Hindernisse und Rückschläge überwinden

Rückschläge sind wie Dornen im Rosenbeet

Dein Leben läuft gerade wunderbar, du kannst dein Glück kaum fassen und wie sollte es anders sein, plötzlich stellt sich dir eine Hürde in den Weg.

  • Du willst abnehmen oder dich gesünder ernähren, aber dann packt dich doch wieder der Heißhunger.
  • Du nimmst dir vor deine Kinder oder deinen Partner nicht mehr anzubrüllen, aber es passiert dir dennoch wieder.
  • Du wünscht dir einen Seelenpartner, musst aber anstatt dessen wieder eine enttäuschende Erfahrung mehr einstecken.
  • Du nimmst dir vor das Leben zu genießen und alle Sorgen und trostlosen Gedanken zu verbannen, aber dann kommt doch wieder der Moment, in dem dir alles zu viel wird.
  • Du strengst dich an um ein Arbeitsziel zu erreichen, gibst dein Bestes, aber es genügt dennoch nicht.
  • Du glaubst auf dem Weg zur Genesung zu sein, fühlst dich fit und dann kommt doch wieder ein gesundheitlicher Rückschlag, dem du dich ohnmächtig ausgeliefert fühlst.

Ich kenne viele dieser Stolpersteine – vor allem der letzte ist mir im Bezug auf meine Krankheit besonders geläufig. Um durch Rückschläge nicht den Mut zu verlieren, entwickelte ich vor einiger Zeit Strategien, die mir dabei helfen mit Hürden und Hindernissen besser umzugehen.

Zur Zeit beschäftigt mich ein solcher Rückschlag wieder sehr. „Aua, aua, aua“, ruft meine Empfindung und ich bin nahe dran im Selbstmitleid zu versinken. Ja auch diese Tage gibt es bei mir – die richtig schlechten. Und wenn solche Tage vermehrt auftreten, dann ist die Angst, dass dieses Tief womöglich länger bleibt und mich komplett aus der Bahn wirft, wieder da.

Der erste rationelle Gedanke, der mir dazu einfällt ist folgende Frage: Was unterscheidet einen erfolgreichen von einem weniger erfolgreichen Menschen? Der Erfolgreiche steht immer wieder auf – was bedeutet er lässt sich von den Steinen auf seinem Weg nicht davon abringen – er gibt die Hoffnung nicht auf.

Rückschläge – was tun?

Egal welches Hindernis sich bei mir in verschiedenen Lebensbereichen auftut, folgende Methoden und Gedankenansätze haben mir schon des Öfteren beim Umgang damit geholfen:

  • Ich begebe mich auf die Suche nach ähnlichen Situationen in meiner Vergangenheit. Wie habe ich es damals geschafft den Tiefpunkt bzw. die Rückschläge zu überwinden? Was habe ich getan oder gedacht um mir selbst zu helfen?
  • Ich hinterfrage den Stolperstein. Möchten mich meine Rückschläge auf etwas hinweisen? Ist es an der Zeit, etwas zu verändern bzw. mich für einen anderen Weg zu entschließen? Auch wenn ich keine Antwort finde, vertraue ich darauf, dass der Rückschlag einen bestimmten Sinn hat, den ich womöglich erst zur gegebenen Zeit verstehen werde.
  • Nachdem ich mich ausgiebig mit meinem Rückschlag auseinander gesetzt habe, fokussiere ich meine Gedanken wieder auf etwas Positives. Ich nehme einen Stift zur Hand und notiere mir alle bisherigen Erfolgsschritte. Bei mir sind das beispielsweise viele gute, fast schmerzfreie Tage, neue Erkenntnisse, Ideen und positive Veränderungen. Dadurch mache ich mir bewusst, dass es bereits viele Erfolge gab, denen ich nur halb soviel Aufmerksamkeit geschenkt habe, wie den Misserfolgen. Die Rückschläge relativieren sich dadurch.
  • Eine weitere Methode, um Misserfolgen oder Rückschlägen wertvolle Energie zu entziehen ist das „In die Ferne denken“. Dazu reise ich im Gedanken zehn Jahre in die Zukunft und frage mich: „Wie dramatisch bzw. bedeutungsvoll ist mein heutiger Rückschlag in zehn Jahren ?“ Meist löst die Antwort darauf eine Erleichterung aus.
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Gedankenkraft gegen Rückschläge

Schlussendlich beende ich meine Gedanken rund um den Rückschlag mit einem Ablenkungsmanöver. Ich entziehe den negativen oder angstgetriebenen Gedanken meine Energie und fokussiere mich auf andere Lebensbereiche. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich dabei vor allem Unternehmungen, die kein leistungsbezogenes Ziel beinhalten besonders bewähren. Spaß haben, Zeit mit Freunden oder dem Partner verbringen oder einfach mal Nichts tun, ein gutes Buch lesen oder einen schönen Film ansehen.

Rückschläge sind wie Dornen im Rosenbeet. Ohne Dornen gäbe es auch keine Rosen.

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20 Kommentare

  1. Ein wunderbarer Text, der einem beim Lesen so viel gibt. Danke dafür! Das hast du wieder grandios geschrieben! Gruß Mark

  2. Bei „eine gute Zeit mit Freunden verbringen“ bin ich dir gerne behilflich… <3

  3. Ich mache momentan auch so eine Zeit durch. Zusätzlich bin ich auch noch gesundheitlich angeschlagen. Doch wie auch dir, gelingt es mir sehr gut bereits Erreichtes nicht zu vergessen und hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken.
    Danke für deine kraftvollen Beiträge!
    LG aus Tirol

    • Liebe Viki! Ich schick dir Energie und eine große umarmung! Du schaffst es auch dieses Mal – die Kraft – die Liebe – der Mut liegt in dir! Ich weiss es wird wieder besser alles Liebe – Melanie

  4. Danke für den schönen Text! Den kann ich, wie wahrscheinlich jeder, sehr gut brauchen.
    Liebe Grüße!

  5. Liebe Melanie!
    Danke, dass du in deinem Blog Freud und Leid mit uns teilst, ich lese deine Texte sehr gerne.
    Du bist eine wunderschöne starke Frau und ich schicke dir ganz viel Kraft und alles Liebe!
    Viele Grüße!

  6. Wirklich schön geschrieben, ich denke auch das man aus allem negativem irgendwann stärker hervorgeht… Manchmal braucht es Zeit aber im nachhinein ist es mir bislang immer so gegangen, dass ich über meine Verzweiflung in vielen Situationen einfach nur noch glücklich bin und darüber mit Freude reagieren kann..
    LG

  7. Dein Beitrag liest sich wie aus meinem eigenen Leben gegriffen. Hindernisse überwinden egal welcher Art, kostet viel Kraft und Energie. Mit den Jahren lernt man aber leichter damit umzugehen oder sich zu arrangieren.
    Danke für deinen Beitrag, liebe Grüße Sigrid

    • Liebe Sigrid – es ist schön zu lesen, dass ich auch andere mit meinen Worten treffe – herzliche Grüße Melanie

  8. Liebe Melanie, wünsch dir ganz viel Kraft diese Hürde zu überwinden. Bin mir sicher dass es nur ne kleine Probe ist, die du hervorragend meisterst ❤

    • Ich danke dir ganz herzlich für deine Anteilnahme!
      Ich habe mein Tief tatsächlich nach zwei Wochen überwunden und bin nun in den guten fast schmerzfreien Stunden meines Glückes wieder mehr bewusst.

  9. Liebe Melanie,

    Danke dir für diesen Text! Vor allem daran zu denken, wie es einem in 10 Jahren damit gehen wird hilft find ich enorm. Erst heute hatte ich wieder so eine Situation, die im Moment vielleicht schlimm ist, aber wahrscheinlich in einem Jahr keine Rolle mehr spielt. Tut gut dieser Gedanke und nimmt der Dramatik gerade den Wind aus den Segeln.

    Ich möchte dir bei dieser Gelegenheit noch Gay Hendricks „The big leap“ empfehlen. In dem Buch wird das sogenannte „upper limit“ – also warum wir glauben, dass es Rückschläge geben muss, sehr gut beschrieben. Er beschreibt auch wie man dieses Limit überwindet – also auch genießen kann, dass mal alles einfach passt :). Ist eine Weile her, dass ich es gelesen habe, aber es hat mich damals sehr bewegt.

    Alles Liebe Julia

  10. Einfach toll geschrieben – und sehr hilfreich, danke dafür.
    Solche Rückschläge sind mir auch gut bekannt, wobei ich dann meistens
    Kopflos bin.
    Danke auch, dass du deine Geschichte mit ums teilst – einfach toll!

    Liebe Grüße
    Christine

    • Liebe Christina!
      Danke für deine Worte, die mich gerade in solchen Phasen sehr ermutigen.
      Alles Liebe Melanie

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