Weihnachtsgeschichte! Das Mädchen mit dem verlorenen Lächeln

Über die Liebe zum Leben – den Moment und die Freundschaft!

Es war einmal ein Mädchen, das eines Tages als es in den Spiegel blickte feststellte, dass es sein Lächeln verloren hatte. Leider wusste sie nicht, wo genau sie dieses einst niedergelegt hatte. Also versuchte sie einfach alles um es wieder zu finden.

Ihre Gabe war das Singen. Sie stand gerne auf der Bühne und bereitete anderen mit ihrer Performance Freude. In der Hoffnung ihr Lächeln durch noch mehr Erfolg wieder zu finden, versuchte sie vieles. Sie ging mehrmals die Woche zum Gesangsunterricht, arbeitete Tag und Nacht an neuen Songs und trieb mindestens fünf mal die Woche Sport um ihre Figur für das perfekte Bühnenbild aufrecht zu erhalten. Sie erhoffte sich dadurch noch mehr Applaus, noch mehr Fans und noch mehr Auftritte zu bekommen. Sie perfektionierte sich selbst immer mehr, strebte nach noch besseren Kritiken und setzte es sich zum Ziel von allen Menschen dieser Erde geliebt zu werden. Dies alles tat sie in dem Glauben dadurch endlich wieder glücklich zu werden und ihr Lächeln wieder zu finden.

Leider aber kam alles anders. Weil sie sich so anstrengte, unter Hochdruck auf der Suche nach ihrem einstigen Lächeln war und sie ihre Gedanken nicht von dem Ziel endlich wieder glücklich zu sein, entfernen konnte, bekam sie schließlich schreckliche Kopfschmerzen.

„Aua aua“ jammerte das Mädchen und rannte von Hexe zu Hexe und Heiler zu Heiler. Weder die Mediziner noch ihre hilfsbereiten Freunde konnten ihr dabei helfen, den Schmerz zu lindern. Und so stand das arme Mädchen schlussendlich erfolglos, weil sie wegen der ständigen Schmerzen nicht mehr auf die Bühne konnte und traurig, weil sie ihr Lächeln noch immer nicht gefunden hatte, da.

Weihnachten 2015 war das Mädchen besonders traurig, weil der große Schmerz es ihr nicht ermöglichte sich an den schönen Festtagen mit ihrem Prinzen und der Familie zu erfreuen. Als alle Menschen und das Mädchen selbst die Hoffnung schon fast aufgegeben hatten, passierte etwas Besonderes.

Das Mädchen traf ein anderes Mädchen namens Gisela. Gisela war sehr gesprächig und lenkte das traurige Mädchen dadurch auf angenehme Weise ab. Plötzlich machte Gisela einen Witz und lachte lautstark über sich selbst. Das traurige Mädchen beobachtete Gisela und sehnte sich nach einem solch herzhaften Lachen.

In der Hoffnung das Geheimnis von Giselas Lächeln zu erfahren, fragte das Mädchen: „Was machst du denn eigentlich so den ganzen lieben langen Tag?“.

Gisela: „Nichts tun“

Das Mädchen überlegte angestrengt – was war das schnell nochmal?

Mädchen: „Ist das nicht langweilig“

Gisela: „Hm… manchmal schon, aber jetzt zum Beispiel sitze ich mit dir hier und mache gar Nichts – zumindest nichts, was man im Alltag als Leistung betrachten würde und dennoch lache ich und habe Spaß“

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Das Mädchen war sehr verwirrt und begutachtete Gisela ernst. Diese verstand den Gesichtsausdruck des traurigen Mädchen zu deuten und erläuterte weiter.

Gisela: „Also ab und an mache ich schon was Sinnvolles aber die meiste Zeit renne ich zuhause im Jogginganzug herum, sehe mir lustige Filme an, telefoniere mich Freunden, stricke Schals und Mützen, male, trinke mittags ein Bier und mach danach ein Schläfchen.“

Genauso wie das Mädchen früher an den Weihnachtsmann glaubte, glaubte sie auch, dass es nicht möglich war einfach Nichts zu tun und dabei Freude zu empfinden. Nun aber erfuhr sie von Gisela endlich die Wahrheit. Das mit dem Nichts-Tun war also doch kein Märchen!

In den folgenden Monaten unternahmen die beiden Mädchen vieles gemeinsam. Das wenigste davon war sinnvoll oder mit Leistung verbunden. Sie tanzten, verkleideten sich als Prinzessinnen, surften auf der Vienna City Wave, sangen Lieder, spazierten bis Mitternacht durch die Gassen der Stadt und unterhielten sich über Gott und die Welt, bastelten Papierhüte, trugen Kostüme und lachten bis ihnen der Bauch weh tat.

Bei all den sinnlosen Unternehmungen vergaß das arme Mädchen auf die Suche nach ihrem Lächeln. Aber nicht nur das, manchmal vergaß sie sogar, dass sie Kopfschmerzen hatte. Als sie dann eines morgens vor dem Spiegel stand und ungeniert grinste, wurde ihr plötzlich bewusst, dass sie ihr Lachen wieder gefunden hatte.

Das Mädchen mit dem wiedergefundenen Lächeln rannte darauf hin zu Gisela und erzählte ihr von der tollen Nachricht. Die beiden fielen sich in die Arme und lachten erneut.

Als das Mädchen mit all ihren Liebsten – Mama, Papa, Schwester, Schwager, ihren Neffen Matejago und Lightning Fabio Mc Queen, Oma und ihrem Prinzen am 24.12.2017 vor dem Christbaum saß, nahm sie im Augenwinkel plötzlich ein Funkeln war.

Während der Weihnachtsmann gerade die Geschenke an die braven Neffen verteilte, rannte das Mädchen zum Fenster und was sah sie da? Das Christkind! Es kam direkt auf sie zugeflogen und flüsterte ihr ins Ohr: „Bist du zufriedenen mit deinem Geschenk?“.

„Oh ja – es ist das schönste Geschenk aller Zeit – ich habe mir nichts mehr gewünscht als mein Lächeln wieder zu bekommen“.

Das Mädchen umarmte das Christkind und bedankte sich bei ihm für den Engel Gisela sowie für all die anderen Engeln, die es dabei unterstützt hatten sein Lächeln wieder zu finden. „Was für ein Weihnachtswunder“, kicherte das Mädchen….

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann lachen sie noch immer

Frau mit Haube und Schneeflocken

Ich wünsch euch von Herzen all die Liebe und Freude, die das Leben trotz Hindernisse so wunderbar lebenswert machen. Frohe Weihnachten!

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3 Kommentare

  1. So eine schöne Geschichte . Ja, es fällt mir auch oft schwer einfach mal „nichts“ zu tun. Obwohl es so wichtig ist. Am besten sollte man es machen wie die Kinder. Sie vergessen über dem Spielen vollkommen die Zeit und gehen vollkommen in dem auf, was sie grade tun.
    Ich wünsche dir wunderschöne Weihnachten.

    Liebe Grüße
    Carola

  2. Auf jeden Fall möchte ich dem Engel ganz herzlich danken der meiner Schwester das Lachen zurück gebracht hat.und mathejago und Lightning fabio sind auch sehr froh darüber.tausend bussis.

  3. Danke dir! Du – deine Kids unsere Familie haben ja auch einen große Portion dazu beigetragen 🙂

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