Endlich leben, statt gelebt zu werden – Schöpfer statt Opfer!

Ein Opfer der Umstände?

Ausgeliefert. Machtlos. Passiv.

„Wiedereinmal erwartet mich eine harte Woche. Das Wetter ist miserabel, der Chef launisch, die Arbeitsbedingungen werden immer schlechter und mein Körper spielt auch nicht mehr so mit wie früher. Familiär werde ich ständig mit Erwartungen überschüttet und finanziell lebt es sich mehr schlecht als recht. All dem bin ich hilflos ausgeliefert. Ich kann nichts daran ändern…“

So lauten die Gedanken eines Menschen, der ganz und gar in das Kostüm der Opferrolle geschlüpft ist. Er fühlt sich ausgeliefert, ohnmächtig und nicht selbstbestimmt. Wie der Weg vom Opfer zum Schöpfer am besten gelingt und welche Erkenntnisse dabei unterstützen, dafür möchte ich heute Inspiration anbieten.

Warum sind so viele Menschen Opfer?

Womöglich bist du selbst bereits in vielen Lebensbereichen Schöpfer deines Lebens. Um so verwunderlicher ist es für dich, dass es überall um dich herum von Opfern wimmelt. Woran liegt das, wieso gibt es in unserer Gesellschaft derart viele Opfer?

Als Kind ist uns ein selbstbestimmtes Leben nicht möglich. Unsere Eltern und Lehrer entscheiden unter welchen Bedingungen wir leben und lernen. Später treten wir ins Berufsleben ein und erleben auch dort, dass die Bedingungen bereits vorgegeben sind und wir selbst kaum Entscheidungen treffen können. Zudem bekommen wir genau das auch von den Menschen in unserer Umgebung gespiegelt. Sie jammern über das Wetter, über die schlechte Politik, über die unfaire soziale Verteilung und vor allem über ihre Machtlosigkeit in diesem Kreislauf. Als junge Erwachsene glauben wir oft noch nicht an ihre Worte aber schon bald brennen sie sich tief in unsere Seele ein und wir beginnen dadurch im ein oder anderen Lebensbereich zu resignieren.

Zum Opfer zu werden ist also keine Schande, sondern oftmals einfach nur eine Folge von Erfahrungen und auferlegten Glaubenssätzen. Und genau diese können wir durchbrechen und so zum Boss unseres Lebens werden.

Warum eigentlich Boss werden? Opfer sein ist doch bequem

Boss des eigenen Lebens zu sein, ist wesentlich anstrengender als Opfer sein. Ist man Opfer, so wird mit einem gemacht. Ist man der Boss, so macht man selbst. Und dennoch gibt es gute Gründe, die dafür sprechen, die Mühen des Bosses auf sich zu nehmen:

  • Aus Passivität wird Aktivität. Nicht mehr die anderen bestimmen, was im Leben geschieht sondern wir selbst. Träume erscheinen plötzlich nicht mehr unrealistisch, sondern werden zu Zielen, die Schritt für Schritt erreicht werden können.
  • Das Gefühl ausgeliefert zu sein lässt nach und Selbstbestimmung kehrt zurück. Das fördert das Selbstvertrauen und wir fühlen uns wieder wertvoll.
  • Menschen, die sich als Schöpfer fühlen, schütten wesentlich mehr Glücksgefühle aus als jene, die in der Opferrolle stecken.

Was braucht es, um vom Opfer zum Schöpfer zu werden?

Um vom Opfer zum Boss unseres Lebens zu werden und zwar in jedem Lebensbereich, müssen schädliche Glaubenssätze durchbrochen und gezielte Gedanken, die eine neue gesunde Lebenseinstellung fördern, generiert werden. Außerdem alte passive Gewohnheiten abgelegt und neue aktive gelebt werden. Wollen wir also Boss werden, so sind die folgenden fünf Schritte hilfreich.

1. Deine Verantwortung

Mach dir klar, dass Verantwortung nicht nur Anstrengung bedeutet, sondern auch Freiheit, wunschorientierte Lebensgestaltung und Vertrauen in dich selbst. „Ich bin für mich verantwortlich und diesen Job will ich gut machen. Ich verspreche mir das Beste mir mögliche aus meine Leben zu machen.“ So könnte dein Entschlussgedanke in ein absolut selbstbestimmtes Leben lauten.

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2. Jammern stoppen

Beim Jammern und Meckern geraten wir sehr schnell in einen Kreislauf. Wenn wir erstmals aufgewärmt sind, folgt ein Opfergedanke nach dem nächsten. Deshalb ist es sinnvoll Jammerei so oft wie möglich zu vermeiden. Mit etwas Achtsamkeit funktioniert das sehr gut. Du kannst dir zum Beispiel für jede Jammerei, die du bewusst vermieden oder abgebrochen hast ein Plus geben. Und für jede, die sich nicht vermieden ließen ein Minus. Abends schaust du dir dann das Resultat an und machst es dir zum Ziel am nächsten Tag noch mehr Plus und noch weniger Minus zu generieren.

3. Mache, anstatt mit dir machen zu lassen

Aktivität ist ein wahres Wundermittel um aus der Opferrolle auszubrechen. Auch, wenn du in einigen Lebensbereichen durch die Umstände noch in einem Korsett gefangen bist, kannst du durch Aktivität, kleine Ziele und erste Handlungen langsam daraus hervor dringen.

Suche bewusst nach Bereichen, Wünschen und Zielen, in denen du damit beginnen kannst, deine Rolle als Schöpfer zu trainieren. Achte auf jede Tat und jeden Erfolg und lobe dich regelmäßig für jeden noch so kleinen Schritt, den du selbstbestimmt gehst. Schon nach kurzer Zeit wird sich dadurch deine Haltung, dein Selbstwert und infolge dessen langfristig auch die äußeren Umstände verändern.

4. Gedankenkreisläufe auflösen

Wenn du bemerkst, dass sich negative Gedanken überschlagen und du dich als Opfer der Umstände fühlst, so kannst du den Kreislauf mit folgender Frage unterbrechen:

  • Was müsste jetzt passieren, damit es mir schlagartig besser geht und ich mich wieder selbstbestimmt und stark fühle? Notiere deine Antworten intuitiv.
  • Nun sieh dir deine Antworten an und frage dich, was davon du selbst erfüllen oder durch dein Verhalten beeinflussen kannst.
5. Du kannst immer etwas ändern – Einstellungssache

Du selbst gestaltest dein Leben. Dieser Satz löst bei vielen Menschen Widerstand aus. Schließlich gibt es Bereiche zur Genüge, die wir kaum verändern können. Das Wetter, die Kollegen oder die Wirtschaftslage beispielsweise, liegen außerhalb unserer Einflusskraft. Und dennoch steht uns in diesen Bereichen eine Sache frei, unsere Einstellung. Wir bestimmen durch unsere Gedanken, ob wir uns über eine Sache ärgern oder eben nicht.

  • In welchen Bereichen fühlst du dich machtlos?
  • Welche Einstellung müsstest du erreichen, damit es dir in diesem Bereichen besser gehen würde?
  • Welche Gedanken würden mit dieser Einstellung einher gehen?

Wenn du die Antworten auf obige Fragen hast, kannst du deine Gedanken  bewusst beeinflussen. Nach einiger Zeit automatisieren sich diese dann.

Denk daran! Das Glück deines Lebens, hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab. Und der Boss deiner Gedanken, der bist DU!

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8 Kommentare

  1. Wieder einmal ein großartiger Artikel von dir Melanie!
    Danke, deine Simone

  2. Liebe Melanie,
    vielen Dank für deine vielen schönen Beiträge.
    Ich lese sie regelmäßig und fühle mich immer sehr inspiriert. Vor Jahren hatte ich
    ein Bourn out und seid dieser Zeit lese ich sehr viel. Ich würde mein Wissen auch gerne unter die Leute geben, aber ich weiß noch nicht den Anfang.
    LG Heike aus Berlin

    • Liebe Heike!
      Ich freue mich, dass du regelmäßig bei mir vorbeischaust. Und ich danke dir für deine Offenheit zum Thema Bourn out. Ein Thema das ich bisher noch nicht am Blog behandelt habe.
      Bezüglich „Wissen unter die Leute bringen“ – gerne kann ich dir dabei den ein oder anderen Hinweis geben.
      lieben Gruß

  3. Hallo liebe Melanie, was mich sofort berührt hat in deinen Artikeln ist, dass man sofort spürt was unter diesen Texten liegt:Liebe. Die Essenz die uns ausmacht.Und das strahlst du auch aus. Für mich habe ich sofort gefühlt, wenn wir uns wirklich darauf einlassen und uns mit unserem SEIN verbinden strahlen wir es auch aus. Danke für deine Arbeit und dein Sein. Liebe Grüße von Nicole

    • Liebe Nicole!
      Ich danke dir ganz herzlich für dein wertschätzendes Kommentar über das ich mich sehr freue.
      Alles Liebe auch für dich <3

  4. Danke für Deine hilfreichen Beiträge liebe Melanie. Ich darf auch als Mann Deine Artikel kosten, ohne gleich ein Softie zu sein. Freue mich , dass die Frauen im Vormarsch sind, Frau muss ja nicht gleich Verteidigungsminister sein (Spaß muss sein). Liebe Grüße Hubert aus Münchberg

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