nur 50-Jährigen, sondern oft auch jüngeren Menschen. Denn wer mit 35 seine Karriere- und Familienziele noch nicht erreicht hat, bekommt es häufig mit der Torschlusspanik zu tun.

Auch interessant:  Wenn du gerade feststeckst: 3 Strategien damit das Leben wieder Fahrt annimmt

Hier bewährt es sich auf das Leben zu vertrauen. Manchmal lässt die Erfüllung unserer Wünsche etwas länger auf sich warten. (In diesem Beitrag kannst du dir eine Portion Urvertrauen holen.) Aber natürlich macht es auch Sinn diese Krise als Hinweis dafür zu sehen, seine eigenen Träume endlich zu leben. Denn dafür ist es niemals zu spät.

3. Mein Körper macht nicht (mehr), was ich will

Krankheit, körperliche Gebrechen, Unzufriedenheit mit dem Äußeren, sowie sportliche Ziele, die wir einfach nicht erreichen, zeigen auf, dass unser Körper gerne eigene Wege geht. Von dieser Art der Krise kann ich ein Lied singen. 2015 überfiel mich eine Schmerzkrankheit gegen die ich mehrere hundert Tage ankämpfte.

Annehmen und erkennen, was einem der Körper mit seinen Symptomen sagen will, ist hier meines Erachtens die beste Herangehensweise. Mehr darüber findest du hier: Körper-Seelen-Kommunikation.

4. Unsere Liebe wird nicht (mehr) erwidert

Diese Form der Krise kennen die meisten, wenn es um die partnerschaftliche Liebe geht. Zum Beispiel: Wenn man sich Hals über Kopf verliebt und man sich nichts sehnsüchtiger wünscht als einen bestimmten Menschen an seiner Seite, dieser aber die eigenen Gefühle nicht erwidert. Oder: wenn die Liebe beim Lebenspartner verwelkt ist während man selbst noch immer liebt. Solche Situationen fühlen sich dann oft an, wie tausend Messerstiche mitten ins Herz.

Aber auch Liebe, die wir für unsere Eltern, Geschwister, Kinder oder andere Menschen hegen, sehnt sich danach erwidert zu werden. Wird sie das nicht, so hinterlässt das Narben auf unserer Seele. Über diese Krise hinweg helfen, kann einem der Fokus auf jene Menschen, die uns Liebe schenken. Außerdem natürlich die unschlagbare Kraft der Selbstliebe: 5 Selbstliebe-Rezepte!

5. Ein geliebter Mensch verstirbt

Dieser Schicksalsschlag bleibt leider kaum jemanden erspart. Der Abschied eines geliebten Menschen schmerzt bis in die Tiefe unseres Herzens. Der einzige Weg diese Krise gesund zu meistern, ist es die Traurigkeit zu zulassen.

Der Gedanke an die schöne Zeit und die vielen zwischenmenschlichen Geschenke, die uns die verstorbene Person beschert hat, kann ein wenig Trost spenden. Ich denke dabei gerne an den Spruch:

Sei nicht traurig, dass es vorbei ist, sondern erfreue dich daran, dass du es erleben durftest.

Der Tod lehrt uns außerdem, dass das Leben vergänglich ist. Er ist also quasi eine Aufforderung dafür unser eigenes Leben bewusst zu genießen und uns selbst glücklich zu machen.

Krisen aller Art

Natürlich gibt es noch viele weitere Krisen, mit denen wir konfrontiert werden. Fakt ist: Du trägst in dir die Kraft diese Krisen zu bewältigen. Die folgende Anleitung kann dir als Inspiration dienen, den Weg aus der Krise zu finden.

Auch interessant:  7 Dinge, zu denen du Nein sagen solltest, um glücklicher zu sein

  1. Nimm die Krise an! Verleugnung bringt leider nichts. Nur durch Akzeptanz kann sich der Weg aus der Krise ebnen. Lass dementsprechend alle negativen Gefühle, wie Traurigkeit, Enttäuschung, Wut oder Ärger zu.
  2. Darüber reden hilft! Sprich mit anderen über deine Gefühle. Suche nach Gleichgesinnten, die eine ähnliche Krise bereits gemeistert haben. Ihre Geschichten versorgen dich mit Hoffnung.
  3. Besinne dich auf deine eigene Kraft. Zum Beispiel die heilsame Kraft der Selbstliebe.
  4. Schmiede einen Plan bzw. eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die dir dabei hilft aus der Krise heraus zu schreiten.
  5. Gib der Krise einen Sinn! Oder versuche zu erkennen, welche Chance die Krise dir bietet.
  6. Blicke auf die Krise zurück und sei stolz darauf, dass du sie gemeistert hast.

Abschlusstipp: Mein Amazon-BestellerHonigperlen“ beschäftigt sich mit den großen und kleinen Krisen des Lebens. Es verrät, warum das Leben seine Geschenke gerne in Probleme verpackt und wie du durch Resilienz Krisen in Lebensfreude verwandelst.

Von Herzen, deine Melanie

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7 Kommentare

  1. Danke für die vielen wertvollen Tipps. Nachdem ich selbst in den letzten Jahren einiges erleben musste, daß mich in tiefe Verzweiflung gestürzt hat, kann ich nur sagen, dass das Wichtigste ist, dass man nie den Glauben und den Mut verliert.

    Es geht immer weiter – und es wird alles gut, man muss nur vertrauen lernen.

    Und dieser Blog ist ein sehr sinnvoller Beitrag wie man weiter- und wieder leben lernen kann.
    Auch wenn sich alles verändert.

    Akzeptiere den Wandel, und versuche ihn willkommen zu heißen. Denn es gibt nichts Beständigeres als die Veränderung im Leben.

    • Liebe Christina!
      Herzlichen Dank für dein Kommentar und deine Wertschätzung über die ich mich sehr freue.
      Das Leben besteht aus einem stetigen Wandel – wie recht du damit hast. Sehr schön auf den Punkt gebracht!
      „Wir können die Wellen nicht brechen, aber wir können lernen auf ihnen zu surfen.“
      In diesem Sinne wünsche ich dir zukünftige viele sanfte und Lebensfreude entfachende Wellen, lg Melanie

  2. Hey Melanie 🙂
    Hammer Artikel von Dir! Ich bin da absolut deiner Meinung: Krisen gehören dazu & die 5 die du genannt hast, enthalten so viel Entwicklungspotenzial.
    Ich habe Erfahrung mit allen 5. 4 & 5 waren die schmerzhaftesten, die mich zugleich stark gemacht habe. Nummer 3 war der Startschuss für meine Transformation (auch wenn ich damals noch gar nicht dran gedacht hätte). Nummer 2 verschafft mir jedes Mal wieder nen Arschtritt, denn ja auch mit Mitte 20 kommen solche Gedanken. Und Nummer 1 kommt immer wieder. Scheitern ist fester Bestandteil des Weges.

    Ich finde es noch wichtig sich den Krisen auch mal hinzugeben und wirklich mal zu spüren, welche Gefühle, Emotionen, Glaubenssätze, Verhaltensmuster usw hochkommen. Klar, Lösungen zum herauskommen sind extrem wichtig. Doch gibt es in meinen Augen kaum andere Situationen wo man sich selbst so sehr kennenlernen kann wie in Krisen.
    Den letzten Tipp finde ich fast am wichtigsten: Wir dürfen alle unglaublich stolz auf uns sein. Über das, was wir schon gemeistert haben. Was wir überstanden haben. Was wir überlebt haben.

    Danke für diesen Reminder und den tollen Artikel! Liebe Grüße Natalie

    • Liebe Natalie!
      Herzlichen Dank für dein Feedback <3
      Und die wunderbare Anregungen, dass wir uns den Gefühlen, die in einer Krise entstehen ruhig einmal hingeben dürfen, bevor wir uns auf die Lösungssuche begeben. Da bin ich ganz bei dir. Unter dem Motto: Gefühle wollen gelebt werden, wir können sie nicht töten (oder verdrängen).
      Liebe Grüße, Melanie

  3. Liebe Melanie,

    eigentlich habe ich zu deinem Beitrag gar nichts zu schreiben – er spricht für sich.
    Du hast in Allem meine Zustimmung. Deine Beiträge haben eine wundervolle Qualität. Ich kommentiere aber nun trotzdem. Es zieht mich regelmäßig auf deinen Blog. Die weibliche Energie die hier sehr stark ist, ist so heilend. Ich als Mann weiß das sehr zu schätzen.
    In deinen Beiträgen, die so wichtig sind, schwingt immer etwas sanftes, positives mit.
    Schön das es dich gibt.

    Lieben Gruß
    M.A.

    • Lieber M.A.!
      Danke dir sehr herzlich für deine Worte. Sie sind ein großartiges Geschenk für mich… sogar das schönste, das ich mir vorstellen kann 🙂
      Mein heutiger Start in den Abend beginnt mit einem Lächeln. Dieses verdanke ich dir.
      Liebe Grüße, Melanie

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